Arbeitsleben - Wie geht ihr bei Krankmeldung vor?

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    • Arbeitsleben - Wie geht ihr bei Krankmeldung vor?

      Guten Morgen!

      Ich würde von euch gerne mal wissen, wie ihr als Angestellte oder Arbeitgeber mit Krankmeldungen umgeht.
      Es ist ja meist so, dass man erst ab dem 3. Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung braucht und diese dem Arbeitgeber vorlegen muss. Ausnahmen sind meist vor oder nach dem Wochenende, Urlaub etc.
      Ansonsten meldet man sich meist telefonisch oder per e-mail krank und sagt Bescheid, wann man gedenkt wieder zu kommen.

      Nun ist es so, dass mich meine Arbeit zum Teil echt überfordert. Ich muss entweder ins Krankenhaus oder zur Schule. Meine Arbeit im Krankenhaus ist zwar sehr anstrengend, aber ich schaffe es ganz gut zu kompensieren und bin da nur krank, wenn ich wirklich etwas habe. Aber die Schule.... :nerved:
      Ich schaffe es einfach nicht rechtzeitig aufzustehen. Ich liege morgens meist 1 Stunde mit klingelndem Wecker im Bett, komme nicht hoch, bin total müde, komme regelmäßig zu spät zur Schule, habe dann meist nichts zu Essen dabei und bin dann vom Unterricht genervt.
      Ich weiß, dass ich diese Probleme habe, weil es einen Bereich betrifft, der mich nicht interessiert.
      Nun ist es aber so, dass ich mich unfreiwillig vor 1 Person durch ein Schreiben outen musste. Und diese Person fragt nun, wenn ich mich krankmelde, folgendes: Ich habe gehört, sie waren gestern auch schon nicht da. Können Sie das erklären....

      Diese Frage setzt mich total unter Druck, weil ich nicht weiß, warum sie gestellt wurde. Mein AG weiß genau, dass die Frage des "Warum sind sie krank" nicht gestellt werden darf. Ich habe vor der Krankmeldung den halben Tag gefehlt, weil ich nicht mehr konnte. Ich habe damit aber nur 1 1/2 Tage gefehlt und verstehe nun nicht, ob man besorgt ist, was los wäre, weil man nun auch meine Diagnose kennt oder ob es eher in die Richtung geht, dass ich mich nicht krankmelden soll, wenn ich nicht "wirklich krank" bin.

      Mich verunsichert das total und ich weiß nicht wie ich darauf reagieren soll x( :?
    • Wenn du einfach ab dem 1. Tag eine ärztliche Bescheinigung bringst musst du nichts erklären. Dann hat das schließlich der Arzt so entschieden.
      Ich hatte bisher nur Jobs bei denen die Krankmeldung zwar zum 3. Tag dort sein musste aber immer ab 1. Tag ausgestellt sein muss.

      Allerdings glaube ich kaum, dass ein Arzt deine beschriebene Vermeidungstaktik unterstützen würde.
      So wie du es beschreibst kommt es halt beim Gegenüber eher wie "kein Bock" an. Wenn die Schule das auch so denkt ist deren Reaktion irgendwie logisch (sie denken du schwänzt einfach).
    • Pummelchen wrote:

      Ich habe gehört, sie waren gestern auch schon nicht da. Können Sie das erklären....
      Ich würde auf diese Frage ganz einfach sagen: Mir ging es gestern schon nicht gut, deshalb bin ich früher gegangen / später gekommen (oder was auch immer), und heute bin ich jetzt richtig krank / jetzt hat es mich richtig erwischt. Das reicht völlig aus.

      Du musst nicht sagen, was du hast, und es kann dich niemand dazu zwingen. Es reicht völlig aus, wenn du sagst, dass du krank bist.

      Sollte die betreffende Person Genaueres wissen wollen, kannst du auch eine ausweichende Antwort geben, etwa:

      Irgendwas muss mich erwischt haben, auf der Arbeit sind auch einige erkältet
      Es geht mir nicht gut, vielleicht ist das der Wetterwechsel (-> Kreislaufprobleme!)
      Ich fühle mich gar nicht wohl, vielleicht was Falsches gegessen
      Es ging mir schon die ganze Nacht nicht gut, ich bleibe heute lieber zu Hause (... das geht allerdings nur, wenn du nicht am Tag vorher schon krank warst...)

      .... oder irgendetwas in der Art. Damit deutest du eine Erkrankung an, ohne eine konkrete Aussage getroffen zu haben.

      Nur weil sie deine Diagnose kennen, heißt das ja noch lange nicht, dass du nicht auch mal einfach Kopfweh haben oder erkältet sein darfst.

      Und was Polarlicht schreibt, ist korrekt, man muss die Krankschreibung erst nach dem 3. Tag vorlegen, sie muss aber ab dem 1. Tag ausgestellt sein. (Ärzte stellen Krankmeldungen auch bis zu 1-2 Tage rückwirkend aus.)
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    • Polarlicht wrote:

      1. Ich hatte bisher nur Jobs bei denen die Krankmeldung zwar zum 3. Tag dort sein musste aber immer ab 1. Tag ausgestellt sein muss.


      2.Allerdings glaube ich kaum, dass ein Arzt deine beschriebene Vermeidungstaktik unterstützen würde.
      1. Das ist die andere Variante und hat mir meiner nichts zu tun. Ich muss erst ab dem 3. Krankheitstag zum Arzt.

      2. Mein Arzt unterstützt meine Bitte nach Krankschreibung. Weil es nichts mit Vermeidungstaktik zu tun hat, sondern mit purer Erschöpfung des Umfeldes wegen. Würde ich da nicht auf mich hören, wäre ich schnellstens wieder Klinikreif.
    • Bitteleise wrote:

      Und was Polarlicht schreibt, ist korrekt, man muss die Krankschreibung erst nach dem 3. Tag vorlegen, sie muss aber ab dem 1. Tag ausgestellt sein. (Ärzte stellen Krankmeldungen auch bis zu 1-2 Tage rückwirkend aus.)
      Das ist nicht korrekt. Eine Krankmeldung darf nie rückwirkend ausgestellt werden. Damit macht sich der Arzt strafbar.
    • Pummelchen wrote:

      Das ist nicht korrekt. Eine Krankmeldung darf nie rückwirkend ausgestellt werden. Damit macht sich der Arzt strafbar.
      Das ist so nicht richtig:

      § 5 AU-RL Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit wrote:

      Die Arbeitsunfähigkeit soll für eine vor der ersten ärztlichen Inanspruchnahme liegende Zeit grundsätzlich nicht bescheinigt werden. Eine Rückdatierung des Beginns der Arbeitsunfähigkeit auf einen vor dem Behandlungsbeginn liegenden Tag ist ebenso wie eine rückwirkende Bescheinigung über das Fortbestehen der Arbeitsunfähigkeit nur ausnahmsweise und nur nach gewissenhafter Prüfung und in der Regel nur bis zu drei Tagen zulässig. Erscheinen Versicherte entgegen ärztlicher Aufforderung ohne triftigen Grund nicht zum vereinbarten Folgetermin, kann eine rückwirkende Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit versagt werden. In diesem Fall ist von einer erneuten Arbeitsunfähigkeit auszugehen, die durch eine Erstbescheinigung zu attestieren ist. Die Voraussetzung für das Fortbestehen einer lückenlosen Arbeitsunfähigkeit für die Beurteilung eines Anspruchs auf Krankengeld ist, dass die ärztliche Feststellung der weiteren Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit spätestens am nächsten Werktag nach dem zuletzt bescheinigten Ende der Arbeitsunfähigkeit erfolgt; Samstage gelten insoweit nicht als Werktage.
    • Grundsätzlich gilt, dass bis zum dritten Werktag eine AU-Bescheinigung vorgelegt werden muss. Der Arbeitgeber kann jedoch verlangen, dass sie bereits nach einem Tag vorgelegt wird. Eine Alternative ist, diese umgehend zu scannen und als Attachment (pdf) dem Arbeitgeber per Email zu schicken.

      Grundsätzlich bist Du nicht verpflichtet, dem Arbeitgeber Deine Diagnose mitzuteilen.
      Für ein gutes Vertrauensverhältnis ist es oft dann doch oft vorteilhafter, etwas zu sagen. Es muss nicht zwingend der Wahrheit entsprechen.

      Keine halben Sachen machen (RW): Entweder Du bist krank oder nicht und bleibst dann lieber den gesamten Tag zuhause. Dein Arbeitgeber und die Schule benötigen da Sicherheit und Klarheit von Dir. Wann Du „vor hast“ wieder arbeiten zu gehen, könnte einen falschen Eindruck erwecken. Der Arzt entscheidet, bis wann Du krankgeschrieben bist. Übrigens ist es auch möglich, früher wieder arbeiten zu gehen, wenn es Dir auch früher wieder besser geht.

      Wenn Du morgens merkst, dass Du nicht arbeiten gehst, dann solltest Du umgehend, d.h. direkt Deine Arbeit / Schule informieren.

      Je weniger der wichtigsten Fragen Du offen lässt, desto weniger Nachfragen gibt es auch und das ist allemal besser :)
      Stolzer Papa von Autinaut (HFA) :nod: - und einander irgendwie ähnlich... und doch anders...
    • Pummelchen wrote:

      Und diese Person fragt nun, wenn ich mich krankmelde, folgendes: Ich habe gehört, sie waren gestern auch schon nicht da. Können Sie das erklären....
      Für mich klingt das so, als wäre die Info bei der Person so angekommen, als habest du dich nicht ordnungsgemäß krankgemeldet, sondern wärst ohne Krankmeldung einfach weggeblieben.

      Ich würde antworten, dass es dir schon gestern nicht gut ging und du dich deshalb bei Person XY krankgemeldet hättest (implizite Info, dass du dich ordnungsgemäß abgemeldet hast) und um yz Uhr gegangen wärst (implizite Info, dass du gestern den halben Tag da warst, "gestern auch schon nicht da" so also nicht ganz korrekt ist).

      Pummelchen wrote:

      Ich schaffe es einfach nicht rechtzeitig aufzustehen. Ich liege morgens meist 1 Stunde mit klingelndem Wecker im Bett, komme nicht hoch, bin total müde, komme regelmäßig zu spät zur Schule, habe dann meist nichts zu Essen dabei und bin dann vom Unterricht genervt.
      Ich weiß, dass ich diese Probleme habe, weil es einen Bereich betrifft, der mich nicht interessiert.
      Da solltest du auf jeden Fall eine Lösung für dich finden. Zuverlässigkeit ist wichtig im Arbeitsleben (und dazu zählt auch Pünktlichkeit), und auch sich zu Dingen aufraffen zu können, die einen nicht so brennend interessieren. Vielleicht kannst du dir selbst Anreize schaffen: Zum Aufstehen etwa eine kleine Aktivität, auf die du dich freust, in die Morgenroutine einbauen. Abends vorher schon das Essen für den nächsten Tag vorbereiten, die Tasche fertig packen. Beim Unterricht herausfinden, was dich so nervt, dir evt. eigene, persönliche Herausforderungen stellen, falls es daran liegt, dass es dir zu leicht ist.

      The post was edited 1 time, last by Turtle ().

    • wintereule schrieb:Das ist so nicht richtig:

      § 5 AU-RL Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit wrote:

      Eine Rückdatierung des Beginns der Arbeitsunfähigkeit auf einen vor dem Behandlungsbeginn liegenden Tag ist ebenso wie eine rückwirkende Bescheinigung über das Fortbestehen der Arbeitsunfähigkeit nur ausnahmsweise und nur nach gewissenhafter Prüfung und in der Regel nur bis zu drei Tagen zulässig.

      [/quote]Das war mir so tatsächlich anders vom alten Arzt mitgeteilt worden. Aber trotz allem muss es eben ausnahmsweise sein. Fragt sich nur, wie das definiert wird.

      70Quadrillionen wrote:

      1. Grundsätzlich gilt, dass bis zum dritten Werktag eine AU-Bescheinigung vorgelegt werden muss.

      2. Grundsätzlich bist Du nicht verpflichtet, dem Arbeitgeber Deine Diagnose mitzuteilen.
      Für ein gutes Vertrauensverhältnis ist es oft dann doch oft vorteilhafter, etwas zu sagen.

      3. Keine halben Sachen machen (RW): Entweder Du bist krank oder nicht und bleibst dann lieber den gesamten Tag zuhause. Dein Arbeitgeber und die Schule benötigen da Sicherheit und Klarheit von Dir.

      4. Wenn Du morgens merkst, dass Du nicht arbeiten gehst, dann solltest Du umgehend, d.h. direkt Deine Arbeit / Schule informieren.
      1. Habe gerade nochmal nachgesehen. Ich muss ab dem 4. Krankheitstag eine vorlegen.
      2. Ich würde meinem AG nie mitteilen warum ich krank bin. Das hat auch nichts mit Vertrauen zu tun.
      3. Das stimmt. Heute habe ich mich entschieden Zuhause zu bleiben, anstatt nicht ganz dabei zu sein. Wenn ich aber früher gehe, weil ich merke, es geht nichts mehr, dann sollte das eine Ausnahme sein. Und da ich nicht weiß, ab wann es mir wieder gut geht, kann ich auch nur sagen, ob ich morgen wiederkomme oder es nicht weiß, und mich morgen wieder melde. Aber ich gebe so eindeutig Rückmeldung, wann ich mich melde.
      4. Ich habe mich direkt krank gemeldet. Daher kam ja die Rückmeldung. Und auch gestern habe ich mich abgemeldet. Das scheint ja auch weitergegeben worden zu sein, allerdings ohne korrekte Info, dass ich vorher da war. Ich glaube man geht davon aus, dass ich gar nicht da war und mich aber nicht krank gemeldet habe. Das werde ich richtigstellen.

      Turtle wrote:

      1. Für mich klingt das so, als wäre die Info bei der Person so angekommen, als habest du dich nicht ordnungsgemäß krankgemeldet...

      2. Da solltest du auf jeden Fall eine Lösung für dich finden. Zuverlässigkeit ist wichtig im Arbeitsleben (und dazu zählt auch Pünktlichkeit), und auch sich zu Dingen aufraffen zu können, die einen nicht so brennend interessieren.
      1. Siehe Antwort 4 davor
      2. Ich bin zuverlässig. Aber ich bin auch krank und da ist es eben manchmal schwierig. Ich bin der Meinung, dass es besser ist, ein paar Minuten zu spät zur Schule zu kommen, als gar nicht. Oder? Und meine Morgenroutine kann ich nicht anpassen, weil alles mit noch früherem Aufstehen zu tun hätte und ich das noch weniger schaffe. Und da ich zur Zeit auch nicht regelmäßig einkaufen gehe, weil ich das auch nicht schaffe, habe ich nichts zu essen da, was ich mitnehmen könnte. Es liegt also mehr an allg. Erschöpfung. Aber Danke für die Anregungen.

      The post was edited 1 time, last by Pummelchen ().

    • Pummelchen wrote:

      Polarlicht wrote:

      1. Ich hatte bisher nur Jobs bei denen die Krankmeldung zwar zum 3. Tag dort sein musste aber immer ab 1. Tag ausgestellt sein muss.


      2.Allerdings glaube ich kaum, dass ein Arzt deine beschriebene Vermeidungstaktik unterstützen würde.
      1. Das ist die andere Variante und hat mir meiner nichts zu tun. Ich muss erst ab dem 3. Krankheitstag zum Arzt.
      2. Mein Arzt unterstützt meine Bitte nach Krankschreibung. Weil es nichts mit Vermeidungstaktik zu tun hat, sondern mit purer Erschöpfung des Umfeldes wegen. Würde ich da nicht auf mich hören, wäre ich schnellstens wieder Klinikreif.
      Du umgehst mit einer sofortigen Krankschreibung halt das Problem, dass dir "Faulkrank" vorgeworfen werden könnte, einfach weil es ärztlich abgesichert ist. Sprich im Zweifel bereits ab 1. Tag krankschreiben lassen, auch wenn es erst ab 3 Tagen gefordert ist. Ist nervig, kann aber helfen (im Zweifel auch dem Arzt, weil er dann mehr mitbekommt und auch die Häufigkeit besser einschätzen kann).
      Allerdings wird dich der Arzt auch nicht dauerhaft von der Schule freistellen können oder Unpünktlichkeit entschuldigen können (da würde ich drauf achten, entweder pünktlich da oder pünktlich krank melden, einfach nur zu spät kommen sieht sehr blöd aus und kann ggf in irgendwelchen Zeugnissen landen, was dir dann vieles verbauen kann).

      Ich weiß nicht wie es bei der Schule ist, im Studium "darf" man komplett wiederholen, wenn man zu häufig gefehlt hat bei Sachen mit Anwesenheitspflicht. Das wäre für dich dann wohl mit das Schlimmste was passieren könnte, da es sich dadurch nur noch mehr verlängert. Das solltest du ggf auch abklären.

      Wir hatten zu Abizeiten mal so einen krassen Fall. Ein Mitschüler war dauernd mit Kopfschmerzen krank, kam oft zu spät, charaktermäßig halt eher Kategorie ach ich schwänz mal. Irgendwann hatte er Attestpflicht, weil es einfach zu oft war. Als es dem Arzt zu blöd wurde, da er nun dauernd dort war und er ihn dann doch mal ins MRT schickte fand man einen Hirntumor mit dem Hinweis entweder die Chemo funktioniert oder er hat noch ein halbes Jahr (er hat überlebt). Bis das dann bekannt wurde sah es halt wirklich wie einfach nur zu faul und Ausreden aus - gerade dauerndes zu spät kommen lässt halt schnell an mangelnde Disziplin statt an andere Probleme denken.
    • Pummelchen wrote:

      Das war mir so tatsächlich anders vom alten Arzt mitgeteilt worden. Aber trotz allem muss es eben ausnahmsweise sein. Fragt sich nur, wie das definiert wird.
      Ich kenne das nur so, dass ich bei einer Krankschreibung dem Arzt sage "ich habe das seit gestern / vorgestern" oder der Arzt mich direkt fragt, seit wann ich krank bin, und die Krankmeldung wird dann, ohne jede weitere Prüfung oder sonstigen Aufwand, entsprechend ausgestellt.

      Ich mache das häufig so, dass ich bei einer Bagatellerkrankung (Erkältung, Magenverstimmung...) erst mal 1-2 Tage einfach zu Hause bleibe und abwarte, ob es schnell vorbeigeht, und erst dann gehe ich zum Arzt. War bisher nie ein Problem, bei verschiedenen Ärzten.
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      The post was edited 1 time, last by Bitteleise ().

    • MangoMambo wrote:

      Ich würde fragen, wie das gemeint ist. Und dazu sagen, dass du weißt, dass das unzulässig ist.Außerdem würde eine Krankschreibung ab dem 1. Tag evtl. Vorwürfen vorbeugen.
      Ich habe nun ohne Wertung einfach mitgeteilt, dass ich einen halben Tag und heute fehle und dann wieder komme. Man hat sich bedankt. Ich bin jetzt auch nicht häufiger krank als der Durchschnitt. Ich habe in 2 1/2 Jahren knapp 30 Tage angesammelt.

      Bitteleise wrote:

      Ich kenne das nur so, dass ich bei einer Krankschreibung dem Arzt sage "ich habe das seit gestern / vorgestern" oder der Arzt mich direkt fragt, seit wann ich krank bin, und die Krankmeldung wird dann, ohne jede weitere Prüfung oder sonstigen Aufwand, entsprechend ausgestellt.War bisher nie ein Problem, bei verschiedenen Ärzten.
      Da hast du wirklich Glück gehabt.
    • Ich bin zwar nicht mehr im Arbeitsleben im Moment, aber ich bin da immer wie folgt vorgegangen: Zunächst habe ich mich telefonisch krank gemeldet und gesagt, dass ich die Krankmeldung per Post schicke.
      Da gab es auch nie Probleme. Bei einer Verlängerung habe ich dann einfach die Krankmeldung wieder per Post zu meinem Arbeitgeber geschickt.

      Es ist auch unterschiedlich, manche Arbeitgeber wollen schon ab dem ersten Tag eine AU andere erst ab dem dritten Tag.
    • Wir haben da inzwischen ganz klare Vorgaben, wie wir vorzugehen haben.

      1. Chefin anrufen
      2. Info in die Whats App Krankmeldungsgruppe, damit die Kolleginnen da wo möglich vertreten können.
      3. Zum Arzt gehen
      4. AU zuschicken, falls das mal länger dauert, Foto von der AU an die Chefin.

      Früher mussten wir ab dem dritten Tag zum Arzt, aber da sich die Krankheitsfälle gehäuft hatten, hat die Chefin angeordnet, dass wir ab dem 1. Tag zum Arzt müssen. Aber der Vorteil ist, dass Dir dann auch niemand etwa vorwerfen kann.
      Meine Ärztinnen schreiben mich auch krank wenn ich "nur" total erschöpft bin. x( Da ich das aber eigentlich immer bin, mache ich davon nur Gebrauch, wenn es absolut nicht mehr geht. :(
      Immer wenn mir jemand sagt ich wäre nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin sehr erleichtert...... :d
    • Ich melde mich morgens um 7 Uhr krank (oder organisiere am Abend vorher eine Vertretung, wenn ich selbst um 7 Uhr anfangen muss). Entweder mit dem Hinweis, am nächsten oder übernächsten Tag wieder zu kommen oder aber direkt schon die Ansage, dass ich nachher zum Arzt gehe und mich danach melde, wie es weitergeht.
      Das tue ich dann, also beim Doc anrufen und dort entweder der Sprechstundenhilfe schon sagen was ich hab und dass ich für x Tage eine Krankmeldung benötige (bei Magendarm, Erkältung etc. stellen die mir das auch so aus für max eine Woche), wenns was anderes ist muss ich zum Doc rein. Dem erzähl ich dann, was Sache ist und bekomme von ihm dann die AU. Er kennt meine Geschichte und meine Hintergründe und ist da was AUs angeht, ziemlich entgegenkommend. Aber es gibt eben auch immer ein Gespräch bei längeren AUs, bei dem er mich meistens wachrüttelt oder eben auch mal konkrete Pläne erwartet, was ich gedenke zu tun in der Zeit und auch danach. Diese Kombi von ihm finde ich ziemlich gut.
      Und wenn ich dann die AU habe, meld ich mich auf der Arbeit wieder, gebe die Daten durch bis wann ich krank bin und meist auch den Hinweis, dass ich mich gegen Ende der AU nochmal melde um entweder meine Arbeitszeiten dann zu erfragen oder um mich eventuell weiter krank zu melden. Die AU schicke ich dann mit der Post an die Verwaltung, meine Arbeitsstelle bekommt tatsächlich nur die mündliche/telefonische Mitteilung über den Zeitraum.

      Momentan bin ich krankgeschrieben zuhause, die AU geht noch bis Freitag aber ich werde sie verlängern. Morgen werd ich dann bei der Arbeit anrufen und das melden. Meine Chefin kennt den Grund weshalb ich daheim bin, mein Arzt auch und ich habe schon das ein oder andere gegen die Ursache getan, brauche aber noch Zeit bzw. habe noch etwas anstehen, was mich tatsächlich wieder aus der Bahn werfen könnte, weswegen ich da auch ein bisschen präventiv rangehe.

      In den meisten Fällen sag ich auch beim morgendlichen Arbeitsanruf, was ich habe, da wir einige Krankheiten haben, die einfach aushängepflichtig sind (arbeite in einer Kita). Wenn ich mich aber psychisch krankmelde, dann sag ich morgens nur mir gehts nicht gut und wenn ich dann die Daten der AU durchgebe, verlang ich nach der Chefin um ihr persönlich zu sagen, was Sache ist. Aber für gewöhnlich können sich die Kollegen bei einer AU länger als 2 Wochen eh denken was Sache ist bei mir, besonders wenn sie plötzlich kommt und nicht vorher drüber gesprochen wurde, dass bspw eine OP oder so ansteht.
    • Zum Thema rückwirkende Krankschreibung fällt mir gerade noch ein:

      Auf den AU-Bescheinigungen, die ich vom Arzt bekomme, gibt es die beiden Felder "arbeitsunfähig erkrankt seit..." und "festgestellt am...", und es wird jeweils ein Datum eingetragen.

      D. h. wenn ich am 22.01. zum Arzt gehe und ihm sage, dass ich seit vorgestern erkrankt bin, dann steht da "arbeitsunfähig erkrankt seit 20.01." und "festgestellt am 22.01." Die Arbeitsunfähigkeit gilt dennoch ab dem 20.01.

      Die AU-Bescheinigung wird also nicht illegalerweise rückdatiert, sondern es ist auf den Formularen schon vorgesehen, dass eine Arbeitsunfähigkeit auch erst 1-2 Tage nach Beginn festgestellt werden kann.

      Das nur der Vollständigkeit halber.
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    • Als Arbeitnehmer rufe ich morgens meine Vorgesetzte an und melde mich krank und teile ihr mit, was evtl noch wichtig ist. Dann informiere ich meine Mitarbeiter falls sie noch etwas wissen müssen für den Tag.


      Von meinen Teammitgliedern erwarte ich eine Krankmeldung sobald als möglich damit ich die Arbeitsplanung entsprechend anpassen kann/frühzeitig reagieren kann. Ich akzeptiere auch eine SMS dass man die Nacht auf der Kloschüssel verbracht hat morgens um 5. Ich finde es so nervig in meiner Position, mir in einer solchen Situation morgens um 7:30 den Wecker stellen zu müssen, um dann erst noch den Tag halbwegs organisieren zu können.

      Ein Arztzeugnis wird ab dem dritten Tag verlangt. Alles andere wäre auch absurd und triebe nur die Arztkosten in die Höhe....Wir arbeiten zu spitalähnlichen Bedingungen. Wer was möglicherweise ansteckendes hat, bleibt tunlichst zuhause, auch wenn z.B. Bürotätigkeiten noch möglich wären. Das wird von "oben" (RW) auch so gewünscht.
    • Es war wohl lange sogar so, dass man bis zu drei Tage ohne ärztliches Attest krank sein konnte und nur zum Arzt musste, wenn es länger als drei Tage dauerte. Ist bei manchen Infekten auch sinnvoll. Inzwischen ist die Krankschreibung ab dem dritten Tag aber wohl fest verankert, "so" geht es nur noch für höchstens zwei Tage. Ab dem ersten Tag zum Arzt finde ich als Vorschrift schon heftig. Zeugt von Misstrauen den Mitarbeitern gegenüber.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.