Was könnte das (außer AS) sein?

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    • Was könnte das (außer AS) sein?

      Hallo, ich bin noch fast ganz neu hier :d .

      Ich habe zwar schon früher Sachen aus diesem Forum gelesen, war aber noch nicht registriert.
      Vor Kurzem habe ich mich dann doch angemeldet.

      Ich bin 15 Jahre alt und hatte selber den Verdacht auf AS.
      Ich weiß nicht mehr woher genau der Verdacht kam, denn das ist schon länger her.
      Am Anfang dachte ich so: "Autismus? Ich doch nicht!", bin aber trotzdem immer wieder auf das Thema gestoßen.
      Ich habe dann aber doch immer mehr Parallelen entdeckt, und Tests aus dem Internet gemacht. Ich hatte oft Punktzahlen wie "47 von 50", was mich dann doch recht überrascht hat. Ich weiß, diese Tests aus dem Internet sind nicht sehr aussagekräftig, aber wenn nur 3 Punkte zum maximalen Ergebnis fehlen...

      Jedenfalls sind die typischen Symptome bei mir vorhanden:
      -Schwierigkeiten im sozialen Bereich allgemein
      Beispiel: meine wenigen Freunde sagen mir immer, dass ich kaum Einfühlungsvermögen habe.
      Ich empfinde das eigentlich nicht so, aber ich habe offensichtliche Schwierigkeiten mit Gefühlen, auch mit meinen eigenen.
      -Augenkontakt halte ich so gut wie nie, dadurch kam es schon zu seltsamen Situationen:
      Mein Kinderarzt winkt mir immer zu, weil ich ihn nicht anschaue. So versucht er festzustellen ob ich zuhöre.
      Als ich noch nicht wusste, warum er winkt, bin ich schon mal aufgestanden und wollte gehen (weil er ja gewunken hat)... :m(:

      -Kommunikationsprobleme
      Beispiel: ich deute den Tonfall von anderen meistens falsch und verstehe Ironie etc. sehr oft nicht.
      Ich kenne es auch zu gut, wenn man eigentlich genau weiß was man sagen will aber kein Wort kommt (mitten im Satz... stöhn)

      -anderes, z.B.:
      - sehr lange für Entscheidungen brauchen
      - heftige über- (und manchmal auch unter-)Empfindlichkeit gegenüber Reizen (Ohropax immer dabei... :d )
      - Rituale (mit 9 oder 10 hatte ich eine Phase, da war das besonders schlecht... Ich habe jeden Abend geweint wenn ich um halb neun noch nicht geschlafen habe...
      mittlerweile habe ich mich so gut wie es geht damit abgefunden dass man nicht alles planen kann und dass man Sachen nicht immer genau gleich machen kann; dennoch sind mir feste Zeiten u. ä. sehr wichtig)
      -"soziales Lächeln" fehlt(e). Ich habe mir das jetzt so angeeignet, grinsend durch die Gegend zu laufen.

      Naja, ich erspare euch den Rest jetzt mal, ihr kennt die Symptome ja.
      Jedenfalls habe ich sehr häufig Situationen die der mit meinem Kinderarzt ähneln.


      Bei mir gibt es auch noch andere Auffälligkeiten, die bei Autisten einfach deutlich häufiger vorkommen als bei NT´s.
      Ich bin hochbegabt. In der Grundschule hatte meine Lehrerin in Deutsch irgendwann keine Aufgaben mehr für mich, ich habe dann in einer höheren Klasse mitgemacht. Dort war es genauso öde...
      Oft wundern sich Leute über mein Gedächtnis. Wenn ich über Ereignisse in der Vergangenheit spreche, kann ich meistens noch haarklein schildern, wo genau sich das abgespielt hat. Manchmal weiß ich auch noch, was irgendeine Person dort für einen Pullover anhatte oder welcher Wochentag das war. Details bleiben mir oft im Gedächtnis hängen, ich achte mehr auf kleine, unwichtige Sachen.

      Ich bin biologisch weiblich, aber ich kann mich nicht mit meinem Geschlecht identifizieren. Angeblich ist Dysphorie bei Autisten ja häufiger, und es gibt ja auch noch diese Theorie mit dem extrem männlichen Gehirn... Ihr wisst schon.

      Auch bestand bei mir der Verdacht auf Epilepsie, da ich eine Zeit lang komische Anfälle mit Zuckungen und Verkrampfungen hatte. Weil EEG und MRT relativ unauffällig waren, verfolgte man diesen Verdacht nicht weiter. Allerdings glaube ich, dass ich schon vor diesen Anfällen viele Auren hatte. Denn als ich kleiner war, hatte ich immer so bunte Linien im Kopf und habe dazu Töne gehört. Machmal kommt das heute noch wieder.

      Was Overloads, Meltdowns und Shutdowns betrifft: kenne ich nur zu gut. Meine Mutter erzählt auch manchmal, dass ich schon als Kleinkind in Dinge so vertieft sein konnte, dass ich gar nicht reagiert habe. Das habe ich heute noch manchmal.


      Und dann ist da noch das Stimming: ich weiß, NT´s machen das auch.
      Aber nicht in dem Ausmaß. Jaktation, Händeflattern, summen...
      Bei mir alles dabei.

      Ich verstecke diese Bewegungen etc. aber so gut, dass sie fast niemand bemerkt.
      Meine Familie fragt manchmal nach, warum ich so Zeug mit meinen Händen etc. mache. Aber ich sage dann gar nichts und gucke in etwa so, als wäre ich irgendwie "schuldig" und dürfte das nicht machen.
      Danach unterdrücke ich das stimming noch mehr, was mal mehr, mal weniger gut klappt.
      Ich wünschte, wenigstens meine Eltern könnten das verstehen oder einfach ignorieren.

      Außerdem habe ich eine Zeit lang nichts mehr gegessen. Auch wenn ich das eher mit der Body Dyphoria und meiner Emetophobie in Zusammenhang bringe.
      War ziemlich gefährlich... Ist aber ein anderes Thema. Denke nur, dass das vielleicht mit Autismus zusammenhängen könnte, so wie bei Greta Thunberg ;) .



      Nach langem Überlegen habe ich am Welt-Autismus-Tag 2018 meinen Eltern davon erzählt. Ich habe den ADOS gemacht. Laut dem Ergebnis bin ich komplett unauffällig.
      Das wundert mich schon ziemlich.

      Wie kann das sein, dass ich im Alltag mit exakt den gleichen Problemen wie Autisten konfrontiert bin und angeblich nicht autistisch bin?

      Hatte dieser Test (ich verstehe immer noch nicht was die fliegenden Frösche dort sollten) bei jemandem von euch Unrecht?

      Ich war in der Praxis Gaber/Hoffmann in Hamburg.

      Ich soll jetzt eine Therapie bei einer Psychologin machen, die ich absolut nicht leiden kann...
      Und bei Gaber/Hoffmann hatte ich das Gefühl, sofort einen Stempel aufgedrückt bekommen zu haben.
      Nur weil ich in einer Stunde dort geweint habe, hieß es gleich: Ach, das Kind zeigt Gefühle. Bestimmt kein Autist.

      Dieser Arzt dort hat tatsächlich zu mir gesagt:" Du machst dir ziemlich viele Gedanken, das ist untypisch für Autisten."

      Hallo?! DENKT ihr etwa nicht?
      Das macht für mich keinen Sinn!

      Und ich finde es echt blöd, dass immer alles auf mein sehr "männliches Erscheinungsbild" zurückgeführt wird.
      Ich werde immer nur nach Sachen zu diesem Thema gefragt. Die Menschen glauben wirklich nur dass was sie sehen...


      Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Einen RICHTIGEN Experten aufsuchen?

      Oder habt ihr Ideen, was ich außer AS sonst haben könnte? Ich verstehe die Welt zurzeit überhaupt nicht mehr, denn ich finde, dass die Symptome offensichtlich sind.
      Ich wusste gar nicht, dass ich das alles wirklich SO gut verstecken kann. Den Mädchen mit AS wird das ja oft nachgesagt. Vielleicht sehen die Ärzte mich ja als Junge an... :lol: :lol: :m(: :m(: :m(: :m(:


      Euer Fionny :)

      PS. Ich habe auch Muskelhypotonie. Und es gab bei mir auch Komplikationen mit den frühkindlichen Reflexen. Damit hängt das Ganze wahrscheinlich auch zusammen.
      Es gibt ja diese "Restreaktionen", z. B. vom Moro-Reflex. Vielleicht liegt das daran dass ich zu früh geboren wurde.

      PPS. Ich weiß nicht, ob ich sowas wie Spezialinteressen habe. Aber ich beschäftige mich auf jeden Fall mit Dingen, die die meisten anderen 15-Jährigen als nicht so spannend ansehen. Z. B. die Zahl Pi oder Mähdrescher. Wenn ich etwas nicht mag, dann mag ich es dafür wirklich überhaupt nicht.
      Falls das keine richtigen Spezialinteressen sind, liegt das vielleicht daran dass ich mal gemobbt wurde und irgendwie depressiv bin... Ich habe mal gelesen, dass Spezialinteressen "gehemmt" werden können, wenn man Depressionen hat.

      PPPS. DANKE an alle die bis hier gelesen haben! Ihr seid die coolsten! 8-)
      Würde mich freuen wenn ihr nette Ratschläge oder so habt.
      (ach, diese ganzen auswendiggelernten netten Sätze :d :d :d :d :d :d :d :d )
    • Besonders häufig genannt werden die Differentialdiagnosen: Schizophrenienahe Persönlichkeitsstörungen (dazu gehören die paranoiden, schizoiden und schizotypischen PS), Soziale Angststörungen (dazu gehören die soziale Phobie sowie die ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung) und Zwanghafte (anankastische) Persönlichkeitsstörung, sowie ADHS


      Herzliche Willkommen im Forum
    • Fionny_04 wrote:

      Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Einen RICHTIGEN Experten aufsuchen?
      Ja, das klingt gut.
      Ich kenne mich im Norden nicht aus, aber du könntest mal googeln, ob es dort ein Kompetenzzentrum für Autismus gibt (heißen auch Autismustherapiezentren oder ähnlich). Eine andere Möglichkeit wäre eine Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die kennen sich meistens ganz gut aus.

      Dass man beim ADOS unter dem Cut-off bleibt, kann schon mal vorkommen, aber gänzlich unauffällig wäre schon seltsam. Doch man weiß jetzt nicht, ob der Test auch richtig durchgeführt und beurteilt wurde. Das kann eigentlich auch nur ein Experte.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Fionny_04 wrote:

      Ich soll jetzt eine Therapie bei einer Psychologin machen, die ich absolut nicht leiden kann...
      Das wichtigste bei jeder therapie ist, dass man den therapeuten leiden kann. wenn "die chemie" nicht stimmt, dann bringt dir der beste fachmann kaum was. deswegen solltest du das unbedingt ansprechen. egal um was es in der therapie letztendlich gehen wird.
    • kastenfrosch wrote:

      Fionny_04 wrote:

      Ich soll jetzt eine Therapie bei einer Psychologin machen, die ich absolut nicht leiden kann...
      Das wichtigste bei jeder therapie ist, dass man den therapeuten leiden kann. wenn "die chemie" nicht stimmt, dann bringt dir der beste fachmann kaum was. deswegen solltest du das unbedingt ansprechen. egal um was es in der therapie letztendlich gehen wird.
      Sehe ich auch so. Die Chemie muss schon stimmen. Vielleicht suchst du noch mal weiter nach einem Therapeuten.
    • Okay, danke schonmal für die Antworten.

      MangoMambo wrote:

      Besonders häufig genannt werden die Differentialdiagnosen: Schizophrenienahe Persönlichkeitsstörungen (dazu gehören die paranoiden, schizoiden und schizotypischen PS), Soziale Angststörungen (dazu gehören die soziale Phobie sowie die ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung) und Zwanghafte (anankastische) Persönlichkeitsstörung, sowie ADHS


      Herzliche Willkommen im Forum
      Ich werde mich mal erkundigen. An ADHS habe ich auch gedacht, aber hyperaktiv bin ich sicher nicht. Höchstens ADS.
      Sonst dachte ich noch an so etwas wie ein Trauma oder Hospitalismus...

      Aber das kann eigentlich doch nicht sein. :roll:


      Shenya wrote:

      Fionny_04 wrote:

      Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Einen RICHTIGEN Experten aufsuchen?
      Ja, das klingt gut.Ich kenne mich im Norden nicht aus, aber du könntest mal googeln, ob es dort ein Kompetenzzentrum für Autismus gibt (heißen auch Autismustherapiezentren oder ähnlich). Eine andere Möglichkeit wäre eine Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die kennen sich meistens ganz gut aus.

      Dass man beim ADOS unter dem Cut-off bleibt, kann schon mal vorkommen, aber gänzlich unauffällig wäre schon seltsam. Doch man weiß jetzt nicht, ob der Test auch richtig durchgeführt und beurteilt wurde. Das kann eigentlich auch nur ein Experte.
      Hier in Hamburg gibt es eigentlich haufenweise Spezialisten. Aber meine Eltern würden das nicht nachvollziehen können, wenn ich plötzlich wieder mit dem Thema ankommen würde. Sie haben gewissermaßen "Angst", dass ich Autist bin, glaube ich.
      In dem Test hatte ich einen einzigen Bereich, in dem ich ein winziges bisschen auffällig war: stereotypes Verhalten. Ich habe die Stifte im Test nach Farben sortiert... :d :d :d :d

      MangoMambo wrote:

      google.com/url?sa=t&source=web…Vaw0TZ8I-FpJWgza-8IIGCKZg

      Das ist ein Link zu Adressen von Autismus Deutschland die Regionalzentren können teilweise Diagnostiker empfehlen vielleicht wäre das eine Anlaufstelle?


      Hattest du die Auffälligkeiten schon vor dem 4. Lebensjahr?
      Welche Diagnose begründet jetzt die Therapie, die du bekommen sollst?
      Danke für den Link, gucke ihn mir gleich mal an.

      Vor dem 4. Lebensjahr? Weiß ich jetzt nicht sooo genau, aber ich war auf jeden Fall schon früh relativ zurückgezogen.
      In meinem Kindergarten waren aber auch nur acht Kinder, ich war nicht in so einer Riesengruppe. Ich erinnere mich noch an ein paar seltsame Situationen... Einmal bin ich verloren gegangen, weil ich dachte dass wir (wie immer) zum Spielplatz gehen. Aber die anderen sind irgendwo anders hingegangen. Ich habe ewig gebraucht, um überhaupt zu merken dass ich alleine bin :d :d :d :d . Dann klettere ich erst mal ohne jegliche Sorgen auf irgendwelche Baumstämmen rum, bis mir in den Sinn kommt das die anderen mich suchen könnten :d :d :d .

      Meine Mutter erzählt oft diese Geschichte: Ich saß (alleine) im Sandkasten, und meine Mutter wollte nach Hause gehen.
      Sie hat mich angesprochen, aber ich habe kein bisschen reagiert. Sie hätte weggehen können ohne dass ich etwas bemerkt hätte... Gut dass sie das nicht gemacht hat :d . Bzw. doch, sie ist weggegangen. Später kam sie wieder und ich saß immer noch so dort.
      An diese Situation kann ich mich, im Gegensatz zu der zuvor geschilderten, nicht mehr erinnern.

      Sonst habe ich früher auch sehr sehr sehr doll Nägel gekaut. Das fing mit Sicherheit an bevor ich 4 war.
      Ich habe so doll gekaut, dass ich deshalb mehrmals Verbände an den Fingern hatte. Die Finger waren total entzündet.
      Eigentlich hat das ja wehgetan, aber ich habe trotzdem weitergemacht bis ich etwa 9 war.


      Sonst fiel das Meiste aber erst in der Grundschule auf. Ich habe oft so einen Drang zum Weglaufen. In der Grundschule bin ich mal aus dem Unterricht abgehauen.
      Meinen Lehrern fiel auch auf, dass dieses "soziale Lächeln" fehlt.
      Zu Lächeln war sogar eins meiner Lernziele.
      Das sind solche Ziele, die man möglichst innerhalb eines Schulhalbjahres erreichen soll.
      Eins meiner anderen Ziele war es, "Türchen" in meine "Mauer" zu bauen und aus meinem "Schneckenhaus" zu kommen.
      Bedeutung: Ich soll offener auf meine Klassenkameraden zugehen und nicht immer so verschlossen sein/ alleine sein wollen.

      Hat nicht so richtig geklappt... Ich hatte zwar eine Freundin, aber die ist dann weggezogen.

      Und noch ein Ziel: ich soll mich mehr um die Probleme meiner Klassenkameraden kümmern. Am Klassenrat war ich ziemlich unbeteiligt.

      Und dann ist da auch noch meine radikal ehrliche Art. Das ich immer sehr direkt bin, hat mich schon so manches Mal in Schwierigkeiten gebracht.


      Zu der Therapie, die ich machen soll:
      Es gibt nicht so wirklich eine feststehende Diagnose. Weiß auch nicht genau wieso ich das machen soll.
      Eine Psychologin bei der ich jetzt nicht mehr bin hat gesagt, das würde meine Lebensqualität erhöhen :lol: :lol: :m(: .
      Ich brauche auch oft sehr lange, um Vertrauen aufbauen zu können. Vielleicht sollte ich irgendwo hingehen wo es einen Therapiehund oder so gibt. Vielleicht würde so etwas mich zum Reden bringen. Von alleine Rede ich in den Stunden höchstens drei Sätze.
    • kastenfrosch wrote:

      Fionny_04 wrote:

      Ich soll jetzt eine Therapie bei einer Psychologin machen, die ich absolut nicht leiden kann...
      Das wichtigste bei jeder therapie ist, dass man den therapeuten leiden kann. wenn "die chemie" nicht stimmt, dann bringt dir der beste fachmann kaum was. deswegen solltest du das unbedingt ansprechen. egal um was es in der therapie letztendlich gehen wird.
      danke für den tipp, werde mich noch Mal an meine Eltern wenden. Ich dachte eigentlich ich hätte schon klar genug ausgedrückt dass ich diese Therapeutin nicht mag...


      Chemie ist mein Lieblingsfach :d
    • FruchtigBunt wrote:

      Fionny_04 wrote:

      PPPS. DANKE an alle die bis hier gelesen haben! Ihr seid die coolsten!
      Cool. Endlich mal jemand, der Autisten mag. :fun:
      :lol: :lol: :lol: Ja! Ihr seid total nett hier! Hatte vorher ein bisschen Sorgen wie auf meinen Beitrag reagiert wird.

      Übrigens finde ich diese Beschreibungen unter den Smileys sehr praktisch. So etwas sollte es auch für WhatsApp geben, oder? :d
    • Überspring doch die Diagnose und mach direkt eine Autobiografie. Hahaha Ich habe an einigen Stellen gelacht bei deinem Beitrag, du schreibst sehr amüsant. Also natürlich Dinge, die eigentlich gar nicht so lustig sind, aber da ich sie auch von mir kenne und mich hinein versetzen kann ist es dann lustig. Wobei das mit dem winken beim Kinderarzt schon sehr absurd ist, aber ich kanns mir trotzdem vorstellen wie das war. Erinnert mich auch ein bisschen an diesen Comic Schattenspringer wo viele Situation aus dem Alltag dargestellt werden Ach ja da wären wir ja schon wieder beim Diagnosekriterium, den sehr eigenen Humor.


      Ich kann direkt auch eine Anekdote vom heutigen Tag bieten, da habe ich auch wieder gedacht, wie einfach man doch in Missverständnisse gerät. Also natürlich auch nicht Nichtautisten, aber eben vermehrt dann, wenn man ganz andere Dinge im Fokus hat. Ich war heute bei einer Sachbearbeiterin in einer Behörde in einem Gespräch. Dann kam irgendwann noch eine andere Person dazu. Meine Hauptsorge in diesem Moment war, herauszufinden, ob sie sich nun auch setzt und wenn ja wohin. Ich mochte mich darauf einstellen und gegebenenfalls auch Platz machen da ich meine ganzen Sachen auf dem Tisch ausgebreitet hatte. Sie deutete aber meine Unruhe so, dass ich nicht wisse wer sie ist und sie stellte sich dann mehrfach vor und erklärte ihre Position. Ich war irritiert,da ich das ja alles schon wusste und murmelte dann bloß irgendwas in mich hinein, da ich es zu anstrengend fand,das jetzt auf zu klären. Sie hat sich dann gesetzt und damit war ich erleichtert. XD Puuuh! Das war nun ganz schön anstrengend das zu schreiben, denn meine Tastatur hat sich auf einmal auf Englisch umgestellt und ich habe diktiert und folgenden Text geschrieben den ich jetzt einfach hier stehen lasse. Also ich habe Deutsch diktiert und die Spracherkennung dachte ich spreche englisch. Wahrscheinlich bin ich einfach zu müde für Foren Beiträge.

      Man I hope so I gave her, I asked for a position at Sims at Sun Valley Arvo, to match me and Michael Feinstein, and also the holidays Mr. to meet Oscar played at McMahons often often his pump when do you have a minute on the height is like a toy to toys are us is not the father stayed in the suite a hold :lol: :fun:

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    • Hallo Fionny,
      habe gerade deinen Text gelesen...Hört sich doch ziemlich nach AS an... und erinnert mich ein wenig so an meine Kindheit/Jugend.
      Meine Diagnose kam aber viel, viel später, obwohl zwischenzeitlich mich sogar Psychologen und viel "Krankenhauspersonal" unter die Lupe genommen haben.
      Ich selbst habe drei Töchter, von denen die eine mit 100%iger Sicherheit auch AS hat.
      Aber sollten wir dies offiziell abklären... ??? Ich bin mir nicht so sicher, ob es für ihre Zukunft positive Auswirkungen hätte...denke eher nicht.
      Wie in unserer Gesellschaft wirklich mit Menschen, die AS haben umgegangen wird, erlebe ich leider jeden Tag aufs neue.
      ...aber er war nun einmal da! Asperger-Diagnose F84.5 (diagnostiziert Uni-Klinik Köln)
    • Von besagter Praxis habe ich noch nie was gehört. Aber es gibt in Hamburg noch andere Diagnosemöglichkeiten also versuch es besser woanders. Bei der Suche / Kontaktaufnahme unbedingt dein Alter angeben, da das Einfluss auf die Zuständigkeiten hat.

      Dass Autisten nicht weinen, ist vollkommener Unsinn und wer das denkt hat Autismus komplett missverstanden und sollte es nicht diagnostizieren bzw. Diagnostik in dem Bereich durchführen dürfen. Bei Bedarf kann ich das gerne noch näher erläutern aber du kannst es mir auch einfach so glauben.

      Man könnte versuchen durch eine Kombination diverser verschiedener Diagnosen dein komplexes, vielfältiges, autistisches Symptombild quasi "nachzubauen" aber bekäme ohne "Autismus" schwerlich alle Symptome abgedeckt. Selbst durch eine Kombination mehrerer Diagnosen nicht. Und von den derzeit in Deutschland gebräuchlichen offiziellen Einzeldiagnosen ist keine dabei, die es alleine für sich überwiegend abdeckt.

      Also statt zuzulassen, dass man dir irgendwelche Verlegenheitsdiagnosen andichtet, such dir lieber nen richtigen Fachmann / Autismusexperten!
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • @Mr. Correctly
      Ich erinnere mich noch an dich. Du hattest mal vor langer Zeit in meinen Vorstellungsthread reingeschrieben, da war deine Diagnose noch ziemlich "frisch". Ich wurde ein Jahr später, im November 2015, diagnostiziert. Hast du noch Kontakt zur Uniklinik Köln? Möglicherweise sind wir uns dort schon mal begegnet ohne es zu wissen.
    • Mr. Correctly wrote:

      Ich selbst habe drei Töchter, von denen die eine mit 100%iger Sicherheit auch AS hat.
      Aber sollten wir dies offiziell abklären... ??? Ich bin mir nicht so sicher, ob es für ihre Zukunft positive Auswirkungen hätte...denke eher nicht.
      Wie in unserer Gesellschaft wirklich mit Menschen, die AS haben umgegangen wird, erlebe ich leider jeden Tag aufs neue.
      Hat denn deine Tochter durch ihre Andersartigkeit erhebliche Einschränkungen im Alltag oder leidet unter ihren Symptomen? Wenn ja, dann ist eine diagnostische Abklärung meiner Meinung nach durchaus sinnvoll. Die Erfahrungen, die man aufgrund der autistischen Eigenschaften mit der Gesellschaft macht, bestehen ja bereits vor der Diagnose.
    • Übrigens: wenn du 5 Jahre alt wärst, würde mich ein unauffälliges Ergebnis im ADOS-Test schon stutzig machen. Aber bei einem 15-Jährigen hat das keine Aussagekraft. Da darf man sich nicht so sehr auf den ADOS stützen, da in dem Alter schon viel kompensiert werden kann. Das kann der ADOS nicht unbedingt hinreichebd berücksichtigen. Und subtilere Anzeichen kann ein schlechter Diagnostiker beim ADOS durchaus übersehen.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Fionny_04 wrote:

      ...ich verstehe immer noch nicht was die fliegenden Frösche dort sollten...
      das mit den liegenden Fröschen habe ich auch nicht verstanden und es quält mich immer noch, nicht zu wissen, um was es da eigentlich ging.
      Bei Amazon steht in den Rezessionen des Buches irgendwas von Schweinen am Ende und den meisten geht es da wohl auf, aber was?!?
    • Fionny_04 wrote:

      Beispiel: meine wenigen Freunde sagen mir immer, dass ich kaum Einfühlungsvermögen habe.
      Ich empfinde das eigentlich nicht so, aber ich habe offensichtliche Schwierigkeiten mit Gefühlen, auch mit meinen eigenen.
      -Augenkontakt halte ich so gut wie nie, dadurch kam es schon zu seltsamen Situationen:
      Mein Kinderarzt winkt mir immer zu, weil ich ihn nicht anschaue. So versucht er festzustellen ob ich zuhöre.
      Als ich noch nicht wusste, warum er winkt, bin ich schon mal aufgestanden und wollte gehen (weil er ja gewunken hat)...

      Fionny_04 wrote:

      -Kommunikationsprobleme
      Beispiel: ich deute den Tonfall von anderen meistens falsch und verstehe Ironie etc. sehr oft nicht.
      Was sagen denn deine Eltern dazu, sehen die das auch so?

      Fionny_04 wrote:

      - Rituale (mit 9 oder 10 hatte ich eine Phase, da war das besonders schlecht... Ich habe jeden Abend geweint wenn ich um halb neun noch nicht geschlafen habe...
      mittlerweile habe ich mich so gut wie es geht damit abgefunden dass man nicht alles planen kann und dass man Sachen nicht immer genau gleich machen kann; dennoch sind mir feste Zeiten u. ä. sehr wichtig)
      Dieses stereotype Verhalten hat bei mir das ganze Leben durchdrungen, in dem Alter habe ich angefangen, es selbst zu merken. Das war schon stark zwangartig und erstreckte sich bis auf bestimmte Bewegungen (zb Blinzeln in bestimmten Mustern, Gegenstände berühren/beklopfen), ich war dauernd in irgendwelchen Zwängen gefangen, also den ganzen Tag, nicht nur bei einzelnen Gelegenheiten. Mit dem Schlafen hatte ich aber auch wie du Probleme, ich hatte Angst davor einzuschlafen (deswegen auch vor dem schlafengehen endlose Rituale mit meinen Kuscheltieren), und ich ging nie nachmittags schlafen, selbst wenn ich Fieber hatte, das fühlte sich falsch an und ging für mich gar nicht.

      Fionny_04 wrote:

      -"soziales Lächeln" fehlt(e). Ich habe mir das jetzt so angeeignet, grinsend durch die Gegend zu laufen.
      Woher weißt du, dass das fehlte? Hat man dir das gesagt?
      Mir hat man zb immer wieder gesagt ich solle die Leute anschauen und lächeln, weil ich das von mir aus nicht machte. Auch an meinem Tonfall wie ich spreche hat meine Mutter sehr oft kritisiert, ich verstand aber nie warum, in meinem empfinden sprach ich normal.

      Gab es starke Schwierigkeiten im Kindergarten, Schule, bei Geburtstagen, hattest du Freunde, wie hast du dich in fremden Situationen verhalten? Ich hatte zb dauernd Bauchschmerzen in Kindergarten und Schule, das wurde auch untersucht, man fand aber nichts. Ich habe außerhalb von zuhause kaum gesprochen, hielt mich abseits, und brach in Tränen aus in fremden Situationen/Orten/bei fremden Leuten.

      Meine Eltern hielten mich für viel normaler, als Außenstehende das taten; ich weiß also schon dass sowas vorkommt, aber es ist eben so dass ich doch überall als besonders galt, es fiel auf. Ist halt die Frage wie du dich allgemein verhalten hast, hielt man dich in Kindergarten und Schule für "normal"?

      Was sagen denn deine Eltern zu dem Ergebnis?

      Und ja es kann durchaus sein, dass der ADOS nicht richtig durchgeführt wird. War das alles was gemacht wurde, oder gab es auch eine Befragung deiner Eltern?