Doku "Liebe inklusive"

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    • FrankMatz wrote:

      Du hast ernst auf auf eine Frage geantwortet, die auch ein bisschen ironisch gemeint war. Ich hätte wenigstens ein Grinse-Smiley dazusetzen sollen.
      Oh. Und ich dachte ich hätte das mit der Ironie mittlerweile doch ganz gut verstanden. :oops:

      Kayt wrote:

      Ich will keine Kopie von mir haben, aber ich brauche Menschen, die im Grundsatz so denken wie ich, um eine Verbindung überhaupt aufbauen zu können.
      Dito. Ich dachte auch immer das sei relativ normal.
      ~ Einmal entsandt, fliegt das Wort unwiderruflich dahin ~
      Quintus Horatius Flaccus
    • frankjetzt wrote:

      Oh. Und ich dachte ich hätte das mit der Ironie mittlerweile doch ganz gut verstanden. :oops:
      :lol: Mach dir nichts draus... Ich habe die Ironie in dem Satz auch nicht verstanden... :lol: Mit ein Grund, weshalb ich gerne Smileys benutze.


      frankjetzt wrote:

      Dito. Ich dachte auch immer das sei relativ normal.
      Den Spruch: "Gegensätze ziehen sich an..." habe ich noch nie verstanden. Würde in meinem Fall garantiert nicht funktionieren. Da passt schon eher: "Gleich und Gleich gesellt sich gern..." :d
    • frankjetzt wrote:

      Ich bin lieb und nett, meistens höflich.
      Same here, so etwas Ähnliches steht sogar in meinem AS-Diagnosebericht.

      frankjetzt wrote:

      Ich würde dort auch von Nervosität bzw. Reizüberflutung ausgehen
      Ja. Wenn man sich auf die sozialen Feinheiten konzentriert wie z.B. Blickkontakt halten oder Lächeln, dann kann es durchaus passieren, dass wenig Kapazität für den Inhalt bleibt. Bei Autisten ist es ja durchaus üblich, dass es Schwierigkeiten bereitet, das alles in "Einklang" zu bringen.
    • Da hab ich ja mit meiner Frage (die eine Prise Ironie enthielt)...

      FrankMatz wrote:

      Sind wir alle (also die Männer hier) eigentlich wirklich so lieb, nett, kommunikativ und höflich, mit einem Wort: soziale Sunny Boys, wie Robin der Aspie?
      ... eine ganze Diskussion losgetreten.

      Dass wir alle - die meisten! - im Alltag lieb, nett, höflich und in Maßen und mit Übung auch kommunikativ sind - @frankjetzt @Grübler_1988 - glaube ich ja gern. Und ich könnte in eine Fernsehkamera auch ohne rot zu werden und mit meinem sozialen Lächeln über meinen Beruf, mein SI, über Autismus im Allgemeinen und über vieles andere sprechen. Im Film wurde Robin aber in Alltagssituationen bei der Kommunikation mit anderen (mit seinem Vater, seiner Mutter, und da auch noch beim Anmelden in einem Datingportal) gefilmt. Das ist doch fast wie Rollenspiel: Das Filmteam sagt "So wir drehen jetzt, wie Sie in der Familie zu Abend essen und sich dabei unterhalten". Ich hätte dann kaum ein Wort rausgekriegt, sofort unter Stress gestanden und eher dümmlich rumgeredet. Ich hasse ja schon jede Art von Kennenlernspielchen bei Fortbildungsveranstaltungen.

      Und Robin tut dies dann auch noch in einer sehr privaten Situation, der Kennenlern- oder Anmachshow; und da tut er es doch so gut, dass ich meinen Eindruck vom Sunny Boy bekam. Dass er trotzdem im Fall der zwei Frauen aus dem Film keinen Erfolg haben wird (was ihm ja fast zu wünschen ist, sorry), ändert nichts an seinem souveränen Verhalten.

      Oder hab ich ganz einfach alle Zeichen mangelnder Souveränität übersehen?
      "Ein Buch muss Wunden aufreißen, ja sogar welche hervorrufen. Ein Buch muss eine Gefahr sein." (E. M. Cioran)
      In: ders., Ébauches de vertige. Gallimard 2006 (=folio 4100) (trad.: FM)

      The post was edited 1 time, last by FrankMatz ().

    • H. M. Murdock wrote:


      frankjetzt wrote:

      Dito. Ich dachte auch immer das sei relativ normal.
      Den Spruch: "Gegensätze ziehen sich an..." habe ich noch nie verstanden. Würde in meinem Fall garantiert nicht funktionieren. Da passt schon eher: "Gleich und Gleich gesellt sich gern..." :d
      Ziel des Datings ist es ja schließlich, sich auszuziehen... ;)
      "In das Popcorn, das Sie gerade essen, hat wer reingepisst!" (Kentucky Fried Movie)


      "Sind Sie Polizisten?" "Nein, Ma'am. Wir sind Musiker!" (The Blues Brothers)
    • FrankMatz wrote:

      Ich hätte dann kaum ein Wort rausgekriegt, sofort unter Stress gestanden und eher dümmlich rumgeredet.
      Ja. Auf Kommando mit jemandem ins Gespräch kommen zu müssen ist für mich auch Horror.

      FrankMatz wrote:

      Oder hab ich ganz einfach alle Zeichen mangelnder Souveränität übersehen?
      Robin gab ja selbst zu, dass er nervös gewesen ist. Seine Nervosität merkte ich aber lediglich daran, dass er sich bestimmte Antworten der ersten Frau nicht merken konnte. Gegenüber der zweiten Frau (der Blondine) hatte er sich souverän verhalten, das ist auch mein Eindruck.
    • Ich hatte den Eindruck, er mochte sie deutlich lieber als die erste, wo er floskeln musste , und er sah sie, also die Blonde, als sehr interessiert an und da wurde er mutig.
      Er sagte ja auch..das mit der Nummer hatte er sich gemerkt, dass es diesmal nicht zu spät angebracht würde von ihm.
      (Mir wäre es als Frau zu früh gewesen.)
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)