Wie lange war euer längster Shutdown/Meltdown und wie seit ihr damit umgegangen.

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    • Wie lange war euer längster Shutdown/Meltdown und wie seit ihr damit umgegangen.

      ich habe meine Shutdown's zum Glück nur für wenige Minuten gehabt, was sehen und oder höheren betrifft.

      In einer ...
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      der Ort ist eigentlich nicht so wichtig
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      es war auf jeden Fall im Ausland
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      eigentlich ist es mir ein bisschen peinlich
      im Ausland, habe ich mal einen metdown bekommen, weil mir jemand die Kopfhörer vom Kopf gerissen hat. Ich hab mir die Ohren zugehalten, angefangen zu schreien und zu weinen. Dann kam eine russische Touristin und setzte mir die Kopfhörer wieder auf, erst dann konnte ich mich wieder beruhigen.
      Ähnliche Situation (nur andersrum) hatte ich auch anders wo schon mal, als ich ausfersehen suf den lauter Knopf kam, es mir zu laut wurde und ich konnte das nicht selber leiser machen oder abnehmen und da bin ich auch auf fir kniehe gegangen. Da kam zum Glück jemand, der mir die Kopfhörer abgenommen hat.
    • Ich weiß nicht, was genau der Grund für die Frage ist, vielleicht magst du es Mal verraten. Fände es interessant.

      Meine Mutter könnte es vermutlich konkreter sagen aber so 2-4 h können da schon hinkommen.

      Habe als Kind bei Meltdowns stundenlang schreien können und heftige Shutdowns können heute noch mehrere Stunden dauern wo ich fast komplett handlungsunfähig bin.

      Zum Glück sind so lange Situationen seltener.
    • weil ich diese blöden Gedanken habe, blind zu werden und es angenehmer ist, wenn ich die Gedanken so enden lassen kann, das es nur ein sehr langer Shutdown war, der durch Stress und reizüberflutung ausgelöst worden ist.
      Das ich kaum oder gar nicht reden kann, habe ich aber auch teilweise fast den ganzen Tag.
      Bei bestimmten Menschen, die ich sehr mag und zu denen ich einen engen Draht habe und bei Tieren, kann ich dann teilweise trotzdem sprechen.

      Dankeschön für die Antwort.
    • @MangoMambo,
      Ich meinte eher, das ich zwanghafte Gedanken zum Thema Blindheit hatte und ich mich deshalb gefragt habe, ob es möglich wäre, wegen einem Shutdown 2 Wochen oder mehr, nichts sehen zu können oder ggf. Zumindest mit Unterbrechungen, die man dann für Halluzinationen hält.

      Ich weiß aber auch, das ein ehemaliger Kollege, der keinen autismus hat, eine durch Stress ausgelöste Migräne ohne Kopfschmerzen hatte, die bewirkte, das er einen tag lang komplett blind war.
    • Wenn es auftritt, meistens abends, vermutlich wenn es zuviel input gab undbei emotional stressigen situationen dann der Tunnel eintritt. Dann hilft für mich absolute ruhe und dunkelheit. Ich lege mich dann einfach hin und schlafe, am nächsten morgen ist es dann vorbei, also so wie bei den meisten anderen hier, ein paar stunden.
    • (VA-Edition)
      Hmm bei mir ist es da recht kompliziert.

      Wenn ich einen Meltdown (jedenfalls glaube ich dass das einer ist) bekomme und dann zb etwas an die Wand werfe, ist nach ein oder 2min wieder alles gut. Kann ich das jedoch nicht (zb weil mein Stressball weg ist, denn ich dann werfe) dauert der Zustand dann locker 1 bis 3h Stunden an, wo ich dann extrem gereizt bin und quasi mit jedem Streit suche.
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      (Und dann zum abreagieren als Blitzableiter nehme. 8o :shake: :m(: :thumbdown: )
      Ebenso reicht es dann aus mich nur mit einem "Hallo" anzusprechen, damit ich dann wie von der Tarantel gestochen wegrenne um dann nicht wegen Nix einen Streit anzufangen. Als Kind warf ich da mal meiner Mutter einen Füller mit der Feder nach vorne wie ein Pfeil an den Kopf... :m(: Meistens ist vor diesem Zustand eine mehr oder weniger langen Phase, wo ich mit mir um die Kontrolle ringe.
      Lange Rede kurzer Sinn. Mein längster Meltdown war in der Realschule, wo ich dann den ganzen Nachmittag auf dem Balkon saß und mich nicht beruhigen konnte. Der war aber nicht von außen sichtbar, sondern nur der sprichwörtliche Sturm im Wasserglas ehm Kopf. :|
      Meine längste "Phase" (wohl ein Shutdown) wo ich nicht ansprechbar war und fast nur an die Wand starrte war auch in der Realschule und dauerte etwa ein ganzes Wochenende.
      Wenn man auf eine Party geht, gibt es immer ein Risiko.
    • Im Meltdown merke ich das ich keine kohärenten Sätze mehr zustande bringe, was dann für mich der Indikator ist das es ein Meltdown ist. Weitere Versuche verbal zu kommunizieren scheitern dann. äussere Reize sind mir dann zuviel und ich suche die Ruhe und Dunkelheit. Wenn ich dann eine Entscheidung treffen möchte, wie z.B. aufstehen und weggehen braucht das ziemlich lange. Ich kann zwar den entschluss fassen, aber die Umsetzung im Motorcortex gelingt nicht sofort sondern mit längeren Verzögerungen, gern auch mal eine halbe Stunde zwischen Beschlussfassung und Ausführung.
    • Bei mir sind Meltdowns eher selten und ich bekomme mich schnell wieder unter Kontrolle. Ich schließe die Augen und versinke mein Kopf in meine Händen und atme tief durch biss ich wieder Herr meine Lage werde (wichtig, bevor es zu spät wird). Meist dauert es 1-10 Minuten bevor ich sehr vorsichtig weiter machen kann. Manchmal mit Wiederholungen. Wenn ich den kritische Schwellenwert-Punkt verpasse, denn kann ich schon ausrasten, da nach bin ich stundenlang gestört.

      Ich habe sehr früh gelernt meine Emotionen zu kontrollieren. Ich wurde von meine großere Brüder damit immer aufgezogen und provoziert bis ich ein Meltdown (Totale Kernschmelze) bekam. Im nachhinein, Training.

      Shutdown bei mir ist ähnlich wobei ich kein physikalische shutdown erlebe. Nur versinke ich sehr tief in mich hinein und ruhe mich innerlich aus. Dabei bin ich völlig von der Aussenwelt abgeschottet, dennoch meine Umwelt irgendwie doch schleierhaft wahrnehme wie aus einen fernglas betrachtet.
      I can tolerate anything but intolerance.
    • gizmo wrote:

      und ich suche die Ruhe und Dunkelheit. Wenn ich dann eine Entscheidung treffen möchte, wie z.B. aufstehen und weggehen braucht das ziemlich lange. Ich kann zwar den entschluss fassen, aber die Umsetzung im Motorcortex gelingt nicht sofort sondern mit längeren Verzögerungen
      eher Shutdown als Meltdown?


      Mal meine persönlichen Begriffe irgendwie sortiert:

      Overload: zu viele Reize führen zu Überforderung und hohem Maße an Stress, Stimimng wird unumgänglich, wechselseitige Konversation nicht mehr möglich, Körperkontakt nicht mehr erträglich, führt ohne Erholungsmöglichkeit zu Meltdown oder Shutdown, Konzentrationsprobleme.

      Meltdown: Wie eine Explosion von Stress und Reizen nach außen, Schreien, Selbstverletzung, Schlagen, Treten, Dinge kaputt machen, wegrennen, Ohren zuhalten, nicht mehr zugänglich für rationale Argumentation

      Shutdown: Abschalten, Anfangen zu weinen aus Überforderung, unfähig Entscheidungen zu treffen, komme nicht mehr selbst darauf aus der Situation herauszugehen, werde nonverbal, kann nicht mehr stimmen, evtl. unter Möbeln oder Decken verkriechen.
    • @MangoMambo in dieser definition dann Shutdown.

      Ich hatte bislang den Meltdown nicht so als definition sondern eher den overload. Also genau anders herum als deine Definition. Ich dachte bislang das dem Shutdown der Meltdown vorraus geht. Vermutlich weil das wort melt, also schmelzen das ausdrückt was ich empfinde, nämlich das allmäliche entschwinden des horizonts und tunnelartige wahrnehmeung der umwelt. Geräusche verschwimmen zu einem rauschen, ich kann kaum noch unterscheiden was zuz mir gesagt wird, ist eher alles "rosa rauschen" über Zeit zunehmend, trotz bereits vorhandenener permanenter lichtempfindlichkeit nimmt auch diese immer mehr zu und alles erreicht dann den Punkt an dem ich nur noch allen Reizen ausweichen und mich schlafen legen möchte und üblicherweise auch tue.
    • @gizmo ja, das wäre dann ein Overload.
      Hab mir die so ja nicht Persönlich ausgedacht die Begriffe. Nur eben persönlich meine Symptome rein sortiert.

      Nen Meltdown ist was man leicht mit einem Wutanfall verwechseln kann. Unterschied ist, dass man damit nix erreichen will und es auch nicht aufhört wenn derjenige bekommt, was er mag.
    • Wie immer: (VA)

      MangoMambo wrote:


      Mal meine persönlichen Begriffe irgendwie sortiert:

      Overload: zu viele Reize führen zu Überforderung und hohem Maße an Stress, Stimimng wird unumgänglich, wechselseitige Konversation nicht mehr möglich, Körperkontakt nicht mehr erträglich, führt ohne Erholungsmöglichkeit zu Meltdown oder Shutdown, Konzentrationsprobleme.

      Meltdown: Wie eine Explosion von Stress und Reizen nach außen, Schreien, Selbstverletzung, Schlagen, Treten, Dinge kaputt machen, wegrennen, Ohren zuhalten, nicht mehr zugänglich für rationale Argumentation

      Shutdown: Abschalten, Anfangen zu weinen aus Überforderung, unfähig Entscheidungen zu treffen, komme nicht mehr selbst darauf aus der Situation herauszugehen, werde nonverbal, kann nicht mehr stimmen, evtl. unter Möbeln oder Decken verkriechen.
      Ja so würde ich die für mich auch sotieren, nur dass ich nie schlage oder trete. Maximal gibt es in so einem Meltdown es dann von mir ein ganzer Schwall von Schimpftiraden, die aber inhaltlich absolut gar nichts bedeuten und mir danach nur unendlich leid tun. Dazu fliegt dann in so einer Situation in der Regel das was ich gerade in der Hand halte an die Wand...(Vollkommen egal ob es mein Handy, Notebook oder nur der Stressball ist. Hauptsache es gehört mir.) Bislang passierten die mir aber nur Zuhause und noch nie in der Öffentlichkeit.

      MangoMambo wrote:

      Nen Meltdown ist was man leicht mit einem Wutanfall verwechseln kann. Unterschied ist, dass man damit nix erreichen will und es auch nicht aufhört wenn derjenige bekommt, was er mag.
      Jep. Bei mir ist das in der Regel eine Mischung aus Wut, Verzweiflung und Unfähigkeit anders zu Handeln. Ich habe in dem Moment quasi keine Kontrolle mehr über mich und bekomme auch bewusst nix mehr mit...
      Wenn man auf eine Party geht, gibt es immer ein Risiko.