Anhängliche Menschen loswerden - Oder sehe ich das zu eng?

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    • H. M. Murdock wrote:

      Gerade bei Personen, mit denen man öfter zu tun hat. In solchen Fällen ist es (für mich!) einfacher "Spielchen zu spielen", als denen ein direktes NEIN! vor den Kopp zu knallen (RW).
      Ich denke, da muss es gute Techniken geben, wie man das Nein sagen kann, ohne dass es unhöflich wirkt. Die Frage ist, nur wie.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Shenya wrote:

      Die Frage ist, nur wie.
      1. Lächeln oder ernst schauen - je nach dem, was man besser kann.
      2. Bedauern mit der Absage verbinden, so möglicherweise: "Leider kann ich nicht "XYZ" tun."
      "Tut mir leid, es passt gerade überhaupt nicht mit "ABC", ich drücke Dir/Ihnen fest die Daumen, dass Du/Sie schnell woanders Hilfe findest."
      3. Keine weiteren Erklärungen, damit bietet man nur Diskussionsmaterial - sondern lächeln oder ernst schauen. siehe Punkt 1.
      4. Sich selbst aus der Situation holen durch Weggehen oder in die eigene Wohnung gehen und Tür schließen. Dabei die üblichen Höflichkeitsfloskeln nicht vergessen.

      (Mir fällt Punkt 4 auch noch schwer, weil ich nicht immer sicher weiß, wann der richtige Zeitpunkt zum Verabschieden ist. Da habe ich selbst bei guten Bekannten noch manchmal Schwierigkeiten. Die Höflichkeitsfloskeln habe ich durch meine Eltern gelernt.)

      FrankMatz wrote:

      Dass, wenn andere Menschen einen um Hilfe bitten, immer gleich von "ausnutzen" die Rede ist, finde ich halt irgendwie traurig.
      Dem stimme ich unbedingt zu.
      Aber wenn jemand keine Grenzen mehr akzeptiert und sich bereits darauf verlässt, dass man nur hartnäckig bleiben muss, um seine eigenen Dinge erledigt zu bekommen, ist es auch nicht okay.

      Ich helfe auch gern, will das aber selbst bestimmen.
      Im Hospiz bin ich ehrenamtlich und bestimmt nicht abweisend oder so.
      Allerdings bin ich auch klar in meinen Zu- und Absagen und kann bei dem Gefühl des Ausgenutzt-Werdens auch sehr unmissverständlich werden.
      Das ist allerdings nicht oft nötig.
      "Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt."


      (Johann Wolfgang von Goethe)

      The post was edited 1 time, last by Lilith ().

    • @FrankMatz

      Ich würde Dir eigentlich zustimmen wollen. Das Problem ist aber, dass es die von Dir ausgeführte Gegenseitigkeit hier gar nicht zu geben scheint. Auf der einen Seite hilft BlauesZebra unbezahlt über Grenzen hinweg, wird dann auf der anderen Seite aber nicht einmal bei der Verteilung des geliebten Essens bedacht. Insofern finde ich den Gebrauch des Begriffs "ausnutzen" eigentlich eher passend als traurig.
    • L84 wrote:

      Auf der einen Seite hilft BlauesZebra unbezahlt über Grenzen hinweg, wird dann auf der anderen Seite aber nicht einmal bei der Verteilung des geliebten Essens bedacht. Insofern finde ich den Gebrauch des Begriffs "ausnutzen" eigentlich eher passend als traurig.
      Genau das meine ich auch.
      "Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt."


      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Wenn ich das richtig verstanden habe dann hat diese besagte Frau Geld angeboten.Da kann man eigentlich nicht von Ausnutzung sprechen.
      Ich würde das Geld nehmen und den Rest (Kaffetrinken etc) als Gelegenheit sehen Sozialkompetenz zu trainieren.Allerdings nur wenn mir diese Frau nicht unsympathisch wäre.
    • Oh je. Das kann ich nachempfinden. Ich war leider auch schon in zwischenmenschlichen Situationen, weil ich um Hilfe "angebettelt" wurde und ich gar nicht mehr wusste, wie ich da wieder rauskomme. Deine Nachbarin ist bestimmt verzweifelt, so wie sie sich aufführt. Du bist jedoch nicht dafür verantwortlich. Ich finde das Verhalten deiner Nachbarin grenzüberschreitend und auch respektlos. Du hast ihr oft geholfen, doch sie scheint immer fordernder zu werden.

      Eventuell könntest du ihr vorschlagen, dass sie die Schreibaufträge als Studentenjobs vergibt? (Nur bloß nicht selbst dabei helfen). Hilfe scheint sie ja wirklich zu brauchen, nur sollte sie einsehen, dass du nicht dafür zuständig bist. Aus eigener Erfahrung würde ich raten, dass du nicht beginnst dich vor ihr zu "verstecken" (Keller, Hausfrau...), sondern konsequent, bestimmt und freundlich bleibst. Ich wünsche dir, dass du da schnell rauskommst.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • Kayt wrote:

      Oh je. Das kann ich nachempfinden. Ich war leider auch schon in zwischenmenschlichen Situationen, weil ich um Hilfe "angebettelt" wurde und ich gar nicht mehr wusste, wie ich da wieder rauskomme.

      Eventuell könntest du ihr vorschlagen, dass sie die Schreibaufträge als Studentenjobs vergibt? (Nur bloß nicht selbst dabei helfen). Hilfe scheint sie ja wirklich zu brauchen, nur sollte sie einsehen, dass du nicht dafür zuständig bist. Aus eigener Erfahrung würde ich raten, dass du nicht beginnst dich vor ihr zu "verstecken" (Keller, Hausfrau...), sondern konsequent, bestimmt und freundlich bleibst. Ich wünsche dir, dass du da schnell rauskommst.
      Mir ist das auch schon mal passiert und ich wusste nicht wie ich aus dieser Situation rauskommen sollte. Ansonsten finde ich die Idee die Kayt vorgeschlagen hat ganz gut.
    • Nur um das Thema noch einmal aufzugreifen: Ja sie hatte Geld geboten, allerdings hab ich ihr deutlich gesagt dass ich das nicht mache, da dies Schwarzarbeit darstellt. Ich bin selbständig tätig und habe ihr anfangs angeboten, das auch auf Rechnung zu machen, also legal! Das wollte sie jedoch ausdrücklich nicht, also begebe ich mich, wenn ich das Geld annehme, auf eine illegale Ebene und sowas unterstütze ich grundsätzlich nicht. Ende!

      Sie hat sich nach meiner Ansage bisher nicht mehr gemeldet und ich hoffe das bleibt auch so.

      Ein grundlegendes Problem, welches ich mit ihr habe und was mir zum Teil ebenfalls die Zusammenarbeit mit ihr erschwert hat, ist diese Verweigerung gegen Fortschritt, oder einfach mal etwas zu lernen und anzunehmen. 'Ich kann nicht mit dem Pc umgehen und muss das auch nicht lernen. Mein Deutsch ist gut genug. Ich schäme mich zwar dafür aber bin nicht bereit, mir mit Nachhilfe helfen zu lassen.' - Ehrlich? Ich hasse sowas! Ich bin zwar selbst manchmal so, dass ich mich gegen etwas Neues wehre, aber wenn ich ohne das nicht weiterkomme, bin ich auch bereit dazu zu lernen.

      Das blöde: Ich hatte so einen ähnlichen Fall im letzten Jahr, nachdem sie sich nicht mehr gemeldet hatte, mit einem anderen Nachbarn ebenfalls. Absolut keine Ahnung davon, wie man mit einem Computer umgeht, aber dann einen Job annehmen, der die Arbeit damit voraussetzt! Der Typ hat mir damals versprochen, wenn er sein erstes Geld bekommt, machen wir das per Rechnung, alles legal. Hat dermaßen damit geprahlt was er da bezahlt bekommt... und rief mich am Ende wegen jeder Scheisse, nur weil er nicht wusste, wie er einen Absatz in ein Dokument einbaut, oder wie er eine Datei in einem bestimmten Ordner abspeichert, nachdem ich ihm das mindestens zehn Mal gezeigt hatte. Ich hab ihm Listen geschrieben mit Vorgehensweisen und ihm empfohlen, er soll einen PC Kurs machen, um die Grundkenntnisse zu lernen. Seine Antwort: Dafür habe ich keine Zeit!

      Das Ende vom Lied war dann, dass ich bei meiner letzten Hilfe mit nem Tütchen mit vier Keksen abgespeist wurde und bei denen man erkannte, dass es sich dabei um ein Werbegeschenk einer Bank handelte, welches er selbst geschenkt bekommen hatte!

      Das war dann auch der Zeitpunkt, an dem ich für mich beschlossen hatte, dass ich so etwas nie wieder mache. Nachbarschaftshilfe hin oder her, aber irgendwann reichts!
      I am the person who feels guilty because I think I could be a much better person
      if I didn't have to always deal with society hating me.
    • FrankMatz wrote:

      Dass, wenn andere Menschen einen um Hilfe bitten, immer gleich von "ausnutzen" die Rede ist, finde ich halt irgendwie traurig.
      Das ist doch keine normale nachbarschaftliche Hilfe mehr, sondern @BlauesZebra wird bis aufs Äußerste ausgenutzt und manipuliert. Mir blieb fast die Spucke weg, als ich las, was diese Nachbarin bringt. Ich finde das absolut unverschämt. Mit gegenseitiger nachbarschaftlicher Hilfe hat das meiner Meinung nach rein gar nichts zu tun. :shake: Sie wird alsl seelischer Mülleimer missbraucht. Es finden keine Gespräche auf Augenhöhe statt. Wenn so Nachbarschaft aussieht, sage ich nur "nein, Danke" und gut, dass ich sowas nie mitmachen musste.