Ich will einen Hund. Oder will ich ihn nicht?

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    • Ich suche ja schon lange. Bzw. suche nicht aktiv sondern schaue mir alles wann was ich so im Internet finde.

      Heut, also heute habe ich bei helfende-haende-ev.com meinen Hund gefunden. Angeschaut und es hat in meinem Herzen ein Ja ausgelöst.

      Ich hab die angeschrieben. Vielleicht antworten sie ja. Wenn ja, dann soll es sein.
      Wenn nein, dann soll es nicht sein.
    • Das kann ich so nicht beantworten.
      Bislang hab ich in Notsituation immer rational gehandelt. Also ich verfalle eher nicht in Schockstarre.
      Ob es dann superspontan seid wird ... mir reichen auch 10 Minuten wenn es denn eine schnelle Entscheidung sein muss.
      Also nur, wenn es sein muss.

      Oder wie darf ich Deine Frage verstehen?
    • Quinn wrote:

      Oder wie darf ich Deine Frage verstehen?
      Ich glaube, das war als Hinweis darauf gemeint, dass du mit einem Hund oft spontane Entscheidungen treffen musst. Was du machst, wenn ein Fahrradfahrer kommt, ein anderer Hund, etwas anderes unvorhergesehenes.

      Lass dich davon nicht einschüchtern. Die meisten „normalen“ Menschen haben damit auch Probleme, geben es nur nicht so offen zu.
      Wird schon Alles ist schwierig. Bis es dann einfach wird.
    • Nach langem langem Für-und-Widern hab ich mich jetzt gegen einen Hund entschieden. Ich bin einfach noch nicht bereit dafür für die regelmäßigen Anforderungen die dies mit sich bringen würde.

      Stattdessen habe ich mir einen großen Plüschhund gekauft. Klingt albern aber ich liebe ihn jetzt schon. Er ist total kuschlig.

      Wobei das natürlich keine Konkurrenz zu meinem Teddy ist, der ein langjähriger Weggefährte ist.

      Es mag albern sein dass man mit 54 noch Kuscheltiere liebt/braucht, aber das ist mir komplett egal denn mir tun sie gut.
    • Quinn wrote:

      Es mag albern sein dass man mit 54 noch Kuscheltiere liebt/braucht, aber das ist mir komplett egal denn mir tun sie gut.
      Das finde ich überhaupt nicht albern, sondern sehr okay. :)
      Ich habe auch ein Plüschtier, welches ich sehr liebe.

      Und danke für die Rückmeldung. Ich finde es gut, dass Du Dir so klar bist und auf das Tier verzichtest.
      Die Entscheidung ist bestimmt nicht einfach gewesen. :thumbup:
      "Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt."


      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Ich überlege seit Jahren mir einen Hund anzuschaffen (zunächst als reines Haustier), seit mir das meine Psychologin auch dringend empfohlen hat, sehe ich dafür auch die Aufgabe für den Hund, was mir wichtig war.
      Ich mag Tiere allgemein sehr gerne. Als reines Haustier, quasi nur zu meinem Vergnügen, hätte ich mir allerdings nicht das Recht herausnehmen können, einen Hund nach meinen Vorstellungen zu erziehen. Bei anderen habe ich das nicht verurteilt, und stets die Gelegenheit genutzt mich mit den Hunden zu beschäftigen.

      Meine eigentlichen fragen beziehen sich nun auf den für mich geegneten Hund.

      Ich habe noch nie selbst ein Hund gehabt, habe aber schon viele Hunde kennen gelernt und bin auch gassi gelaufen.
      Golden retriever wurde bereits empfohlen, doch der gefällt mich körperlich gar nicht, da er so groß und flauschig ist, und charakterlich auch nicht so wirklich, da er tollpatschig wirkt und ständig nach Vorgaben fragt (stelle ich mir nervig vor).

      Die Hunde, die ich kennen gelernt habe, und dir mir gut gefallen haben, waren tatsächlich eher Hunde, die ich mit den Informationen, die ich habe, für den zweck als "AS Hund" eher als ungeeignet einstufen würde. Was meinen die erfahrenen Hundeführer hier dazu?
      Im einzelnen habe ich mich gut verstanden mit kleineren, eher eigensinnigen Hunden, robust und meist rauhes fell. Wie ich mittlerweile weiß, handelte es sich oft eigentlich um Jagdhunde, genauer gesagt Erdhunde, die aber als Haustiere gehalten wurden.
      Z.b. rauhaardackel und deutscher Jagdterrier

      Auch mit kleineren ehemaligen Straßenhunden hatte es gut gepasst. Mit aggressiven Hunden konnte ich sogar auch nach einer zeit gut spielen, doch die musste ich erst kennen lernen, das wäre mir zu anstrengend, wenn der hund sehr aggressiv (über bellen hinaus) auf unbekannte reagiert.

      Meint ihr ein deutscher Jadtterrier wäre ein passender Hund oder zu schwierig für einen Anfänger?
    • Nimm am besten einen mittelalten Terriermischling (gerne mit noch was anderem drin) aus zweiter Hand mit gemäßigtem Temperament. Sonst passiert es leicht, dass du einen hochpassionierten Jäger an der Leine hast, der dich deutlich überfordert.

      Alternativ könnte auch ein rauhaariger Kleinelo für dich in Frage kommen.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Elos kann ich - zumindest von denen, die ich kenne, nicht empfehlen: Die haben einen sehr ausgeprägten Jagdtrieb und sind schwer zu erziehen, brauchen aber viel Beschäftigung. Es gibt natürlich einiges an Variation innerhalb der Marke...
      Wird schon Alles ist schwierig. Bis es dann einfach wird.
    • tr909 wrote:

      Meint ihr ein deutscher Jadtterrier wäre ein passender Hund oder zu schwierig für einen Anfänger?
      Kommt drauf an, wie gut du dabei bist und was du dir zu traust. Terrier haben oft einen ausgeprägten Jagttrieb und sind nicht ganz einfach zu erziehen.
      Ich hatte auch mal einen Terriermischling, die Erziehung war nicht ganz einfach, aber hat sich ausgezahlt da sie exzellent gehört hatte. Man kann sich den Eigenschaften für die Jagt auch gut für andere Dinge aneignen. Es muss nur entsprechend erzogen werden.

      Was ich empfehlen kann, belese dich über verschiedene Hunderassen und gucke sonst mal in Tierheimen vorbei. Die können dir oft auch gute Infos geben und dort kannst du dir solche Hunde auch direkt angucken. Klar ist das kein guter Durchschnitt, aber es gibt einem die Möglichkeit Eindrücke zu sammeln.
      Grüße aus der Pegasus Galaxie. :)
    • Lex wrote:

      Nimm am besten einen mittelalten Terriermischling (gerne mit noch was anderem drin) aus zweiter Hand mit gemäßigtem Temperament. Sonst passiert es leicht, dass du einen hochpassionierten Jäger an der Leine hast, der dich deutlich überfordert.

      Alternativ könnte auch ein rauhaariger Kleinelo für dich in Frage kommen.
      Ja, mittelalt aus zweiter Hand war auch mein plan. Am besten von einem verstorbenen Senioren. Das mit dem gemäßitem Temperament wäre schon gut. Wenn ich gucke, welche Hunde so im Tierheim angeboten werden, dann sind es oft sehr alte, kranke oder im Umgang (direkt oder auch mit anderen hunden) schwierige Hunde. Die entsprechen ansich alle nicht den Eigenschaften "mittelalt, gemäßigtes Temperament".
      Terrier-Mischling finde ich auch gut, obwohl mir ja der original deutsche Jagdterrier noch besser gefällt. Icu fürchte, dass du recht hast, und starker Jagdtrieb schon problematisch werden könnte. Der Bewegungsdrang und die Beschäftigung würden mich nicht stören. Ich wohne direkt an einem Fluss (wirklich direkt vorm Haus) an dem viele mit ihren Hunden spazieren gehen und auch ein großer Park ist direkt vor meiner Tür. Ich würde auch mehrmals am Tag länger rausgehen, das fände ich sogar ganz gut.
      Ich mache mir halt Gedanken, ob das die richtigen Rassen sind, die auch erkennen wie ich mich fühle etc und ich von dem hund profitieren würde, oder ich mich dann nur um den Hund kümmern müsste...
      Terriermischling kenne ich auch welche. Die sind auch ganz cool. Mischling (vorallen noch mit weiter rasse gemischt) ist aber auch schon eine ganz schöne palette an äußerdt verschiedenen Hunden, allein schon von aussehen her. Doch das interessiert mich nicht so sehr. Nur zu groß und flauschig sollte er nicht sein.
      Hast du vielleicht noch eine konkretere Empfehlung? Ich habe mischlinge aus terrier Spitz und dackel gesehen die mir gefallen haben, und ungefähr so einen kenne ich auch in echt.

      hundefreund wrote:

      Elos kann ich - zumindest von denen, die ich kenne, nicht empfehlen: Die haben einen sehr ausgeprägten Jagdtrieb und sind schwer zu erziehen, brauchen aber viel Beschäftigung. Es gibt natürlich einiges an Variation innerhalb der Marke...
      Auf wikipedia steht mehr oder weniger das Gegenteil

      DrCarsonBeckett wrote:

      Kommt drauf an, wie gut du dabei bist und was du dir zu traust. Terrier haben oft einen ausgeprägten Jagttrieb und sind nicht ganz einfach zu erziehen.Ich hatte auch mal einen Terriermischling, die Erziehung war nicht ganz einfach, aber hat sich ausgezahlt da sie exzellent gehört hatte.
      hm... Bestätigt ansich Lex Aussage. Ich glaube langsam auch dass der reinrassige Hund schwierig werden könnte.

      Zwei weiter Fragen habe ich noch.
      Sind Treppen prinzipiell nicht zumutbar für Hunde oder unterwelchen Bedingungen geht es doch?

      Gibt es unterschiede in der Haltung zwischen Männchen und Weibchen?
    • Die Sache ist die: manche Hunde sind sehr empathisch, erkennen wie du dich fühlst. Nur werden nicht alle dadurch zum Seelentröster sondern manche werden dadurch selbst zum Nervenbündel! Und drehen durch oder nehmen vor der geballten Gefühlsladung reißaus! Oder zerknabbern sich die Pfoten als Stresskompensation oder werden unsauber etc. Da wäre ein hartgesottener nervenstarker Hund schon besser. Bei Terriern sollte man aber aufpassen sich kein Kläffmonster heranzuzüchten.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Auf Wikipedia steht das Rassen-Soll. Die Realität weicht oft deutlich von den Wünschen der Vereine (bzw. im Falle des Elos der Markenbesitzer) ab.

      Kein Jadtrieb bedeutet im Falle des Elos übrigens, dass der Hund, wenn er an einem Käfig mit einem Hasen drin vorbei geführt wird, nicht versucht, auf den Hasen los zu gehen. Elos sind sehr schlaue Hunde, die kapieren den Unterschied. Die jagen auch keine Vögel, dafür aber dann Rotwild.
      Wird schon Alles ist schwierig. Bis es dann einfach wird.
    • Einen Jagdterrier würde ich Anfängern nicht empfehlen. Nach allem, was ich über sie gelesen habe, bin ich mir sicher, man ist als Anfänger mit einem gemäßigteren Terrier besser beraten. Dazu zählen denke ich zB. der Westie, Norfolk/Norwich Terrier, Soft coated Wheaten Terrier, Border Terrier.

      Terrier gehören zu den Hunderassen, die recht eigenständig sind. Das hat sicher auch Vorteile, aber gerade wenn man das erste Mal einen Hund hat und den gern gut erziehen möchte, muss man darauf gefasst sein, bei ihnen besonders konsequent zu sein - und genug Durchhaltevermögen sollte man auch haben.

      Nach der Optik sollte man bei der Rassewahl kaum gehen, viel eher nach dem, was man im Alltag braucht.

      Was möchtest du mit dem Hund machen?
      Bist du eher ein aktiver oder ein gemütlicherer Mensch?
      Wie viel Fellpflege möchtest du investieren, geht auch Hundefrisör?
      Wie groß/schwer sollte der Hund sein (zB um ihn problemlos mitnehmen zu können oder weil die Wohnung nicht im EG liegt)?
      Darf der Hund kläffen (durch Erziehung beeinflussbar, aber manche Rassen neigen mehr dazu)?
      Soll der Hund ohne Leine laufen können? (Beagle sind oft problematisch bspw.; Jagdhunde sind, je nach Eigenständigkeit und Erziehung, schwierig)

      Als nette Begleithunde eignen sich zB Bichon Frisé, Pudel, Havaneser, Bolonka Zwetna, Löwchen, Papillon, für aktivere auch Sheltie. Die oben genannten Terrier sollen auch eher nett und vergleichsweise einfach sein.
    • Ich hatte zwei Mischlingshündinnen, bei denen mit Sicherheit Pudel und wahrscheinlich ein Terrier mit drin war. Der Jagdtrieb war bei den beiden schon recht ausgeprägt und da es hier in der Gegend viel Wild gibt, war die Versuchung auch immer sehr groß. Ich musste die beiden zum einen sehr konsequent erziehen und auf der anderen Seite auf den Spaziergängen intensiv beschäftigen mit Spielen, damit der Jagdtrieb umgelenkt wurde. Es war schon recht anstrengend und ruhige Spaziergänge sehen anders aus. Es ist auch leider nicht so gewesen, dass der Jagdtrieb abnahm mit der Zeit.
      Ist da wer?

      Bums Bums Corona brauch ich nicht Hopsassa!
    • Meine Nachbarn haben einen Havaneser. Es ist ein kläffendes Monster, das mich auf meinem eigenen Grundstück anpöbelt. Und meine Hunde pöbelt er natürlich auch an. Lebende Alarmanlage, die ständig anspringt.
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    • Morrow wrote:

      Als nette Begleithunde eignen sich zB Bichon Frisé, Pudel, Havaneser, Bolonka Zwetna, Löwchen, Papillon, für aktivere auch Sheltie.
      Bis vielleicht auf den Pudel haben die auch alle den Vorteil, dass man sie sich unter den Arm klemmen kann, wenn sie bockig sind.