Doku "Liebe inklusive"

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    • filipendula wrote:

      aber ich könnte es nicht lange mit ihnen aushalten und würde sie wahrscheinlich andauernd missverstehen, noch viel mehr als Nichtbehinderte.
      Ich glaube spätestens wenn mir jemand erzählen würde, dass er "in einem Orchester spielt" und mich dann zu seinem "Auftritt" einlädt, der dann lediglich daraus besteht, dass er in seinem Zimmer zuhause grausig einen einzigen Ton wiederholt auf seiner Flöte tutet während der Kassettenrekorder läuft, der wohl das "Orchester" darstellen soll, wäre bei mir auch der Ofen aus. :m(:

      Ich hab zwar nichts gegen dumme Menschen und noch weniger was gegen Leute die in ihrer eigenen Traumwelt leben, aber das würde mich so unerwartet treffen, dass ich am Ende gar nichts mehr glauben würde was die Person erzählt.
      Eine denkbar schlechte Rahmenbedingung für eine Beziehung. :prof:
      Das Leben ist eine Komödie für den Denkenden und eine Tragödie für die, welche fühlen.
    • frankjetzt wrote:

      Birnenkuchen und Lavendel ist ein Spielfilm, oder? Ist dann für mich uninteressant, weil auch wenn es noch so gut gespielt ist bleibt es gespielt.
      Ja, es ist einer und okay, verstehe ich.
      Er ist emotional....ich kann die Missverständnise und Verzweiflung der beiden Hauptakteure verstehen (sie NT, er Autist)...
      und fand seine Denkweise gut.
      Aber ja, es ist ein Spielfilm.
      Ich seh nicht oft welche und wenn, dann spezielle.
      Wie whalerider oder Erbsen auf halb sechs oder Jenseits der Stille.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Ryu wrote:

      dass er in seinem Zimmer zuhause grausig einen einzigen Ton wiederholt auf seiner Flöte tutet während der Kassettenrekorder läuft, der wohl das "Orchester" darstellen soll, wäre bei mir auch der Ofen aus.
      Da war ich allerdings auch etwas irritiert und dachte, er spielt wirklich in einem Orchester.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Ryu wrote:

      Ich glaube spätestens wenn mir jemand erzählen würde, dass er "in einem Orchester spielt" und mich dann zu seinem "Auftritt" einlädt, der dann lediglich daraus besteht, dass er in seinem Zimmer zuhause grausig einen einzigen Ton wiederholt auf seiner Flöte tutet während der Kassettenrekorder läuft, der wohl das "Orchester" darstellen soll, wäre bei mir auch der Ofen aus.
      Mir persönlich ist die Persönlichkeit viel wichtiger als die Fähigkeiten, die jemand in einem bestimmten Gebiet hat. Aber das müssen andere natürlich nicht zwangsläufig auch so sehen.
    • Linnea wrote:

      Das tun ja nicht alle.
      Ja, das mache wohl nur ich.


      Hauptsächlich weil es mir zu viel Aufwand ist extra einen politisch korrekten Begriff für Menschen zu finden, deren IQ so niedrig ist, dass es als geistige Behinderung klassifiziert wird.
      Wüsste auch nicht wem damit geholfen wäre, wenn ich statt "dumm" dann "stark intelligenzgemindert" oder andere Begriffe benutzen würde. :roll:

      Das Problem sehe ich eher darin, dass einige Menschen "dumm" als Beschimpfung betrachten, und das selbst wenn es in einem Satz benutzt wird, der in sich selbst schon andeutet dass man nichts gegen solche Menschen hat bzw. sie sogar mag.

      In diesem besonderen Fall war auch nicht der Grad der Intelligenz ausschlaggebend für meinen Kommentar, sondern das Gefühl das sich bei mir einstellen würde wenn mir jemand so etwas sagt.
      Weil ich da einfach den Eindruck hätte, ich wäre belogen worden, auch wenn der Kerl es sicherlich nicht in böser Absicht gesagt hat.
      (Ich bin sogar davon überzeugt, dass Sabine im aufgetragen hat das zu sagen, es wirkte auch so abgelesen, als er sein Date zu seinem "Konzert" einlud.)
      Das Leben ist eine Komödie für den Denkenden und eine Tragödie für die, welche fühlen.

      The post was edited 4 times, last by Ryu ().

    • Für mich ist Dummheit wenn, dann unsoziale Denkweisen und Redensarten.

      Es ist nunmal so, dass "dumm" vorwiegend in abwertender Absicht genannt wird.
      Das ist Gang und Gäbe und daher sehr wohl achtsam zu verwenden.

      Wenn einer zu einem sagt: du bist aber dumm..ist das selten nett oder neutral gemeint.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Ich halte mich bei Bezeichnungen meist an den Duden, der sagt dazu:

      dumm <Adj.; dümmer, dümmste> [mhd. tump, ahd. tumb, eigtl. = verdunkelt, mit stumpfen Sinnen, urspr. = stumm]: 1. a) nicht klug;
      von schwacher, nicht zureichender Intelligenz


      Natürlich sollte man jemanden vor Anderen oder generell nicht so bezeichnen wenn man mit ihm spricht, das hätte keinerlei positiven Effekt zu erwarten.
      Genauso wie man jemanden niemals ins Gesicht sagen sollte wie unattraktiv (oder "hässlich") er ist.

      Trotzdem gibt es aber unattraktive und unintelligente Menschen, hier mit einer Sprachzensur zu kommen verkompliziert den Sprachgebrauch nur unnötig.

      Aber ich entschuldige mich trotzdem gleichmal vorsorglich bei allen die sich jemals von mir beleidigt fühlen sollten aufgrund meines unzensierten Sprachgebrauchs. :)
      Das Leben ist eine Komödie für den Denkenden und eine Tragödie für die, welche fühlen.
    • Ryu wrote:

      es wirkte auch so abgelesen
      Bei Menschen mit Trisomie 21 ist es häufiger so, dass Dinge, die sie sagen, wie abgelesen klingen.

      Ryu wrote:

      Wüsste auch nicht wem damit geholfen wäre, wenn ich statt "dumm" dann "stark intelligenzgemindert" oder andere Begriffe benutzen würde
      Hättest du statt "dumm" z.B. "intelligenzgemindert" geschrieben, hättest du unter Beweis gestellt, dass du beim Lesen des Dudens weiter gekommen bist als bis zu Punkt 1. a) und dich differenziert ausdrücken kannst.

      Ryu wrote:

      Ich halte mich bei Bezeichnungen meist an den Duden, der sagt dazu:

      dumm <Adj.; dümmer, dümmste> [mhd. tump, ahd. tumb, eigtl. = verdunkelt, mit stumpfen Sinnen, urspr. = stumm]: 1. a) nicht klug;
      von schwacher, nicht zureichender Intelligenz
      weiter:

      1. b) in seinem Verhalten, Tun wenig Überlegung zeigend; unklug
      1. c) töricht, albern
      2. in ärgerlicher Weise unangenehm; fatal
      3. benommen, schwindlig
      Quelle: duden.de/rechtschreibung/dumm

      Doch so ist deine Argumentation leider wenig Überlegung zeigend und in ärgerlicher Weise unangenehm. Und dafür gäbe es nun auch ein anderes sehr passendes Wort. ;) 8-)

      Ryu wrote:

      Weil ich da einfach den Eindruck hätte, ich wäre belogen worden, auch wenn der Kerl es sicherlich nicht in böser Absicht gesagt hat.
      Du hast (vermutlich) auch keine Trisomie 21. Menschen mit Trisomie 21 sind einfach anders drauf als Autisten, nicht wenige haben eine (blühende) Phantasie und einen Hang zu künstlerischen oder darstellerischen Tätigkeiten. Und der hat ja auch einer anderen mit Trisomie was vorgeflötet, nicht dir oder einem anderen Aspie.
      Surprised by the joy of life.

      The post was edited 2 times, last by Surprised ().

    • Surprised wrote:

      hättest du unter Beweis gestellt, dass du beim Lesen des Dudens weiter gekommen bist als bis zu Punkt 1. a) und dich differenziert ausdrücken kannst.
      Das mag sein, aber irgendwie habe ich selten das Bedürfnis hier irgendetwas "unter Beweis zu stellen."
      Das hier ist weder ein Vorstellungsgespräch noch eine Datingplattform, wenn mich Menschen aufgrund meiner Einträge hier für völlig verblödet halten, dann ist das ihr gutes Recht und stört mich nicht weiter.

      Surprised wrote:

      Doch so ist deine Argumentation leider wenig Überlegung zeigend und in ärgerlicher Weise unangenehm. Und dafür gäbe es nun auch ein anderes sehr passendes Wort.
      Ich wette ich würde mich durch die Verwendung eines solchen Wortes nicht so angegriffen fühlen wie manche hier offensichtlich. :d

      Surprised wrote:

      Du hast (vermutlich) auch keine Trisomie 21.
      Ja.....vermutlich nicht. Ich hab mich nicht testen lassen. Ausschließen kann mans ohne Diagnose natürlich nicht. :-p
      ich finds ja auch toll dass die beiden sich so super verstanden haben, der Sinn meines Geschreibsels hier war nur mein Verständnis mit der Sichtweise von filipendula zu äußern.

      Aber natürlich kann man daraus gerne eine riesen Diskussion über political correctness, gemutmaßte geistige Behinderung von Forenmitgliedern oder generelle Kritik von Ausdrucksweisen machen und Kommentatoren als ärgerlich und unangenehm betiteln.
      "Whatever floats your boat."
      Das Leben ist eine Komödie für den Denkenden und eine Tragödie für die, welche fühlen.
    • Ryu wrote:

      Ich wette ich würde mich durch die Verwendung eines solchen Wortes nicht so angegriffen fühlen wie manche hier offensichtlich.
      Schlussfolgerst du das aus der Tatsache, dass Einzelne dich darauf aufmerksam machen, dass dein Geschreibsel irgendwie dumm ist? Ich sehe das eher als eine Form von Zivilcourage zumindest ein wenig political correctness einzufordern.

      Allerdings weiß ich auch, dass ich sehr zynisch werden kann. Und Zynismus ist nicht fair, vor allem wenn womöglich eine behinderungsbedingte Einschränkung dazu führt, dass Begriffe undifferenziert und unpassend verwandt werden. Aus diesem Grund werde ich jetzt auch nichts weiter zum Thema "dumm" schreiben. Wäre eh im Prinzip off topic.
      Surprised by the joy of life.
    • Wie "darf" man dann Menschen nennen, die nicht nach der Definition geistig behindert sind (bei Behinderten "muss" man ja politisch korrekt sein), sondern nur nicht besonders intelligent? Also so im IQ-Bereich 70-90?
      Gibt es da auch einen politisch korrekten Begriff?

      Warum darf man eigentlich generell die Dinge nicht beim Namen nennen? Das Wort dumm gilt doch auch nur als negativ weil es manche negativ auffassen, weil sie meinen, die Feststellung, dass jemand nicht so intelligent sei, sei eine Beleidigung. Dabei kann es auch einfach eine Tatsachenfeststellung sein. Darf man Tatsachen feststellen?
      Alles wird galaktisch gut.
    • "dumm"



      ist bei sehr vielen Menschen eine beleidigend gemeinte Äußerung.


      Also ist es nicht egal oder leichtfertig zu benutzen.

      Auch ich bin damit schon mehrfach tituliert worden.

      Hier im Forum wird es selten so gemeint, wie du und Ryu das gerade erklärt. Sondern auch extrem abwertend.

      Da kann ich nichts korrektes dran erkennen.
      Und wenn man dem Duden folgt, gibt es zudem differenzierte Unterpunkte.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Auch weniger begabte Menschen können sich klug oder unklug verhalten.

      Auch intelligente Menschen können sich klug oder unklug verhalten.

      Es gibt auch eine Klugheit des Herzens.
      Hängt wohl mit dem EQ zusammen.
      Der auch hochintelligenten Menschen abgehen kann.
      Bisweilen unangenehme Zeitgenossen.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)

      The post was edited 1 time, last by Linnea ().

    • Ich finde @'Shenya''s Frage gar nicht uninteressant - so dass ich dieser Frage ggfls. sogar einen eigenen Thread zur sachlichen Diskussion widmen würde.

      Shenya wrote:

      Wie "darf" man dann Menschen nennen, die nicht nach der Definition geistig behindert sind (bei Behinderten "muss" man ja politisch korrekt sein), sondern nur nicht besonders intelligent? Also so im IQ-Bereich 70-90?

      'minderbegabt' vielleicht?

      Ich weiß es tatsächlich auch nicht.

      The post was edited 1 time, last by Coocy: Korrektur Schreibfehler ().

    • Coocy wrote:

      Ich finde @Shenya's Frage gar nicht uninteressant - so dass dieser Frage ggfls. sogar einen eigenen Thread zur sachlichen Diskussion widmen würde.
      Gute Idee. Die Endlosdiskussion stattdessen hier im Thread fortzusetzen, wäre jedenfalls dumm. :prof:
      "Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen." ~ Blaise Pascal