Ich will einen Hund. Oder will ich ihn nicht?

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    • Da mir damals schon meine Therapeuten dazu geraten haben, habe ich Hunde. Und es war das beste was mir passieren konnte. Sie sind sehr soziale Wesen, erkennen, wann es mir schlecht geht und kuscheln mit mir. Und ja, es tut mir gut, dass ich gezwungen bin, mit ihnen raus zu gehen. Sonst würden meine Depressionen auch sehr schnell wieder überhand nehmen, weil ich einfach nicht raus gehe. So spreche ich mit den Hunden, freue mich über ihre Reaktionen wenn ich nach Hause komme oder ihnen was leckeres mitbringe und gehe mit ihnen spazieren. Ganz selten nur gehe ich keine Runde mit ihnen raus. Das geht aber nur, weil ich einen sehr kleinen Garten habe, auf dem sie raus können und ihr Geschäft verrichten. Ich weiß nicht, ob ich Hunde hätte, wenn ich keinen Garten hätte, weil es sein kann, dass mir das mindestens 3x rausgehen am Tag zu viel werden könnte. Dann würde ich wieder eine Katze haben. Wenn man nicht arbeiten muss, ist es auch einfacher, weil man dann nicht morgens so früh Zeitdruck hat. Manchmal aber darf man den Hund mit zur Arbeit nehmen. Das ist super, muss aber vorher geklärt werden.

      Ein Netzwerk, wie schon angesprochen, brauchst du auf jeden Fall! Jemand der ihn nimmt, wenn du mal weg musst, vor allem auch spontan. Sei es Urlaub oder Krankenhaus, du brauchst einen Plan B. Ich habe dafür eine tolle Hundetagesstätte, wo sie dann hingehen und übernachten. Fast wie im richtigen Kindergarten.

      Und wenn du es probieren willst, dann kann ich dir einen kleinen Hund empfehlen. Einen, der kuschelt, den man aber gut unter Kontrolle halten kann und den man auch mal mitnehmen kann. Z.B. Chihuahua, Pudel, Dackel, Terrier.
      Da würde sich dann auch ein Hund aus dem Tierheim anbieten. Am besten einen älteren. Gerade Seniorenhunde sind oft Herzensgut und man verpflichtet sich nicht gleich die nächsten 15 Jahre mit einem Hund zu verbringen, sondern vielleicht eher 2-5 Jahre.
      Und auch wenn du eigentlich einen Retriever wolltest, so würde ich mal nach einem kleinen gucken. Ich habe einen Chihuahua und ich wollte nie einen haben. Aber ich bin Schockverliebt, weil sie einfach so unfassbar knuddelig und weich sind. Und verspielt und tollpatschig und super süß.
      Bei einem großen hätte ich Angst vor Kontrollverlust.

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    • ifi wrote:

      Den Satz verstehe ich so nicht,
      Ich verstehe nicht, wie man solche Schwierigkeiten mit Menschen, im Kontakt,...haben kann, gerne bzw. lieber alleine ist und gleichzeitig eine wundervolle, langjährige Beziehung bzw. Partnerschaft haben kann. Das entgeht meiner Logik. Ich verstehe es einfach nicht.

      Fidoline wrote:

      Aber die Liebe zwischen meinen Tieren und mir ist schon was besonderes.
      Das mag schon sein, aber ich bezog mich ja auf das Bedingungslose. Ich denke, das kann man so nicht grundsätzlich sagen, mal abgesehen davon, dass wir gar nicht wissen, ob "das Tier" uns wirklich "liebt".

      Fidoline wrote:

      Meine Tiere lieben mich, weil ich für sie sorge.
      Lieben sie Dich oder freuen sie sich einfach, dass Du ihnen etwas zum Essen gibst?
    • Darlina wrote:

      Ich verstehe nicht, wie man solche Schwierigkeiten mit Menschen, im Kontakt,...haben kann, gerne bzw. lieber alleine ist und gleichzeitig eine wundervolle, langjährige Beziehung bzw. Partnerschaft haben kann. Das entgeht meiner Logik. Ich verstehe es einfach nicht.
      Weil ich ein Mensch mit Gefühlen bin. Und weil ich sowohl lieben kann, als auch lieben will, als auch geliebt werden will.
      Ich brauche Nähe wie die Luft zum atmen. Aber eben nicht ununterbrochen.

      Und mein Partner liebt mich einfach so wie ich bin. Ich habe mit ihm sehr großes Glück gehabt, das ist mir bewusst. Ich bin ja kein schlechterer oder weniger liebenswerter Mensch bloß weil ich gewisse vermeintliche Defizite oder Andersartigkeiten habe.

      Und ich habe ihn auch erst kennen gelernt als ich schon 50 war. Vorher hatte ich aber auch Beziehungen, auch wenn die mitunter nicht ganz so harmonisch waren wie meine jetzige. Deswegen sind es ja auch Ex-Beziehungen.

      Ich habe oft den Eindruck, dass man Autismus mit Gefühlskälte oder Emotionslosigkeit in Zusammenhang bringt. Nur weil ich Emotionen nicht deuten kann heisst das doch nicht dass ich keine habe.
      Ich denk das ist eines der ganz großen Missverständnisse. Sicher gibt es solche auch unter Autisten, aber solche gibt es überall, auch unter NTs.
    • Quinn wrote:

      Ich habe oft den Eindruck, dass man Autismus mit Gefühlskälte oder Emotionslosigkeit in Zusammenhang bringt.
      Wenn man keinen Partner hat, dann muss das nichts mit Gefühlskälte zu tun haben, sondern eben mit der Unfähigkeit, sich mit einem anderen Menschen so gut abzustimmen, dass eine Partnerschaft überhaupt zustande kommt.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Shenya wrote:

      Wenn man keinen Partner hat, dann muss das nichts mit Gefühlskälte zu tun haben, sondern eben mit der Unfähigkeit, sich mit einem anderen Menschen so gut abzustimmen, dass eine Partnerschaft überhaupt zustande kommt.
      Das hab ich auch nicht unterstellt. Also die Gefühlskälte.

      Ich kann nur raten: Offen sein.
      Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich klare und genaue Ansprache brauche, da ich Dinge wörtlich nehme, Ironie & feine Zwischentöne nicht deuten kann, Dinge ausspreche die man nicht aussprechen oder ansprechen soll etc. Zeit brauch, oder mich umdrehe und gehe, abwesend wirke, starre oder mich eben auf einen anderen Punkt fokussieren muss, damit ich de Konzentration aufrecht erhalten kann und und und...
      Ich bin damit nie irgendwo angeeckt oder per se abgewiesen worden.

      Natürlich sollte es nicht so sein dass man das im Vorstellungssatz sagt. Günter Grünwald hat das mal so schön gesagt: "Servus, ich bin der Günter und ich habe psychische Probleme" :)
    • Quinn wrote:

      Ich brauche Nähe wie die Luft zum atmen. Aber eben nicht ununterbrochen.
      Das brauchen in der Regel auch Nicht-Asperger nicht.

      Ich verstehe es trotzdem nicht: Man hat Schwierigkeiten mit Gefühlen. Wie geht man dann auf einen Partner ein, so dass der sich verstanden und gesehen fühlt, ohne dass er sich dauernd erklären muss?
      Muss der Partner einen dauernd fragen, was los ist und wie es einem geht, weil man die eigenen Gefühle nicht gut äußern kann?
      Dürfen keine Freunde ins Haus kommen, weil man lieber seine Ruhe haben möchte?

      Es mag sein, dass so etwas eine Weile funktioniert, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es so häufig über einen so langen Zeitraum funktioniert, wie ich hier immer wieder lese.

      Quinn wrote:

      dass man Autismus mit Gefühlskälte oder Emotionslosigkeit in Zusammenhang bringt.
      Emotionen sind für mich eine Grundlage für Partnerschaft (wenn damit keine geschäftliche o.Ä. gemeint ist). Irgendeine Anziehung muss da sein, damit man bereit ist, mit jemanden eine längere Zeit zusammen zu sein (es sei denn, es hat nichts mit Liebe zu tun. Das gibt es ja auch.).

      Quinn wrote:

      "Servus, ich bin der Günter und ich habe psychische Probleme"
      Ist wohl für die meisten auch nicht eher einladend, wenn man auf Partnersuche ist. Es sei denn, das Gegenüber hat auch welche.
    • Ich habe keine Schwierigkeiten mit Gefühlen. Ich habe Schwierigkeiten Gefühle zu deuten. Das heisst: ja, ich frage bei meinen Partner tatsächlich oft nach, weil ich es eben nicht deuten kann.
      Er muss das bei mir nicht machen, denn er kann mich lesen wie ein Buch.

      Und, ganz wichtig, wir leben nicht zusammen. Ich habe und brauche meinen Rückzugsort.

      Und natürlich sind Emotionen die Grundlage für Beziehungen. Die sind ja auch da. Ich kann sie ja fühlen und spüren, auch wenn ich sie nicht wirklich ausdrücken kann. Das weiss mein Partner aber. Und weiss damit umzugehen.

      Wie gesagt: Ich bin mir meines Glückes bewusst.
    • Darlina wrote:

      Ich denke, das kann man so nicht grundsätzlich sagen, mal abgesehen davon, dass wir gar nicht wissen, ob "das Tier" uns wirklich "liebt".
      Doch, wenn man Tiere "lesen" kann, kann man das sagen. Und wenn einen Nager, die man monatelang nur alle 2-3 Wochen mal 20 Min. sieht immernoch erkennen und anders behandeln als andere Menschen, zeitgt das schon eine tiefe Verbundenheit.
    • Fidoline wrote:

      Und wenn einen Nager, die man monatelang nur alle 2-3 Wochen mal 20 Min. sieht immernoch erkennen und anders behandeln als andere Menschen, zeitgt das schon eine tiefe Verbundenheit.
      8o Das hätte ich Nagern gar nicht zugetraut. Nicht böse gemeint, ich habe nur einfach keine Ahnung von Nagern und dem, was sie können.
      Ich bin mal einige Wochen komplett ausgefallen. Meine Katze hat sich (nach anfänglichem Zögern) von der Katzensittern streicheln lassen und hat sogar auf ihrem Schoß geschlafen. Dann war ich wieder da, hatte noch nichts weiter gemacht, als die Wohnung zu betreten und wurde sofort kampfbeschmust. Die Katzensitterin war abgemeldet und durfte nicht mal mehr streicheln.


      Quinn wrote:

      Dann Futter & Versicherung.
      Ich bin mal ganz unromantisch-rational: Falls es bei dieser Sorge um die finanzielle Belastung geht, bitte unbedingt auch den Faktor "Tierarztkosten" bedenken. Nicht nur um die planbaren Dinge (Impfungen etc.), sondern vor allem die unplanbaren Dinge, die können schnell sehr teuer werden. Es gibt Tierkrankenversicherungen, da muss man das Kleingedruckte genau lesen, die zahlen auch nicht immer alles, und wenn, dann erst im Nachhinein.

      Wie das mit dem Rausgehen ist, kann ich nicht sagen. Für mich wäre das ein (entscheidender) Grund, keinen Hund zu halten, weil mir zwangsweises Rausgehen nicht gut tut. Ich habe aber schon von vielen gehört, dass es ihnen gerade gut tut. Scheint also eine Art "Typfrage" zu sein, auf die es keine generell gültige Antwort gibt.
      ~Schneckenbeauftragte~
    • Mya wrote:

      Das hätte ich Nagern gar nicht zugetraut. Nicht böse gemeint, ich habe nur einfach keine Ahnung von Nagern und dem, was sie können.
      Ja, das geht wohl den meisten so. Sie denken, die Tiere sind klein, also sind sie nicht so anhänglich. Aber ich habe sogar Zeugen dafür, dass es so ist mit den Degus - also ist es wirklich kein Wunschdenken von mir. ;)
    • Fidoline wrote:

      Doch, wenn man Tiere "lesen" kann, kann man das sagen.
      Das halte ich für anmaßend. Was sagt das, was wir denken oder in ein Verhalten rein interpretieren, über die exakte Gefühlslage eines anderen Wesens aus, vor allen Dingen, wenn es zu einer anderen Speziens gehört? Vielleicht ist es einfach nur Vertrauen, weil das Tier die bekannte Stimme kennt, es von denen Futter und Aufmerksamkeit bekommt...,...aber Liebe?

      Es gibt ja auch Leute, die behaupten, dass es einer Kuh nichts ausmacht, wenn Menschen denen (zu Fernseherzwecken) tief in den Hintern greifen...und dass es einem Fisch nichts ausmacht, wenn er geangelt und dann wieder frei gelassen wird.
    • Quinn wrote:

      Ja, für mich käme eh nur ein heller Labrador/Retriever in Frage. Nichts anderes würde ich wollen.
      Auf welcher Grundlage willst du das wissen bzw. beurteilen können?

      Mr. Correctly wrote:

      einen Hund würde ich mir nur bei einem Züchter kaufen...als Welpe.
      Klar, du hast gerade am Anfang viel mit ihm zu tun, aber er dankts dir jeden Tag.
      Ach, und ein Tierheimhund dankt es einem nicht, oder wie meinst du das?

      Mr. Correctly wrote:

      Ich bin ja der Meinung, dass gerade ein Golden Retriever für Menschen mit AS genau die richtigen Eigenschaften mitbringen: Verständnis und Sensibilität....
      Auch von bestimmten "Rassen" hat trotzdem jeder Hund seinen eigenen Charakter. Das kann man so pauschal nicht sagen, wenn man die Bedürfnisse des Hundes nicht erfüllen kann, oder falsch mit ihm umgeht, usw. ist ein Golden Retriever auch nicht besser geeignet, als eine andere Hunderasse. Und es kommt nicht nur auf die Eigenschaften des Hundes an, sondern genau so auf die Eigenschaften und Kompetenz/Fähigkeit des Halters.

      Quinn wrote:

      Ich bräuchte bitte Meinungen und Erfahrungen. Ich bin so unglaublich unentschlossen. Hin- und hergerissen.
      Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich dir, nachdem was ich bisher im Thread gelesen habe, von einem eigenen Hund abraten.

      Vielleicht erst Mal mit einem einfacheren Tier anfangen, auch andere Tiere müssen täglich/regelmäßig versorgt werden und brauchen Zuwendung und Kontakt zum Mensch, und geben auch Zuwendung zurück. Ein Hund lebt je nach Größe bestenfalls 12-14 Jahre, die Zeit muss man durchhalten. Beim Hund, oder Tier allgemein, geht es auch nicht nur darum seine eigenen Bedürfnisse zu erfüllen ("Ich will ein Tier, weil...") sondern auch zu Bedenken, das genau so das Tier Bedürfnisse hat die man erkennen und erfüllen können muss.

      Es ist nicht persönlich oder böse gemeint, ich sehe an deinen Beiträgen hier im Thread bisher nicht das sich bewusst sein, was die Haltung eines Hundes bedeutet und was da auf einen zukommt.

      _lisa_ wrote:

      Wenn du noch nie einen Hund hattest, würde ich auf jeden Fall vorschlagen, dass du einen auf Probe nimmst bzw erstmal betreust

      Ich würde da eher noch einen Schritt zurück gehen, und erst Mal in einem Tierheim ab und zu einen Hund ausführen. Dann merkt man schon Mal, ob man nach dem 10. Mal immer noch Lust dazu hat und regelmäßig hin geht, oder ob man es auch macht wenn es regnet, oder 35°C hat. So kann man auch feststellen, ob das mit einem Hund überhaupt zu einem passt oder ob man da vielleicht falsche Vorstellungen davon hatte.
    • Phreno wrote:

      Ich würde da eher noch einen Schritt zurück gehen, und erst Mal in einem Tierheim ab und zu einen Hund ausführen. Dann merkt man schon Mal, ob man nach dem 10. Mal immer noch Lust dazu hat und regelmäßig hin geht, oder ob man es auch macht wenn es regnet, oder 35°C hat. So kann man auch feststellen, ob das mit einem Hund überhaupt zu einem passt oder ob man da vielleicht falsche Vorstellungen davon hatte.
      ja stimmt...aber ich dachte, das auf Probe nehmen, schließt dieses Abschätzen schon mit ein :o
      Was ich brauch' ist ein Pinguin mit Übergewicht, der für mich das Eis bricht, denn ich kann das nicht! ~Jennifer Rostock
    • Phreno wrote:

      Ich würde da eher noch einen Schritt zurück gehen, und erst Mal in einem Tierheim ab und zu einen Hund ausführen. Dann merkt man schon Mal, ob man nach dem 10. Mal immer noch Lust dazu hat und regelmäßig hin geht, oder ob man es auch macht wenn es regnet, oder 35°C hat.
      Wenn, dann musst du das über einen längeren Zeitraum fast jeden Tag machen. Und dir dann vorstellen, wie es ist, es vier mal so oft zu machen.


      Mr. Correctly wrote:

      einen Hund würde ich mir nur bei einem Züchter kaufen...als Welpe.
      Klar, du hast gerade am Anfang viel mit ihm zu tun, aber er dankts dir jeden Tag.
      Ein Hund, der vorher von einem anderen Besitzer abgegeben wurde, dankt es dir auch jeden Tag. Der Vorteil bei einem Hund aus dem Tierheim ist, dass man vorher testen kann, ob man miteinander klar kommt. Bei einem Welpen ist es immer etwas Glückssache, wie er sich entwickelt. Klar, kann man ihn in der Theorie so erziehen, dass er perfekt passt. In der Praxis wird man aber gerade als Anfänger sehr viele Fehler machen, da sind erwachsene Hunde eher fehlertolerant.

      Das Tierheim gibt auch eine realistische Einschätzung, ob man für die Hundehaltung taugt. Wenn das Tierheim dir sagt, dass du dort grundsätzlich keinen Hund bekommst, solltest du die Entscheidung überdenken. Klar, bekommst du in haufenweise Web-Shops trotz dem Hunde, aber auf Dauer kann das für beide Seiten sehr belastend werden, wenn ein Hund nicht in dein Leben passt.

      Nicht empfehlen würde ich einen eingefangenen Straßenhund. Der dankt es dir oft wirklich nicht, dass ihm die Freiheit genommen wurde, die er vorher kannte - er arrangiert sich dann halt mit dir.
      Wird schon Diese Signatur ist in Ihrem Land nicht verfügbar, da sie urheberrechtlich geschütztes Material enthält.
    • Du willst einen Hund. Und wenn es für den Hund ist, mag man auch rausgehen. Aber du solltest den hund sehr sorgfältig auswählen. Und gut wäre es, wenn du am Anfang Unterstützung hättest, so dass du nicht jeden Spaziergang selbst übernehmen musst. Und wähle einen Hund mit einem geringen Aktivitätslevel.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Darlina wrote:

      Das halte ich für anmaßend. Was sagt das, was wir denken oder in ein Verhalten rein interpretieren, über die exakte Gefühlslage eines anderen Wesens aus, vor allen Dingen, wenn es zu einer anderen Speziens gehört? Vielleicht ist es einfach nur Vertrauen, weil das Tier die bekannte Stimme kennt, es von denen Futter und Aufmerksamkeit bekommt...,...aber Liebe?
      Genau das Gleiche gilt aber für Menschen! Du unterstellst anderen Menschen Gefühle oder eben nicht, aber woher weißt du es, solange du nicht in ihren Kopf schauen kannst? Sicher weißt du nur, wie du fühlst. Und ob dich ein Mensch wirklich liebt, kannst du in den wenigsten Fällen mit Bestimmtheit sagen. (Ich glaube, viele würde eine dementsprechende ehrliche Antwort des Partners erstaunen).
      Und es ist wissenschaftlich bewiesen, dass auch Tiere Freundschaften führen und dass ein Hund seinen "Besitzer" liebt, bezweifelt kaum einer. Aber ein Degu ist genauso ein Säugetier und nur weil er nur 200 g wiegt, heißt das nicht, dass er keine differenzierte Gefühlslage hat.
      Ich sehe es nicht nur als Vertrauen, sondern auch Zuneigung. Denn wenn es den Tieren egal ist, wer sich um sie kümmert, hätten sie mich längst vergessen. Ich könnte auch noch andere erstaunliche Bsp. anführen, aber das ist ja nicht Thema des Threads.
    • Ich würde noch etwas anderes zu bedenken geben: @Quinn, ob Du mitten in einer Stadt wohnst oder in einem Vorort oder auf dem Land. Ich habe bisher immer nur in einer Stadt gewohnt und kann deshalb keinen Hund haben. Ich würde auch einen großen Hund bevorzugen; Labrador oder Golden Retriver finde ich auch sehr hübsch. Aber die brauchen mehrere Stunden Auslauf.
      Ich habe mal gehört, dass Menschen mit Hunden weniger Herzprobleme haben, weil der Hund den Menschen immer irgendwie in Bewegung hält. Das fand ich ganz toll zu hören, aber solange ich in der Stadt wohne, schaffe ich mir trotzdem keinen Hund an.
      Ich mecker immer herum, wenn ich beim Fahrradanschließen in Hundekacke trete, weil sie hier überall hinkoten. Hätte ich selber einen Hund, müsste ich dann immer mit einer Tüte hinterher sein. Da kann ich sie noch so toll und süß finden, für mich ginge das einfach nur auf dem Land. Oder, wie hier schon erwähnt und ich es auch von Anderen gehört habe, wenn es ein großes Grundstück gibt, wo der Hund auch mal frei herumtollen kann.

      Dann ist ein Golden Retriver kein Ein-Mann-Hund, wie ich gelesen habe; er gilt als Familienhund. Wenn Ihr viel zu zweit seid, und auch gern lange Spaziergänge mögt, mag es gehen. Aber sie - ich habe mich mal mit einer Hundetrainerin unterhalten - brauchen eine Aufgabe. Dass sie was aufspüren können, erlegte Vögel einsammeln o. ä. oder entsprechende Ersatzaufgaben (weiß auch nicht so genau, was man da machen könnte - über Stöckchen werfen hinaus reicht meine Vorstellung nicht).
      Also, die Hunde wollen beschäftigt werden. Mindestens 2 Stunden oder mehr. Unter diesen Voraussetzungen; genug Zeit haben, ländlich wohnen, Unterstützung haben, mag es vielleicht gehen. In der Stadt eher nicht.
      Vielleicht kannst Du noch über ein Hundeforum im Internet Erfahrungsberichte lesen. Dann vielleicht auch mal bei einer Hundeschule hospitieren. Wenn es ein großer Hund sein muss.
      Ein Freund ist jemand, bei dem du dich traust, du selbst zu sein.
      (Pam Brown)
    • Fidoline wrote:

      Du unterstellst anderen Menschen Gefühle oder eben nicht,
      Nö. Ich habe nur das aufgegriffen bzw. mich an das erinnert, was ich hier mehrfach gelesen habe, im Forum.

      Fidoline wrote:

      Und ob dich ein Mensch wirklich liebt, kannst du in den wenigsten Fällen mit Bestimmtheit sagen.
      Im Gegensatz zum Tier kann man das Gegenüber fragen. Ob das Gegenüber die Wahrheit spricht oder die gleiche Definition wie Liebe hat, wie man selbst, erfährt man durch Gespräch, Erfahrung, Empfinden, etc. .

      Fidoline wrote:

      Und es ist wissenschaftlich bewiesen, dass auch Tiere Freundschaften führen
      Das bestreite ich auch nicht.

      Fidoline wrote:

      Ich sehe es nicht nur als Vertrauen, sondern auch Zuneigung.
      Was für mich auch nicht gleichgesetzt mit Liebe ist, wobei Zuneigung und Vertrauen für mich zur Liebe dazugehören.

      Was das Hundethema angeht, finde ich die Idee mit dem Tierheim übrigens auch gut. Da kann man sich erstmal mit den Tieren beschäftigen, mit ihnen spazieren gehen, sich mit den Mitarbeitern unterhalten, austauschen, etc. .
    • Es gibt durchaus ältere, gemächliche Golden Retriever, die gar nicht viel Auslauf haben mögen. Muss ja kein junger Hüpfer sein. Im Tierschutz kann man leicht einen Hund mit dem passenden / gewünschten Temperament finden.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.