Unfähigkeit zu informeller Interaktion?

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    • Das kann man nicht so pauschal sagen, da atypische Autisten recht unterschiedliche Symltomprofile haben. Die meisten atypischen sind so ein Mittelding aus Frühkindlichem und Asperger und gehören so weiterhin zum Autismusspektrum. Es wäre aber auch denkbar, dass der ein oder andere, der früher als atypisch diagnistiziert worden wäre, heute die SPK Diagnose erhalten würden. Aber eher wenig da wer nicht alle definierten Autismus-Kernsymptome erfüllt (bzw. aus allen Kategorien in entsprechender Menge) auch früher schon in der Regel gar keine Autismusdiagnose erhalten hätte.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.

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    • Elena wrote:

      Das Problem bei mir ist dann nur, dass ich mich nicht traue dazu zu stehen und mich nicht verabschieden kann. Stattdessen halte ich es in solchen Situationen noch Stunden aus und versuche ständig krampfhaft, Interesse vorzuspielen oder mir zu überlegen, welche Themen man noch ansprechen könnte.
      So ganz einfach ist das Beenden so eines Besuches, bei dem alles (für mich) wichtige geklärt ist, für mich natürlich auch nicht. Sobald "meine" Themen durch sind drehe ich mich nicht auf dem Absatz um (RW) und verschwinde. Ich versuche dann schon noch etwas "Konversation" :nerved: zu treiben. Es ist aber ein absoluter Krampf... Aber stundenlang würde ich das nicht aushalten. Möglicherweise ist meine rel. "abrupte" Verabschiedung bei meinem Ex-Kollegen auch der Grund, weshalb der Kontakt nicht mehr besteht.



      Elena wrote:

      Das Lachen, die „Witze“, die Kommentare... Das ist für mich jedes Mal Horror und wird auch nie besser. Selbst wenn es ein berufliches Meeting ist, gibt es dazwischen auch immer wieder „lustige“ Kommentare, Anekdoten, Smalltalk über das Essen oder Wetter.
      Ich muß zugeben, je nach Zusammensetzung der Gesprächsrunde, kann ich das in dem Zitat fett markierte auch einbringen...

      Sind in der Runde "höhere" dabei, verkneife ich mir solche Dinge. Zumal ich in solchen Runden extrem selten bin und wenn doch, dann bin ich nicht alleine und muß daher auch nichts sagen. Es sind genügend andere dabei.

      Ist das eine Runde mit Kollegen auf "meiner Ebene" und / oder es sind evtl. externe (wie Vertreter) dabei, die so halbwegs "locker" erscheinen, dann kann ich schon mal einen lockeren Spruch los lassen. Das dient hauptsächlich dazu, daß ich auch mal was sagen kann. Ich versuche also meine Unsicher- und Verkrampftheit mit nem blöden Spruch zu überspielen

      Bei kleinen Runden mit Kollegen, die ich wirklich gut kenne und deren Humor ich auch einzuschätzen weiß, da wird dann auch schon mal etwas mehr rumgealbert. Das liegt glaube ich daran, da ich ja außer der engste Familie keine weiteren sozialen Kontakte habe, daß ich in solchen Kollegen schon fast so was wie Freunde sehe. Wenn ich dann mit den"richtigen" Kollegen eine begrenzte (!) Zeit zusammen bin, kann ich so sein wie ich bin. Die nehmen mir einen lockeren Spruch nicht übel, da sie mich ja kennen. Das sind so seltene Momente, in denen ich in Gesellschaft sogar Energie "tanken" kann. Nur zu lange halte ich das auch nicht aus. Irgendwann sind die Sprüche / Witze / Anekdoten soweit durch und dann wird es wieder unangenehm.