Unterfordert sein (oder ähnliches)

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    • Unterfordert sein (oder ähnliches)

      Manchmal schwanke ich sehr stark zwischen Unter- und Überforderung.
      Dass ich leicht überfordert bin, gerade was Alltagsorganisation angeht, weiß ich. Konflikte finde ich überwältigend, Entscheidungen und soziales Miteinander auch, kommt natürlich drauf an, aber das ist schon eher anstrengend für mich. Dann gibt es aber gerade auf Arbeit oder in der Uni in fachlichen Gesprächen (Gruppenarbeit..) auch Momente, wo es mir alles zu langsam geht. Mein Gegenüber sagt etwas und ich bin im Kopf schon drei Schritte weiter (und merke manchmal nicht, was er oder sie emotional ausdrücken wollte :D).
      Jedenfalls werde ich dann manchmal richtig ungeduldig.

      Während der Depressionen war das besser, da hatte ich viel Watte im Kopf, sodass ich nicht so viel mitbekommen habe. Jetzt macht mich diese Ungeduld aber wieder richtig fertig. Ich werde dann ungehalten und trotzig. Es ist mir ziemlich peinlich, dass das so ein Problem für mich ist. Habt ihr Tipps dagegen? Ich denke, dass es mir vielleicht helfen könnte, mich in meiner Freizeit mit für mich anregenden Dingen zu beschäftigen (also mich ehm gehirnlich auszupowern), aber sowas kriege ich einfach nicht organisiert. :m(:
    • Mugwump wrote:

      Jetzt macht mich diese Ungeduld aber wieder richtig fertig. Ich werde dann ungehalten und trotzig.
      Kenne ich. Habe ich meistens ganz gut im Griff, aber in Stressphasen kommt es wieder raus. Außer bewusst darauf zu achten fällt mir kein Hilfsmittel ein. Sich mit geistig anregenden Dingen zu beschäftigen (was ich bei der Arbeit schon mache) erleichtert es nicht - eher im Gegenteil, trainiert man damit doch den eigenen Geist und nicht den der anderen...
    • Kenne ich sehr gut.
      Mir hilft: 1. Mir Hilfe bei den Dingen die mich überfordern zu suchen und einzufordern.
      2. Mich auszulasten mit Büchern, Lernen (Instrumente, Sprachen, SIs), Musik machen, Komponieren, Rätsel lösen, mich mit intelligenten Menschen unterhalten
      3. Meditation und Sport um Ruhe zu finden und Geduld zu trainieren
    • MangoMambo wrote:

      Kenne ich sehr gut.
      Mir hilft: 1. Mir Hilfe bei den Dingen die mich überfordern zu suchen und einzufordern.
      2. Mich auszulasten mit Büchern, Lernen (Instrumente, Sprachen, SIs), Musik machen, Komponieren, Rätsel lösen, mich mit intelligenten Menschen unterhalten
      3. Meditation und Sport um Ruhe zu finden und Geduld zu trainieren
      Ja, das kenne ich auch. Gerade mit Punkt 3 habe ich so meine Schwierigkeiten.
    • Mugwump wrote:

      Manchmal schwanke ich sehr stark zwischen Unter- und Überforderung.
      Exakt das gleiche kenne ich auch. Allerdings habe ich auch keine Ideen, wie ich damit umgehen kann. Hilfe bei Überforderung einfordern klingt zwar gut, aber wie das im konkreten Fall funktionieren soll, so daß die anderen damit klarkommen, ohne einem Faulheit, Unwillen oder mangelde Fähigkeit zu unterstellen, ist mir nicht klar. Auf der anderen Seite fällt es mir bei Unterforderung sehr schwer das Tempo herauszunehmen, da würde es mir kaum möglich sein weiterhin konzentriert an dem Thema zu arbeiten. Meine Gedanken und auch das was ich tue würde zu sehr vom eigentlichen Thema abschweifen. Anderseits würden, wenn ich meine Ungeduld zeige, die andern mir Arroganz und Besserwisserei unterstellen. Irgendwie schwierig, aber ich schaffe es nicht mich anderen in einer Gruppe adäquat anzupassen ohne mich zu sehr verbiegen (RW) zu müssen.
    • Bei mir war es oft so, dass ich während der Schulferien krank wurde oder unter unsäglichen Kopfschmerzen litt. Der Druck war plötzlich weg, der Alltag war wieder unorganisiert. Es gab keinen Input, das unterforderte mich. Nun ist die Schule zu Ende und ich weiss nicht mehr, was man in seiner Freizeit so macht.
      Überfordert bin ich oft wegen organisatorischen Dingen wie Rechnungen, Telefonaten, Arbeit.
    • @MangoMambo

      An gut organisierten Tagen kann ich mich tatsächlich Sport und/oder meinen Interessen und Instrumenten widmen. Das ist schon schön.

      @Spero
      Das kenne ich auch sehr gut, mir fällt es in Gruppenarbeiten oft schwer mich dem Tempo anzupassen. Manchmal vergesse ich, dass jeder auf seine Art denkt und ich kenne halt nur meine.

      @Kieyras
      Ah, das hatte ich früher auch immer in den Ferien. Muss meine Eltern ziemlich genervt haben. :D
    • Mit den Schulferien hatte ich überhaupt kein Problem. Da brauchte ich auch keine Organisation, ich habe einfach gemacht, worauf ich Lust hatte. Heute kann ich das leider auch nicht mehr so gut. Ich habe ständig das Gefühl, dass ich irgendwas erledigen muss, und dass ich selbst eine organisierte Freizeitbeschäftigung (z.B. ein Ausflug, Zoobesuch o.ä.) irgendwo dazwischenquetschen muss zwischen einkaufen, aufräumen, Körperpflege und sonstigen Erledigungen.
      Nachdem ich kein richtiges SI mehr habe, fällt mir meist nicht mal mehr ein, was ich machen könnte. Früher fiel mir immer etwas ein, mir war nie langweilig. Inzwischen empfinde ich das Leben zwischen den Pflichten oft als leer und langweilig, deshalb wahrscheinlich das Sonntagstief. Immer nur fernsehen, Computerspiele oder schlafen ist auch nicht das Wahre. Aus dem Grund ist der Spielenachmittag ganz gut, aber wird meine Probleme nicht wirklich lösen. Ich bräuchte mal wieder ein richtiges SI, aber dafür bräuchte ich erstmal wieder ein paar Lebensgeister, die sich für etwas begeistern können.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Mugwump wrote:

      Manchmal schwanke ich sehr stark zwischen Unter- und Überforderung. (...) Konflikte finde ich überwältigend, Entscheidungen und soziales Miteinander auch, kommt natürlich drauf an, aber das ist schon eher anstrengend für mich. Dann gibt es aber gerade auf Arbeit oder in der Uni in fachlichen Gesprächen (Gruppenarbeit..) auch Momente, wo es mir alles zu langsam geht. Mein Gegenüber sagt etwas und ich bin im Kopf schon drei Schritte weiter (und merke manchmal nicht, was er oder sie emotional ausdrücken wollte :D).
      Jedenfalls werde ich dann manchmal richtig ungeduldig.
      Stimmt genau für mich. Konflikte im privaten Bereich finde ich extrem stressend, und ich kann dann auch einfach verstummen. Ich bin dann überreizt, überfordert. Geht es um Konflikte unter Dritten, die auch nicht meinen privaten Bereich (Familie, Freunde) berühren, kann ich ziemlich gut den Mediator machen.

      Die Unterforderung greift bei mir auch, wenn andere einfache logische oder organisatorische Abläufe nicht kapieren bzw. extrem viel Worte darum machen. Das ist total nervend.
      Es gibt so viele Menschen, die darauf brennen zu sprechen. All dieses Gerede ist der Welt kaum von Nutzen. (Mahatma Gandhi, Mein Leben)