Klopftherapie - hat jemand Erfahrungen damit?

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    • Klopftherapie - hat jemand Erfahrungen damit?

      Ich habe lange Zeit diese Art der Therapie nicht für ganz voll genommen, genauso wie mir EMDR immer recht unseriös und als eine Art Hokus-Pokus vorkam. Ich war der Meinung, dass große Probleme nicht auf so simplem Weg gelöst werden können.

      Nachdem ich ein Fachbuch zum Thema "Traumata" von einem anerkannten Forscher gelesen habe, in dem diese beiden Behandlungsmethoden als effektiv wirksam genannt wurden (EMDR mit diversen Studien untermauert), habe ich mich dem Thema angenähert, weil ich bei mir selbst merke, dass die Erkenntnis alleine nicht reicht, um meine Probleme zu lösen. Ich möchte sie auf einer anderen Ebene angehen.

      Die Klopftherapie scheint ähnlich wie EMDR zu funktionieren, so dass bestimmte emotionale Verknüpfungen dadurch angeblich aufgelöst werden. Man durchlebt sie (aber nicht im Sinne einer Re-Traumatisierung, sondern von distanzuertem Posten) und kann sie integrieren.

      Bei der Klopftherapie gibt es diverse Praktiken bzw Programme mit unterschiedlichen Namen. Ich habe mir ein Buch geholt, dass sich an Behandler richtet. Es ist sicher auch interessant, die Methode an sich zu diskutieren, mir geht es aber vorrangig darum: Hat hier jemand diese Therapieform schon einmal ausprobiert?

      Man scheint damit verschiedene Erregungszustände im Gehirn regulieren zu können, ich würde es hauptsächlich in Hinblick auf Traumatisierungen anwenden, aber möglicherweise könnte man damit ja auch Erleichterung für Komorbitäten von ASS behandeln?
    • @Darlina

      Ich meine nicht EFT im Speziellen, aber die emotionsfokussierte Therapie (EFT) ist eine Therapieform, die auch unter die sogenannten Klopftherapien fällt. Es gibt noch viele andere Formen. Das Buch, das ich momentan lese, behandelt z. B. die MET-Klopftherapie. Falls du also Erfahrung mit der EFT hast, würde das auch hierhin passen. :nod:
    • Hm, okay. Ich würde das eher als Methode bezeichnen, als als Therapie, aber egal. Ich habe damit nur kurze Erfahrungen. Ich habe kurz EMDR und kurz EFT ausprobiert. Beide Male wurde mir unwohl, ein bisschen schwindelig, komisch. Ich habe mich unwohl damit gefühlt und nach wenigen Minuten wieder beendet. Anderen Leuten soll es helfen. Ausprobieren.
    • Ich bin noch auf der Suche nach einem passenden Therapeuten. Nachdem ich das Buch durchgearbeitet habe, habe ich heute eine Klopfsession :o ausprobiert. Auch mit Therapeut klopft man immer selbst und formuliert selbst die Klopfsätze. Der Therapeut soll einen durch Nachfragen auf Dinge hinweisen, die man selbst nicht sieht. Dazu waren im Buch extrem interessante Konzepte vorgestellt.

      Mich hat es erstaunt, wie schnell durch das Klopfen Gefühle hochgekommen sind und ich mich Schicht um Schicht zu immer tiefer sitzenden Gefühlen vorarbeiten konnte. Sobald ich das Gefühl oder den Gedanken aussprach und beklopfe, löste er sich auf und machte einem neuen Gefühl Platz. Es ging aber mehrmals hin und her. Z. B. kam das Gefühl Trauer immer wieder. Interessanterweise stand dann bei mir am Ende (da hab ich abgebrochen danach) das Gefühl Schuld. Ich wurde davongekommen stark überwältigt, deshalb bin ich aus der Situation wieder rausgegangen. Das ging auch relativ gut. Man muss trotzdem gucken, dass man nicht zu stark aktiviert wird. Durch die Methode selbst wird das aber eigentlich verhindert.

      Ich werde damit auf jeden Fall weitermachen. Es ist für mich eine Art logische Fortsetzung der 'Therapie', die ich vorher alleine machte. Da sprach ich auch meine Gedanken und Gefühle aus, aber richtete sie an eine kleine Figur bzw ich ließ die Figur an meiner Stelle sprechen. Mit dem Klopfen scheinen sich die Gefühle wesentlich schneller aufzulösen.

      Möglicherweise werde ich zu einer Art Therapie auf Mallorca fahren, dies das anbieten. Vielleicht erst eine Woche Urlaub und dann eine Woche Einzeltherapie. Ich bin recht überzeugt davon, dass diese Methode mir weiterhelfen wird. Ich glaube, es ist auch weniger dieses Klopfen, sondern der innere Prozess, der dadurch angestoßen wird.
      Am Anfang dachte ich, man müsste ganz systematisch bestimmte Punkte beklopfen, die aur den Energiemeridianen liegen. Diese Systematik zog mich an. Nun merke es, dass es weniger um die Punkte geht.
      So wie es im Buch erklärt wird, passiert in dieser Therapie x-mal mehr und vor allem Wesentlicheres als in allen anderen Therapieformen, die ich kenne. Ich glaube, dass die Therapie sogar intensiver und mehr auf den Punkte ist, als Körpertherapie. Die hatte ich für mich auch noch in Betracht gezogen.

      Ich werde vermutlich weiter berichten. Ich bin auf jeden Fall seit dem Lesen des Buches vollständig der Meinung, dass das eine überaus ernst zu nehmende Therapiemethode ist.
    • Ach ja, geil. *Zynismus*. 250€ für 60 min Therapie. Da sag ich nur "Finger weg". Ich habe gelesen, dass es unseriös sei, wenn jemand mehr als 70€ pro Stunde verlangt. Mittlerweile sind ja schon 90€ keine Seltenheit mehr, aber die 250€ finde ich eine bodenlose Frechheit. Der Therapeut dort kommt mir auch extrem überzeugt von sich selbst vor. Das wird also nichts. So ein Mist.
    • Ich war nal in so Klopfseminar aber hab die Sache nicht durchgezogen. Bei einer dieser Klopfabfolgen kam ich mir so affig vor immer.

      Gut ist wohl dieses Klopfen in der Mitte vom Brustkorb in Stressituationen. Das ist bei mir aber auch urgendwann eingeschlafen.

      Im Prinzip ist dieses Klopfzeug nicht schlecht. Ähnlich wie Akupunktur nur ohne Nadeln und man kann sich selbst behandeln.

      Immer nach noch und noch noch tiefer liegenden Gefühlen suchen mag ich irgendwie nicht so. Ging mir jedenfalls so.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • @Lex

      Wahrscheinlich gibt es da verschiedene Herangehensweisen, je nach "Klopfrichtung", oder? Bei diesem MET, worüber ich das Buch las, gibt es eine Klopfabfolge aus 6 Punkten, die sich am Oberkörper befinden. In fast allen Fällen ist es aber ausreichend, nur einen Punkt davon zu beklopfen. Wenn man das vielleicht in der Gruppe macht und dann total komplizierte Klopfabfolgen durchgeht, könnte ich mir vorstellen, dass andere Leute das affig finden. Mir geht es aber mittlerweile so schlecht, dass ich auch Dinge ausprobieren würde, die mir auf den ersten Blick affig vorkommen. Als ich selbst diesen einen Punkt auf dem Brustkorb beklopft habe, kam ich mir nicht affig vor, weil so vieles in mir passiert ist, dass ich da gar keine Zeit hatte, drüber nachzudenken, wie das wirkt. Wenn ich damit anfange, mich von außen zu betrachten, würde ich vermutlich im Erdboden versinken vor Scham. :o ;) Das lasse ich lieber sein.

      Ich finde das extrem spannend, Schicht für Schicht nach tieferen Gefühlen zu suchen. Ich hatte da auch gegenüber Therapeuten etc. so gut wie nie Gefühle von Scham etc. Ich sehe mich dann eher als Rätsel, das gelöst werden soll, also wie eine Aufgabe, die sehr herausfordernd und spannend ist.

      Da ich von Therapeuten bis jetzt so gut wie immer die Rückmeldung bekam, dass ich extrem reflektiert und analytisch auch mir selbst gegenüber bin und vieles in mir erkenne, gehe ich davon aus, dass ich nicht die schlechtesten Voraussetzungen habe, um auch alleine mit der Klopftherapie zu arbeiten. Aber irgendwie fänd ich es doch gut, jemanden zu haben, der ein absoluter Experte ist und mir bei den blinden Flecken weiterhilft, die ich habe.

      Leider bin ich mit meiner Suche nach Therapeuten nicht weitergekommen. Entweder sind das solche Life-Coach blubblubblubb-Therapeuten, die dann 150 EUR die Stunde für ein "Coaching" verlangen und man denen schon von der Homepage und Fotos ansieht, warum sie das ganze tun, oder es sind irgendwelche Hausfrauen (sorry), die ein bisschen herumdoktern und dann bei Indikationen auch sowas stehen haben wie "Kopfschmerzen, Schulängste, Nervosität..". Das heißt, ich muss erstmal einen Therapeuten finden, der diese Klopftherapie speziell in Bezug auf Traumata macht. Mich frustriert es, immer so interessante Bücher zu lesen und wenn ich dann jemanden suche, der das anbietet, was da beschrieben wurde, kommt die große Ernüchterung, weil es kaum Angebote gibt. :frown:
    • Wenn ichs recht entsinne war / ist einer der Klopfpunkte unter der Achselhöhle oder so. Man muss also so den Arm hoch machen und dann so da klopfen. Alleine schon das sieht irgendwie affig aus.
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    • Lex wrote:

      Wenn ichs recht entsinne war / ist einer der Klopfpunkte unter der Achselhöhle oder so. Man muss also so den Arm hoch machen und dann so da klopfen. Alleine schon das sieht irgendwie affig aus.
      :lol: :lol: DAS hätte ich dann allerdings auch affig gefunden. Ich hätte dann in der Tat immer das Bild eines Affen vor mir gehabt und hätte schon wegen diesem inneren Bild vermutlich sehr damit kämpfen müssen, nicht loszukichern. :m(:
      Im MET-Buch ist kein Klopfpunkt unter der Achselhöhle.
      Die Punkte scheinen bei jedem Autor (jeder Klopftherapie'richtung') wo anders zu sein. ;)

      Wobei ich glaube, dass es nicht auf die genaue Lage der Punkte ankommt, sondern auf die eigene Aktivität und dass man durch das Klopfen nicht so schnell dissoziiert und Dinge offenbar integrieren kann.
    • Ich glaube die wenigsten Klopfer neigen zu Dissoziation. Das Klopfprotokoll ist auch abhängig vom Ziel. Gibt es z. B. auch speziell zur Rauchentwöhnung. Wobei ich nicht rauche.
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    • FruchtigBunt wrote:

      Hat hier jemand diese Therapieform schon einmal ausprobiert?
      Ich habe mir den Thread nicht durchgelesen und weiß nicht, was zum Thema schon alles geschrieben wurde. Aber vielleicht sind meine Erfahrungen damit für den einen oder anderen Leser von Interesse.

      Ich habe durch die EFT (Emotional Freedom Techniques) vor Jahren sehr unverhofft und sehr schnell eine Schmerzsymtomatik dauerhaft zum Verschwinden bringen können. Ich war damals völlig platt, dass das so gut funktionierte. Ehrlich gesagt habe ich als Schulmedizinerin sprichwörtliche Bauklötze wegen der phänomenal guten Wirkung gestaunt.

      Vor ca. 7 Jahren hat mir ein Heilpraktiker, der sich vorwiegend mit medizinischer Hypnosetherapie beschäftigt, mal so eben zwischen Tür und Angel von der Klopftherapie erzählt und mir die wichtigsten Abläufe kurz erklärt und vorgeführt.

      Ein paar Tage später bekam ich auf der Arbeit extreme Regelschmerzen. Ich kannte diese monatlich auftretenden Unterleibschmerzen und -krämpfe schon seit vielen Jahren und hatte sie bis dahin immer mit einer ordentlichen Dosis Ibuprofen bekämpft. :oops: Ohne das Zeug wäre ich während der Periode kaum arbeitsfähig gewesen. Die Schmerzen waren oft so stark, dass ich mich übergeben musste.

      An diesem besagten Tag hatte ich es versäumt, Ibuprofen einzustecken, sämtliche Kollegen konnten mir nicht mit Schmerzmitteln aushelfen, die Praxis, in der ich damals arbeitete führte auch keine Mittel gegen Schmerzen, das Wartezimmer und der Terminkalender für den Tag waren brechend voll, und ich krümmte mich vor Schmerzen. Was tun? Ich brauchte schnell Abhilfe.

      Da fiel mir die Klopfdemonstration des Heilpraktikers ein. Ich dachte, "Ein Versuch ist es wert, schlimmer kann es nicht werden", schlich mich auf die Toilette und wandte, so gut ich sie in Erinnerung hatte, die EFT Klopftechnik an. Nach wenigen Minuten spürte ich die erste Wirkung. Die Schmerzen waren nicht mehr so brutal unerträglich. Ich klopfte insgesamt ca. 10 Minuten. In der Zeit gingen die Schmerzen auf ein so weit erträgliches Maß zurück, dass ich wieder arbeitsfähig war.

      Ca. eine halbe Stunde später konnte ich mich nochmal für 5 Minuten aus den Praxisbetrieb loseisen und klopfte weiter. Und dann waren die Schmerzen... weg!!!

      Und sie blieben weg. Als ich das nächste Mal meine Tage hatte und die Unterleibsschmerzen sich ankündigten, genügte es, nur an die Klopftechnik und die dazugehörigen Lösungssätze denken und die Schmerzen wurden im Kein erstickt.


      Beim der übernächsten Periode sind die Schmerzen erst gar nicht mehr aufgetreten. Und das sind sie bis heute nicht mehr. Meine Periode verläuft seit dem vollkommen schmerzfrei.



      Offenbar hat sich bei mir durch die Technik eine, wie auch immer geartete, Blockade gelöst. Und dass die Technik in diesem Fall einen so durchschlagenden Effekt hatte, hat sicher auch damit zu tun, dass im Moment der Anwendung mein Leidensdruck und mein Verlangen nach Abhilfe enorm groß waren.
    • @Input
      Das klingt wirklich erstaunlich. In dem Buch stand auch, dass die Sachen, die weggeklopft wurden, ein für alle Mal wegbleiben.

      Besonders interessant fand ich in dem Buch das Kapitel über die Glaubenssätze, die verhindern, dass es einem besser geht. Das fiel mir nur gerade ein. Vielleicht ist es so, dass man unbewusst denkt, man müsste diese Schmerzen haben. Oft sind Regelschmerzen ja tatsächlich mit emotionalen Blockaden verbunden. Vielleicht kann man die besser auflösend, wenn sie einem beim Klopfen bewusst werden.

      Kamen bei dir beim Klopfen dann auch immer neue Gefühle und Gedanken hoch und die dann bearbeitet oder hast du nur eine Art Satz gesprochen?

      Danke für deinen Beitrag. :thumbup:
    • FruchtigBunt wrote:

      Kamen bei dir beim Klopfen dann auch immer neue Gefühle und Gedanken hoch und die dann bearbeitet oder hast du nur eine Art Satz gesprochen?
      Ich habe verschiedene Sätze gesprochen. So wie sie mir gerade einfielen. Der Heilpraktiker, der mir die Technik erklärte, meinte, dass er, wenn er die Technik bei sich selber anwendet, "vom Hölzchen aufs Stöckchen" kommt. Das heißt, dass er bei den Formulierungen unversehens immer mehr ins Detail geht. Dass ihm während der Anwendung immer mehr Punkte einfallen, die er formulieren könnte.

      Bei mir war das auch so. Als ich mit dem Klopfen anfing, habe ich nur ganz wage irgendwelche Sätze mit "diese Schmerzen" formuliert. Und ich kam mir dabei auch ein bisschen blöd vor. Ich bin dann aber recht schnell so richtig in Fahrt gekommen und habe quasi meine ganze Wut und Verzweiflung über die Schmerzen in den Sätzen ausgelassen. Aus zaghaften "diese Schmerzen" wurde am Ende "diese scheiß verdammten, widerlichen Schmerzen, dieses elendige, widerwärtige Ziehen im Unterbauch kotzt mich dermaßen an" ... oder so ähnlich. :oops: Ich habe geflucht wie ein Rohrspatz. Das passt überhaupt nicht zu meinem üblichen Vokabular und meiner Art. Aber wenn's in dem Moment hilft?! Es hat mich ja niemand gehört außer mir selbst. :roll:

      Ich war damals selbst ein bisschen erstaunt darüber, was für Kraftausdrücke da aus meinem Mund kamen. Ich hatte das in keinster Weise geplant. Es "passierte" einfach und war deswegen wohl auch sehr emotionsgeladen... und am Ende befreiend.

      Was laut des Heilpraktikers noch wichtig ist, dass man bei den Formulierungen die Beschwerden so genau wie möglich präzisiert. Also nicht einfach "die Schmerzen" sagen sondern zum Beispiel "diese krampfartigen, ziehenden Schmerzen im Unterbauch, eine Hand breit unter und hinter dem Bauchnabel."


      Edit: Mir ist gerade noch eingefallen, welche Formulierung ich angewandt habe, als meine nächste Regelblutung nach der erfolgreich angewandten Technik anstand und ich, wohl vorwiegend aus der Jahrzehnte lang eingefahrenen Gewohnheit heraus einen ersten Anflug von Unterleibsschmerzen wahrnahm. Instinktiv rief ich mir die emotionsgeladene Klopf-Situation von vor einem Monat ins Gedächtnis und stieß ein sehr wütendes, drohendens "Wehe!!!" in Richtung Unterbauch aus. Schwubs, war das Problem erledigt und "wagte" nicht, mich jemals wieder zu behelligen.

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    • Nur kurz etwas Allgemeines zur Klopftechnik: es ist wichtig, dass man beim Klopfen am Anfang seine Gefühl dazu beobachtet. Bei Menschen mit körperlichen Traumen (wie zB einem sexuellen) kann das Klopfen als unangenehm empfunden werden und dann sollte man auf dieses Gefühl hören. Eventuell kann man die Klopftechnik dann ausführen indem man die zu klopfenden Stellen eher sachte reibt. Manchmal ändert das das Gefühl schon; falls nicht dann lieber aufhören und eventuell nur mit Sätzen arbeiten (kann auch sehr wirkungsvoll sein; Darm-Hirn-Verbindung und Nachnähren als Stichworte).

      @Input: toll, dass es so gut bei Dir funktionierte. Ich hatte früher auch solche Unterleibskrämpfe und das ist echt schlimm. Damals hatte ich es mit Kräutern versucht aber das half so gar nicht weil diese Krämpfe ja sehr oft eine psychische Komponente haben. Das wird beim Frauenarzt oftmals gar nicht beachtet.
      „Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“
      Rumi
    • @Input
      Ah, vielen Dank für die Erläuterungen! Dann konntest du über das Klopfen wohl auch einen Zugang zum Gefühl Wut (weil dir die Schmerzen vielleicht einen schönen Teil deines Lebens verübelten?) aufdecken und auflösen?

      Das mit dem "Hölzchen aufs Stöckchen" passt zu dem was ich las. Für mich passt das Bild einer Zwiebel mit Schichten, die immer weiter nach innen gehen. Mich wundert es, dass man gar nicht so viele Ebenen nach innen gehen muss, um die Schmerzen aufzulösen. Aber viel hast du auch nicht alle angesprochen bzw es sind bei jedem Menschen unterschiedlich viele Ebenen.

      @Gluon
      Sorry, normal schreibe ich die Literatur immer dazu. Das Buch heißt "MET Klopftherapie in der Praxis - Handbuch für Therapeuten und Coaches" von Franke/Franke.

      Ich finde das Buch sehr empfehlenswert. Die Autoren haben meiner Meinung nach ein exzellentes Wissen über systemische Zusammenhänge und Mechanismen, die in und zwischen Menschen ablaufen (ich weiß nicht genau, wie dieses 'Gebiet' genannt wird). Allein das macht das Buch wertvoll und lesenswert. Solche Einsichten vermisse ich in der psychologischen Literatur und fand sie bisher nur in sehr komplexen Werken. Im Buch ist es gut verständlich dargestellt, finde ich. Und das auf ansprechendem Niveau, also kein Esoterik-Geschwafel oder unseriöse Ansichten (wie ich finde). Der Autor ist studierter Psychologe. Ich finde das Buch sehr professionell geschrieben.

      Leider machten die Homepage und dort angebotenen Kurse sowie zertifizierten Therapeuten vorwiegend einen unseriösen Eindruck auf mich und mit dem Autor könnte ich auch nicht zusammenarbeiten, weil er für mich eine Art von "ich bin der Stammeshalter und weiß alles" ausstrahlt, auf die ich allergisch reagiere. :o Auch die Co-Autorin (seine Frau) macht auf mich einenseltsamen (anpassenden, unterwürfigen) Eindruck. Irgendwie passt das für mich nicht, die Umsetzung wirkt unseriös auf mich, aber fachlich bin ich vom Konzept sehr überzeugt. Das Prinzip sollte meiner Meinung nach unbedingt aus der Ecke "eine Stunde Coaching für 250€ auf Mallorca" oder "Klopfen Sie Ihre Nikotinabhängigkeit/Migräne/Hühneraugen in einer Stunde weg" raus. Offenbar wird es aber kaum von ausgebildeten Psychotherapeutinnen mitgetragen, sondern oft von Coaches, Heilpraktikern etc. Es hat meiner Meinung nach Potential. Ich habe auch über andere Heilmethoden jenseits der klassisch anerkannten Verfahren gelesen und würde die Klopftherapie als seriös und die Wirkweise als nachvollziehbar ansehen. Schade, dass das nicht häufiger in anderem Umfang (Krankenkasse, von Psychotherapeuten) angeboten wird.

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