Gedankengang bzgl. (Un-)Normalität

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    • Gedankengang bzgl. (Un-)Normalität

      Sprache ist - im Gegensatz zu Zahlen - ja etwas ziemlich ungenaues, weil man oftmals überhaupt nicht die Worte hat, auszudrücken, was man eigentlich beschreiben möchte. Das geht allen Menschen so, weil die Wortbedeutung nicht unbedingt immer genau oder auch einem Wandel unterworfen ist, es immer Interpretationsmöglichkeiten gibt, je nach Kontext, Hintergrund der beschreibenden Person, Stimmungslage. Bei Zahlen gibt es diese Ungenauigkeit nicht, und wahrscheilich ergibt sich dadurch bei c´vielen Aspies auch eine große Affinität zu Zahlen.

      Das Mitspielen dieser Interpretationen macht die Sprache noch ungenauer, und letztendlich muss man daher doch sagen, das eigentlich die Aspies um Genauigkeit bemüht sind, weil sie in der Sprache die Emotionen vermeiden und auf persönliche Befindlichkeiten keine Rücksicht nehmen, da diese ja bei jedem Menschen unterschiedlich ausfallen, und ebenso aus diesem Grund auf sich selbst bezogen nicht zu Interpretationen neigen; werden Emotionen doch wahrgenommen, versucht ein Aspie eher, das Gesagte von diesen Aspekt so weit wie möglich zu trennen.

      Unter diesen Aspekten müsste man doch - dass der Mensch ein soziales Wesen ist, ist bei dieser Betrachtung erst einmal egal, denn nach möglichst interpretationsbefreiter Informationsaufnahme kann diesem Aspekt ausreichend Rechnung getragen werden - eigentlich davon sprechen, dass Aspies zwar nicht den Standard-, aber doch einen wünschenswerten Normalfall darstellen?
    • Hi,

      Mahlzahn wrote:

      Sprache ist - im Gegensatz zu Zahlen - ja etwas ziemlich ungenaues, weil man oftmals überhaupt nicht die Worte hat, auszudrücken, was man eigentlich beschreiben möchte. Das geht allen Menschen so, weil die Wortbedeutung nicht unbedingt immer genau oder auch einem Wandel unterworfen ist, es immer Interpretationsmöglichkeiten gibt, je nach Kontext, Hintergrund der beschreibenden Person, Stimmungslage.
      Das ist für mich oft mit das Komplizierte an Komunikation, daß eben einheitliche Definitionen für die verwendete Worte fehlen.
      Aber es gibt ja auch immer das Sender-Empfänger Problem, daß Du nie weißt ob der Empfänger das Gesagte überhaupt versteht, nur teilweise versteht, es ganz anders interpretiert als gemeint usw.
      Leider übersteigt es meine Vorstellungskraft wie man mit Zahlen alles so genau erklären könnte, dass es interpretationsraumfrei verstanden wird :? ... außer den Anweisungen an Maschinen... mhh :roll:

      Ok, aber darauf wolltest Du ja nicht hinaus (Rw)
      Ich denke, es hat schon seinen Grund, warum Menschen so verschieden sind und es eben Autisten in all ihren Facetten gibt und ebenso NT in allen möglichen Facetten usw.


      Mahlzahn schrieb wrote:

      Unter diesen Aspekten müsste man doch - [.....] - eigentlich davon sprechen, dass Aspies zwar nicht den Standard-, aber doch einen wünschenswerten Normalfall darstellen?
      Na ja, ich weiß nicht so Recht... hört sich imho mehr nach 'Wunschdenken eines Aspis' an :fun:
      Ich finde es jedenfalls absolut nicht wünschenswert. Das Leben und die Menschen sind (zum Glück) bunt und vielfältig und gerade das macht es meiner Meinung nach auch aus :nod:

      LG
    • Mahlzahn wrote:

      dass der Mensch ein soziales Wesen ist, ist bei dieser Betrachtung erst einmal egal, denn nach möglichst interpretationsbefreiter Informationsaufnahme kann diesem Aspekt ausreichend Rechnung getragen werden
      Das wäre eine äußerst ineffiziente Vorgehensweise, da keine Rücksicht nehmen die Inkaufnahme von Verletzungen bedeutet, die anschließend verwundet werden müssen.
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    • Mahlzahn wrote:

      ... eigentlich davon sprechen, dass Aspies zwar nicht den Standard-, aber doch einen wünschenswerten Normalfall darstellen?
      wünschenswert zu 1%.
      Ich glaube nicht, dass sich ein (positiv oder negativ) entscheidendes Unterscheidungsmerkmal sonst länger als 2 oder 3 Generationen halten kann.