"Sonderstrukturen haben sich wieder durchgesetzt"

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    • Also in Italien ist auch nicht alles super...

      google.com/amp/s/amp.tagesspie…s-vorstellen/7699916.html

      Ob es wirklich so gut ist, alle Kinder zusammenzustecken, ist durchaus fraglich. Für einige Kinder wäre ein angepasstes Lernumfeld sicher passender. Und was hilft es mir, mit nichtbehinderten Kindern zwar in einem Klassenzimmer zu sitzen, am Ende aber trotzdem ohne Abschluss dazustehen?

      Auf einer Förderschule sind Mittel- und Realschulabschluss möglich- und danach kann man immer noch weitersehen...

      Jedes Kind sollte auf die Schule gehen dürfen, die seinen Intellektuellen Fähigkeiten entspricht- wenn nötig mit Schulbegleiter und Nachteilsausgleich, aber für manche Kinder ist vielleicht eine Förderschule mit Kleinstklassen die bessere Wahl.

      Als Mutter wünsche ich mir nicht Inklusion um jeden Preis, sondern echte Wahlfreiheit.

      Auch gesunde Kinder brauchen nicht alle Abitur oder Studium um einen Beruf zu finden, der sie glücklich macht...
      Es ist nicht Dein Job mich zu mögen - sondern meiner...
    • Ellewoods2017 wrote:

      Jedes Kind sollte auf die Schule gehen dürfen, die seinen Intellektuellen Fähigkeiten entspricht- wenn nötig mit Schulbegleiter und Nachteilsausgleich, aber für manche Kinder ist vielleicht eine Förderschule mit Kleinstklassen die bessere Wahl.

      Als Mutter wünsche ich mir nicht Inklusion um jeden Preis, sondern echte Wahlfreiheit.
      So sehe ich das auch.
      In "Der Junge, der zu viel fühlte", ist es so ausgedrückt (bezogen auf Israel, wo 8 von 10 behinderten Kindern Regelschulen besuchen):

      Lorenz Wagner: Der Junge der zu viel fühlte wrote:

      Und glücklich eine Gesellschaft, die beides zur Auswahl hat: die normale Schule - auch für Behinderte - als Regel, die Sonderschule als notwendige Ausnahme.
    • Ich hatte inkludierte blinde Schüler und Rollstuhlfahrer - das war auch kein Problem.
      Aber verhaltensauffällige- aggressive und geistig behinderte Schüler , das ist in einer Regelklasse, in der ja auch der Schulstoff durchgenommen werden soll ,schwierig.
      Im italuenischen Beispiel ging es um Körperbehinderte.
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:
    • Rhianonn wrote:

      aber es sind natürlich Leute, die vorwiegend ihre Fächer und weniger Pädagogik studiert haben.
      Wenn dem so wäre, wären die aber fachlich weitaus besser. Lehramtsstudenten, soweit ich das beurtelen kann, haben meist nicht ansatzweise so viel Inhalt mitbekommen, wie die, die ein Fach richtig studieren. Vorwiegend klingt wie 90% oder so, aber das ist nicht der Fall. Im Endeffekt machen die halt von allem ein bisschen.
    • Zodd wrote:

      Wenn dem so wäre, wären die aber fachlich weitaus besser. Lehramtsstudenten, soweit ich das beurtelen kann, haben meist nicht ansatzweise so viel Inhalt mitbekommen, wie die, die ein Fach richtig studieren. Vorwiegend klingt wie 90% oder so, aber das ist nicht der Fall. Im Endeffekt machen die halt von allem ein bisschen.
      Ja, das stimmt.
      Aber es gibt auch Leute, die ein Fach studieren , dann merken, man kann nichts damit anfangen und dann machen sie Lehramt an Gymnasien.
      So war die Lateinlehrerin meiner Tochter: Eine Alt- Philologin , die Schüler verabscheute. Nur - wo sonst kannman mit Latein und Altgriechisch arbeiten ?
      Das so jemand dann auch nicht pro- Inklusion ist , ist eigentlich klar.
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:
    • Marty123 wrote:

      shnoing wrote:

      ich meinte schon, dass man mit drei Lehrpersonen 3 Gruppen à 8 macht, und nicht eine Gruppe mit 3 auf 24.
      I-Helfer dürfen keine pädagogischen Aufgaben des Lehrers übernehmen, sondern ausschließlich Anleitung, Pflege, Strukturierung für das jeweilige Kind. ...
      ja, und nun kann man ausrechnen, dass 2,7 Millionen statt 900.000 Lehrern doch ganz schön ins Geld gehen.
      Wenn aber (einzelne?) Kinder (darunter mein Sohn) so kleine Lerngruppen brauchen, darf man ihnen diese verweigern, nur weil man sie nicht für alle finanzieren kann?
      "Sonderstrukturen" war ja unser Threadtitel.
    • shnoing wrote:

      ja, und nun kann man ausrechnen, dass 2,7 Millionen statt 900.000 Lehrern doch ganz schön ins Geld gehen.
      Wenn aber (einzelne?) Kinder (darunter mein Sohn) so kleine Lerngruppen brauchen, darf man ihnen diese verweigern, nur weil man sie nicht für alle finanzieren kann?
      "Sonderstrukturen" war ja unser Threadtitel.
      Das lässt sich mit offenen Unterrichtsformen und seperaten Fachräumen sehr gut regeln. Das gibt es ja zum Teil auch schon recht lange. Es gäbe genug finanzielle Ressourcen, wenn wirklich die "Sonderschulen" auf ein absolutes Minimum reduziert werden.
    • Rhianonn wrote:

      Zodd wrote:

      Wenn dem so wäre, wären die aber fachlich weitaus besser. Lehramtsstudenten, soweit ich das beurtelen kann, haben meist nicht ansatzweise so viel Inhalt mitbekommen, wie die, die ein Fach richtig studieren. Vorwiegend klingt wie 90% oder so, aber das ist nicht der Fall. Im Endeffekt machen die halt von allem ein bisschen.
      Ja, das stimmt.Aber es gibt auch Leute, die ein Fach studieren , dann merken, man kann nichts damit anfangen und dann machen sie Lehramt an Gymnasien.
      Nein, das stimmt nicht. Ich habe meine beiden Fächer auf Staatsexamen studiert. Hätte ich sie auf Magister (Diplom) studiert, wären einige inhaltliche Akzente anders gesetzt gewesen, aber am inhaltlichen Umfang hatte sich nichts geändert.

      Und Geschichten über unpädagogische Gymnasiallehrer kenn jch zur Genüge, die Vorurteile funktionieren halt auch anders herum.
      Bloß ist so keinem gedient...
      Es gibt so viele Menschen, die darauf brennen zu sprechen. All dieses Gerede ist der Welt kaum von Nutzen. (Mahatma Gandhi, Mein Leben)
    • FrankMatz wrote:

      Nein, das stimmt nicht. Ich habe meine beiden Fächer auf Staatsexamen studiert. Hätte ich sie auf Magister (Diplom) studiert, wären einige inhaltliche Akzente anders gesetzt gewesen, aber am inhaltlichen Umfang hatte sich nichts geändert.
      Ich kann nur von den Fächern sprechen die mir bekannt sind (hab ich ja auch gesagt) und da ist es definitiv so, also beispielsweise Mathematik. Da sind Lehrämtler nicht ansatzweise inhaltlich auf dem Level der Mathematiker. Wie soll das auch gehen, Lehrämtler haben meist zwe Fächer und dazu noch Pädagogik und die Mathematiker machen hauptsächlich Mathe und ken zweites Fach. Keine Ahnung welches Fach du kennst und wie es da ist.
    • Zodd wrote:

      Ich kann nur von den Fächern sprechen die mir bekannt sind (hab ich ja auch gesagt) und da ist es definitiv so, also beispielsweise Mathematik. Da sind Lehrämtler nicht ansatzweise inhaltlich auf dem Level der Mathematiker. Wie soll das auch gehen, Lehrämtler haben meist zwe Fächer und dazu noch Pädagogik und die Mathematiker machen hauptsächlich Mathe und ken zweites Fach. Keine Ahnung welches Fach du kennst und wie es da ist.
      Das kann ich auch bestätigen, da ich ebenfalls Mathe auf Lehramt studiert habe, zwar nur Grundschule, aber auch mit Veranstaltungen aus damals noch Sek. 1 und 2. Das Niveau war keinesfalls so hoch wie damals bei den Diplom-Mathematikern.
      Lehramt war und ist auch immer viel Pädagogik, wenn auch im Gymnasialbereich vielleicht am wenigsten.
    • Marty123 wrote:

      Es gäbe genug finanzielle Ressourcen, wenn wirklich die "Sonderschulen" auf ein absolutes Minimum reduziert werden.
      Nein, gäbe es nicht. Hab ich doch oben vorgerechnet.
      Die "Sonderschulen" sind schon unter dem Minimum; dort sind fast nur noch Mehrfachbehinderte (Körper + L, usw.), weil Schüler mit "nur" einer Behinderung besser inkludierbar sind.
      Das ist jetzt mal meine Erfahrung als Mitglied der Schulkonferenz einer KB-Schule.

      ETA: aus der wir vor 5 Jahren raus sind.
    • shnoing wrote:

      Die "Sonderschulen" sind schon unter dem Minimum; dort sind fast nur noch Mehrfachbehinderte (Körper + L, usw.), weil Schüler mit "nur" einer Behinderung besser inkludierbar sind.
      Das ist jetzt mal meine Erfahrung als Mitglied der Schulkonferenz einer KB-Schule.
      Das kann so nicht stimmen, der Artikel aus kobinet sagt ja auch etwas anderes. Dort sind an der Förderschule ja sogar mehr Schüler als 2009!
      Aber die Förderschulen selber sagen natürlich immer es ist nicht finanzierbar, weil sie sich ja erhalten wollen.
      Wenn wirklich alle Kinder wohnortnah unterrichtet würden, könnte man auch Unmengen an Fahrtkosten einsparen. Aber die "Nichtfinanzierbarkeit" ist eine Endlosdiskussion, die immer wieder angeführt wird und wahrscheinlich so lange vorgeschoben wird bis wirklich jeder Förderschullehrer ein festes Jobangebot hat.
    • Zodd wrote:

      Ich kann nur von den Fächern sprechen die mir bekannt sind (hab ich ja auch gesagt) und da ist es definitiv so, also beispielsweise Mathematik. Da sind Lehrämtler nicht ansatzweise inhaltlich auf dem Level der Mathematiker. Wie soll das auch gehen, Lehrämtler haben meist zwe Fächer und dazu noch Pädagogik und die Mathematiker machen hauptsächlich Mathe und ken zweites Fach. Keine Ahnung welches Fach du kennst und wie es da ist.
      Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Latein, Altgriechisch, Geschichte, Politik, ... Naturwissenschaftliche Fächer plus Mathe kann man allein auf Diplom, heute: Bachelor und Master, studieren, bei den meisten anderen Fächern, die auch in der Schule möglich sind, braucht man ein zweites Fach, und zwar egal, ob man sie "auf Lehramt" oder oder auf einen anderen Abschluss hin studiert. Man kann nicht allein Englisch (Anglistik) studieren. Von daher variieren zwar die Inhalte je nach angestrebten Abschluss, nicht aber der Umfang. Richtig, bei Mathe ist das anders.
      Es gibt so viele Menschen, die darauf brennen zu sprechen. All dieses Gerede ist der Welt kaum von Nutzen. (Mahatma Gandhi, Mein Leben)