Autorität, Machtspiele, Polizei = Kontrollverlust = Panik, Angst, Vermeidung

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    • Autorität, Machtspiele, Polizei = Kontrollverlust = Panik, Angst, Vermeidung

      Hallo zusammen.

      Da ich fortwährend Probleme im sozialen Umgang habe, auch damit die gesellschaftliche Struktur zu verstehen, anzuerkennen, inklusive alles was irgendwie autoritär (Behörden, irgendwann doch mal eine Arbeit?) sein will, versuche ich einen Weg zu finden, mich darüber zu belesen oder anders zu informieren.
      Auch zum Beispiel diese Machtspielchen gestern und heute in den Medien, was Herrn Kemmerich angeht, ich kann das alles nicht nachvollziehen, warum die Menschen alle so denken und sich so Aufspielen, wenn es wieder mal heißt, es gibt einen „Eklat“.
      Ich sehe das alles total sachlich und kann die ganze Aufregung in solchen Fällen nicht verstehen.

      Ich würde das aber alles gerne verstehen, weil ich denke, dann werde ich weniger gestresst sein und besser mit den Anforderungen der Anderen umgehen können.

      Zusätzlich ist es noch so, dass ich bei Kontrollverlust, der theoretisch über all immer Leben lauern könnte, auch z.B. bei einer ganz einfachen verdachtsunabhängigen Polizeikontrolle, wenn ich mal im Bahnhof bin, panisch werde, schon beim Gedanken daran.
      Mir ist sowas nicht in den letzten Jahren selbst nicht passiert, aber ich merke, wenn ich das bei anderen mitbekomme, mich das enorm stresst.
      Zusätzlich ist es ja so, dass Polizisten immer etwas nach Leuten schauen, die unsicher aussehen, die könnten ja was illegales dabei haben.. bei mir ist es einfach Angst. ich fürchte das dabei sozusagen selbst hervorzurufen mit meiner Unsicherheit.

      Außerdem ist es so, dass ich mich mal, nach einem eher zufällig gefundenen YouTube-Video, über Polizeigewalt informiert habe, ich dann gelesen habe, dass Polizisten in diesen Fällen quasi gegen die eigene Bevölkerung arbeiten, sich gegenseitig decken im Falle von Anzeigen, diese dadurch meist eingestellt werden und sogar oft mit Gegenanzeigen reagieren.
      Seit dem habe ich jeden Respekt von der Polizei verloren, das ist für mich das allerletzte! Unehrlichkeit ist für mich generell etwas, das mich total zum Kochen bringt.

      Ich habe wirklich Angst, da in eine Stresssituation zu geraten, in der ich mich nicht mehr im Griff habe, wenn es irgendwie zufällig mal zu einer Konfrontation kommt.

      Auch weil vielleicht mal ein Nachbar die Polizei anrufen könnte, wenn ich mal wieder bei stressigen Gedanken ein paar Schreie in der Wohnung ausstoße..

      Momentan vermeide ich durch diese ganzen Dinge sehr viel, ich bin sehr belastet.

      Was denkt ihr dazu, was habt ihr für Tipps?
      Gibt es irgend welche guten Ratgeber, Sachbücher, Filmchen, Webseiten,... in dem Bereich?

      Ich will eigentlich keine Therapie mehr.

      Andersdenker

      The post was edited 1 time, last by Andersdenker ().

    • Naja... Platz 7 in dieser Liste der meist ergriffenen Berufe von Psychopathen.

      mobil.stern.de/wirtschaft/job/…beruf-alltag-6929992.html

      Das beutet nicht, dass alle Polizisten Psychopathen sind, aber die Bedinungen dort (dominaz, macht ausüben, leute knechten) für sie interessant sind.

      Ob ich jetzt einen Polizisten aus der Kategorie oder einem eher unaufälligem begegne: das ist durch die sache selbst nie ein Gespräch auf Augenhöhe und ich glaube deshalb versucht jeder so wenig wie möglich mit denen zu tun zu haben.
    • Ich habe bisher gute Erfahrungen mit Polizisten gemacht. Also dass sie nett waren, sachlich, und gut geholfen haben. Vor dem Beruf habe ich großen Respekt, schon allein, weil ich ihn nicht machen könnte. Da muss man ja sehr schnell Situationen erfassen können, richtig reagieren, und auch Menschen gut einschätzen können.

      Obwohl man wohl automatisch bei einer Kontrolle nervös wird, muss man meiner Meinung nach keine Angst haben, wenn alles in Ordnung ist. Das muss man sich selber dann vielleicht immer wieder sagen, dann wirkt es sich auf die eigene Ausstrahlung aus.
      Selbst wenn man mal z.B. keine Papiere dabei hat, muss das noch nicht schlimm sein. Die Polizisten reagieren positiv, wenn man selbst freundlich ist.
      Vielleicht merken die Polizisten, ob man ihnen Vertrauen entgegenbringt, oder ob man vor ihnen Angst hat. Das Angsthaben könnte bedeuten, dass jemand was zu verbergen hat, und das wirkt dann verdächtig. Wenn man nur unsicher ist, aber kein Misstrauen hat, dann wirkt man unverdächtig, nehme ich an.
      Bei Verkehrskontrollen wurde ich bisher immer durchgewunken, obwohl ich mich auch unsicher gefühlt habe.

      Dass nun nicht alle Polizisten "gute Menschen" sind, ist auch klar. Da gibt es genauso Unterschiede wie bei anderen Berufsgruppen auch, z.B. gibt's da auch Rassisten oder Narzissten vermutlich. Aber so im großen und ganzen muss man eher keine Angst haben als normaler Bürger. Wenn man sich mal nicht ans Gesetz gehalten hat, dann ist die Polizei natürlich die Autorität, die einen dafür ggf. zur Rechenschaft zieht, aber das ist ja auch ihr Job, das soll sie ja machen.
      Alles wird galaktisch gut.
    • @Andersdenker

      Vielleicht könnte es helfen, herauszufinden, wieso du diese Ohnmacht und den Kontrollverlust gegenüber Höherrangigen bzw. Unrecht empfindest? Gab es irgendwelche ähnlichen Vorfälle in deiner Vergangenheit oder bei den Vorfahren?

      Über Dokumentationen z. B. hatte ich auch erschreckende Einblicke in die Arbeit der Sicherheitsbehörden und ich wurde auch schon auf Demos sehr heftig getriggert. Für mich ist das Schlimme, sich damit zu konfrontieren, dass es Leute gibt, die einen ja eigentlich schützen sollten oder irgendwelche Rechtsgüter schützen sollen (in dem Fall die Polizei) und denen man dann vertraut, um dann herauszubekommen, dass diese ihre Machtposition missbraucht haben, um anderen zu schaden oder sich selbst zu bevorteilen. Das löst bei mir eine extreme Wut aus und lässt bei mir oft alle Sicherungen durchbrennen.

      Ich kenne mittlerweile einige Hintergründe, weswegen ich so krass darauf reagiere. Was ich aber sehr interessant finde und wo es sich vielleicht wirklich hinzuschauen lohnt, sind die Erfahrungen der Vorfahren. Das klingt nun vielleicht etwas an den Haaren herbeigezogen, aber in unserem Land ist es durchaus wahrscheinlich, dass auch die eigenen Vorfahren während der zwei Weltkriege sich in solchen Macht-Ohnmachtsverhältnissen befunden haben oder dort hineingedrängt wurden und das nie aufgelöst wurde.
      Im Falle meiner Vorfahren bin ich mir mittlerweile ziemlich sicher (ich habe deren Psychiatrieakten gelesen mit Gabe von Psychopharmakadosen, das einem das Hören und Sehen vergeht und mehreren Elektroschockbehandlungen), dass es Gewalt in einem Machtverhältnis gab, in dem meine Vorfahren den Ärzten hilfls ausgeliefert waren. Das hat wohl nicht direkt Polizeibeamte betroffen, aber eben dieses Machtverhältnis. Und das merke ich bei mir auch extrem.

      Vielleicht ist es bei dir auch so etwas. Denn irgendwo müssen diese Reaktionen ja herkommen. Ich denke, dass alle Menschen irritiert auf solche Dinge reagieren, aber meist merkt man selbst ganz gut, ob das nur ein irritiert oder verärgert sein ist oder ob einem sowas komplett den Boden unter den Füßen wegzieht. Falls Letzteres der Fall ist, lohnt es sich, genauer hinzuschauen, finde ich.

      Zu Polizeigewalt kann ich nur mutmaßen bzw. aus den Puzzleteilen, die ich zu diversen Themen gelesen habe, sagen: Oft haben Leute, die genau diese Gewalt anzieht, selbst Gewalt erlebt und es ist ihr hilfloses Mittel mit Gefühlen von Ohnmacht fertigzuwerden. Ich schaute z. B. schon häufiger Dokumentationen über Menschen in JVAs. Ich kann anhand des Videomaterials oft ziemlich sicher sagen, welche Aufseherinnen in ihrer Kindheit/Jugend missbraucht/geschlagen wurden. Ich weiß nicht, ob es Literatur dazu gibt, aber für mich ist es ist ziemlich offensichtlich, was da abläuft.

      Ansonsten kann ich nur den Tipp geben, sich Dokumentationen über Polizeigewalt, Machtmissbrauch in der Psychiatrie, Behördenwillkür etc. nicht anzusehen, wenn man weiß, dass man dadurch getriggert wird. Denn es gelingt meiner Meinung nach nicht, durch diese Konfrontation irgendwas zu bearbeiten oder zu verbessern.
      Früher habe ich mich sozusagen extra mit diesen Themen konfrontiert und wurde auf Demonstrationen, in Behörden etc. regelmäßig getriggert. Das war mein Versuch, der Verarbeitung. Ich denke, das eine Therapie hilfreich ist, allerdings habe ich auch schon diverse Erfahrungen mit Machtmissbrauch in der Therapie, so dass ich momentan nach anderen Therapieformen suche.

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • Andersdenker wrote:

      Außerdem ist es so, dass ich mich mal, nach einem eher zufällig gefundenen YouTube-Video, über Polizeigewalt informiert habe, ich dann gelesen habe, dass Polizisten in diesen Fällen quasi gegen die eigene Bevölkerung arbeiten, sich gegenseitig decken im Falle von Anzeigen, diese dadurch meist eingestellt werden und sogar oft mit Gegenanzeigen reagieren.
      Das nennt sich Koprsgeist und mach aus Sicht der Institution und des Enzelnen ziemlich sinn bzw. ist rational. Aus Sicht de Enzelnen, wenn man die anderen deckt, decken die enen auch, also hat man enen Vortel. Da sist im Endeffekt worauf die gesamte Gesellschaft basiert, es ist en geben und nehmen. Man gibt, wel man hofft auch nehmen zu können und gemeinsam ist man dann stärker als alleine. Aus Sicht der Institution amcht es auch Sinn, einzelne zu decken, denn ansonsten fällt das Vergehen des inzelnen oft auf die gesamte Institution zurück. Vergehen der Enzelnen mag dann en grundsätzliches systematisches Problem der Insitution sen muss aber nicht. Dadurch das aber die Gefahr besteht, dass vom Enzelnen aufs Ganze geschlossen wird ist es aus Sicht der Insitution klüger, jedes Fehlverhalten möglichst kelin zu reden. Darüber hinaus sichert man sich die Loyalität der anderen.

      Andersdenker wrote:

      Auch zum Beispiel diese Machtspielchen gestern und heute in den Medien, was Herrn Kemmerich angeht, ich kann das alles nicht nachvollziehen, warum die Menschen alle so denken und sich so Aufspielen, wenn es wieder mal heißt, es gibt einen „Eklat“.
      Ich sehe das alles total sachlich und kann die ganze Aufregung in solchen Fällen nicht verstehen.
      Wieso nicht? Das Ziel war es eine Regierung zu verhindern, die aus FDP Sicht nicht mehr die Mitte darstellt. Das ist auch zumindest temporär erreicht worden. Wo ich dir zustimme ist, dass es nicht sinnvoll war die Wahl dann anzunehmen. Das erschließt sich mir auch nicht, was damit bezweckt werden sollte. Mag vielleicht Überraschung gewesen sein oder die Hoffnung, dann die Fäden in der Hand zu halten bzw. ich weiss gar nicht was passiert wäre, wenn er die Wahl ausgeschlagen hätte. Hätte es dann eine ernete Wahl des MInisterpräsidenten gegeben würde es Sinn machen das er die Wahl angenommen hat, sonst hätte er ja sen Zioel nicht erreicht. Die Frage ist ob es das wert war aber oft bei solchen Entscheidungen kann mand as vorher nicht sicher abschätzen sondern nur vermuten.
      Und Machtspielchen generell: Sie dienen ind er Regel um Grenzen zu setzen. Es besteht die Gefahr,d ass Menschen, wenn man grenzen nciht setzt sie regelmäßig übertreten. Durch Machtspielchen kann man symbolisch diese Grnezen setzen und zegen wer mächtiger ist.
    • Ich hatte bislang mit Polizisten auch noch keine negativen Erfahrungen gemacht. Ich musste schon mehrmals die Polizei wegen dem lauten nachbarn rufen und das nachts um ca 2uhr. Ich war immer total aufgeregt dabei, abe aber versucht sachlich das problem zu beschreiben, also am Telefon war das schwerer als die Personen dann vorbei gekommen sind.
      Die waren aber immer freundlich und ruhig dabei. Einmal sagte man mir das ich wieder in die Wohnung gehen soll (ich stand unten vor der Wohnungstür und der Nachbar war oben, er konnte mich nicht sehen) also es war nicht gefährlich oder irgendwas, aber ich vermute die wollten einfach vermeiden das sich die Situation weiter anspannt oder eskaliert, so schlimm war es sowiso nicht, aber ich vermute das Polizisten sonst bei ganz anderen Dingen gerufen werden oder andere Leute beschwichtigen müssen, die wohlmöglich gewaltbereiter sind als die Leute hier im haus.
      Ich habe bislang erst einmal einen Beamten erlebt, der mir etwas blöd bzw besserwisserisch vorkam, das war auf dem Zollamt. Es ging dabei um etwas was ich einführen wollte und ich wollte da was erklären, und er meinte ich solle ruhiger sein oder sowas, dabei habe ich weder geschriehen noch bin ich unhöflich geworden.
      Ich hatte das Gefühl das er nicht wollte, das ich ihm etwas erkläre denn mir war nicht bewusst, das ich vom Tonfall oder Klang der Stimme jetzt unangenehm werde.
      Vielleicht hat er auch einfach hinter jeder Ecke eine Gefahr gesehen weil andere gleich ausrasten wenn man ihnen nicht sofort das paket gibt, ich weiß es nicht.
      Mein Vater selbst ist Polizist. Das einzige was ich an ihm nie verstanden habe ist, warum er mich vor dieser Frau die er geheiratet hat nie beschützt hat was eigentlich seine Aufgabe gewesen ist, aber man sagt ja Liebe macht blind.
      Wenn er wirklich der Meinung ist, das ein mensch weder transgender noch irgendwie nicht stereotyp zu sein hat, hat er das vermutlich mit bestem Gewissen zugelassen, aber wenn er wirklich diese Einstellung hat, ist er einfach ein Arsch, mehr kann man dazu nicht mehr sagen.
      Ich wollte früher als ich Kind war auch Polizist werden, allein weil er es war und bevor er diese Frau kannte, sowas wie ein Idol für mich war. Heute ist das nicht mehr so.
      Ich kann eh kein Polizist werden, allein schon wegen meiner Krankheiten und diese Dinge. Ich habe aber respekt vor den leuten die diesen job machen, bzw es geschafft haben diese Ausbildung zu schaffen. Sie müssen körperlich und auch nervlich bzw psychisch sehr stark sein.

      Als Tipp kann ich denke ich aber ein paar Sachen sagen.
      1. vielleicht einfach mal das machen was die Polizisten sagen, weil wie nervig muss das sein wenn die Leute ständig rumdiskutieren wollen? Wenn man in so eine Kontrolle gerät, kann man dagegen erstmal eh nichts machen, und du weißt ja selber das du nichts dabei hast, wodurch du Probleme bekommen kannst, also zeig denen einfach was sie sehen wollten, danach lassen sie dich auch wieder gehen. Du kannst ihnen auch sagen das du Autist bist, wenn du einen SbA hast, zeig denen den auch, dann haben sie sicher mehr Verständniss für dich.
      2. es ist immer gut sich zu informieren. Jeder Mensch hat Rechte. ZB könnte man sagen das man wissen möchte warum man kontrolliert werden soll und einem ggf dem entsprechende Nachweise zeigen das sie das dürfen (das gilt glaube ich für Wohnungskontrollen, bei anderen Kontrollen kenne ich mich da nicht aus).
      3. vielleicht mal versuchen die Situation zu verstehen die die Polizisten selbst betrifft. Also zB warum kontrollieren die überhaupt? Ist man in einem Bahnhof oder an einer Staatsgrenze auf der Autobahn? Dann kontrollieren die da idR nicht grundlos, das kann dann zB Verdachtsgründe haben das sie jemand bestimmtes suchen und auch finden wollen, das wäre dann auch besser für uns alle, wenn der gefunden wird aber ohne Kontrollen kaum möglich. Da achten sie dann besonders auf nervöse oder auch Personen die optisch ins Profil des Gesuchten passen, was echt jedem passieren kann.
      Das sollte man nicht persönlich nehmen. Wenn man sich ausweisen kann, und sich herausstellt das man nicht die gesuchte Person ist, wird man eh wieder gehen gelassen. Wird nach Drogenmissbrauch oder Schmuggel gesucht, werden vermutlich auch Kleidung und Auto, Rucksack oder ähnliches durchsucht und da geht es halt darum diese Dinge einzudämmen. Wennn du sowas nicht dabei hast oder konsumiert hast, sollte dich das nicht ängstigen, auch wenn so eine Kontrolle nicht toll ist. Ich verstehe das es unangenehm ist, gerade auch weil man die nicht vorhersehen kann und das unerwartet kommt. Die Polizisten selber reagieren aber weitaus gelassener wenn man einfach macht was sie sagen und nicht versucht dagegen zu argumentieren. Die haben den Job das zu machen, und spaß macht ihnen das sicher auch nicht, es kann sogar gefährlich sein.
    • Andersdenker wrote:

      Außerdem ist es so, dass ich mich mal, nach einem eher zufällig gefundenen YouTube-Video, über Polizeigewalt informiert habe, ich dann gelesen habe, dass Polizisten in diesen Fällen quasi gegen die eigene Bevölkerung arbeiten, sich gegenseitig decken im Falle von Anzeigen, diese dadurch meist eingestellt werden und sogar oft mit Gegenanzeigen reagieren.
      Seit dem habe ich jeden Respekt von der Polizei verloren, das ist für mich das allerletzte! Unehrlichkeit ist für mich generell etwas, das mich total zum Kochen bringt.
      Es ist schade, dass solche bedauerlichen Einzelfälle, vielleicht auch noch bewusst von zwielichtigen Youtubern übertrieben dargestellt, zu einem derartigen Verhalten führen.
      Die Polizei sieht sich seitens der Kriminellen massiv mit Falschaussagen und falschen Beschuldigungen konfrontiert. Da wird eine nötige, härtere Gangart nach einem Widerstand gegen die Staatsgewalt von den Festgenommenen schon mal als willkürliche Gewalt wahrgenommen oder absichtlich als Solche dargestellt.

      Andersdenker wrote:

      Ich will eigentlich keine Therapie mehr.
      Das dürfte aber bei einer Angststörung das einzig Sinnvolle sein.
      Vielleicht einfach mal den nächsten Polizisten nach dem Weg zum Bahnhof fragen, wenn man sowieso dort hin muss, auch wenn man diesen Weg eigentlich kennt. Das baut Ängste ab, wenn man eine positive Reaktion erhält.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Andersdenker wrote:

      aber ich merke, wenn ich das bei anderen mitbekomme, mich das enorm stresst.
      ...ich habe auch so eine 'dünne Haut', z. B. hab ich mal mitbekommen, wie im Supermarkt jemand klaute, dann eingefangen wurde und ihm dabei halb der Arm verdreht wurde. Mir tat der sogar ein bisschen leid. Er hatte wohl Windeln geklaut, da dachte ich gleich, der arme Mensch hat vielleicht ne Familie zu versorgen. Natürlich ist es nicht in Ordnung, zu klauen, aber jegliche Aktion, bei der Gewalt im Spiel ist, stresst mich ebenfalls, wenn ich das nur sehe.

      Früher hatte ich auch so meine Probleme mit Erwachsenen, Autorität, angesichts meiner empfundenen Machtlosigkeit an Hass oder zumindest Abneigung grenzend.

      Da ich ja ein wenig zurückgezogen lebe und nicht der Typ bin, der sich bei Gelegenheit mal mit einem Polizisten oder einer Polizistin unterhält, um feststellen zu wollen, dass es meistens eigentlich auch nur 'Menschen wie du und ich' sind, die ihre Familie lieben und all die Klischees, muss ich - ist mir zugegeben auch ein bisschen peinlich - auf das Fernsehen zurückgreifen. Ich weiß, das hört sich ziemlich blöd an, aber ich gucke halt nicht schlimme youtube Berichte, die meine Antipathie noch verstärken, sondern würde nach dem Motiv eines gutmütigen, symphatischen, interessanten Polizisten suchen in einem Spielfilm oder so, um mir diese Spezies etwas näher zu bringen oder sympatischer zu machen.
      Leider habe ich nicht mal ein Beispiel. In Tatort oder Krimiserien, was ich nicht oft oder gern gucke, werden meistens auch so "harte", kettenrauchende und von vornherein beliebte, auf cool machende Typen gefeiert (meinem Eindruck nach, wenn ich dann doch mal gucke), dass ich immer noch nicht die Polizei für viel besser halte. Außerdem geht es da ja um Kriminalermittler und weniger um gewöhnliche Polizisten auf Streife. Und man kann nichts verallgemeinern. Gab ja auch schlimme Mobbingfälle gegenüber Kolleginnen in der Polizei. Obwohl ich hier im Straßenbild manchmal die eine oder andere hübsche Polizistin sehe, die sich vielleicht besser durchsetzen kann oder mehr Glück mit ihren Kollegen hat, als in dem Fall, der vor einiger Zeit in den Nachrichten war.

      Aber allgemein hilft manchmal ein Spielfilm oder Buch mir Menschen oder Situationen näher zu bringen, mit denen ich sonst nichts zu tun habe oder haben will, für Verständnis, gegen Hass.
      Müsste man vielleicht mal nachgoogeln. Ich will ja jetzt nicht mit "Louis und seine verrückten Politessen" kommen. Ist uralt.

      Ich wurde früher mal beim Schwarzfahren erwischt und von den Kontrolleuren mit in so ein Bahnsteighäuschen genommen, bis ich die Personalien rausrücken würde. Da halfen mir meine Englischkenntnisse. "I come from Airport. I thought I could travel for free for the rest" oder so, erklärte ich. Sie hätten ein Flugticket verlangen können, aber sie konnten kein Englisch und verstanden mich gar nicht und ließen mich dann gehen. Da hatte ich echt Glück, wäre heute vielleicht nicht mehr so einfach.


      Andersdenker wrote:

      ...weil vielleicht mal ein Nachbar die Polizei anrufen könnte, wenn ich mal wieder bei stressigen Gedanken ein paar Schreie in der Wohnung ausstoße..
      Also, dass würde ich auch nicht riskieren. Die Nachbarn selbst könnten besorgt klingeln und fragen, was los ist!
      Es gab mal das Thema "Urschrei" (es sollte gesund sein, ungezwungen aus tiefer Brust zu brüllen wie ein Urmensch), ich sagte mal, ich kann das nicht, weil überall jemand sich Sorgen machen könnte, und man müsste dazu wohl in den Wald fahren oder so, aber selbst da könnte jemand denken, man wird überfallen. Aber probieren wollte ich es trotzdem, also nahm ich mein Federkissen und schrie in das Kissen, auch, wenn ich mal verzweifelt war, so ähnlich, wie ein Boxsack zum Raufhauen, wenn man wütend ist, kann man in ein Kissen schreien, falls es hilft. (Mir hat es nicht wirklich geholfen, hat sich bloß kratzig im Hals angefühlt).
      Ein Freund ist jemand, bei dem du dich traust, du selbst zu sein.
      (Pam Brown)
    • tr909 wrote:

      Ob ich jetzt einen Polizisten aus der Kategorie oder einem eher unaufälligem begegne: das ist durch die sache selbst nie ein Gespräch auf Augenhöhe und ich glaube deshalb versucht jeder so wenig wie möglich mit denen zu tun zu haben.
      das würde ich auch so sehen.
      Ein Freund ist jemand, bei dem du dich traust, du selbst zu sein.
      (Pam Brown)
    • Das mit dem Rumschreien in der Wohnung passiert mir hin und wieder, wenn ich ausraste, weil mal wieder irgendwo jemand lautstark renoviert (Bohren hauptsächlich). Laute Musik aus Nachbarwohnungen kann es auch auslösen. Obwohl ich denke, dass man das Rumschreien in den Nachbarwohnungen hören kann, ist noch nie jemand gekommen. In einer früheren Wohnung haben mal die Nachbarn geklingelt. Wenn jemand die Polizei rufen würde, bis die da ist, hätte ich mich schon lange beruhigt, und außerdem kann ich mich sowieso viel besser beherrschen, wenn jemand da ist als wenn ich alleine bin (soziale Kontrolle). Ich könnte mein Ausrasten auch erklären mit der Musik oder den Bohrgeräuschen. Wegen stressigen Gedanken rumzuschreien, den Druck würde ich versuchen, in einer Therapie abzubauen. Das kann helfen. Gegen Geräuschempfindlichkeit kann man nicht so viel machen, außer Gehörschutz verwenden.

      Was Serien angeht: in meiner Kindheit lief noch "Derrick", ich glaube, den gibt's heute nicht mehr. Aber ich finde, der hatte so eine ruhige, väterliche Art. Als Kind habe ich dann mal geträumt, er würde sich um mich kümmern oder wäre mein Vater, weiß nicht mehr genau... hat sich jedenfalls gut angefühlt.
      Alles wird galaktisch gut.