Eltern-Verhältnis im Vergleich zu nicht-autistischen Geschwistern

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    • Shenya wrote:

      Vielleicht kann er besser ausdrücken, dass es ihm schlecht geht, deshalb wird es bei ihm auch mehr wahrgenommen?
      Die Frage ist, ob man selbst immer so will, dass andere wissen, wie es einem geht, aber wenn man nichts sagt, können sie jedenfalls auch nichts wissen.
      Mh ... Suizidgedanken zu äußern, zeigt ja schon, dass es einem schlecht geht. Denke ich zumindest. Und dass man nur einen wirklichen Freund (also Kumpel) hat, zumindest hier vor Ort, den man aber auch selten sieht, wäre für mich auch kein Anlass, zu denken, bei der Person ist alles in Ordnung. Ich habe auch schon gesagt, dass ich Angst habe vor Gruppen, da ich so negative Erfahrungen gemacht habe. Aber es stimmt schon, dass mein Gesichtsausdruck und wahrscheinlich auch wie ich wirke, nicht darauf schließen lassen. Ich komme auch wenn ich verzweifelt bin, sehr unfreundlich rüber (was ich dann auch wirklich bin) und da nutzt es mir leider nichts fürs Verständnis, zu sagen, dass ich verzweifelt bin. Angeblich war ich ja auch nicht traurig, als meine einzige längere Beziehung in die Brüche ging. :m(:
      Eine Therapie mache ich noch nicht. Dort, wo ich zuvor lebte, hatte ich regelmäßig Gespräche. Das war zwar keine Therapie, ich fand es aber sogar hilfreicher als eine richtige Therapie. Leider gibt es hier so eine Anlaufstelle nicht. Ich bin dabei, mich zu informieren. Allerdings hat die eigene Wohnung Priorität.
    • Fidoline wrote:

      Mh ... Suizidgedanken zu äußern, zeigt ja schon, dass es einem schlecht geht. Denke ich zumindest.
      Vielleicht geht's dir dann so wie mir. Ich dachte auch schon, ich hätte sowas zum Ausdruck gebracht, und habe mich gewundert, dass da gar nichts zurückkommt. Meine Therapeutin meint, es liegt daran, dass die Körpersprache nicht das gleiche ausdrückt wie die Worte. Dann werden die Worte nicht ernst genommen, weil die Leute sich auf die Körpersprache verlassen, die ja meistens nicht lügt. Bei Autisten aber schon, weil sie eben nicht die gleiche Körpersprache haben wie Nichtautisten. Bei Autisten müsste man sich auf den reinen Wortlaut verlassen, aber das tun normale Menschen ganz automatisch nicht, sondern sie nehmen die Mimik und Körpersprache wahr, sehen da nichts und kommen zu dem Ergebnis, es ist alles in Ordnung. Vielleicht denken sie noch, dass man zur Übertreibung neigt....

      Deshalb wundere ich mich immer, wie manche Autisten es schaffen, stationär in der Psychiatrie aufgenommen zu werden. Oder auch nur jemandem klar zu machen, dass man lebensmüde ist. Wenn Worte allein nicht genügen, was soll man noch machen, denkt man.
      Schriftlich geht bei mir alles besser, aber ich neige dazu, zu rationalisieren und zu relativieren, daher... ich hatte schon düstere Zeiten, von denen niemand was mitbekommen hat. Erst seit ganz kurzer Zeit habe ich nicht mehr das Gefühl, völlig allein zu sein.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Was du schreibst, ist interessant. Ich habe soetwas auch mal gelesen im Kontext Flirtverhalten. Worte sind eigentlich nicht so wichtig - im Gegensatz zu Mimik und Gestik. Es kann echt sein, dass man deshalb nicht ernst genommen wird oder falsch eingeschätzt. Aber fies ist es trotzdem. Ich habe es ja Schwarz auf Weiß, dass ich Depressionen habe und dadurch und den Autismus immerhin eine mittelschwere Behinderung.
      In der Psychiatrie aufgenommen zu werden, geht schon. Ich denke, geschultes Personal achtet mehr auf Worte, va, wenn du von Selbstmordgedanken erzählst. Die nehmen Psychiater schon ernster.
    • Willst du dann nochmal ansprechen, dass es dir nicht gut geht, und du dir wünschen würdest, dass das auch wahrgenommen wird, und nicht nur bei deinem Bruder, oder willst du eher den Kontakt minimieren?
      Alles wird galaktisch gut.