Meine Überforderung wurde/wird in der Regel sehr oft als Fehlverhalten gesehen. Ich blicke aber selber noch nicht durch, weshalb ich in die Überforderung komme.

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    • Meine Überforderung wurde/wird in der Regel sehr oft als Fehlverhalten gesehen. Ich blicke aber selber noch nicht durch, weshalb ich in die Überforderung komme.

      Muss im vornherein sagen, dass ich akustisch und visuell sehr empfindlich bin.
      Bin sehr schnell angespannt, bekomme Tinitus und könnte sehr schnell alles zusammenschlagen, weinen, laufen etc. Zum Schluss bin ich angespannt, der Körper schmerzt und mein Kopf scheint nicht mehr zu funktionieren, wobei ich mich Gefühlsmäßig gar nicht konzentrieren kann.
      Bei leichteste Konzentrationsversuche, komme ich in die emotionale Überforderung und koennte weinen, schreien alles zusammenschlagen
      In der WG von deutschen rotem Kreuz wo ich lebe, gibt es ein Gemeinschaftsraum und einer grossen Gemeinschaftsküche.
      Dazu hat die WG 3 Wohnungen mit jeweils Bad, Küche und 2 Zimmer.
      Gestern wurden im Gemeinschaftsraum, noch zusätzliche Möbeln in den Gemeinschaftsraum gebracht.
      Da ausser dem Tisch und Stühle im Gemeinschaftsraum und auf dem Balkon nichts war, konnte ich vorher voll abschalten, was ich super fand.
      Gestern war ich emotional wieder komplett überfordert, als Couch, Teppiche, Regale etc aufgebaut wurden.
      Da ich mich sehr schlecht konzentrieren kann, fand ich es zudem super, dass ich in Vergangenheit einmal rueberwischen konnte und alles gemacht war.
      Wenn was anders als geplant läuft, komme ich auch sehr schnell in die emotionale Überforderung
      Wenn Verletzungen hochkommen, spanne ich auch stark an und drehe innerlich durch, da ich ihnen gerade nichts entgegensetzen kann.
      Da alles im Gemeinschaftsraum sauber gehalten werden muss, ich mich schlecht konzentrieren kann und bei Versuche in die Überforderung komme, wird es nicht lustig, da ich nicht glaube, dass der Kerl mit Borderline, welcher mit mir gerade die dreier WG teilt, Verständnis dafuer hat.
      Er hat sich riesig über das neue Mobiliar gefreut.

      Meine Therapeuten haben mein Überforderungen immer als Fehlverhalten gesehen, wobei dazu meine Grenzen nicht akzeptiert wurden und sie sich ueber meine Überforderung wunderten und mich erziehen wollten.
      Habe vieles über Reizüberflutung gelesen, Blicke aber leider immer noch nicht, wann ich in die emotionale Überlastung reinkommen.
      Im Nachhinein empfinde ich es als Raten.
      Wenn ihr in die Überforderung reinkommt, kennt ihr dann die Ursachen?
      Dass der Kopf scheinbar nicht mehr mitmachen will, die Überlastung bei Konzentrationsversuche Eintritt habe ich hier noch nie oder evtl, seltens gelesen.
      Blickt jemand durch?
      Für mich ist die Thematik noch sehr undurchsichtig.
      Vielleicht ist jemand in dieser Thematik schon weiter als ich.

      Herzlichen Dank
      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 3 times, last by Daniel1 ().

    • Chch wrote:

      Ich kenne die Ursachen der Überlastung bei mir. Daher kann ich es auch meistens verhindern.
      So gut bin ich leider noch nicht reflektiert.
      Wenn irgendwann der Kopf wieder mehr mitmacht,
      Kann ich momentan Theorien entwickeln, was die Ursache gewesen sein koennte.
      Im Moment der Überforderung sehr schwierig, da ich zumal von anderen, selbst von Therapeuten nicht verstanden werde, da sie es nicht kennen.
      Da kommt eher, machen sie doch, wobei sie sich wundern, wenn ich wieder komplett emotional überfordert bin.
      Die meinen dann, mein Verhalten wäre nicht angebracht, wobei ich mir die emotionale Überlastung doch nicht aussuche.

      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:
    • Was ich nicht kapiere.
      Die saubere Wäsche schmeiße ich in der Regel in den Schrank, da ich von der Konzentration her sonst überfordert bin, wenn ich alles einzeln sortiere, falte etc.
      Dies muesste doch auch autismusuntypisch sein.
      Wenn ich mich richtig erinnere, haben es viele ADS, ADHSler wobei die Überschneidung zu Autismus Spektrum, ADS, ADS, sehr hoch waeren.
      Wie gesagt, die Thematik ist mir zu gross, blicke überhaupt noch nicht durch.
      Vielleicht ist jemand schon weiter als ich.

      Schon mal herzlichen Dank.

      L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 2 times, last by Daniel1 ().

    • Hallo "Daniel1",

      danke für Deine ausführliche Darstellung deiner Lebensumstände und der einhergehenden Probleme.
      Das was Du beschreibst erleben alle Autisten, wenn Sie überfordert sind. Das ist ungewöhnlich trivial würde ich sagen.

      In Deinen Ausführungen gibt es keinen Rückzugsort für Dich. Es ist zwar alles durchstrukturiert, aber ohne einen Schutzraum für autistische Menschen.

      Ich kann Dir nur sagen, das was Du beschreibst würde jeder empfinden. Die, die das wirklich erleben, sind mit aller Wahrscheinlichkeit gar nicht in der Lage hier forumsaktiv zu werden; sprich: "Die sogenannte Dunkelziffer".
      Was ich Dir sage hilft Dir sicherlich absolut Null Prozent. Dennoch will ich Dir das Gefühl mit nach Hause geben, dass "Du darin nicht alleine bist".

      Ein anderer Autist aus meinem Freundeskreis droht wegen "Zigarettenrauchen" im Wohnheim für Autisten auf die Straße zu fliegen. Das Schlimme ist: ich kann solche Drohungen nicht ernstnehmen, weil sie so sinnbefreit und bedeutungsneutral für mich sind. Dennoch finden Triviale dieses Pushy-Gehabe als wichtig und normativ, formgebend. Ich verstehe daher was Du schreibst. Ich verstehe auch, dass wenige der hier gemeldeten Autisten bereit sind Dir konkret unterstützend entgegen treten zu können. Suche vielleicht nicht unbedingt online nach Lösungen. Dafür musst Du starke Nerven haben.

      Tendenziell wäre das Erste woran ich an Deiner Situation denken muss: Finde einen sicheren Rückzugsort und eine zuverlässige "Bezugsperson".

      VG,
      Ebi
    • Hallo liebe @ebi89,
      einen neurotypischer Menschen, welche sich die verschiedenste Stärken und Schwächen der Menschen bewusst ist und Menschen annimmt wie sie sind, , muss man erstmal finden.
      In der Regel gehen viele von ihrem eigenem Staerken Schwaecheprofil aus und entscheiden was richtig oder falsch ist. Leute die einen unter Druck setzen und bei Probleme fallen lassen gibt's genüge.
      Statt für mich emotiona da zu sein, Akzeptanz zu zeigen werden Sachen verlangt, welche sie selber koennen.
      Bei Überforderung bin ich aber wieder alleine.

      Bezahlte Personal moechte Fortschritte sehen, was menschlich ist, wobei sie meiner Ansicht nach fast automatisch Druck aufbauen und eigene Ziele verfolgen.
      Wenn Menschen angenommen werden wie sie sind und sich in ihrem Tempo entwickeln können, sehe ich die Groesste Potenziale fuer alle.
      Stattdessen wollen selbst die bezahlte Personen ihren eigenen Weg gehen in dem sie Fortschritte sehen wollen und von eigenen Staerken ausgehen.
      Ist dass wirklich Hilfe?
      Schafft es Vertrauen auf Augenhöhe?
      Oder ist die'Augenhöhe' genau dass was den bezahlten Menschen Angst macht, da sie sich nicht mehr hinter Rollen verstecken koennen und Probleme bekommen koennen sich abzugrenzen und es schwieriger wird auf die eigene Gesundheit zu achten? Augenhöhe, ist nicht, dass der, Kranke' sich anpasst, damit das eigene System der Helfenden weiterlaufen kann.
      Mir kommt es vor, dass oft der 'Kranke' die Verantwortung trägt da der Helfende der 'Wissende sei.'

      Wie gesagt, Annahme auf 'Augenhoehe' sehe ich als die Basis des Potenzial zur menschlichen Entwicklung.
      Alles andere fuert zur ueberangepasstrs Verhalten, Abhängigkeiten und Überforderungen, welche von niemand begriffen und akzeptiert wird.
      Zum Schluss bin ich wieder alleine, da für andere Feierabend ist.

      Finde es sehr schwierig.
      Bezugspersonen welche emotional und als Mensch einfach da sind und ihr 'Wissen' vergessen können, muesste man erstmal finden.
      Sonst setzt sich immer der Helfer durch. 'gewinnt immer der Helfer, da er studiert hat, dafür ausgebildet ist und Patient ihn vertrauen soll.'

      Herzlichen Dank für das verständnisvolle, einfühlsame Schreiben.

      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 11 times, last by Daniel1 ().

    • Daniel1 wrote:

      Dass der Kopf scheinbar nicht mehr mitmachen will, die Überlastung bei Konzentrationsversuche Eintritt habe ich hier noch nie oder evtl, seltens gelesen.
      Blickt jemand durch?
      Ich kenne es so: Die Überlastung ist bereits stark, der Kopf macht schon lange nicht mehr mit und hat nur noch 5% seiner "Rechenleistung".
      Da die Anforderung an die Rechenleistung aber nur 1% ist fällt mir dies nicht auf. Der Versuch mich zu Konzentrieren und tatsächlich von der Theoretischen Leistung Gebrauch zu machen führt dann zu der Erkenntnis, dass nichts mehr geht und bringt mir zu der bereits bestehenden Überlastung noch die Belastung der negativen Gefühle...

      Daniel1 wrote:

      So gut bin ich leider noch nicht reflektiert.
      Wenn irgendwann der Kopf wieder mehr mitmacht,
      Kann ich momentan Theorien entwickeln, was die Ursache gewesen sein koennte.
      Emotionale Veränderungen kann ich seit ich Gefühle nicht mehr verdränge und mich überwiegend in einem neutralen Zustand befinde im Moment des Auftretens benennen. Die zugrundeliegende Situation / Beobachtung / Assoziation ist dann logischerweise der Auslöser.

      Wichtig ist, dass ich davor nicht bereits emotional "überladen" bin, da die Veränderung sonst leicht in der bereits vorhandenen Gefühlsflut untergeht.
      Mich neutral zu fühlen ist die Ausgangsbasis für eindeutige Schlussfolgerungen und mein bevorzugter Gefühlszustand!

      Es ist wie bei der Beobachtung Fertigungslinie mit sporadischer Fehlfunktion, deren Verhalten du beobachtest und bei erkannten Abweichungen deren Ursache ermitteln kannst. Wenn die Linie sich jedoch verhält, als hätte sie das falsche Programm auf der SPS und du nicht nachvollziehen kannst welcher Eingangszustand welche Reaktion auslöst, dann wird das nichts.

      Kannst du den extrem intensiven Gefühlen mit Stimming begegnen, bzw. sie damit etwas regulieren?
      Seit ich für mich das gleichmäßige Schaukeln in der Hocke oder im Schneidersitz wiederentdeckt habe kann ich mich dadurch zumindest zuhause wieder stabil herunterregeln. Nach einigen Sekunden bis Minuten scheint mein Gleichgewichtssinn so etwas wie ein starkes Gegengefühl zu generieren, welches ich als angenehm warm und entspannend empfinde. Das ist noch intensiver als auf einer echten Schaukel, weil nur der Impuls beim Richtungswechsel dieses Gefühl auslöst.

      Daniel1 wrote:

      Bezugspersonen welche emotional und als Mensch einfach da sind und ihr 'Wissen' vergessen können, muesste man erstmal finden.
      Sonst setzt sich immer der Helfer durch. 'gewinnt immer der Helfer, da er studiert hat, dafür ausgebildet ist und Patient ihn vertrauen soll.'
      Es ist schwierig, aber es gibt sie! Als du den ersten Post in diersem Thread geschrieben hast war ich gerade in einem Gespräch mit einer Person, welche mir die Hintergründe und Grundlagen menschlicher Kommunikation umfassend mit Beispielen erklärte und mir dabei aufzeigte worin sich meine Kommunikation zur der üblichen menschlichen Kommunikation unterscheidet. Das bekannte "mach doch einfach", zeigte er niemals, sondern hatte Verständnis für meine Probleme. Das Erkennen (nicht "meinen zu wissen", oder "gelernt zu haben") der speziellen Hintergründe ist für solch eine Beziehung aber eine grundlegende Vorausetzung.

      Daniel1 wrote:

      Statt für mich emotional da zu sein, Akzeptanz zu zeigen werden Sachen verlangt, welche sie selber koennen.
      Mit den Worten: "Mach doch einfach, jeder kann das, du hast doch schon verstanden was dazu nötig ist". Aussagen diese Art waren immer wie "ein Tritt in den Rücken, mit anschließendem Fall in ein dunkles Loch"

      Übertragen würde aber niemand eine beinlose Person, welche es schafft sich mit der Kraft ihrer Arme eine Treppe hinauf zu bewegen als "Treppensteiger" bezeichnen, nur weil sie von unten nach oben gekommen ist. Allerdings kann hier jeder sehende eindeutig feststellen, welche Einschränkung die Person hat.

      Ich glaube unser größtes Problem ist die Unsichtbarkeit und damit teilweise Unvermittelbarkeit der Probleme. Unvermittelbar auf jedenfall in Situationen in welchen das Gehirn nicht mehr funktioniert. Ich habe es einmal so beschrieben:
      "Wenn ich Hilfe brauche, kann ich sie mir nicht holen - wenn ich mir Hilfe holen kann brauche ich sie nicht"
    • Hallo lieber @Hutmacher, herzlichen Dank.
      Gebe dir bei allem Recht und nicht nur bei dem, wo ich dich zitiert habe.

      Hutmacher wrote:

      Ich glaube unser größtes Problem ist die Unsichtbarkeit und damit teilweise Unvermittelbarkeit der Probleme. Unvermittelbar auf jedenfall in Situationen in welchen das Gehirn nicht mehr funktioniert. Ich habe es einmal so beschrieben:
      "Wenn ich Hilfe brauche, kann ich sie mir nicht holen - wenn ich mir Hilfe holen kann brauche ich sie nicht"
      Herzliche Gruesse.
      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:
    • Ich kenne das, was du beschreibst. Ich rutsche oft in die Überforderung, ohne es zu merken und mein Umfeld legt es als schlechtes Verhalten aus.
      Eine andere Seite der nicht rechtzeitig wahrgenommenen Überforderung sind meine Depressionen.
    • @Daniel1
      Vielleicht kannst du dem 'Problem' ja näher kommen, in dem du dir überlegst, ob und inwiefern andere Menschen bei der emotionalen Überforderung eine Rolle spielen? Weitere Fragen zum Nachdenken, die mir einfallen, sind:
      • Welche Impulse gibt es in der Überforderungssituation bzw kurz davor und welche Gefühle?
      • Geht es nur um die Reizüberflutung oder Folgeprobleme, z. B. "wie reagieren Menschen auf meine Überforderung? Wie gehen Sie mit mir um?"
      • Fallen dir Lösungen für die Situationen ein? Was ist beängstigend an den Situationen? (als offene und neugierige Frage gestellt, ich möchte damit nicht ärgern, sondern denke, ich man durch solche Fragen vielleicht weiterkommt). Theoretisch könnte man ja sagen bzw sich denken "ja, ich bin gerade überfordert, aber das geht auch wieder vorüber. Ich bin trozdem sicher und mein Leben ist nicht in Gefahr"
      • Wertest du dich ab dafür, wenn du in solche Zustände gerätst bzw tut dein Umfeld das? (wurde von dir schon angedeutet. Die Idee wäre, dagegen zu stehen und sich nicht dafür auch noch selbst abuwerten, weil du ja selbst spürst, wie schwer die Situationen für dich sind. Es wäre unfair, sich selbst dafür abzuwerten) :|
      • Ich frage mal ganz offen und nur weil du schon viele Hinweise gegeben hast, die auf Traumata schließen lassen: Kann es sein, dass du in dem Moment der Reizüberflutung oder emotionalen Überforderung zusätzlich getriggert wirst, also dabei irgendein alter "Film" (RW) innerlich abläuft, weil dich die aktuelle Situation an die Vergangenheit erinnert?
      Die Fragen sind eher rhetorisch gedacht. Also zum drüber Nachdenken. Es ist vielleicht zu nahe, um das offen zu beantworten. Möglicherweise ist auch alles oder einiges unpassend.
    • Hallo liebe Fruchtig&Bunt.
      Die Fragen sind alle passend, herzlichen Dank.

      Einerseits habe ich Probleme mit der visuellen und akustischen Reizüberforderiug, andererseits mit der emotionalen Überforderung, welche ich als Verletzlichkeit in gewissen Situationen, mit dem Gefühl der Ohnmacht wahrnehme.
      Kommt auch in der Nacht vor, oder wenn ich alleine bin.

      Abwerten tue ich mich fuer all dieses.
      Ist ein sehr grosses Schamgefühl.

      Wie du weißt, gibt es für viele Psychotherapeuten keine Reizüberflutung, da das Gehirn dazulernt und der Autist sich nur mehr Reize stellen muss.
      Bei Überforderung würde mir aber nie geholfen, wobei ich sehr oft angeschrien würde, da es als Fehlverhalten gesehen wird.
      Die Scham kommt also nicht von nichts.

      Wenn ich zwischenmenschlich Probleme habe hörte ich in Vergangenheit in der ambulanten Therapie immer, soll mich besser anstellen.
      Bin ja auch letztes Jahr von ambulanter Therapie rausgeflogen, da ich mich wegen Konzentrationsschwierigkeiten nicht verarbeiten koennen von Verletzungen und Rededrang nicht auf Therapie einlassen könne.

      Im Oktober, wurde mir für Februar ein neuer Therapieplatz angeboten, welcher auch wieder abgesagt wurde, da ich nicht mehr im System drinnen war. Erst hiess es, muss ca, halbes Jahr warten, als ich es bejahte, rudert sie zurück und meinte, solle zu Therapeuten, welche sich mit Autismus auskennen, wobei Autismus Zentrum fuer Ulm keine Adressen hat und Erwachsene nur einmal in ca, 8 oder 12 Wochen beraten darf, da sie normalerweise nur fuer Kinder und Jugendliche da sind.

      Nehme halt alles persönlich.
      Es kommt halt immer nur an, dass ich nicht gut genug bin, was ich seit frühester Kindheit kenne.
      Ihr werdet es ja leider auch sehr gut kennen.
      Komme immer wieder an das Thema Resignation, da ich Gefühlsmäßig gegen Mauern anrenne und mich für meine Probleme schon schäme, da sie von Therapeuten nicht ernst genommen werden, wenn sie mich nicht mit Ungeduld anschreien oder rauswerfen.
      Alles alles Gute.
      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 1 time, last by Daniel1 ().

    • Daniel1 wrote:

      Abwerten tue ich mich fuer all dieses.
      Ist ein sehr grosses Schamgefühl.
      :oops: Das ist ja schon ein sehr deutlicher Hinweis, dass eigentlich die internalisierten Bewertungen, die vom außen kommen, dazu führen, dass dich nicht nur die Reizüberflutung an sich belastet, sondern auch die negativen Glaubenssätze, die man dir deswegen bewusst oder unbewusst eingetrichtert hat. Das Schamgefühl ist ja auch so etwas. Du scheinst dich ja nicht für die Reizüberflutung zu schämen oder für deine Probleme (also indirekt auch), aber vor allem eben, weil deine Reaktionen so negativ bewertet werden von anderen Menschen.

      Die Frage ist, ob es irgendwie gelingen kann, sich von diesen Bewertungen zu distanzieren? :roll: Du könntest dir vielleicht sowas sagen wie
      • "Ja, auch wenn ich total überfordert mit den ganzen Reizen bin und andere Menschen darin viel besser sind, bin ich okay so, wie ich bin. Ich kann es halt momentan nicht anders. Wenn mir das irgendjemand vorhalten will, hat er ein Problem mit sich und nicht mit mir. Ich muss mich dafür nicht schämen. Ich tue mein Bestes."
      • Oder wenn dich Therapeuten nicht verstehen, dass du dann nicht denkst, dass es nur an dir liegt und vor allem auch nicht denkst, dass du falsch wärst, sondern dass man sich dann sagt, dass man ein komplexes Störungsbild zeigt (es klingt für mich zumindest danach, als wäre es nicht ganz so einfach und ich meine, dass du ja auch traumatisiert sein dürftest) und dass es nur wenige Therapeuten gibt, die damit umgehen können und dass diese auch oft damit überfordert sind, aber das nicht wahrhaben wollen.
      • Vor allem wenn du angebrüllt wirst etc. ist es vermutlich extrem wichtig, sich durch diesen Trigger nicht in die Vergangenheit reinziehen zu lassen. Das Anbrüllen verbindet man vermutlich wieder erneut mit der Kindheit, wo vielleicht Vernachlässigung, Misshandlungen etc. stattgefunden haben. Der Therapeut heute will einen nicht misshandeln, aber es fühlt sich dann womöglich genau so an.
      Ich weiß jetzt nicht mehr ganz genau, ob ich es dir schon mal als Idee geschrieben hatte. Ich beschäftige mich ja gerade mit der Klopftherapie und ich glaube, dass die dir sehr helfen könnte. Dabei arbeitet man ganz eigenmächtig mit den negativen und positiven Glaubenssätzen, die man für sich selbst herausgefunden hat (der/die Therapeut/in hilft einem auf Wunsch dabei, aber zwingt einem keine Sprüche auf) und dann konfrontiert man sich mit den alten Glaubenssätzen und löst diese auf, in dem man dabei mit den eigenen Fingern auf bestimmte Punkte auf der Brust klopft.
      Du schriebst mal, dass du zum Beruhigen eh schon die Hand auf den Brustkorb legst. Vielleicht machst du das ja intuitiv und legst die Hand dort auf diese Akkkupunkturpunkte.
      Von daher dachte ich, dass dir die Methode vielleicht auch helfen könnte. Die Therapieform ist sehr kompakt und es besteht die Gefahr, dass extrem viel dabei hoch kommt. Ich glaube aber, dass das hilfreicher ist, als Therapien bei denen perament Gegenübertragungen auftreten und die Therapeuten das selbst nicht gut erkennen und dich re-traumatisieren.

      Ich wünsche dir auch alles Gute. :thumbup:

      P.S.: Der Hinweis mit der Behandlung von Erwachsenen im ATZ Ulm ist wirklich interessant.
      Meinst du diese Stelle: autismus-schwaben.de/
      oder diese: dominikus-ringeisen-werk.de/ha…fachbereich-autismus.html

      Ich wollte auch mal dort in der Nähe mich nach Angeboten erkundigen bzw. hatte das im Internet gemacht, weil ich in Ulm evtl. eine Umschulung beginnen wollte. Mir schien auch, als würden die sich gar nciht an Erwachsene richten. Ich verstehe aber überhaupt nicht, wenn sie schon beraten (also scheint ja die Qualifikation dazusein), warum man dann nur alle 2 - 3 Monate vorbeikommen darf. Das finde ich schon heftig. Aber vermutlich geht es um irgendwelche Fördergelder etc. :shake:

      Ist dieses Autismus-Kompetenz-Zentrum stiftung-liebenau.de/bildung/a…trum-autismus-diagnostik/ vielleicht bei dir in der Nähe? Es ist wohl in Ravensburg.

      The post was edited 3 times, last by FruchtigBunt ().

    • Hallo liebe @Fruchtig&Bunt,
      erstmal herzlichen Dank.
      Schaue es mir genauer an.

      War beim Autismus Zentrum Schwaben in Senden. (bei Ulm) und ich fand sie sehr herzlich und kompetent. Für ambulante Therapie wäre sie ideal gewesen. Wie gesagt, bieten sie leider für Erwachsene nur Beratung an. (deswegen die größeren Abstände zwischen den Terminen. Genau weiss ich es aber leider nicht mehr.)
      Sie hat mir und meiner Sozialarbeiterin aber angeboten in Abständen zu ihr ua. wegen dem Teacch Programm zu kommen.
      Wie gesagt, ganz herzlich und kompetent.
      Würde sie jedem empfehlen, was ich normalerweise sehr selten tue.

      autismus-schwaben.de/foerderung

      autismus-schwaben.de/beratung

      Die Hompage der Stiftung Liebenau und des dominikus-ringeisen-werkes schaue ich mir auch an.

      Muss erstmal schauen wie weit Ravensburg und Ulm auseinander sind.
      Entfernung Neu Ulm, Ulm ist mir bekannt.

      Herzlichen Dank.
      Alles Gute.
      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 2 times, last by Daniel1 ().