Abneigung gegen Besuch in der eigenen Wohnung

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    • Linnea wrote:

      Aber die eigenen engen Freunde gehen ja.Das ist schon ungerecht.
      Ja, das wäre es wahrscheinlich. Deshalb überlege ich umso stärker, wie man das lösen könnte. Vielleicht könnte man auch die Anzahl ungefähr ausgewogen halten, wie viele Freunde jeweils herkommen.
      Vielleicht sollte ich wirklich, so unangenehm es auch ist, darüber reden. Man macht sich damit zwar gefühlt angreifbar, aber andererseits sagt es auch genügend über den anderen aus, wenn er dies benutzen würde, um einen zu verunsichern. In diesem Fall wäre die Person es auch nicht wert, die im Alltag des Zusammenlebens anfallenden Hürden in Kauf zu nehmen. Eigentlich ist es doch eine Win-Win-Situation.
    • Also ich habe keine Probleme damit, wenn mich jemand besucht. Es kommt allerdings auch nicht so oft vor, dass ich überhaupt mal Besuch bekomme. Was ein kleiner Vorteil ist, wenn ich Besuch bekomme: Ich spare mir Hin-und Rückwege für Treffen. So spare ich auch Zeit. Das kommt daher, dass mein Freundeskreis auch nicht in der gleichen Stadt wie ich wohnt und ich so mit der Bahn fahren muss für Treffen (ist allerdings kein Problem, da ich es gewohnt bin zu denen zu fahren).
    • Die Lösung könnte z.B. eine größere Wohnung sein. Mein Stiefvater zieht sich bei Besuch (auch über Tage!) in seinen "Trakt" (Zimmer + Bad) zurück und ward nicht gesehen.


      porridgequeen wrote:

      Über meinen Aspie-Verdacht und die bevorstehende Diagnose habe und werde ich mit ihm nicht reden.


      Ich finde aber auch, dass ein "Freund" mit dem du über deinen AS Verdacht nicht reden willst/kannst, kein richtiger Freund im Sinne von Freundschaft ist. Überlege dir ob du so leben willst. Ich würde nicht (mehr) mit jemandem zusammen sein wollen für den ich mich verstellen muss. Wenn er dich in den Grundeigenschaften nicht akzeptiert, dann kannst du mit ihm doch nicht glücklich zusammen leben, wie soll das denn gehen.
      Da würde ich an deiner Stelle einfach nochmal ganz intensiv nachdenken, was du für eine Art von Beziehung führst und was du für eine führen willst.

      HCS wrote:

      So, dass Dein Freund Dich trotzdem liebt - oder eher so, dass er Dich auch deshalb liebt? Im zweiten Fall sollte es kein Problem sein, im ersten natürlich schon.
      Witzig dass du genau diese Formulierung verwendest. Mein Exmann hat mal (ganz am Anfang als wir uns kennenlernten) gesagt "ich liebe dich trotzdem". Heute würde ich da sofort davon laufen, damals habe ich noch nicht kapiert was so ein Satz überhaupt bedeutet. Nämlich dass man nicht so akzeptiert wird wie man ist. Er wollte nur mit jemandem zusammen sein der so aussieht wie ich, und hat dann über Jahre versucht mich mit Druck "normal" zu kriegen.
      You’ll stop caring what people think about you when you realize how seldom they do.
    • Besuch in meiner Wohnung ist bei mir nur deshalb schwierig, weil ich dann erst aufräumen müsste und ich mich als Gastgeber (mangels Übung) sehr unsicher fühle.

      porridgequeen wrote:

      Danke für die Ideen! Aber nicht dabei zu sein, wäre für mich persönlich noch schlimmer - dann hätte ich überhaupt keine Kontrolle, wüsste nicht, was genau sie angefasst haben und was ich daher gleich sauber machen will.... :-(
      Das hier würde ich versuchen, rational zu betrachten. Wenn Leute Dinge anfassen, hat das überhaupt keine Auswirkung. Wenn du draußen unterwegs bist, fasst du ständig Dinge an, die auch andere angefasst haben. Ich habe immer versucht, mir solche "Spleens" schnell wieder auszutreiben, bevor sie sich verfestigen. Man muss versuchen, Dinge rational zu sehen und sich nicht reinsteigern in solche Vorstellungen. Ist nicht immer leicht, aber man kann es versuchen.
      Es gibt noch genug andere Dinge, auf die man wirklich Rücksicht nehmen muss, wie z.B. Geräuschempfindlichkeit. Die ist tatsächlich vorhanden, aber das was du beschreibst ist ein reines Kopfproblem.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Zebra wrote:

      Witzig dass du genau diese Formulierung verwendest.
      Aus gutem Grund - für meine Frau waren damals ein paar meiner Eigenschaften, die wir mittlerweile als "typisch AS" identifiziert haben, ein positiver Unterschied zu dem, was sie bisher kannte. Der störende Teil (den ich selbstredend auch aufzuweisen habe) läuft deshalb nur unter "jeder Partner hat halt ein paar Macken".
    • Meine Wohnung ist mein Rückzugsort und dort lasse ich nur ungern Fremde hinein. Es ist für mich schon schlimm, wenn ich Handwerker in die Wohnung lassen muss, weil etwas kaputt gegangen ist.
      Bis auf ein paar gute Freunde lasse ich niemanden in meine Wohnung.
    • porridgequeen wrote:

      Aber nicht dabei zu sein, wäre für mich persönlich noch schlimmer - dann hätte ich überhaupt keine Kontrolle, wüsste nicht, was genau sie angefasst haben und was ich daher gleich sauber machen will.... :-(
      Das kann ich absolut nachvollziehen!!! Ich kann leider auch niemanden in meine Wohnung lassen; bei mir hat das aber (auch) mit einer Zwangsstörung zu tun: Ich empfinde die Wohnung durch andere "kontaminiert", was auch damit zu tun hat, dass Besucher zunächst durch das Treppenhaus müssen und ich oft ein Problem mit Fußböden habe. Das gilt leider für sämtliche Menschen, weshalb ich mir aktuell nicht vorstellen könnte, überhaupt jemanden ohne Probleme in meine Wohnung zu lassen, geschweige denn man jemandem zusammenzuwohnen. Es ist ja schon immer ein Drama, wenn mal was kaputt ist und ein Handwerker kommen muss.... :( .
      Das macht natürlich auch das Knüpfen von Kontakten allgemein schwierig, da ich - neben meinen sonstigen Problemen mit anderen Menschen - immer sofort denke: Niemand will mit einem Menschen zusammensein, der andere nicht in seine Wohnung lässt. Dabei liegt es gar nicht an den Menschen selbst, sondern es geht nur um Ängste in Bezug auf die Wohnung. Das ist etwas, was man "normalen" Menschen gar nicht vermitteln kann; ich verstehe es ja selbst kaum.

      MangoMambo wrote:

      Vermutlich würde ich für die Zeit woanders hin gehen. Und hinterher meine Wohnung wieder entduften.
      Wäre toll, wenn es bei mir mit "Entduften" getan wäre. Wenn mal ein Handwerker da war, putze und wasche ich hinterher erst einmal einige Stunden.... Was für eine Verschwendung von Lebenszeit, es ist zum Verzweifeln... :cry:


      Chch wrote:

      Aber ich würde niemanden zu mir einladen, wenn mein Mann mir sagen würde, dass das so ein Problem für ihn wär. Man kann sich ja mit Freunden woanders treffen. Und wer das komisch fänd, würde eh nicht zu mir passen.


      Ich hätte kein Problem damit, jemanden nicht besuchen zu können.
      Das ist toll! Du bist aber wirklich extrem tolerant. :)
    • Linnea wrote:

      Ich würde es aber einseitig nicht akzeptieren wollen.
      Dann sollte sich ein NT keinen autistischen Partner suchen. ;) Es ist ja damit zu rechnen, dass der Autist Einschränkungen hat, die der andere Partner nicht hat.

      Aber egal ob Autist oder nicht gibt es ja immer unterschiedliche Vorlieben oder Einschränkungen. Wenn der eine Partner fremden Besuch in der Wohnung erträgt, der andere aber nicht, könnte der, der den Besuch erträgt, dann der 'Fairness' halber auch auf den Besuch verzichten. Dann wäre es ausgeglichen. Aber sowas sollte der andere Partner nicht verlangen nur der Gerechtigkeit wegen, finde ich. Und selbst finde ich es auch nicht gut, wenn man sich dann dahingehend einschränken würde, nur der Gleichheit wegen, wenn man dadurch dann z. B. auf Sozialkontakte verzichten muss und es einem dann deswegen schlechter geht. Davon hat das Gegenüber auch nicht viel, außer dass es dann 'gerecht' war.
    • Ich lebe auch mit Partner in einer gemeinsamen Wohnung. Selber lade ich, außer Familie, niemanden ein. Habe es aber gelernt es zu tolerieren, dass mein Mann ab und zu Besuch bekommt.

      Mich stört an Besuch in der eigenen Wohnung, dass der Besuch von mir als privat empfundene Dinge beäugen und dazu Fragen stellen könnte. Das will ich nicht. Probleme mit Geruch etc. habe ich nicht.

      Hast du ein eigenes Zimmer in der Wohnung? Ich ja und löse es so, dass alles, was keiner anfassen oder betrachten soll, in meinem Zimmer ist. Da geht der Besuch nicht rein und die Tür bleibt zu. Im Höchstfall der Gefühle dürfen sie einen flüchtigen Blick reinwerfen. In den gemeinsamen Räumen sind nur "unkritische" Sachen von mir, wo ich Blicke und wenige Fragen tolerieren kann. Die gemeinsamen Räume behandle ich quasi als "halböffentlichen Raum". So kann ich meine Privatsphäre unter Verschluss halten und trotzdem gelegentlichen Besuch zulassen. Ich fände es nicht fair, von meinem Partner zu verlangen, dass er gar keinen Besuch empfangen darf.

      Wenn der Besuch wieder weg ist, könntet ihr gemeinsam putzen, um das Bad für dich wieder betretbar zu machen und die "Hinterlassenschaften" des Besuchs wegzumachen.

      The post was edited 1 time, last by Myri: Typo korrigiert ().

    • Ich habe auch sehr selten besuch. es liegt u.a. auch daran, dass ich nur ein kleines apartment habe. der besuch hat also in gewisser weise auch "zugriff" auf mein bett. ich versuche es ggf. zu lösen, indem ich z.b. eine "schützende" decke darüber lege.
      am stressigsten ist aber der gedanke, dass man meine wohnung als unordentlich ansieht oder ich nicht "gastfreundlich" genug bin. ich muss auch immer vorher aufräumen. meine wohnung ist auch durch ihre größe schnell unordentlich. ich kann (möchte) mich aber nicht von vielem trennen, da ich vieles dann irgendwann wieder neukaufen müsste. das empfinde ich als blödsinn. und meine bücher mag ich auch nicht weiter reduzieren. wenn ich mehr geld hätte, würde ich andere möbel kaufen, die z.b. verschlossen sind (ich habe viele offene regale). dann würde die wohnung vielleicht auch "ordentlicher" wirken (oder ich mich besser fühlen weil weniger angriffsfläche für negative kommenatre)

      dass du mit deinem partner nicht über deine gesundheit (AS-Verdacht) reden kannst, finde ich allerdings auch etwas bedenklich. gerade als differente menschen sollte kommunikation sehr wichtig sein, sonst wird es (aus meiner sicht) irgendwann schief laufen.
    • Linnea wrote:

      Ich würde es aber einseitig nicht akzeptieren wollen.
      So haben mein Partner und ich am Anfang (vor 10 Jahren) auch immer gedacht. Wenn man Regeln aufstellt, dann sollten sie beidseitig gelten - ist ja nur fair.
      Das hat dann dazu geführt, dass wir uns beide sehr eingeschränkt gefühlt haben.

      Wir haben dann festgestellt, dass viele Dinge, die mich extrem stören ihm total egal sind und umgekehrt. Zum Beispiel sind mir gemeinsame Mahlzeiten sehr wichtig und ich hasse es, wenn jemand ausserhalb dieser vor meiner Nase am essen ist. Ihm ist es aber lieber, wenn ich zum Naschen da bleibe.

      Wir haben mittlerweile gelernt, dass es viel effektiver ist, sich da entgegenzukommen, wo es dem Anderen wirklich hilft. Das gleicht sich dann schon irgendwie aus und wenn nicht, dann muss man da offen drüber reden. Ich kann einfach gar nicht genug sagen, wie wichtig ich offene und ehrliche Kommunikation in einer Beziehung finde. Gerade dann, wenn man Eigenarten hat, die für Andere schwer nachvollziehbar sind.
    • Shaluna wrote:

      , die mich extrem stören ihm total egal sind und umgekehrt.
      Dann klar.

      Shaluna wrote:

      Ich kann einfach gar nicht genug sagen, wie wichtig ich offene und ehrliche Kommunikation in einer Beziehung finde. Gerade dann, wenn man Eigenarten hat, die für Andere schwer nachvollziehbar sind.
      finde ich auch sehr sehr wichtig.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Ich habe auch nicht gerne Besuch in meiner Wohnung, es ist allerdings weniger die Angst vor Kontaminierung, als das Gefühl, das jemand in meine Schutzzone eintritt. Meine Wohnung ist für mich wie eine zweite Haut. Und wer will andere schon unter seine Haut lassen?

      Wenn ich Angst vor Kontaminierung hätte, dann könnte ich das anschließend ja durch gründliche Reinigung neutralisieren, aber bei meinem Problem fällt mir keine Lösung ein. Ich möchte einfach niemanden in meiner Privatsphäre der Wohnung haben.

      Als ich mal mit einem Partner zusammen lebte, hatte ich das Problem, das häufig Freunde vorbei kamen, seine hauptsächlich. Und ich stand zu der Zeit unter Dauerstress, aber wusste selber noch nicht, womit ich eigentlich ein Problem hatte. Ich konnte es nicht beschreiben oder benennen. Es gab auch noch andere Probleme, die mich stressten, z.B. die Beziehung an sich. Ich war einfach extrem schlecht darin, meine Bedürfnisse zu erkennen und auszudrücken. Das alles hat mich richtig krank gemacht. Heutzutage würde ich sowas nicht mehr mitmachen und besser auf mich achten. Ich würde nicht mehr mit einem Partner zusammen ziehen, der Besuch haben möchte, wenn ich keinen Rückzugsbereich habe.
      Schweigen ist manchmal die beste Antwort.
      (Dalai Lama)


      Bums Bums Corona brauch ich nicht Hopsassa!
    • kim wrote:

      [...] aber bei meinem Problem fällt mir keine Lösung ein.
      Stellt es denn ein Problem für dich da? Also würdest du gern anders empfinden in Bezug auf Besuch und deine Wohnung? Oder ist es okay für dich, dass du keinen Besuch empfangen kannst?
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • Kayt wrote:

      kim wrote:

      [...] aber bei meinem Problem fällt mir keine Lösung ein.
      Stellt es denn ein Problem für dich da? Also würdest du gern anders empfinden in Bezug auf Besuch und deine Wohnung? Oder ist es okay für dich, dass du keinen Besuch empfangen kannst?
      Ja und nein. Ich bin gerne viel alleine, die meiste Zeit stört es mich also nicht. Um Sozialkontakte zu bekommen, wäre es aber vielleicht hilfreich die Wahl zu haben, ob man jemanden zu sich nach Hause einlädt.
      Schweigen ist manchmal die beste Antwort.
      (Dalai Lama)


      Bums Bums Corona brauch ich nicht Hopsassa!
    • kim wrote:

      Um Sozialkontakte zu bekommen, wäre es aber vielleicht hilfreich die Wahl zu haben, ob man jemanden zu sich nach Hause einlädt.
      Ja, vielleicht wäre es hilfreich von zwei Seiten daran zu gehen? Die ersten Treffen außerhalb der Wohnung planen und gleichzeitig eine schrittweise Distanzierung zur Wohnung, in dem Sinne, sie nicht mehr als Teil des Selbst, sondern "nur" noch als Schutzraum für das Selbst zu betrachten, bzw einen Teil der Wohnung zu "öffnen", für Leute, bei denen schon genügend Vertrauen herrscht, um zu wissen, dass sie den Schutzraum respektvoll behandeln? Weiß aber auch nicht, ob das klappen würde.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • Kayt wrote:

      kim wrote:

      Um Sozialkontakte zu bekommen, wäre es aber vielleicht hilfreich die Wahl zu haben, ob man jemanden zu sich nach Hause einlädt.
      Ja, vielleicht wäre es hilfreich von zwei Seiten daran zu gehen? Die ersten Treffen außerhalb der Wohnung planen und gleichzeitig eine schrittweise Distanzierung zur Wohnung, in dem Sinne, sie nicht mehr als Teil des Selbst, sondern "nur" noch als Schutzraum für das Selbst zu betrachten, bzw einen Teil der Wohnung zu "öffnen", für Leute, bei denen schon genügend Vertrauen herrscht, um zu wissen, dass sie den Schutzraum respektvoll behandeln? Weiß aber auch nicht, ob das klappen würde.
      Es käme auf einen Versuch an. Probieren könnte man es ja mal.
    • Zebra wrote:

      Ich finde aber auch, dass ein "Freund" mit dem du über deinen AS Verdacht nicht reden willst/kannst, kein richtiger Freund im Sinne von Freundschaft ist. Überlege dir ob du so leben willst. Ich würde nicht (mehr) mit jemandem zusammen sein wollen für den ich mich verstellen muss. Wenn er dich in den Grundeigenschaften nicht akzeptiert, dann kannst du mit ihm doch nicht glücklich zusammen leben, wie soll das denn gehen.
      Da würde ich an deiner Stelle einfach nochmal ganz intensiv nachdenken, was du für eine Art von Beziehung führst und was du für eine führen willst.
      So sehe ich das auch. Meine Partnerin war die erste und einzige, die von meinem Aspie Verdacht erfahren hat. Sie wusste, dass ich mich zur Diagnostik angemeldet hatte. Und ich habe sie direkt nach dem Abschlussgespräch angerufen und ihr gesagt, dass ich die Diagnose habe.

      Die Diagnose hat zuerst einiges einfacher gemacht zwischen uns, weil es nun Erklärungen gab, und wir offen darüber gesprochen haben. Inzwischen haben wir dann aber nach der ersten Euphorie feststellen müssen, dass Asperger durch die Diagnose nicht weggeht :fun: und unsere Schwierigkeiten sich nicht in Luft aufgelöst haben. Wir verscuehn es tapfer weiterhin, mal sehen, wie weit wir kommen..... :roll:

      Aber auch vor der Diagnose hatten wir schon ein paar Dinge geregelt, die wir sehr unterschiedlich empfinden. Meine Partnerin liebt es, Besuch zu haben, ich ertrage fremde Menschen (also alles, was nicht Familie ist) kaum in unserer Wohnung, und auch Familie nur zeitlich begrenzt.

      Mir macht es aber überhaupt nichts aus, wenn sie Besuch hat, wenn ich nicht da bin.
      Wir haben die Absprache, dass wenn der Besuch länger bleibt, also bis ich nach Hause komme, dass sie mich dann vorher informiert, damit ich Bescheid weiß. Ich sage dann nur kurz "Hallo!" und kümmere mich um meinen Hund und ziehe mich zurück.

      Meine beiden kleinen Räume dürfen von Fremden nicht betreten werden, auch nicht in meiner Abwesenheit. Es sei denn es ist dringend erforderlich, dass ein Handwerker kommt. Ich habe zwar nicht das Gefühl, dass meine Sachen dann kontaminiert sein könnten, aber mein Zuhause ist mein absoluter Rückzugsort, meine Burg, mein Schutz vor einer mich überfordernden, lauten, verwirrenden und manchmal nur schwer verständlichen Welt. Den mag ich nicht mit anderen teilen.
      Immer wenn mir jemand sagt ich wäre nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin sehr erleichtert...... :d