Folgen des Perfektionismus der Eltern, Therapeuten und Bekannter (Lebt ihr euer Leben oder dies anderer Menschen, da ihr macht, was andere wollen. )

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    • Folgen des Perfektionismus der Eltern, Therapeuten und Bekannter (Lebt ihr euer Leben oder dies anderer Menschen, da ihr macht, was andere wollen. )

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      Wie weit habt ihr euer Leben dem Perfektionismus der Eltern, Therapeuten und Bekannten untergeordnet.

      Mir wurde mmer gesagt, wie ich was machen soll, da ich offensichtlich, vieles wie zwischenmenschliches, Ordnung, Ueberblick, Konzentration etc. nicht konnte.
      Statt mich emotional zu unterstuerzen, hiess es immer, warum machst du es nicht wie wir, wir haben die Lebenserfahrung. Da die Anderen, die Konzentrationsprobleme etc nicht haben, hat es natürlich nie geklappt, wenn ich ihr Verhalten kopiert habe
      Dazu musste ich früher oft viele trösten, da sie nicht mit meine Probleme klarkamen, wobei ich selber Halt brauchte.

      Im Grunde habe ich gelernt mich so zu verhalten, dass andere mit mir klarkommen.
      Stattdessen haette ich Menschen gebraucht, welche mich nehmen wie ich bin, mir keinen Weg vorschreiben und mich unterstützen, wenn ich Hilfe brauche und drum bitte.
      Stattdessen empfinde ich es immer als Machtkampf, dass ich es wie andere Menschen machen soll, klappt es nicht, hat niemand Geduld und ausser meiner Eltern ist niemand mehr da.

      In der ambulanten Psychotherapie, kam mir es auch immer so vor, dass sie mich in ein Muster reinstopfen wollten, damit alle mit mir klarkommen.
      Wenn ich dadurch ueberfordert war, wollten sie mich erziehen und beendeten die Therapie.
      Stattdessen haette ich gebraucht, dass auf meine Themen eingegangen wird.

      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 5 times, last by Daniel1 ().

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      Bis zu einem bestimmten Punkt habe ich mein Leben so gelebt wie andere es wollten aber an manchen Stellen scheiterte das bzw. ich bin an Grenzen gestoßen oder habe die Dinge sehr hinterfragt. So was wie z.B. den Führerschein zu machen hab ich nur gemacht weil alle anderen es auch gemacht haben - ich hatte aber überhaupt kein Interesse am Auto fahren. Ich habe dann mit Mühe und Not den Führerschein geschafft aber seitdem bin ich nur ein paar Mal gefahren. Was anderes war so etwas wie in die Kirche gehen weil Eltern und Bekannte es wollten - irgendwann habe ich das immer mehr hinterfragt und den Sinn dahinter einfach nicht verstanden weil ich an sich nie wirklich gläubig war sondern es mir eher habe einreden lassen. Seit Jahren meide ich auch die Kirche. Bei anderen Dingen ist es noch schlimmer und da würde ich wohl zu sehr anecken wenn ich mich anders verhalten würde als erwünscht.
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      Hallo lieber @da_hooliii,

      Habe leider selten was hinterfragt, habe immer gemacht, was von mir verlangt wurde, da ich um keinen Preis jemanden überfordern und abgelehnt werden wollte.
      Wenn ich was hinterfragt hatte, konnte ich mich nie durchsetzen, da andere angeblich mehr Ahnung, Erfahrung hätten.
      Mittlerweile weiss ich, dass jeder Mensch ein eigenes Stärke, Schwächeprofil hat und seinen eigenen Weg finden muss damit umzugehen.
      Wenn man emotional abhängig ist, geliebt, angenommen werden möchte, ist es gar nicht so leicht seinen eigenen Weg zu Gehn, da Konsequenzen, die Konsequenz sein koennte.

      Ganz liebe Gruesse.
      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:
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      Ich habe bislang auch eher das gemacht, was meine Eltern wollten. Aber mitterweile kann ich es einfach nicht mehr. Deswegen suche ich gerade nach einem Weg um mein Leben selbst zu Leben. Immerhin darf ich später "die Suppe auslöffeln" (RW).
      Wenn man auf eine Party geht, gibt es immer ein Risiko.
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      Also im familiären Umfeld habe ich bis vor etwa 6 Jahren das Leben gelebt, was am gesellschaftsfähigsten war und was versteckt hat, was in der Familie lief. Ich habe nach den Vorstellungen und Ideen der anderen gelebt, ich hab Dinge getan weil sie erwartet wurden oder weil ich Angst hatte, die anderen zu enttäuschen. Gut, enttäuscht hab ich sie tatsächlich am Ende alle, aber das war nötig. Ich kämpfe mich so gesehen also seit etwa 6 Jahren in MEIN Leben, es fällt mir durchaus schwer an manchen Stellen - im beruflichen vorallem. Dort lebe ich auch noch sehr untergeordnet und so, dass alle irgendwie zufrieden sind - außer ich selbst. Aber das ändere ich nun auch, es ist aber schwer.
      Unterstützung im selbstbestimmten, eigenen Leben erhalte ich tatsächlich seit 2 Jahren von meiner Therapeutin. Sie stellt die richtigen Fragen, sie geht jeden Weg mit mir und hilft mir durch ihre Art, meinen Weg zu finden. Und von einigen Freunden/Bekannten geschieht das auch phasenweise.
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      Daniel1 wrote:

      Dazu musste ich früher oft viele trösten, da sie nicht mit meine Probleme klarkamen, wobei ich selber Halt brauchte.
      :| Auch wenn das nicht zum Thema passt, aber das ist auch heftig. Sozusagen eine Rollenumkehr, falls es zum Beispiel gegenüber einem Elternteil vorkam.


      Daniel1 wrote:

      Stattdessen haette ich Menschen gebraucht, welche mich nehmen wie ich bin, mir keinen Weg vorschreiben und mich unterstützen, wenn ich Hilfe brauche und drum bitte.
      Ich vermisse das in meinem Leben bzw. in meiner Erziehung damals auch.

      Bei mir war es zwar nie so, dass andere genervt davon waren, was ich (alltagsmäßig oder leistungsmäßig) nicht kann, aber mir wurde das, was man von mir erwartet, auch (wenngleich subtil) sehr genau vorgegeben. Von meinen Eltern wurden ab der Jugendzeit sehr häufig meine mangelnden sozialen Fähigkeiten kritisiert. Immer wurde mir unter die Nase gerieben, warum ich nicht so sein könne, wie die anderen und mein Verhalten wurde auch offen vor anderen abgewertet.
      Die hohen Leistungsanforderungen, die mir vogegeben wurden, habe ich strebsam verfolgt. :m(: Ich dachte immer, dass das so sein müsse. Aber es war eben damals auch die einzige Möglichkeit, Anerkennung und Beachtung zu bekommen von meinen Eltern.

      Na ja, wenn ich heute in Therapien meine Bedürfnisse anmelde, passiert es auch häufiger, dass eher die Bedürfnisse der Therapeuten im Vordergrund stehen. Ich glaube, man muss irgendwie akzeptieren lernen, dass die eigenen Eltern es damals absolut verbockt haben. :| Es ist in dem Sinne nicht mehr zu reparieren. Man kann nur heute versuchen, Hilfe zu bekommen. Dazu kann meiner Meinung nahc auch gehören, dass man den Kontakt zu Helfern beendet, die einem nicht gut und eher ihre eigenen Ziele verfolgen. Und dann nach Helfern umschauen, die einen wirklich so sein lassen wie man ist und nicht am Therapie'erfolg' ihren eigenen Selbstwert definieren etc.
      Dann übernimmt man wirklich Verantwortung für sich und lernt, sich selbst die Liebe zu geben, die man früher verdient hätte.


      Daniel1 wrote:

      Wenn man emotional abhängig ist, geliebt, angenommen werden möchte, ist es gar nicht so leicht seinen eigenen Weg zu Gehn, da Konsequenzen, die Konsequenz sein koennte.
      Das ist wohl wahr. Ich lebe z. b. schon sehr lange nicht mehr bei meinen Eltern, aber trotzdem haben diese leider noch einen relativ starken Einfluss auf mich. Schon allein dadurch, weil ich von ihnen schädliche Glaubenssätze übernommen habe, wie das "was denken denn da die Nachbarn?" (wenn ich frühs bis 10 Uhr schlafe z. B.) oder der Glaubenssatz, dass man nur etwas taugt, wenn man auch etwas leistet. Es fällt mir auch sehr schwer, mich davon zu lösen.
      An diesen Glaubenssätzen kann man sehen, dass es meinen Eltern damals zumindest in diesen Punkten nicht wirklich um mich ging. Aber heute kann man versuchen, sich von diesen Einflüssen frei zu machen.
      Ich weiß nicht mehr, wer es war. Aber ich schrieb hier mal, dass ich ein sehr schlechtes Gewissen habe, wenn ich bis 11 Uhr im Bett liege. Daraufhin antwortete jemand auf eine Art und Weise, dass es bei mir ankam. Da hat es irgendwie klick gemacht. Nun fühle ich mich nicht mehr so schlecht, wenn ich ausschlafe. Ich weiß, dass ich es für mich tue. Ich bin mir wichtiger, als Nachbarn, die ich nicht einmal kenne.
      Aber es ist für mich eine ganz harte Nummer, mich von diesen ganzen Dingen zu befreien.

      In Hinblick auf meinen Beruf kämpfe ich immer noch. Immer wieder bin ich geneigt dazu, einen Weg einzuschlagen, in dem ich das 'Maximale' erreichen könnte, also neues Studium, Abschluss, am besten noch Promotion. Es ist keine Frage, dass ich das in einem passenden Studienfach hinbekäme. Die Kernfrage ist: Will ich das überhaupt? Je mehr ich micih mit dieser Frage beschäftige, desto mehr merke ich, dass ich bisher ziemlich fremdbestimmt gelebt habe. Ich weiß mittlerweile, dass ich es zu einem Großteil nicht will, weil ich sehr viel investieren würde an Zeit, aber eigentlich nichts rauskäme, außer dem Fakt, dass ich damit mein Selbstwertgefühl aufmöbeln könnte. Glücklich machen würde mich es nicht.
      Ob ich zufrieden und glücklich bin, darum ging es früher nie. Das muss ich jetzt erlernen. Von daher denke ich, dass es ein Lernprozess ist, der zum Erwachsenwerden dazugehört. Bei anderen setzt dieser Prozess vermutlich mit 16 oder 17 ein. Man distanziert sich von den Idealen der Eltern etc. Aber ich glaube, viele folgen doch den Wünschen der Eltern, auch wenn sie in der Jugendzeit rebellieren. Hauptsache es gelingt einem irgendwann, sich von diesen indoktrinierten und unhinterfragten Dingen freizumachen und so zu leben, wie man selbst will. Dazu kann auch gehören, den Perfektionismus der eigenen Eltern zurückzuweisen.

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      FruchtigBunt wrote:

      Na ja, wenn ich heute in Therapien meine Bedürfnisse anmelde, passiert es auch häufiger, dass eher die Bedürfnisse der Therapeuten im Vordergrund stehen.
      Da hatte ich gerade am Freitag eine tolle Situation mit meiner Therapeutin. Ich hab in den letzten 2 Jahren einige Entscheidungen für mich getroffen, die sie absolut nicht so sieht oder nicht vertreten kann. Und am Freitag kam sie auf so eine Entscheidung in der Vergangenheit zu sprechen und ich sitz vor ihr und hab ihr gesagt "ich weiß dass ich Dinge tue, die Ihnen nicht gefallen. Aber damit müssen Sie leben." Und dann musste sie herzlich lachen.

      Das mal kurz off-topic, aber es passte gerade gut und ich erlebe es tatsächlich so, dass meins im Vordergrund stehen darf und kann und soll :)
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      flori1994 wrote:

      Immerhin darf ich später "die Suppe auslöffeln" (RW)
      Ich finde, das ist der Punkt. Wenn die Eltern mal gestorben sind oder wenn man dann auf Menschen trifft, die so leben, wie man es selbst vielleicht gerne gehabt hätte oder wenn man davon sehr depressiv wird: Spätestens dann muss man Verantwortung dafür übernehmen, was man aus seinem Leben gemacht hat bzw. wie man lebt. Denn dann hilft es einem auch nicht, wenn man sagt "ja, ich tue das, weil das so von mir erwartet wird". Davon lässt sich keine Depression beeindrucken. Ich glaube, dass man dann früher oder später unzufrieden mit sich und der Welt wird.
      Ich glaube, dass manche Menschen vermutlich für immer unbewusst bleiben und vielleicht erst auf dem Sterbebett oder gar nicht merken, dass sie gar nicht ihr eigenes Leben gelebt haben, sondern nur die Erwartungen anderer erfüllt haben. Es ist doch eigentlich gut, wenn man es jetzt merkt. Und es ist nie zu spät, daran etwas zu ändern.
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      Fighter93 wrote:


      "ich weiß dass ich Dinge tue, die Ihnen nicht gefallen. Aber damit müssen Sie leben." Und dann musste sie herzlich lachen.


      Das mal kurz off-topic, aber es passte gerade gut und ich erlebe es tatsächlich so, dass meins im Vordergrund stehen darf und kann und soll.
      :thumbup:
      Wie gehst du dann vorher damit um, wenn du merkst, die Therapeutin will das nicht, sondern will dir ihre eigenen Sachen aufzwängen. Wie kannst du dich davon distanzieren? Ich werde dann meist sehr verärgert und würde am liebsten die Therapie beenden, weil es mich wieder daran erinnert, dass früher meine Bedürfnisse auch egal waren. In der letzten Zeit habe ich mich häufiger getraut, dann zu sagen "aber ich sehe das trotzdem soundso..". Leider habe ich bei meiner momentanen Therapeutin die Erfahrung gemacht, dass sie da kaum drauf eingeht. :|
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      FruchtigBunt wrote:

      Wie gehst du dann vorher damit um, wenn du merkst, die Therapeutin will das nicht, sondern will dir ihre eigenen Sachen aufzwängen.
      Würde mich auch interessieren.
      In der ambulanten Therapie mache ich in der Regel die selben Erfahrungen, wie ausserhalb der Therapie. Jeder weiss was richtig oder falsch ist und haut ab, wenn das eigene Rezept bei jemand anderem nicht funktioniert.

      Mit Annahme und Reflektion würde ich in der ambulanten Therapie sicherlich bessere Fortschritte tun.
      Stattdessen nur Bewertungen, wobei die Unterschiede der Staerken und Schwächen der eigenen und der fremden Person nicht gesehen wird. 'Bei mir geht es doch auch', solche Sätze liebe ich von Fachpersonal.

      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:
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      FruchtigBunt wrote:

      Wie gehst du dann vorher damit um, wenn du merkst, die Therapeutin will das nicht, sondern will dir ihre eigenen Sachen aufzwängen. Wie kannst du dich davon distanzieren?
      Ich hab bei meiner Therapeutin das Glück, dass sie zu den wenigen Menschen gehört, bei denen ich einfach reden kann - hat lange gedauert, aber es klappt. Und entsprechend passiert es dann, dass ich rede und erzähle und erst im Nachgang von ihr die Aussage kommt, dass es ihr nicht gefällt oder sie das anders sieht. Aber sie sagt das auch immer sehr wohlwollend und beiläufig, also nicht so dass ich das Gefühl habe ich muss a) darauf reagieren und b) ich muss das dann doch so tun wie sie es sagt. Und oft kommen so Sätze von ihr eh erst, wenn ich das was ihr nicht passt schon getan habe und ihr im Grunde nur noch im Nachhinein davon berichte. Wir sind in der Therapie sehr im Miteinander und nicht im Gegeneinander.
      Woran sich aber bspw schon über einen längeren Zeitraum unsre Geister scheiden wie man so schön sagt, ist das Thema Gruppentherapie. Da sagt sie tatsächlich sehr oft, sie hätte mich gerne in ihrer Gruppe (sie plant in diesem Jahr auch Gruppentherapie anzubieten), aber ich sehe mich da nicht so wirklich, ganz am Anfang hab ich das immer sehr direkt abgewiesen mit "Will ich nicht". Mittlerweile bin ich weicher geworden und an dem Punkt, dass ich letztens zu ihr meinte "Wenn es soweit ist, sollten wir vorher gemeinsam eine Stunde dazu nutzen um die Vor und Nachteile gegeneinander abzuwägen".

      Ansonsten könnte es vielleicht daran liegen, dass ich mir nach dem ganzen familiären Desaster eine ziemlich harte, kalte Seite angelegt habe sozusagen. Nichts und niemanden ranlassen, alles von mir abweisen und so. Ich bin da auch sehr hart zu mir selbst geworden. Vielleicht ist das eine meiner Strategien.
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      Fighter93 wrote:

      Und entsprechend passiert es dann, dass ich rede und erzähle und erst im Nachgang von ihr die Aussage kommt, dass es ihr nicht gefällt oder sie das anders sieht.
      :o Ach so. Mh. Ich rede in der Therapie auch sehr viel. Aber mich ärgert es extrem, wenn ich mich so öffne und sage, was mir wichtig ist und dann kommt ein einziger Satz, mit dem das alles vom Tisch gewischt wird. Es wird dann auch nie so formuliert "ich denke, dass..." (sinnvoller fände ich sokratische Fragen wie "warum ist Ihnen das wichtig? Fühlt sich das richtig an?"), sondern es heißt dann direkt "nein, das steht jetzt niht an" oder sowas wie "das ist doch nichts? Was glauben Sie denn, das...". Also es ist oft so formuliert, dass schon klar ist, welche Antwort erwartet wird. Ich spüre sowas sehr deutlich und meistens ist es ja auch sehr direkt.

      Vielleicht liegt es wirklich dran, dass deine Therapeutin es irgendwie freier formuliert und du spüren kannst, dass sie dich sein lässt. Ich mag es halt nicht, wenn man mich in eine Richtung drängen will und ich spüre, dass jemand sein eigenes durchsetzen will, aber dabei noch so tut, als ginge es um mich.

      Das mit deiner Reaktion zur Gruppentherapie kommt mir sinnvoll vor, also im Kontakt bleiben und nicht ganz ausschließen. Hm. Also verschließen will ich mich in einer Therapie nicht. Ich bin meistens komplett offen. Vielleicht ist das auch mein Fehler. Aber ich dachte, dass eine Therapie eher nicht so gut funktioniert, wenn man sich verschließt. Bist du denn dann richtig im Kontakt mit der Therapeutin, oder nur so im Kopf? Ich überlege, ob ich mich doch zu viel öffne in den Therapien. Hm.
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      Okay. Ich glaube wirklich, dass es ein Problem sein könnte, wenn man in der Therapie symbiotische Nähe sucht. Das ist vielleicht auch für @Daniel1 interessant. Wenn man sich besser von der Therapeutin abgrenzen kann, verletzt es möglicherweise nicht so sehr, wenn die Therapeutin nicht auf einen eingeht. Aber an sich wäre das keine sinnvolle Therapeutin für mich. Wenn man dadurch aber lernt, sich abgrenzen, hätte die Therapie aber doch nen guten Effekt gehabt.
      Aber eigentlich sollte es so sein, dass der Klient und dessen Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen.
      Wenn man sich abgrenzt, hätte man dann die eigene Bedürfniserfüllung in die eigene Hand genommen. Vielleicht wäre damit sogar ein Hauptziel einer Therapie erreicht. Hm. Ich bin gerade unschlüssig.
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      @FruchtigBunt , also bei uns - mir und meiner Therapeutin - ist es so, dass wir altersmäßig in Mutter/Tochter Verhältnis passen und es zum Teil in Übertragung eben auch so stattfindet. Ich hab vor 1 1/2 Jahren einen Kerl wiedergetroffen aus der Schulzeit, der mit genau das geben konnte was ich gebraucht hätte, aber ich kam damit nicht zurecht und hab ihn in den den Wind geschoßen sozusagen, also mit ihm den Kontakt abgebrochen. Und natürlich war er in der Therapie Thema und so, aber mein Vorhaben, keinen Kontakt mehr zu ihm zu haben kam spontan und war daher nicht besprechbar mit meiner Therapeutin, sicher hätte man das eleganter lösen können, als ich es tat. Jedenfalls hab ichs ihr erzählt dann und sie sagte nur "das passt mir ja jetzt gar nicht, ich hätte den doch gern an Ihrer Seite gesehen". Und ähnlich lief es, als ich mich dazu entschieden habe, nicht mehr ins Fitnessstudio zu gehen, da meinte sie auch "Mir gefällt das nicht, das wäre gut für Sie". Aber zum Einen ist es bei mir so, wenn ich was entschieden habe, zieh ich es mit allen Konsequenzen durch und zum anderen ist dieses Verhältnis zwischen ihr und mir wirklich toll, herzlich und echt, und ich weiß dass bei solchen Aussagen oft ihr eigenes Mutterherz mitspricht und sie da für Bruchteile mal ihrer Therapeutenrolle verlässt und nur Mensch ist. Und das mag ich unheimlich an ihr. Sie selbst ist auch nicht so streng mit Infos über sich. Ich frag sie jetzt nicht aus, das ist nicht meine Art, aber sie erzählt schon mal von sich oder Situationen die sie im privaten Umfeld erlebt und die zum Thema passen.
      Vielleicht muss ich aber auch dazu sagen, dass ich bei ihr nicht wegen Autismus bin, sondern wegen Trauma in der Kindheit und der Verdacht auf Asperger erst vor kurzem von ihr kam. Ich mach bei ihr eine analytische Therapie, aber auch eher an meine Bedürfnisse und Möglichkeiten angepasst. Also sie ist sehr flexibel sogesehen und achtet auf das, was mir gut tut. Und oft ist es auch so, dass Dinge die sie für richtig oder wichtig erachtet und die ich erstmal von mir weise und nicht will, einige Zeit später wieder auftauchen und ich dann eher bereit bin das anzunehmen. Aber grundsätzlich merke ich, sie ist ehrlich, sie ist echt und drückt mich grundsätzlich nicht in etwas, was nicht passt.
      Und ich hab mit ihr auch alles mögliche an Übertragung durch, von "Ich will sie als Mutter" über "Ich geh nie mehr wieder hin", "oh gott ich kann sie nie mehr ansehen weil das jetzt mega peinlich war" bis hin zu "ich will sie als Sexpartnerin". Also ich hab mit ihr einiges durch und sie weiß auch von all dem.

      Aber vielleicht liegt das auch insgesamt an mir selbst, ich bin mittlerweile so gefestigt, dass ich weiß, was mir gut tut, was ich brauche und das ich mich auf mein Gefühl verlassen kann, auch wenns nicht rational erklärbar ist.
      Mir hilft, mir immer wieder zu sagen, dass die anderen gar nicht wissen können was ich brauche, weil keiner von denen, meinen Weg gegangen ist. Niemand hat genau das erlebt, was ich erlebt habe und selbst wenn es 1:1 so wäre, würden sie nicht fühlen und reagieren können wie ich. Weil ich ich bin!
      Meine türkische Freundin findet es grauenhaft, dass ich mir für meine Zukunft eine Partnerin vorstellen kann, mehr noch als einen Partner. Für sie herrscht da das Bild Mann und Frau. Bei mir lebt eben Frau und Frau. Sie sagt mir das auch immer wieder, aber ich weise sie durchaus daraufhin, dass es mein Leben ist und sie da herzlich wenig Mitspracherecht hat, sich durchaus einen Mann an meiner Seite wünschen kann, ich ihr diesen Wunsch aber nicht erfüllen werde vermutlich.
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      Fighter93 wrote:

      Vielleicht muss ich aber auch dazu sagen, dass ich bei ihr nicht wegen Autismus bin, sondern wegen Trauma in der Kindheit und der Verdacht auf Asperger erst vor kurzem von ihr kam.
      Ah okay. Ich glaube aber nicht, dass die Therapeutin nur so gut ist, weil sie auch Traumata behandelt. Eigentlich sollte auch eine Therapeutin, die nur Asperger behandeln würde, so flexibel sein, dass sie nicht nur ihr eigenes Ding durchsetzen will. Aber was anderes: Ich habe auch zunächst eine komplexe-PTBS (aufgrund Bindungstrauma) diagnostiziert bekommen und danach kam zusätzlich der Verdacht auf Asperger auf, der dann auch bestätigt wurde.
      Da die Literatur dazu recht kontrovers ist und die Therapeuten sich noch mehr bedeckt halten oder ziemlich viel Blödsinn zu dem Thema kursiert: Wie grenzt deine Therapeutin das Trauma vom Asperger ab? Also wie begründet sie es, dass du neben der Traumatisierung auch noch Asperger haben könntest? Für mich ist das logisch, dass beides geht, aber ich bin sehr an dem Thema interessiert und wüsste gerne, wie Therapeuten da heragehen (wenn sie mal nicht pauschal sagen "was? Traumatisiert? Nein, da können sie keinen Autismus haben! Entweder Autismus oder Traumata" :m(: )


      Fighter93 wrote:

      Aber grundsätzlich merke ich, sie ist ehrlich, sie ist echt und drückt mich grundsätzlich nicht in etwas, was nicht passt.
      :thumbup: Ich denke, dass das sehr wichtig ist. Wenn sie Hinweise macht und ihre Meinung dazu sagt, aber dich eben nicht zwingt, sondern dir auch die Chance gibt, es in deinem Tempo zu erkennen (ist ja eine Grundvoraussetzung, weil man Fortschritte nicht erzwingen kann), hört sich das gut an.


      Fighter93 wrote:

      Und ich hab mit ihr auch alles mögliche an Übertragung durch, von "Ich will sie als Mutter" über "Ich geh nie mehr wieder hin", "oh gott ich kann sie nie mehr ansehen weil das jetzt mega peinlich war" bis hin zu "ich will sie als Sexpartnerin". Also ich hab mit ihr einiges durch und sie weiß auch von all dem.
      Oh, das ist krass. :o Wenn sie das gut hinbekommen hat, scheint sie extrem gut qualifiziert zu sein. Das können ganz viele nicht. Dazu muss man sich ja sehr gut abgrenzen können und Dinge nicht persönlich nehmen. Ich glaube, du hast großes Glück mit deiner Therapeutin.


      Fighter93 wrote:

      Aber vielleicht liegt das auch insgesamt an mir selbst, ich bin mittlerweile so gefestigt, dass ich weiß, was mir gut tut, was ich brauche und das ich mich auf mein Gefühl verlassen kann, auch wenns nicht rational erklärbar ist.
      Das kommt ganz sicher auch dazu. Ich habe zwar auch eine sehr gute Wahrnehmung, aber oft übergehe ich meine Gefühle und wenn es sich dann ergibt, dass auch das Gegenüber sein eigenes Ding durchziehen will, wirft mich das meist sofort aus der Bahn, weil es wieder die alten Gefühle antriggert, dass ich übersehen werde und meine Bedürfnisse nicht wichtig sind. Es ist einfach ein elendiger Kreislauf. :|
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      @Vulkan

      Ich finde es schwierig, wenn gar nichts vorgegeben ist, sich dann überhaupt zu entscheiden. Ein Vorteil, den man hat, wenn man die Erwartungen anderer erfüllt, ist ja auch, dass man nicht darüber nachdenken muss, was man will und man glaubt zumindest, dass man keine Verantwortung übernehmen muss. Man befolgt einfach deren Vorgaben. Das war für mich immer relativ einfach.

      Mir fällt es immer noch schwer, herauszufinden, was ich eigentlich will. Das schlechte Gewissen gegenüber Fremden und deren Erwartungen nicht mehr zu erfüllen, hat bei mir aber schon nachgelassen.
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      Daniel1 wrote:

      Hallo lieber @da_hooliii,

      Habe leider selten was hinterfragt, habe immer gemacht, was von mir verlangt wurde, da ich um keinen Preis jemanden überfordern und abgelehnt werden wollte.
      Wenn ich was hinterfragt hatte, konnte ich mich nie durchsetzen, da andere angeblich mehr Ahnung, Erfahrung hätten.
      Ja, die Gefahr der Ablehnung und Überforderung ist immer da aber irgendwie muss man ja einen gewissen Weg für sich finden. So kannst du dich ja nie richtig entfalten wenn du nur das machst was dir andere vorgeben. Auf der Arbeit kann das natürlich sinnvoll sein oder bei einem guten Rat von Freunden aber nicht für alles im Leben.
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      @FruchtigBunt

      FruchtigBunt wrote:

      Oh, das ist krass. Wenn sie das gut hinbekommen hat, scheint sie extrem gut qualifiziert zu sein. Das können ganz viele nicht. Dazu muss man sich ja sehr gut abgrenzen können und Dinge nicht persönlich nehmen. Ich glaube, du hast großes Glück mit deiner Therapeutin.
      Es hat mich jedesmal eine riesen Überwindung gekostet, es bei ihr anzusprechen und jedes Mal wollte ich nach soetwas nicht mehr zu ihr, weil ich mich in Grund und Boden geschämt habe. Aber sie hat wirklich alles so dermaßen entspannt aufgenommen, so als hätte ich ihr vom nächsten Urlaub erzählt, mit einer Selbstverständlichkeit, der Wahnsinn. Und dennoch hat sie es professionell begleitet und wir konnten alles gut durchsprechen und bearbeiten. Und ich gehe immer noch gerne zu ihr :) Ja, mit ihr hab ich riesen Glück und ich würde auch zu niemand anderem mehr gehen wollen. Bei ihr hatte ich schon beim ersten Telefonat das Gefühl "Sie oder keine".

      FruchtigBunt wrote:

      Wie grenzt deine Therapeutin das Trauma vom Asperger ab? Also wie begründet sie es, dass du neben der Traumatisierung auch noch Asperger haben könntest? Für mich ist das logisch, dass beides geht, aber ich bin sehr an dem Thema interessiert und wüsste gerne, wie Therapeuten da heragehen (wenn sie mal nicht pauschal sagen "was? Traumatisiert? Nein, da können sie keinen Autismus haben! Entweder Autismus oder Traumata" )
      da würde ich dir, wenn es ok ist, eine private Nachricht dazu schicken, könnte zum Einen etwas ausführlicher und eventuell persönlicher werden, zum Anderen passts ja nun auch eher nicht so zum Threadthema.
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      Ich habe mich mit dem Thema gedanklich auch schon öfter auseinandergesetzt.
      Ich glaube meine Eltern waren relativ tolerant als ich Kind war, zumindest bis zum Grundschulalter.
      Wenn ich irgendwas nicht wollte, habe ich mich meißt eh mit Händen und Füßen dagegen gewhert und das wurde dann idR auch akzeptiert.
      Andererseits habe ich manche Dinge aber auch mitgemacht ohne sie zu hinterfragen. Ich denke das liegt an dem Vertrauen was man zu Eltern idR hat.
      Meine Eltern waren sicherlich auch oft genervt oder nachdenklich darüber warum ich manche Dinge verweigert hab, weil sie selbst das nicht verstanden haben.
      So zu der Zeit ab dem Gymnasium wurde das etwas anders. Da wurde langsam erwartet das ich mich scheinbar erwachsener verhalte. Das wurde von Lehrern, von anderen Kindern und auch von den Eltern erwartet. Ich hatte daran kein Interesse, ich wollte nach wie vor die Sachen machen die ich vorher schon gemacht hab.
      Schlimm war es eigentlich nur mit der Transgender-geschichte, aber ich denke das manchen gut 80% aller Transgender-lebenden Menschen in Deutschland durch (in anderen Ländern sind es vermutlich mehr) das sowas nicht respektiert wird. Meine Mutter fand es seltsam, hat es aber nicht hinterfragt und mich einfach machen lassen. Mein Vater schaute weg, bis zu dem Zeitpunkt wo ich mit ihm zu seiner neuen zog und ich dort komplett unterdrückt wurde, egal was ich tat. Da machte er dann mit. In der Klinik in Nürnberg hat niemand versucht mich zu erziehen, ich durfte wieder so sein wie ich bin und ich hatte das gefühl das die Leute mich wenigstens versuchen wollten zu verstehen. Das war ja auch ihr Job dort, die sollten ja herausfinden was ich habe. Dazu mussten sie ja mein echtes Ich kennenlernen.
      Mein Charakter ist nicht so, wie mein Vater mich gerne gehabt hätte. Ich erinnere mich noch sehr genau an diese Worte die er selbst benutzt hat um mich in einem Brief an den Richter zu beschreiben. Dort meinte er, das ich, nachdem ich aus der Klinik kam und wieder zuhause war, wieder "normal" geworden sei und sich mein Zustand in der "Obhut" seiner heutigen Frau erheblich verbessert hat.
      Ich vermute sowas kann man nur sagen, wenn man sich wünscht das das eigene Kind nicht mehr sagt was es denkt, verstummt, zurückgezogen lebt und keine eigenen Interessen hat sondern alles nur macht was andere wollen.
      So war bzw bin ich normalerweise garnicht.
      Meine Charaktereigenschaften waren normalerweise von klein auf schon immer eher das gegenteil. Ich sage was ich denke, manchmal rede ich sogar dazwischen, ich mache nur das was mir spaß macht, ich bin normalerweise auch gern mit anderen zusammen (sofern ich mich gut mit denen verstehe), ich unternehme gerne Dinge mit diesen Personen, ich habe meinen eigenen Stil und Geschmack.
      Ich vermute aber, das ich vielleicht noch heute da depressiv dahin vegetieren würde, wenn ich nicht transgender wäre sondern nur eben diese Eigenschaften gehabt hätte.
      Das ist nur eine Vermutung weil ich sowas von anderen weiblichen Personen und aus dem Fernsehen so kenne. Mädchen oder junge Frauen die nicht so sein können oder dürfen wie sie wirklich sind, scheinen mit dieser Lebensweise leben zu können, wenn auch unglücklich.
      Auf mir war da wegen dem Transgender ein weitaus größerer Druck. Das war bei denen ja genauso unerwünscht, war aber noch viel weniger erträglich.
      Das einzige woran ich mich erinnere, was mir nach umerziehen aussieht war, als man mir öfter versuchte abzuerziehen meine Bilder immer dabei zu haben.
      Ich fing damit an als ich so ca 10 Jahre alt war.
      Ich habe die anfangs immer mit mir herumgetragen, und später auch die größeren Bilder in Räume aufzuhängen in denen ich gewesen bin. Oder stellte die irgendwo hin wo sie niemanden störten.
      Ich nahm die kleineren auch mit an den Esstisch, mit zur Schule etc.
      Die meisten Leute ignorieren es wohl. Ob sie etwas darüber denken weiß ich nicht.
      Ich bin bislang noch an keinem Arbeitsplatz deswegen diskriminiert worden.
      Die Frau meines vaters war am heftigsten. Sie hatte damals bemerkt das ich Selbstgespräche führe und drohte mir an, die Bilder wegzunehmen wenn ich damit nicht aufhöre.
      Das passierte dann auch. Bis auf die die ich bei der Schule dabei hatte, waren die eines Tages alle weg als ich aus der Schule kam. Das Theater war natürlich groß, ich mein sogar das ich versucht hab die Frau zu schlagen, was ich sonst nie mit einem Erwachsenen gemacht hab.
      In der Klinik in Nürnberg haben sie mich gelassen, aber am Esstisch haben sie es nicht so gern gesehen und einer fing mal eine Diskussion mit mir darüber an, aber hat mich dann am ende doch gelassen.
      In dem Heim in Viersen haben sie es nicht so gern gehabt, das ich die mit an den Esstisch brachte, sonst war es denen egal. Ich hab die dann in den Esszimmerschank gestellt.
      Dann bei meiner Mutter war ihr das egal, sie kannte die Bilder ja bereits. Sie nervte es nur das ich die Bilder früher immer an die Schränke pappte und abends wieder mit in mein Zimmer nahm. Heute bin ich mehr im Wohnzimmer als in meinem eigenen Zimmer, weil ich dort nur noch schlafe, darum sind meine Bilder heute durchgehend im Wohnzimmer.
      In der Berufskollegschule war es dann mal so das ein Lehrer es nicht wollte das ich die Bilder dabei hab. Ich hab dann mal ganz kleine mitgenommen, was ihn dann schon amysiert hat.
      Also wirklich geschafft mich zu erziehen oder seinen willen mir aufzuzwingen hat bisher niemand so wirklich.
      Ich finde es schlimm das in unserer Gesellschaft so viel Individualismus unerwünscht ist.
      Man muss wohl wirklich als behindert gelten, damit andere es respektieren. Ich merke aber auch das die in dem Franz Sales Haus auch am liebsten hätten, wenn man sich mehr anpasst, jedenfalls manche Leute dort, wenn auch nicht alle. Die wollen auch nur das man best möglich funktioniert. Als ich da die Wäsche in dem Betrieb gemacht hab, wollte die Betreuerin auch das ich mir die Krallen abschneide. Ich hab das ca einen Monat auch dann gemacht, mir immer die Nägel geschnitten aber das fühlte sich so fremd, stumpf und unangenehm an, das ich nach Weihnachten angefangen hab sie mir wieder wachsen zu lassen. Ich war da sowiso mit den Nerven so durch bevor diese Sache da nicht geklärt war, und fühlte mich in dieser "Asi-gegend" wo ich da hinfahren musste auch unsicher das ich meine Krallen brauchte.
      Ich werd mir die auch nicht mehr abschneiden bis ich umgezogen bin. In Essen bzw hier in der Umgebung fühle ich mich nicht mehr sicher, eigentlich hab ich das auch nie, wenn ich daran denke wie ängstlich ich schon als Kind hier war, und diese Gegend hier galt immer als besser. Ich meine dennoch gab es hier Drogensüchtige in der Nähe von dem Spielplatz wo ich oft war, oder Kinder die andere verprügeln wollten und jagten und davor hatte ich einfach angst. Und die Gegend ist nicht besser geworden, oder sicherer. Dementsprechend negativ sind die Gefühle dann in anderen Stadtteilen von Essen oder anderen Städten in der nahen Umgebung, ich mag es hier einfach nicht.
      Ich bin froh wenn ich das mit der Grundsicherung und der Behindertenwerkstatt durch hab, dann kann ich endlich umziehen.