'Netzwerke fürs Leben bilden'

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    • 'Netzwerke fürs Leben bilden'

      Von der 12 Schritte Gruppen und Kliniken hörte ich immer dass man Netzwerke bilden sollte, um mit Gleichgesinnte vernetzt zu sein, um sich gegenseitig Halt geben zu koennen.
      In der 12 Schritte Gruppen werden ua. beidseitige Patenschaften vorgeschlagen, dass beidseitig z. B. einmal in der Woche, beide jeweils 10 Minuten jemand haben, womit sie über Probleme reden können, wo jemand zuhört ohne zu bewerten.
      Wenn Samstags und Sonntag die Einrichtungen zu sind bin ich meistens alleine, wenn ich nicht bei den Eltern bin.

      Wie weit seit ihr vernetzt?
      Bin in einer What's App Gruppe der Autistengruppe, wo ich hingehe.
      Habe aber riesige Probleme, Kontakte aufzubauen und auch zu halten, da mir auch oft alles zu viel ist, sowie, da ich Angst habe, anderen zu viel zu sein.

      Habt Ihr euch einen Rahmen geschaffen um über z. B Telefonate in Kontakt sein zu koennen?
      Was für mich mittlerweile einen grossen Halt gibt, ist dieses Forum hier.

      Herzlichen Dank.
      Alles alles Gute.
      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:
    • Daniel1 wrote:

      Bin in einer What's App Gruppe der Autistengruppe, wo ich hingehe.
      Das hatte ich auch :)
      (aber leider ist mein handy etwas funktionsunfähig und mittlerweile hat mich whatsapp gelöscht und somit aus allen gruppen geschmissen)

      ich weiß, was du meinst. aber ich denke nicht, dass ich stark vernetzt bin. meine kontakte verschwinden ab und zu...
      Was ich brauch' ist ein Pinguin mit Übergewicht, der für mich das Eis bricht, denn ich kann das nicht! ~Jennifer Rostock
    • Hallo liebe @Lisa, tut mir leid, dass dein What's App gerade nicht geht.

      _lisa_ wrote:

      ich weiß, was du meinst. aber ich denke nicht, dass ich stark vernetzt bin. meine kontakte verschwinden ab und zu...
      Kenne ich leider auch sehr gut.
      Es ist schwierig Kontakte herzustellen, genauso schwierig ist es, sie zu halten.
      Wundere mich wie es neurotypischer Menschen schaffen.
      Die Belastungsfähigkeit ist bei denen doch auch nicht unendlich.

      Wobei bei mir auch die Scham dazu kommt, da ich Angst habe, zu viel zu sein. (Ausser bei Familie, da wird mir ausdrücklich immer gesagt, dass ich immer anrufen kann.)

      Alles alles Gute.
      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 1 time, last by Daniel1 ().

    • Daniel1 wrote:

      Die Belastungsfähigkeit ist bei denen doch auch nicht unendlich.
      Nein, das nicht. Aber ich denke, dass viele NT's ihre Freundschaften eher als Entlastung zum Alltag sehen oder so...aber kp :lol:

      Aber wenn die Menschen dir sagen, dass du keine Belastung für sie bist, musst du doch keine Angst haben, oder? :o
      Was ich brauch' ist ein Pinguin mit Übergewicht, der für mich das Eis bricht, denn ich kann das nicht! ~Jennifer Rostock
    • Dass ich keine Belastung bin, höre ich nur von der Familie, welche fuer mich da ist, wenn ich Anrufe oder zu ihnen fahre.

      Alle anderen sagen nichts und beenden den Kontakt, ohne was zu sagen.
      So habe ich es in Erinnerung.
      Manchmal kommt es auch vor, dass ich was nicht verarbeitet bekomme, drüber reden muss und es selbst Therapeuten zu viel war, die Therapie beendeten oder mich erziehen wollten, da sie es nicht interessierte, da sie vorwärts wollten, ich aber nicht konnte.
      In solche Momente, brauche ich einfach jemand, der da ist, dann lässt auch mein Rededrang nach.

      Mit Kontakte auf Augenhöhe empfinde ich es schwierig.
      Deshalb finde ich beidseitige telefonische Patenschaften was in 12 Schritte Gruppen früher mehr gelebt wurde, auch so gut, wo beide Seiten, z. B. je 10 Minuten ueber ihre Themen in der Woche reden koennen und der andere das gesagte nicht bewertet und nur zuhört und mental da ist.
      Rede aber nur von der Theorie, da mir oft alles zu viel ist und zuhören schwierig ist, wenn der Kopf anscheinend streikt und ich emotional ueberfordert bin.

      Alles alles Gute.

      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 4 times, last by Daniel1 ().

    • Gibt es bei euch vielleicht auch sowas wie Sozial-psychiatrische Zentren? Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Es sind Orte, an denen man einfach hinkommen kann. Z.B. gibt es offene Treffs. Da muss man sich nicht ab- oder anmelden. Natürlich dauert es am Anfang, bis man so in die Gruppen reinkommt, aber mit der Zeit ergibt sich das eigentlich immer, ist meine Erfahrung (Man muss also etwas Durchhalten am Anfang). Und es gibt auch Sozialarbeiter, die da etwas unterstützend einwirken können. Ich fühle mich dort meistens wohl, weil ich sowohl schweigend in der Ecke sitzen darf als auch aktiv etwas mitgestalten kann. Mit der Zeit kennen auch die anderen mich und meine Macken. Es gibt auch Leute, die mich nicht so mögen, aber es gibt auch die, die mich sehr mögen. Wenn es Probleme mit anderen Besuchern gibt, gehe ich zur Fachkraft (sofern ich es nicht selbst geregelt bekomme). Darüber habe ich einige Kontakte knüpfen können, die meisten eher etwas "lose", was mir auch mehr liegt, da es mir sonst schnell zu viel wird. Mit einer Besucherin treffe ich mich öfter mal auf einen Kaffee und mit mehreren schreibe ich ab und zu über WhatsApp.

      in Selbsthilfegruppen habe ich mittlerweile auch Kontakte geknüpft (auch WhatsApp).
      Und über eine andere Therapiegruppe habe ich jemanden gefunden, die sogar bei mir in der Nähe wohnt, und die mir morgens immer ein Guten Morgen auf WhatsApp schickt. Ich persönlich finde das angenehm weil es nicht aufdringlich ist und ich mich gesehen fühle. Ich vermute, sojemand könnte dir auch guttun. (Man muss nur aufpassen, ob solche Menschen einem nicht zu viel werden, weil das oft "viel-Kontakter" sind, die mir zumindest auf Dauer zu anstrengend sind. In diesem Fall habe ich bisher Glück, weil diese Person auch genügend andere Kontakte hat und sich nicht auf mich allein fixiert).

      Über das Betreute Wohnen hat sich auch ein Kontakt ergeben, mit der ich ab und zu was unternehme.
    • Hallo lieber @kastenfrosch,
      sozialpsychiatrische Zentren gibt es hier.
      Meiner Ansicht nach haben sie aber ganz andere Themen als ich.

      Möchte hier nochmal nachfragen ob hier jemand Erfahrungen mit Telefonsponsoring, oder Sponsoring normal hat.
      Bei den 12 Schritte Programmen, wo auch die Anonyme Algoholiker dazugehören, gibt es Sponsorschaften, Telefonsponsorchaften.

      Siehe.
      de.m.wikipedia.org/wiki/Sponso…C3%B6lf-Schritte-Programm)

      Von der Klinik wo ich letztlich war, wurde uns vorgeschlagen, dass wir z. B einmal in der Woche mit jemand telefonieren, wo es beidseitig passt und jeder z. B. 10 Minuten über sich oder seine Themen reden kann. Da wir hier alle uns mit autistische Themen befassen, wollte ich deshalb ganz vorsichtig nachfragen wie weit ihr miteinander vernetzt seit.

      Mit einem ehemaligen Mitpatienten, versuche ich es seit letzten Mittwoch, dass wir einmal in der Woche jeweils 10 Min (insgesamt ca 20 Min pro Woche) telefonieren, auch, wenn es uns gut geht, da wir beide sehr unerfahren bei Kontaktaufbau, halten von Kontakten und Kommunikation etc sind.

      Ich bin in der Autismus Gruppe in in der What's App Gruppe.
      Weiss aber nicht, ob ich einfach mal jemand zum reden anrufen kann. Bei so was bin ich komplett unsicher.

      Seit Ihr hier im Forum teilweise vernetzt, dass ihr z. B. einmal in der Woche, 14tägig, mal miteinander z. B 10, 15 Min telefoniert?

      kastenfrosch wrote:

      in Selbsthilfegruppen[/u] habe ich mittlerweile auch Kontakte geknüpft (auch WhatsApp).
      Und über eine andere Therapiegruppe habe ich jemanden gefunden, die sogar bei mir in der Nähe wohnt, und die mir morgens immer ein Guten Morgen auf WhatsApp schickt. Ich persönlich finde das angenehm weil es nicht aufdringlich ist und ich mich gesehen fühle. Ich vermute, sojemand könnte dir auch guttun. (Man muss nur aufpassen, ob solche Menschen einem nicht zu viel werden, weil das oft "viel-Kontakter" sind, die mir zumindest auf Dauer zu anstrengend sind. In diesem Fall habe ich bisher Glück, weil diese Person auch genügend andere Kontakte hat und sich nicht auf mich allein fixiert).

      Dass klingt doch scon mal sehr gut.
      Ich würde mir telefonische Kontakte am liebsten mit Autistinnen vorstellen, dass jeder z. B 10 min in der Woche oder 14 tägig hat.
      Bin halt sehr unsicher und unerfahren bei Frauen.
      hier noch jemand Erfahrungen beim telefonischen Kontakt mit Autisten?

      What's App ist nicht so meins, da ich visuell noch schneller überreizt bin als akustisch.
      Hier im Forum kann ich schreiben, wenn es bei mir geht.

      Unter Anzeigen und Termine schreibe ich auch gleich was rein.


      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 3 times, last by Daniel1 ().

    • Daniel1 wrote:

      sozialpsychiatrische Zentren gibt es hier.
      Meiner Ansicht nach haben sie aber ganz andere Themen als ich.
      was ist denn deine sicht da?

      ich persönlich mag telefonieren nicht gern. ich telefonisere selten. wenn jemand sagt, alle 2 wochen telefonieren zu wollen, wäre mir das das schon zu viel (fühl mich dann unter druck). das liegt an mir.

      ich habe keinen telefonkontakt zu anderen forenteilnehmern (und wünsche mir das auch nicht).
    • In Ulm wo ich ab und zu ins GPZ gehe, komme ich sehr schlecht in Kontakt, auch wenn die Mitarbeiter herzlich sind.

      Wenn ich z. B. bei der 12 Schritte Gruppe, Coda, eine beidseitige Patenschaft (Telefonate) mit einem Teilnehmer hätte, hätten wir ein gemeinsames Thema.
      Wenn ich regelmäßig mit jemanden von der Autistengruppe telefonieren wuerde, haetten wir auch ein Thema.

      Im GPZ in Ulm sind aber viele mit Psychosen und schwere Depressionen, wo ich es schwerer empfinde, nicht nur den Einstieg ins Gespräch.
      Dazu kommt mir es vor, dass die meisten nur anwesend sein wollen, was bei mir ja auch vorkommt, wenn ich schwere Depression habe oder grad alles zu viel ist.

      Dazu geht es mir um Kontakt, Austausch, und nach Kommunikation, die nach Lösungen sucht.

      In der Vergangenheit, war ich selber stark problemfokussiert, was mich noch mehr runterzog.
      Kann mich sehr schlecht abgrenzen, wenn negative Themen im Raum sind, wobei ich nachts sehr oft sehr schlecht schlafen kann und halber durchdrehe, wenn ich Verletzungen, Emotionen, Ängste etc nichts gegensetzen kann.

      Hoffe hier im Forum ist zu sehen, dass ich eine Vergangenheit und Gegenwart habe, mir es aber drum geht, mit ihr umzugehen, weiterzukommen und nicht dort steckenzubleiben.
      Eine Kommunikation, welche am besten nach vorne gerichtet ist, wünsche ich mir.
      Die Menschen in den Selbsthilfegruppen sind meistens schon an ihren Themen dran und beschäftigen sich mit ihnen.
      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 3 times, last by Daniel1 ().

    • Mir hilft dieses Forum und auch viel Kontakt mit Freunden über WhatsApp zu haben. Denn schreiben fällt mir viel leichter als zu sprechen. Aber trotzdem ist es schön auch mal jemanden zu sehen. Ich denke wenn ich meine Kontakte nicht hätte würde ich gar nicht mehr zurechtkommen und mir ginge es sehr schlecht. Deswegen bin ich sehr froh diese zu haben.