Problem mit Medikamentenwechsel

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    • Problem mit Medikamentenwechsel

      Hallo zusammen.
      Seit 4 Jahren muss ich täglich ein Medikament nehmen, wegen einer chronischen Erkrankung. Ich vertrage das Medikament super, habe keine Nebenwirkungen oder Beschwerden davon und die Wirkung ist wie sie sein sollte. Jetzt ist anscheinend seit diesem Jahr das Patent vom Hersteller zu Ende und viele andere Firmen stellen Medikamente mit demselben Wirkstoff günstiger her. Das führt dazu, das ich dadurch mein bekanntes und gewohntes Medikament nicht mehr bekomme. (Oder die preisliche Differenz selbst bezahlen müsste, was ich nicht kann, selbst wenn ich wollte). Bei der Apotheke und beim betreffenden Arzt gab es schon Probleme deswegen, weil ich nicht von heute auf morgen (nicht redensartlich gemeint, ich soll von einen Tag auf den anderen wechseln) ein anderes Medikament nehmen kann. Das klappt bei mir so kurzfristig nicht.

      Ich habe sehr viel recherchiert, mit bestimmten Gründen z.B. "Non Complience" wenn zu befürchten ist, das der Patient dann die Einnahme abbricht, darf der Arzt "Aut Idem" (Die Erlaubnis das der Apotheker ein wirkstoffgleiches Präparat geben darf) durchstreichen. Der Arzt kann auch wegen körperlichen Schäden haftbar gemacht werden, wenn er von meinen Problemen weiß und das Risiko eingeht, das ich die Einnahme abbreche und dann gesundheitliche Folgen bekomme. Wenn der Arzt das Durchstreichen von "Aut Idem" begründen kann z.B. mit "Non Complience" hat der Arzt auch keine Regress-Ansprüche oder andere finanziellen Probleme durch die Krankenkasse oder andere zuständige (z.B. Prüfung der Wirtschaftlichkeit) zu befürchten. Ich habe da 4 Seiten mit Gerichtsurteilen und Paragraphen dazu gefunden.

      Ich war dann beim Arzt mit meinen Autismus Arztbriefen, wo auch ausführlich erklärt drin steht, was ich für Probleme mit Veränderungen habe. Der Arzt hat mir dann ein Präparat aufgeschrieben, bei dem nur 1 Zusatzstoff anders ist, als bei meinem Medikament. Aber darum geht es gar nicht, die Packung ist anders, die Tabletten haben eine andere Größe, es fühlt sich beim Einnehmen anders an, usw. Ich sehe ja, dass es ein anderer Hersteller und optisch etwas anderes ist, als das bisher gewohnte. Der Arzt hat das entweder nicht verstanden, oder nicht verstehen wollen, ich hatte jedenfalls keine Chance.

      Mein gewohntes Medikament wäre nur 40 € im Monat teurer als die Alternative UND es wäre nur nötig mir nur noch 1x das gewohnte zu Verschreiben, damit ich ein Bisschen Zeit habe mich an das neue zu gewöhnen. Es geht gar nicht darum, das ich dauerhaft auf mein gewohntes bestehe, sondern nur noch 1x das gewohnte verordnen damit ich nicht von heute auf morgen wechseln muss, weil ich das so kurzfristig/spontan nicht kann.

      Vom Arzt kam die Aussage, ich soll das andere mal probieren und wenn ich es nicht vertrage dann bekomme ich ein Rezept für mein gewohntes, wo "Auti Idem" durchgestrichen ist. :m(: Ich würde also weiterhin mein gewohntes teureres Medikament bekommen, wenn ich den Arzt anlüge und behaupte, ich hätte es nicht vertragen. Aber das geht ja abgesehen vom Lügen auch nicht, wenn ich dem Arzt vorher schon 5x gesagt habe das ich das nicht so kurzfristig wechseln kann. Dann kann ich auch nicht 2 Tage später behaupten, ich hätte das neue ausprobiert und vertrage es nicht.

      Bei der Krankenkasse war ich schon, die meinen das geht sie nichts an, das muss ich mit dem Arzt klären.

      Natürlich werde ich bei dem Arzt nicht bleiben, aber zu Wechseln geht auch nicht von heute auf morgen, ich muss auf einen freien Termin warten und dem Arzt dann erst Mal meine Probleme schildern. Das ich von einem anderen Arzt das Medikament dann einmalig mit durchgestrichenem "Auti Idem" bekomme, dafür habe ich dann auch keine Garantie. Wenn nicht, dauert es dann auch wieder bis ich beim nächsten Arzt bin. Zukünftig werde ich mich darauf vorbereiten das mir das nicht wieder passieren kann. Aber seit ich dieses Medikament nehme war so etwas bisher nie der Fall und ich wusste gar nicht, dass so etwas eintreffen kann. Ich ging wie gewohnt zur Apotheke mit dem verordneten Medikamentenname auf dem Rezept, am Vorabend die vorletze Tablette genommen und dann hieß es in der Apotheke das ich ein anderes wirkstoffgleiches Medikament bekomme.

      Habt ihr vielleicht eine Idee, was ich machen kann?
    • Und das soll mir jetzt in wiefern weiterhelfen, wenn ich geschildert habe das ich kurzfristig nicht wechseln kann? Das man als Autist mit Veränderungen Probleme haben kann, davon ging ich aus dass man das in einem Autismusforum nachvollziehen kann.

      Ich lehne das neue Medikament auch nicht komplett ab, ich werde es probieren und werde es dann auch weiterhin nehmen können. Aber das geht eben nicht so kurzfristig und für die Zeit dazwischen brauche ich eine Lösung damit ich nicht ohne Einnahme bin.

      Die Probleme die ich wegen meinem Autismus habe suche ich mir nicht aus. Mir wäre es lieber ich hätte das Problem nicht und könnte einfach so wechseln.
    • Und ich glaube halt, dass man viel kann, wenn man sich nicht so viele Gedanken darum macht. Oder dass man sich auch unnötig in Dinge reinsteigern kann. Ich nehme viele Medikamente, die Hersteller wechseln ständig, mal sind die Tabletten rund, mal länglich, die Packung so oder so. Das irritiert mich anfangs mal kurz, aber nach ein paar Tagen ist das vergessen.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Und weil du das so kannst oder da weniger Probleme hast, muss das für andere Autisten genauso gelten? (Rhetorische Frage). Wie war das noch bzgl. Autismus-Spektrum-Störung und jeder Autist ist anders? Dann könnte man das ja auf alle Probleme übertragen, die Autisten so haben. Kommt mir schon ein Bisschen abwertend rüber. Ist ja schön für dich wenn du da weniger Probleme hast, aber deswegen brauchst du das Problem bei mir nicht herunterspielen oder verharmlosen.
    • Es kann eine Meinung sein unter mehreren, und manchmal kann man auch von einer Meinung profitieren, die im ersten Moment nicht so gefällt. Aber vielleicht melden sich ja noch andere.
      Den Arzt zu wechseln finde ich jedenfalls einen übertrieben großen Aufwand für das Problem. Irgendein anderer Arzt wird das auch nicht besser verstehen.
      Heutzutage sind viele Medikamente gar nicht mehr lieferbar, oder vorübergehend nicht lieferbar. Das führt dazu, dass wenn ich mit einem Rezept in die Apotheke gehe, ich jedes Mal das Medikament von einer anderen Firma bekomme. Das wird auch zukünftig wahrscheinlich nicht besser gehen, insofern ist das nicht anders als wenn du rausgehst, und das Wetter ist schon wieder anders als gestern.
      Alles wird galaktisch gut.
    • "Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
      den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
      und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."

      Ich denke, dass dies ein Fall ist von "Dinge, die man nicht ändern kann": Wenn es wichtig ist, das Medikament täglich zu nehmen, wirst du es wohl oder übel auch in der neuen Form nehmen müssen, denn wie du selbst eingeschätzt hast, wirst du kaum heute noch eine andere Lösung erzwingen können.

      Wenn es möglich ist, auch ein paar Tage Pause einzulegen, kannst du dir mit dem Einnehmen des Medikaments in der neuen Form auch ein paar Tage mehr Zeit nehmen.

      So oder so schätze ich es so ein, dass du dir mit der Suche nach einer schnellen anderen Lösung sehr viel Stress machst. Vielleicht sogar mehr, als wenn du deine Energie darauf konzentrieren würdest, dich mit der neuen Marke innerlich "anzufreunden".

      Ich kenne es von mir so, dass der Körper bildlich gesprochen "Nein!" schreit zu Veränderungen. Ich muss aber nicht verzweifeln, denn mein Kopf weiß, dass meine körperliche Reaktion nur mein Widerstand gegen Veränderungen ist. Mind over matter. Will sagen: Tschacka, du schaffst das. Glaub an dich.

      The post was edited 1 time, last by Turtle ().

    • Phreno wrote:

      Das man als Autist mit Veränderungen Probleme haben kann, davon ging ich aus dass man das in einem Autismusforum nachvollziehen kann.
      ich finde das Problem im Verständis für die jeweilige nicht nachvollziehbare situation des Anderen sogar typisch für Autisten. Unabhängig von Veränderungen kenne ich was das Schlucken von Tabletten betrifft beide Seiten. Ich konnte früher einfach keine größeren Tabletten schlucken, ohne mich zu Verschlucken. Sobald die Tablette irgendwo zu spüren war, habe ich gewürgt. Da ich damals auf die angewiesen war, habe ich einen Trick angewandt. Ich habe sie mir während des Essen selbst untergejubelt. Ich habe erst einen guten Löffel voll normal gekaut als wollte ich tatsächlich gleich schlucken und den nächsten Löffel nehmen. Erst kurz bevor ich schlucken wollte (rein intuitiv) habe ich ganz schnell die Tablette im gekauten Essen mittig platzierte, so dass ich noch ein (!) halbherziges weiteres mal an einer seite etwas essen abkauen konnte ohne auf die tablette zu beißen. So konnte ich zumindest irgendwie jede Tablette im ganzen in dem Magen befördern. Irgendwann habe ich es mir dann auch mit viel Übung antrainieren können so gut wie jede Tablette trotz Würgereflext runter zu pressen. Durch die Möglichkeit es so im zweifel erzwingen zu können, habe ich dann wiederum ein ganz gewisses Timing zwischen Trinken, position der tablette im mund und Schlucken gefunden mit dem ich auch große Tabletten runtergespült bekomme ohne sie zu spüren.

      The post was edited 1 time, last by tr909 ().

    • Turtle wrote:

      So oder so schätze ich es so ein, dass du dir mit der Suche nach einer schnellen anderen Lösung sehr viel Stress machst.
      Ich war direkt am Tag nachdem ich bei der Apotheke war in der Arztpraxis um es zu klären. Am nächsten Tag wieder und hatte meine Arztbriefe dabei, damit der Arzt die Verordnung begründen kann. Das hätte schon gereicht, sogar um es dauerhaft so weiter verordnet zu bekommen. Für eine einmalige Weiterverordnung wäre eine Begründung des Arztes gegenüber der Krankenkasse nicht Mal nötig gewesen, weil es das Budget nicht weit genug übersteigt. Die Lösung ist da, es spricht nichts dagegen. Gehe ich am Montag hin und behaupte ich vertrage das andere nicht, bekomme ich das gewohnte sogar dauerhaft mit "Aut Idem" Ausschluss verordnet und muss nicht Mal beweisen (z.B. durcheinen Allergiegest) das ich das andere wirklich nicht vertrage. Für mich ist das unverständlich.


      tr909 wrote:

      Da ich damals auf die angewiesen war, habe ich einen Trick angewandt.
      Ich bin auch bereit für jegliche Hilfsmaßnahmen, sei es mit Hilfe von Therapie, oder anderen Optionen. Aber da es so kurzfristig ist, habe ich spontan keine Optionen parat und auch noch keine Tricks oder Hilfsmittel um damit klar zu kommen. Deswegen ging es mir darum, ein letzes Mal das gewohnte verordnet zu bekommen um Zeit zu haben mich umzugewöhnen oder Möglichkeiten zu finden die mir helfen. In der Zeit kann ich dann z.B. herausfinden wie ich damit klarkommen kann, was mir hilft und was nicht und das würde mir dann auch zukünftig helfen. Da mir das bisher auch noch nie passierte mit dem Wechsel, traf mich das völlig überraschend das so etwas überhaupt passieren kann und ich habe jetzt so kurzfristig keine Hilfsmaßnahme.

      Wenn mir das öfter passiert, das sich ein Medikament ändert, bin ich das irgendwann vielleicht dann auch gewöhnt und kann damit (Also mit der Änderung generell) besser umgehen. Aber jetzt erstmalig und unvorbereitet überfordert es mich.
    • Wichtig wäre zu wissen, ob deine Krankenkasse das alte Medikament noch bezahlt. Die Krankenkassen haben ja mit den Pharmafirmen Verträge. Mir ist es auch schon passiert, dass ich plötzlich das Medikament von
      einem anderen Hersteller bekomme habe.

      Wieso hat denn dein Arzt dir jetzt ein anderes Medikament mit weniger Wirkstoffen aufgeschrieben? Gab es dafür einen Grund? Wenn du mit dem einen Medikament gut gefahren bist (RW) wieso dann plötzlich
      ein anderes. Du solltest noch einmal mit deinem Arzt sprechen.
    • Vulkan wrote:

      Wichtig wäre zu wissen, ob deine Krankenkasse das alte Medikament noch bezahlt. Die Krankenkassen haben ja mit den Pharmafirmen Verträge.
      Ja da war ich schon, das wäre überhaupt kein Problem, der Arzt braucht nur eine Begründung für das "Aut Item" Kreuz und dann ist das ok.

      Seit ich das Medikament neme war weder der Hersteller noch der Wirkstoff bei meiner Krankenkasse mit Rabattverträgen in Verbindung. (Habe extra im online Archiv die Arzneimittelrabattverträge durchgeguckt). Das hat nur damit zu tun, das es bisher nur dieses eine Medikament auf dem Markt gab, wegen einem Patent. Das Patent ist ausgelaufen (Nach 10 Jahren) und jetzt dürfen das auch andere Firmen herstellen, die das günstiger machen. Mein Medikament gibt es nach wie vor weiterhin und ich kann es auch bekommen und die Kasse bezahlt das auch weiterhin. Aber wenn es ohne "Aut Idem" Kreuz verordnet ist, muss mir die Apotheke das günstigste Präparat geben, dazu sind sie wohl verpflichtet. Es ist also nur das einzige Problem, das der Arzt trotz das er es könnte und dürfte das nicht so verordnet.


      Vulkan wrote:

      Wieso hat denn dein Arzt dir jetzt ein anderes Medikament mit weniger Wirkstoffen aufgeschrieben?
      Hat er nicht, er hat mir das aufgeschrieben was ich immer bekomme aber ohne "Aut Idem" Kreuz, auch so wie immer. Bisher war das Kreuz nicht nötig, weil es nur dieses Präparat mit dem Wirkstoff gab. Seit das jetzt nicht mehr so ist, bräuchte ich zusätzlich das "Aut Idem" Kreuz, damit darf die Apotheke das Präparat nicht gegen ein anderes austauschen. Die Apotheke ist sonst verpflichtet, mir das günstigste wirkstoffgleiche Präparat zu geben, sofern es kein "Aut Idem" Kreuz auf dem Rezept gibt.
    • Dann hat dir die Apotheke einfach ein anderes Medikament mit dem Wirkstoff gegeben. Sprich doch das nächste Mal deinen Arzt an und sage ihm, dass er das Kreuz bei "Aut Idem" machen soll. Dann muss die Apotheke dir
      nämlich das Medikament geben.

      Leider wollen die Apotheken immer gerne verdienen und deshalb geben sie einem dann schon mal ein Medikament, an dem sie einfach mehr verdienen. Wenn ich mal ein anderes Medikament bekomme, frage ich immer
      in der Apotheke nach, warum das so ist. Leider passiert es mir öfters, dass ich ein anderes Medikament bekomme, weil meine Krankenkasse ständig neue Rabattverträge abschließt. Ich habe allerdings keine Probleme
      damit, solange der Wirkstoff gleich ist.
    • Manche Antworten hier sind echt krass. Ich hoffe diejenigen erwarten nie, dass man bei ihnen mal Rücksicht nimmt.


      @Phreno

      Ich würde dem Arzt ganz deutlich klarmachen, dass du es nicht in Ordnung findest,dass er deine Krankheit ignoriert und dich unter Druck setzt. Du möchtest 1x ein Rezept mit dem teureren Präparat, damit du dich umgewöhnen kannst. Und ob es gewollt ist, dass ein Arzt seinen Patienten so unter Druck setzt, dass er sogar Nebenwirkungen erfinden würde, nur um diese 1 Packung zu bekommen.

      Mehr würde ich gar nicht diskutieren. Entweder er geht darauf ein oder nicht. Wenn nicht, würde ich mir das Präparat dann bei einem Psychiater verschreiben lassen, der dich nicht ignoriert. Dafür kann man das Problem ja auch aufschreiben, den Zettel abgeben und dann 2-3 Tage später wiederkommen, um es dann kurz zu besprechen und das Rezept abzuholen. Aber so wüsste er dann schon Bescheid. Ich suche solche Ärzte grundsätzlich nach Empfehlungen von Freunden oder den Internetbewertungen.
    • Vulkan wrote:

      Dann hat dir die Apotheke einfach ein anderes Medikament mit dem Wirkstoff gegeben. Sprich doch das nächste Mal deinen Arzt an und sage ihm, dass er das Kreuz bei "Aut Idem" machen soll.
      Das habe ich gemacht, ich war noch am selben Tag direkt nach der Apotheke in der Praxis um das zu klären. Das Kreuz bei "Aut Idem" will er aber nur machen, wenn ich z.B. das Medikament nicht vertragen würde, (Reichen auch schon leichte Nebenwirkungen) dann würde ich es dauerhaft mit "Aut Idem" Kreuz bekommen. Mein Problem würde als Grund von den Vorgaben auch reichen, will der Arzt aber einfach nicht.


      Vulkan wrote:

      Leider wollen die Apotheken immer gerne verdienen und deshalb geben sie einem dann schon mal ein Medikament,
      Ich meine, das hat damit wirklich nichts zu tun. Wenn es keine medizinischen Gründe hat (z.B. Allergie) ist die Apotheke wohl verpflichtet das preisgünstigste Medikament auszugeben.


      bundesgesundheitsministerium.de wrote:

      Schon seit 2007 gilt: Die Apothekerinnen und Apotheker sind verpflichtet, bevorzugt rabattbegünstigte Arzneimittel abzugeben, also ein vom Arzt verordnetes Arzneimittel gegen das Präparat eines Herstellers auszutauschen, mit dem die Krankenkasse einen Rabattvertrag hat, es sei denn, die Ärztin oder der Arzt schließt den Austausch ausdrücklich aus.


      Die Voraussetzungen für die vorrangige Abgabe rabattbegünstigter Arzneimittel sind gesetzlich geregelt:
      • identischer Wirkstoff
      • identische Wirkstärke
      • gleiches Anwendungsgebiet
      • gleiche oder austauschbare Darreichungsform
      • gleiche Packungsgröße

      Die Zusatzstoffe oder Hilfsstoffe die in einem Medikament noch drin sind, (z.B. Laktose, Maisstärke, usw.) können aber völlig unterschiedlich zu dem ursprünglichen Medikament sein. Was ich auch nicht verstehe, weil z.B. die Hilffstoffe für die Wirksamkeit von dem Medikament verantwortlich sind. Ein Medikament mit gleichem Wirkstoff aber anderen Hilfsstoffen/Zusatzstoffen könnte also auch anders wirken z.B. bei jemandem eher Nebenwirkungen machen als ein anderes.


      Pummelchen wrote:

      Entweder er geht darauf ein oder nicht.
      Ist er bisher leider nicht, da bin ich nicht weiter gekommen. Aber ja, zukünftig werde ich mir dort nichts mehr verschreiben lassen. Mir ist es wichtig, das ich mich bei einem Arzt gut aufgehoben fühle.
    • Phreno wrote:

      Turtle wrote:

      So oder so schätze ich es so ein, dass du dir mit der Suche nach einer schnellen anderen Lösung sehr viel Stress machst.
      Ich war direkt am Tag nachdem ich bei der Apotheke war in der Arztpraxis um es zu klären. Am nächsten Tag wieder und hatte meine Arztbriefe dabei, damit der Arzt die Verordnung begründen kann. [...] Die Lösung ist da, es spricht nichts dagegen.
      Genau das meinte ich doch. Du hast dir schon viel Stress angetan, warst zweimal bei der Arztpraxis, sogar noch bei der Krankenkasse, um das zu klären. Dein Lösungsweg wird erst zur Lösung, wenn du den Arzt davon überzeugen kannst. Vielleicht findest du dazu noch einen Weg, ich halte es aber nach deiner Beschreibung für so gut wie aussichtslos.
    • @Phreno Ich kann dich da verstehen. Hast du das neue Medikament denn schon abgeholt? Welche Strategie hättest du denn, um dich in lägerer Zeit daran zu gewöhnen?
      Vielleicht hilft es, es erstmal nur abzuholen und daheim zu haben, um sich an die neue Verpackung etc. zu gewöhnen. Ich hatte mal eine Medikamentenphobie, da hat es mir geholfen ganz wenig von der Tablette mit einem Messer abzuschaben und dann die Dosierung langsam zu steigern.

    • Gluon wrote:

      Welche Strategie hättest du denn, um dich in lägerer Zeit daran zu gewöhnen?
      Ich hatte mir gedacht, das ich am Anfang die ersten Tage das gewohnte Medikament weiter nehme um mich mit dem Neuen (Packung, Bliester, Name, usw.) vertraut zu machen, und dann mal an einem Tag eine neue Tablette nehme, am nächsten Tag aber wieder die Gewohnte und dann mit der Zeit immer häufiger die Neue und irgendwan kann ich dann komplett die Neue nehmen. Da es der gleiche Wirstoff ist und nur 1 Hilfsstoff anders, dürfte das medizinisch kein Problem sein.

      Auch wenn die Neue nach der ersten Einnahme dann blöd, anders, kleiner, ungewohnt, usw. ist, habe ich für den nächsten Tag erst Mal wieder die gewohnte Tablette. Durch so eine langsame Umstellung ist es weniger belastend für mich, weil ich nicht ab der 1. Einnahme der neuen Tablette kompromisslos damit klarkommen muss. Am nächsten Tag erst Mal wieder die gewohnte Tablette zu haben gibt mir wieder Sicherheit und meine Struktur, und dadurch verknüpfe ich die Neue Tablette weniger negativ. Nach ein paar Tagen würde ich es dann an 2 Tagen nacheinander mit der Neuen probieren und mich auf die Art so zusagen langsam von der bisherigen Tablette abgewöhnen und langsam an die Neue tablette gewöhnen.

      Die kleinste Packung meiner bisherigen Tablette sind 28 Stück, von der Neuen auch, also hätte ich mindestens fast 4 Wochen Zeit um mich umzustellen. Dann wäre das Problem erledigt und ich hätte das Neue durchgehend weiter nehmen können.

      Das Problem ist, das ich das Medikament wegen Endometriose nehmen muss. Die Schmerzen sind extrem und als ich deswegen operiert werden musste, bekam ich seitdem das Medikament. Auch, weil wegen Vernarbungen nicht die komplette Endometriose entfernt werden konnte. Das Medikament verhindert meine Periode und dadurch auch eine weitere/erneute Ausbreitung der Endometriose. Ich muss das Medikament 1x täglich durchgehend nehmen, um den gewollten Hormonpegel aufrecht zu erhalten. Wird die Einnahme um mehr als 1 Tag unterbrochen, kommt meine Periode wieder und damit auch die starken Schmerzen. Ich vertrage es von Anfang an super, habe keine Nebenwirkungen und bin Beschwerdefrei dadurch.

      Klar ist es nicht lebensbedrohlich wenn ich es nicht nehme oder unterbreche, aber es muss nicht sein es wissentlich drauf ankommen zu lassen (Der Arzt (Gynekologin) weiß ja genau was passiert, wenn ich es nicht weiter einnehme) wegen einer "Aut Idem" Verordnung. Und an "Aut Idem" an sich liegt es ja nicht Mal, wenn ich dauerhaft "Aut Idem" bekommen würde, wenn ich lüge und eine Unverträglichkeit behaupte.

      The post was edited 1 time, last by Phreno ().

    • Pummelchen wrote:

      Warum lässt du es dir nicht von der Gyn ohne aut idem verschreiben? Erkläre ihr das Problem, auch mit dem Hausarzt und dann holst du dir das Präparat dort.
      Wurde mir verschrieben:

      Phreno wrote:

      er hat mir das aufgeschrieben was ich immer bekomme aber ohne "Aut Idem" Kreuz
      Das Problem dabei ist aber:

      Phreno wrote:

      Die Apotheke ist sonst verpflichtet, mir das günstigste wirkstoffgleiche Präparat zu geben, sofern es kein "Aut Idem" Kreuz auf dem Rezept gibt.

      Wo anders als in einer Apotheke kann ich das Rezept ja nicht einlösen, oder was meinst du mit "dann holst du dir das Präparat dort"?