Study Challenges Assumptions About Social Interaction Difficulties in Autism

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Ich denke, das wusste jeder hier sowieso schon: dass die Kommunikationsprobleme bei AS auch daran liegen, dass NAs die Kommunikation von Autisten nicht verstehen und nicht nur umgekehrt. Hatte ich bisher eigentlich für trivial gehalten. Naja, man kann ja noch versuchen rauszukriegen, wieviel das in der Summe ausmacht - was man nicht alles so erforschen kann...
    • Das stimmt nur ein bisschen.
      Wenn man nicht grade mit Zufallspersonen forscht, also im "Real Life", findet man durchaus NTs, die sehr gut mit Autisten aber auch mit anderen NTs kommunizieren können.
      Sie können also "umschalten".

      Aber das stimmt: Manches klappt zwischen Autisten intuitiv, ein NT würde nur den Kopf schütteln.
    • Klingt spannend. Das "double empathy problem" gibt es als Konzept ja schon länger. Aber ich finde es sinnvoll, den Blick auf die Interaktion als ganzes zu richten und nicht nur auf den autistischen Menschen und dessen Defizite allein. Gerade auch für die autistischen Menschen, die auf den ersten Blick überhaupt kein auffälliges oder herausforderndes Verhalten zeigen, von manchen Menschen aber schon beim Erstkontakt intensiv abgelehnt werden (was in Teams und Gruppen ein Problem ist, denn nicht selten ist eine solche Person dabei, und durch deren Ablehnung verhalten manche Autisten sich dann tatsächlich unsicher und merkwürdig). Da nach dem Muster zu suchen, woran genau das bei manchen liegt, finde ich spannend.

      An einem Punkt frage ich mich, ob die Studie noch weiter schauen sollte. Meiner Erfahrung nach wird es mit manchen Menschen zwar besser, wenn man sich näher kennen lernt. Ich kenne aber auch das Gegenteil. Dass es neutral oder sogar gut anfängt, mich die Leute aber nach einer Weile doch komisch finden und eventuell ausgrenzen. Oft, ohne dass ich sagen könnte, ab welchem Punkt das "schief lief".
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Leonora wrote:

      Dass es neutral oder sogar gut anfängt, mich die Leute aber nach einer Weile doch komisch finden und eventuell ausgrenzen. Oft, ohne dass ich sagen könnte, ab welchem Punkt das "schief lief".
      Das kenne ich auch. Ich erlebe es aber auch umgekehrt, nämlich dass ich erst sehr gut mit jemandem kann und beim näheren Kennenlernen dann merke, es funktioniert nicht. Ich hänge dann manchmal in einer begonnenen Freundschaft und weiß nicht, wie ich aus der Nummer rauskomme, ohne dem anderen weh zu tun.