Mutter weigert sich, meine Diagnose anzunehmen - was tun?

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    • H. M. Murdock wrote:

      Wie Du deine Probleme zuhause beseitigen kannst habe ich leider keine Idee. Mir zeigt dein Problem aber ganz klar, daß ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Ich habe absolut niemandem aus meinem Umfeld von meinem Verdacht erzählt. Und sollte bei mir wirklich AS diagnostiziert werden, dann werde ich es mir ganz genau überlegen, wem ich das mitteile.
      Das ist eine gute Strategie. So habe ich es auch gemacht und auch heute wissen nur wenige Menschen das ich AS habe.
    • Grübler_1988 wrote:

      Ich denke, es ist ein "Generationenproblem". Früher waren psychische Störungen/Erkrankungen noch ein ganz großes Tabuthema, heutzutage wird in der Regel damit offener umgegangen. Hinzu kommt, dass das "Bild" vom Autismus damals noch ein ganz anderes war. Das würde das Verhalten der Mutter erklären, soll aber keineswegs eine Entschuldigung sein. So ein Verhalten würde mich übrigens auch kränk
      Nicht nur das; die Psychologen gaben auch gerne den Müttern die Schuld; die "Kühlschrankmutter" produziert Autismus , und die "schizophrenogene Mutter " , das habe ich in den 80ern noch in der Uni gelernt !
      Daher ist die Reaktion der Mütter oft : " Ich bin nicht schuld" , und zwar noch mehr als die der Väter, die in Ruhe gelassen wurden.

      Meine Mutter reagiert sogar auf körperliche Krankheiten aggressiv. Als ich ihr sagte , ich hätte eine Polyneuropathie und die sei genetisch, schrie sie mich an, ich wolle ihr nur die Schuld zuweisen . :(

      Genetik ist ein heikles Thema in Deutschland, irgendwie stecken noch Nazi- Konzepte in den Köpfen, selbst bei Leuten, die keine Nazis sind.
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:
    • Elena wrote:

      An solche Aussagen und Vorwürfe von sich kann sie sich aber angeblich nie erinnern. Sie meint dann, das wäre ein Missverständnis gewesen und ich hätte da was falsch in Erinnerung. Das ist immer sehr schmerzhaft für mich, wenn mir meine Wahrnehmung/Erinnerung angesprochen wird.
      Das nennt sich Gaslighting :de.wikipedia.org/wiki/Gaslighting

      Sätze, die einen hellhörig machen sollten:

      kleinerdrei.org wrote:

      Du hast so eine lebhafte Fantasie!“
      „Mit dir stimmt was nicht.“
      „Du warst schon immer sehr schwierig.“
      „Musst du immer so empfindlich sein?“ bzw. „Ach, nun sei doch nicht so empfindlich.“
      „Reg dich ab, das ist doch nicht so schlimm.“
      „Darüber muss man sich nun wirklich nicht aufregen.“
      „Du bist so eine Drama Queen.“
      „Du bist schuld daran, dass wir immer streiten.“
      „Immer machst du aus einer Mücke einen Elefanten.“
      „Was sollen meine Freunde denken, wenn du dich so aufführst?“
      „Du verhältst dich kindisch.“
      „Du übertreibst schon wieder maßlos.“
      „Stell dich nicht so an!“
      „Du siehst Gespenster.“
      „Du bist doch paranoid.“
      auch : Du bist immer so merkwürdig - leicht beleidigt - etc.


      Es ist NICHT immer der Aspie, der sich unpassend verhält.

      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:
    • Iska wrote:

      Den habe ich noch nicht, und mir wurde noch schnell gekündigt, allerdings wollte ich auch aufhören, um mich auf eine Prüfung besser vorbereiten zu können. Nachteilsausgleich bei den Prüfungen bekommt man auf Antrag mit dem Diagnoseschreiben, das würde ich umgehend beantragen.
      Ich auch noch nicht. Ich weiß noch gar nicht, wo ich den beantragen kann. Was ich zuerst tun soll. Ich telefoniere nicht gerne... in der Broschüre für das Autismuszentrum in meiner Nähe steht aber eindeutig:

      Eine Anmeldung zur Erstberatung erfolgt bei uns bitte telefonisch.
      Das schreckt mich etwas ab. An der Arbeit rufe ich die Leute immer wieder mit denselben Problemen oder Sätzen an, ich habe da einfach meinen Duden an Sätzen die ich sagen kann...
      Das funktioniert privat leider nicht so gut. Also eigentlich müsste ich ja wahrscheinlich erst mal dahin. Zumindest habe ich das des öfteren gelesen. Auf jeden Fall muss ich irgendwo den Nachteilsausgleich beantragen. Wo genau weiß ich aber auch noch nicht. Und die IHK zu erreichen, um das zu erfahren, ist durchaus eine sehr lustige Angelegenheit... :nerved: Die waren damals bei meinem Ausbildungsplatzwechsel (inkl. IHK Standortwechsel) schon kaum zu erreichen :lol: :m(:

      Iska wrote:

      Von mir wird weiterhin ein besseres Verhalten erwartet, ich fühle mich nach wie vor manchmal missverstanden, und wenn ich meine Meinung sage, wird das in der Familie mütterlicherseits auch nicht verstanden oder akzeptiert. Seit sie die Diagnose wissen, denke ich sogar, jetzt haben sie einen offiziellen Grund, mich anstrengend zu finden. (Alle wissen sie aber nicht; meine Tante und mein Onkel z. B. nicht.)
      Ja, ich denke, bei mir wird es da ähnlich aussehen... besseres Verhalten wird sowieso andauernd von mir erwartet, aber selbst wenn sie es erwarten kann ich diese Erwartung nicht erfüllen und dann wird mir wieder gesagt, dass ich irgendetwas unangebrachtes gesagt habe... Aber wie sagt meine Mutter so schön: "Du warst noch nie ein einfacher Mensch und du wirst es wahrscheinlich auch nie sein. Du eckst überall an und Menschen können mit dir und deiner Art einfach nicht umgehen." Damit hat sie wohl leider recht haha :lol: Aber genau das ist das faszinierende an der Sache. Sie sagt mir solche Dinge direkt ins Gesicht - und dann heißt es aber wieder: Nein, das kann gar nicht sein, diese Diagnose.

      Iska wrote:

      Aber ich bin auch skeptisch, dass man bereit ist, Sonderbedingungen zu gewähren (in meiner Branche). Darum versuche ich, die Strategie zu fahren, Teilzeit zu arbeiten, mehr Gehalt zu verlangen, selbst wählerischer zu sein bei der Arbeitsplatzsuche, und notfalls doch etwas anderes zu machen oder gleich eine befristete Stelle anzunehmen
      Ja, eben. Das ist in der Branche Mediengestaltung wahrscheinlich nicht viel anders. Da hat man tagtäglich mit Kunden zu tun, die dann jetzt plötzlich ganz schnell innerhalb von einer Stunde eine komplett neue Anzeige haben möchten, weil Druckunterlagenschluss ist. Und solche Sachen. Damit kann ich einfach nicht umgehen. Das Problem ist nur: Mache ich jetzt nochmal eine Ausbildung, bekommt mein Vater kein Kindergeld mehr für mich. Und genau das nutzt er momentan, um die Unterstellkosten fürs Pferd und meine weiteren Kosten (die ich zum Teil schon übernehme) zu decken.
      Aber ich bin mir nicht sicher, ob es da etwas gibt, um es wirklich besser zu machen. Home Office mit null Kundenkontakt wäre mir am liebsten und das funktioniert auch echt gut (hatte ich damals bei meinem alten Ausbildungsplatz, bevor ich gewechselt habe, aufgrund der Entfernung). Aber das ist eher unrealistisch.

      Teilzeit mit mehr Gehalt wäre schön. Einfach, weil mich diese vollen 40 Stunden schon fertig machen... und es in meinem Beruf durchaus auch zu vielen Überstunden kommen kann.
      Wenn sowas meine Routine durcheinander bringt, dann rutsche ich ganz schnell in einen Meltdown. :(

      H. M. Murdock wrote:

      niemandem aus meinem Umfeld von meinem Verdacht erzählt.
      Ich habe es auch erst absolut keinem außer einer Freundin erzählt, die für mich immer da war. Die sagte mir dann, ich kann es ruhig auch meiner anderen Freundin von weiter weg erzählen. Ich habe es dann auch erst mal nur meinem Vater erzählt, eben weil ich ihm vertraue und ich mit ihm besser reden kann. Beim ersten Versuch hatte ich den Fehler gemacht, es auch meiner Mutter zu sagen. Weil mein Vater meinte, es gibt sonst noch mehr Stress, wenn sie das rausbekommt.

      Beim zweiten Versuch ist es meinem Vater dann ausversehen am Telefon ihr gegenüber rausgerutscht. Da standen wir gerade beim Augenarzt, ich getropft und sie fing an zu diskutieren, ob ich eigentlich noch "alle Latten am Zaun" hätte... :m(: :? Damit wusste sie dann davon... und somit eben auch, dass da irgendwas bei rumkommen würde.

      Allerdings weiß auch die Mutter des autistischen Mädchens bei uns im Stall darüber Bescheid (sie hatte mich darauf angesprochen, weil sie meinte, sie sieht sehr viele Ähnlichkeiten, bevor die Diagnostik angefangen wurde). Auch eine andere Frau aus dem Stall, mit der ich viel mache (auch ü. 40) und viel rede, weiß von der Diagnose. Sie versteht das Verhalten meiner Mutter aber auch überhaupt nicht und sagt auch, ist doch gut, jetzt zu wissen, wo man ist und was man zur Verbesserung tun kann.
      Ich möchte aber auch, bzw. habe ich einfach nicht die Kraft dafür, jetzt noch weiter und weiter ständig diese Maske aufzuhaben und so zu tun als ob. Klar mache ich das auch mit meinen Freunden zu einem gewissen Grad, aber dieses krasse maskieren an der Arbeit oder unter anderem auch im Stall, dass geht mir gewaltig an die Kraft. Ich möchte das einfach nicht mehr machen müssen, aber bei dem was mir schon alles gesagt wurde (ohne, dass jemand es wusste) und die Vorurteile über Autismus... da bekomme ich immer sehr stark das Bedürfnis dazu, die Leute aufzuklären und denen zu erklären, was es bedeutet und das ich davon eben auch betroffen bin...

      H. M. Murdock wrote:

      Auch als ich noch ein Kind war, wären meine Eltern niemals auf die Idee gekommen mit mir zu einem Psychologen zu gehen.
      Nachdem ich von der 1. bis zur 10. Klasse durchgehend gemobbt worden bin, bin ich irgendwann beim Psychologen gelandet. Sogar 2x. Weil sie es auch nicht mehr mit mir ausgehalten haben und ich schlimme Depressionen hatte. Aber ich denke der Gedankengang kann schon zum Teil da sein, das stimmt.
    • Vulkan wrote:

      Das ist eine gute Strategie. So habe ich es auch gemacht und auch heute wissen nur wenige Menschen das ich AS habe.
      Stimmt, kann eine gute Strategie sein. Wenn man nicht viel auffällt. Ich falle wohl leider auf. Obwohl ich versuche, nicht aufzufallen. Ich sage ständig das falsche oder eben das, was die Wahrheit ist und stoße anderen vor den Kopf. Außerdem finden viele meine Art und Weise einfach "seltsam". Das bekomme ich im Stall häufiger mit, aber sie akzeptieren mich trotzdem alle.

      Ich bin unschlüssig. Denn ich möchte am liebsten den Leuten mit Vorurteilen erklären, was die Probleme sind und das nicht alle Autisten gleich sind...
    • Ljos wrote:

      Ich bin unschlüssig. Denn ich möchte am liebsten den Leuten mit Vorurteilen erklären, was die Probleme sind und das nicht alle Autisten gleich sind...
      Die Frage ist, ob die anderen Menschen gewillt sind, mit ihren möglichen Vorurteilen aufzuräumen. Ich würde mir nicht zu große Hoffnungen machen. In der Regel geht es vor allem im Berufsleben darum, dass die Leute eigene Vorteile ausspielen wollen. Und wo lässt sich das besser machen, als mit einer Person, die sozusagen schon das Etikett "eingeschränkt" bekommen hat. :( Ich heiße das überhaupt nicht gut, aber ich hörte schon häufiger davon, dass bei Kenntnis der Diagnose die Arbeitskollegen (die einen vorher schon seltsam fanden) dann richtig mies wurden und so Dinge sagten wie, dass sie nicht mit einem psychisch Kranken zusammenarbeiten wollen etc. Oft werden einfach nur Gründe gesucht, "um jemanden zu schneiden" (RW). Mit der Diagnose ist man vermutlich wirklich sehr angreifbar.

      Ich würde allenfalls der Personalabteilung und dem Vorgesetzten von der Diagnose berichten, so dass Nachteilsausgleiche möglich sind. Den Kollegen nicht.
    • Ljos wrote:

      Das schreckt mich etwas ab
      Bitte jemanden für dich anzurufen und sage direkt beim ersten Termin, dass dich die fehlende Barrierefreiheit stört! Je häufiger es angesprochen wird, desto besser.

      Ljos wrote:

      Auf jeden Fall muss ich irgendwo den Nachteilsausgleich beantragen
      Steht in der Prüfungsordnung der IHK, sollte das Prüfungsamt bzw. der Prüfungsausschuss oder die zuständige IHK Stelle für deinen Ausbildungsberuf sein, ließ mal nach in der Prüfungsordnung.
    • FruchtigBunt wrote:

      Personalabteilung und dem Vorgesetzten von der Diagnose berichten, so dass Nachteilsausgleiche möglich sind. Den Kollegen nicht.
      Wie gesagt, wir sind ein Betrieb von insgesamt 4 Leuten. Meine Kollegin wusste ja auch schon, dass ich zur Diagnostik gegangen bin und auch sie sagte schon, dass es vieles erklärt.
      Meinem anderen Kollegen muss ich es nicht unbedingt sagen, aber auch der kommt andauernd an von wegen: Dann musst du halt einfach mal telefonieren, was ist schon dabei?

      Und wenn er dann von Greta anfängt und wie "starrsinnig" sie ihr Asperger Syndrom macht... was er da schon alles losgelassen hat, da war ich schon kurz davor auch vor der Diagnose was zu sagen...

      MangoMambo wrote:

      Bitte jemanden für dich anzurufen und sage direkt beim ersten Termin, dass dich die fehlende Barrierefreiheit stört! Je häufiger es angesprochen wird, desto besser.
      Mal sehen, ob ich jemanden finde, oder ob es doch an mir hängen bleibt. :(

      MangoMambo wrote:

      Prüfungsamt bzw. der Prüfungsausschuss oder die zuständige IHK Stelle für deinen Ausbildungsberuf sein
      Ah, muss ich mir mal anschauen, danke. Ich weiß nämlich, dass unsere Abschlussprüfungen von der ZFA kommen, nicht von der IHK, aber die IHK alles prüft und die Noten ausgibt.

      Shenya wrote:

      Ein Armutszeugnis, ausgerechnet in einem Autismuszentrum.
      Das hatte ich tatsächlich auch bei allen Kliniken bisher, wo ich per Mail nachgefragt hatte. "Für einen Termin müssen Sie anrufen."

      Ja danke, genau damit habe ich ja auch Probleme, weil ich durch Hintergrundgeräusche kaum etwas verstehe usw. :shake:
      • Kann deine Kollegin oder dein Vater da nicht anrufen?
      Inzwischen schreibe ich meist eine E-Mail, dass ich auf Grund der Behinderung ein Sprachproblem habe und eine barrierefreie Kommunikation brauche.

      Für Menschen in Deutschland gilt da offiziell das Fax als Mittel der Wahl. (Kannst du auch kostenlos online Nutzen).

      Inzwischen gibt es zum Glück für beeinträchtige Leute die Applikation Tess, dort kann man zu Telefongebühren einen Dolmetscher beauftragen aus Text oder Gebärdensprache heraus anzurufen und das zu klären: tess-relay-dienste.de/
      Auch Text Notrufe sind dort möglich als Alternative zum Fax und kostenlos (siehe mein Thread zu dem Thema).
    • Ljos wrote:

      Das hatte ich tatsächlich auch bei allen Kliniken bisher, wo ich per Mail nachgefragt hatte. "Für einen Termin müssen Sie anrufen."
      Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man drüber lachen... :shake: Erinnert mich daran -> KLICK :d

      Da kann man nur hoffen, daß, wenn man anruft, die wenigstens wissen das Aspies ihre Probleme beim Telefonieren haben (können) und dementsprechend verständnisvoll reagieren. Also am besten aus einer ruhigen Umgebung, idealerweise mit einem Festnetztelefon anrufen und (mindestens) den ersten Satz aufschreiben: "Hallo! Ich bin Ljos. Ich bin Autistin und habe große Probleme mit dem Telefonieren. Bitte etwas Rücksicht nehmen, ich kann nicht / nur schwer xyz. Ich brauche manchmal länger und / oder verstehe was falsch usw. usv. Wenn ich einfach auflege, dann nicht weil ich unfreundlich bin, sondern weil ich gerade nicht mehr klar komme. Ich rufe an weil ich..." Du verstehst was ich meine, denke ich. Den Satz dann "ohne Rücksicht auf Verluste" sofort abspulen.

      Wenn dein Gesprächspartner ungeduldig / "pampig" wird weil das Gespräch nicht so richtig läuft den "Notfallsatz": "Sie wissen aber schon, daß Autisten Probleme mit dem Telefonieren haben (können), oder?!" groß auf einem Zettel haben und auch benutzen.
    • Für @Ljos:

      MangoMambo wrote:

      Mir fallen folgende Tipps ein:

      Deinen Vater um ein 4 Augen Gespräch bitten.

      Über Wohngeld informieren.

      Einen Termin bei der EUTB ausmachen.

      Eine Therapie in Erwägung ziehen um besser mit dieser belastenden Beziehung umgehen zu können und evtl. auch etwas aufzuarbeiten.
      Immer noch richtig.
      Am Punkt 4 noch ein Hinweis: Wenn du schon mal eine Therapie wegen Depression und/oder Angststörung gemacht hast - auch in der Jugendzeit - und die wenig erfolgreich war, liegt es vielleicht auch daran, dass deine autistische Persönlichkeitsstruktur eben nicht berücksichtigt wurde.

      Dass deine Mutter so unschön reagiert, hängt aber gegebenenfalls damit zusammen, dass sie eine Persönlichkeit mit Ecken und Macken, sprich eine Persönlichkeitsstörung, hat. (Ich will ja keine Ferndiagnose stellen, nur liegt der Verdacht deinen Schilderungen nach ziemlich nahe.)

      Falls das wirklich so ist, nützen gewisse Ratschläge in Bezug auf das Mutter-Kind-Verhältnis hier wenig. Dann kannst du nur Schrittchen für Schrittchen deine Unabhängigkeit ausprobieren (wobei: was heißt "nur"- das ist sehr viel!).

      Und da können die Tipps einiger Erfahrener hilfreich sein. Du bist jedenfalls nicht allein mit deinem Problem. Leider!
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Ljos wrote:

      Sie sagte ihm mal, würde er nicht überall immer so anecken durch das, was er den Leuten an den Kopf wirft, dann wäre er heute vielleicht besser bezahlt und höher aufgestiegen im Beruf..
      Das klingt richtig gemein, aber sie hat vielleicht trotzdem grundsätzlich Recht.....

      Vielleicht will sie dir auch nur auf ihre verschrobene Art "helfen" ("....entweder sie macht es so, wie ich es ihr sage, oder sie lässt es, das dumme Kind!").
      Wahrscheinlich ist der Ablöseprozess für deine Mutter noch schwieriger als für dich - oder genauso schwer.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Hallo,
      meine Mutter ist auch so eine, die meint mir zu helfen, in dem sie böse Dinge sagt.
      Zum Beispiel sagte sie mir mit ca 13 einhalb das ich kein Grund hab zu heulen wegen den Schulnoten und Schulproblemen. Ich hatte in recht kurzer Zeit mehrere fünfen und sechsen bekommen und saß meine kurze Freizeit meist bis 1 Uhr ab am Schreibtisch, durfte weder spielen am Amiga noch basteln. Sie bestrafte mich also mit Hausarrest den ich am Tisch zu verbringen hatte, anstatt einfach mal mit zur Schule zu fahren und sich das Problem, das ich nicht hinterherkam, anzugucken, mit Lehrern zu reden. Da ich um 5.45 aufstehen mußte und erst um 16.30 Uhr zurück aus der Folter Anstalt Schule. Und dann noch Hausaufgaben!
      Sie sagte ich hätte kein Grund zu heulen, nur sie hat ein Grund zu heulen, NUR SIE, bzw sie schrie es!
      (okay das ist jetzt 26 Jahre her und damit niht mehr wahr, da sie es vergessen hat. Ich aber muß damit leben, als sei es gestern, da alles was in mein Bewustsein drang, scheinbar nie gelöscht wird).

      Als ich 17 einhalb war und mir sicher war, das ich Autist bin und das es auch mein Opa wohl war, schrie sie mich auch wieder an.

      Es ist glaube ich so: Niemand gibt gern zu, daß er versagt hat. Kind in die Welt setzen, kann fast jeder, selbst strohdoofe und minderjährige kriegen das hin, ... aber das Kind nach seinem Geschmack erziehen, das klappt halt nicht immer so, entweder ist es zu dumm, leidet unter fetales Alkohol Syndrom, Sauerstoff Schaden (geistig behindert) oder sonstwas. Etliche Eltern sagen dann okay, ich hab halt ein Baby mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte oder Down Syndrom und nehmen es so gut wie es geht, an.
      Andere Eltern wiederum, schaffen das nicht, Väter verlassen Mutter und das behinderte Kind und/ oder Mütter schieben es ab ins Heim.

      Wiederum andere lügen sich selbst eins in die Tasche, haben also ein krankhaft ausgeprägtes rosa-rotes-Brillen-Syndrom, sie denken einfach, was ich nicht sehe, existiert auch nicht! Bei Dingen wie Down-Syndrom geht das halt nicht so gut wie bei unsichtbaren Dingen, Entwicklungsstörungen, Depression, Autismus, Mobbing, Vergewaltigung durch Ehepartner, Verwandte, und/ oder Übergriffe von Schülern, Busfahrern.
      Da glaubt einem einfach niemand, das man es schlimm, ja gar Psychoterror ist, wenn man von Busfahrer "gestreichelt" wird oder "Schüler Vergewaltigungen üben".
      Irgendwann glaubt man es auch selbst, das man da allein durch muß, es einfach zu ertragen hat, anstatt Schule zu wechseln.

      Meine Mutter denkt bis heute, mit mehr Strenge wäre alles besser geworden, also mehr Satz heiße Ohren, mehr drohen wie (wenn du wieder rum zickst, gehen wir nie wieder irgendwo hin- Worte tuen auch schlagen und schmerzen viel länger als Satz heiße Ohren) und schon verpufft Autismus!

      Autisten sind ja nur autistisch, weil sie mehr Aufmerksamkeit haben wollen! (so denken einige Menschen)
      Nur, das stimmt halt überhaupt gar nicht, Autismus verpufft nicht, durch mehr Selbstkasteiung.

      Wiki wrote:

      Kasteiung oder Selbstkasteiung (von lat. castigatio, ‚Züchtigung‘, das „Kasteien“[1]), im mittelalterlichen Deutsch Kestigung, bezeichnet freiwillige Entbehrungen und Leiden um eines höheren Gutes willen.

      Es ist also sinnlos, sich dann ebenfalls selbst zu belügen, seelisch oder körperlich Schmerzen zuzufügen und denken, das man sich selbst nur zusammen reißen müßte, um eben nicht autistisch, behindert oder bekloppt zu sein.
      Ich habe mich oft selbst verletzt, um Dinge zu tuen, bei denen ich wußte, das ich eh scheitere, in dem ich mich auf Zunge oder Lippe biss, nur um Dinge zu tuen, bei denen ich schon Tage im voraus, teils gar Wochen vorher. Nur um brav, nicht auffällig zu sein, um brav mitten in die Katastrophe zu gehen. Und wenn ich dann in der Katastrophe stecke und merke, wie sich die Situation außer Kontrolle gerät, verletzte ich mich oft unbewußt selber. Ich weiß, das ich verpflichtet bin, diese Dinge zu tuen, auch wenn ich weiß, das ich es unmöglich schaffen kann. Man hats einfach so verlangt von mir, zum Beispiel auch ein Tag nach der versuchten Vergewaltigung durch gleich 2 Mitschüler mußte ich zur Schule. Warum? Ganz einfach, ich hatte kein Fieber, lag nicht im Krankenhaus, somit egal was da passierte, ich hatte eben zu lernen, mich durchzu setzen. Ob ich wirklich panische Angst hatte, spielt keine Rolle. Noch heute hab ich ein gestörtes Verhältnis zu Männern und diese teils kaaum regulierbare Panik, wenn ich mit fremden Männern, grad Busfahrern reden muß oder körperliche Nähe zu wildfremden Männern erdulden muß (Arzt, der mir verklemmte Rippen richtete und mich dafüür von hinten umgreift) oder zu doofen Erste Hilfe Kurs (ich brauche nur da zu sitzen und zuzuhören, ich brauche da nichts üben, da ich wie ein Tier eigendlich eh immer das richtige tue, zb unterkühlte Besoffene retten oder besoffende Asthmatiker mit Notfallspray behandeln).

      Der Zwang, ich muß jett aber den fremden Mann anpacken beim Ertse-Hilfe-Kurs führt dann oft leider zum durchdrehen, durhgehen, man dreht am Rad, will nur weg, egal ob dadurch Geld verloren geht und denkt eventuell im nachhinein, das es ja niht so schlimm war, aber das Flucht ergreifen und um sich schlagen ist eben nach meiner Meinung ein Teil des Autismus, natürlich kann man durch Erziehung sowas wieder hübsch verstärken, z.B. "ich mußte wieder ein dutzend Telefonanrufe tätigen, nur weil du dich nicht benehmen kannst.


      Dem Autist wird mal wieder vorgeworfen, er will durchdrehen, ihm macht das Spaß, Theater zu veranstalten. Teils geschieht dies aus Unverständnis der nicht-betroffenden, teils aber ist es grob fahrlässiges "ich-will-nicht-sehen" Problem der normalen!


      Zum Beispiel warf mir meine Mutter vor, da war ich ca 33,34 Jahre alt, das ich das allerleichteste aller Leben auf Vater Staats Kosten lebe, ... wenn mein Leben das allerleihteste ist, tja dann frage ich mich, wie oft denken dann andere an Selbstmord oder wie geil es sein müßte, mit Kettensäge mal die Schule zu besuchen ? (tschuldige aber ja Kettensäge wurde auch von Doom II geprägt, ein Ego Shooter Spiel... aber nicht jeder wird dadurch gleich zum Amokläufer, siehe amerikanische Verhältnisse. Ich gehe ja nicht mehr zur Schule oder Behindertenwerkstatt, somit weniger Gefahr das ich Frust erleide, weil ich es nicht schaffe, die fremde Situation zu ertragen und dazu auch noch lächeln zu müssen und glücklich, dankbar sein zu müssen, daher auch keine Gefahr mehr, irgendwas mit Kettensägen zu bearbeiten. Also kein handeln nötig, falls es Angsthasen lesen).


      Was sich bei mir erst später heraus stellte, war das ich an einer weiteren unsichtbaren Krankheit leide und nicht an Asthma, akute Atemnot bedingt durch Computer Spielsucht leide.

      Meine Mutter will mir mit dem Satz: "Du lebst das allerleichteste aller Leben auf Vater Staats Kosten" helfen!

      Sie denkt dann, ich fahre sofort mein PC herunter, ziehe mich an, fahre mit Bus oder Taxi zum nächsten Krankenhaus und lasse mich in Narkose legen, damit fremde an mir rum grapschen können und kehre nach ein bis zwei Tage körperlich geheilt zurück!

      Sie glaubt ehrlich, das mir das dann genug in den Allerwertesten tretet, um mich dem Kontrollverlust durchs Krankenhauspersonal auszusetzen und daran Spaß beziehungsweise, dankbar zu sein!


      Nicht diagnostitiertes Autismus führt nach meiner Meinung zu verstärktem Hang zu:

      - Depressionen (hab ich glaub ich schon seit 8. Lebensjahr)

      - Noch mehr zwanghaftes Verhaltensweise z.B. Vermeidungs-Strategien wie Rückzug, Abbruch der Sozialkontakte-
      - Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS
      - Paranoide Psychose
      - Selbstverletzendes oder gar fremdgefährdendes Verhalten
      - Burnout Syndrom
      - Ticks und seltsame Dinge tuen, seltsame Komplexe

      - panische Ängste


      Das Problem ist, bei z.B. Burnout Syndrom wird man wenn man immer noch nicht entdecktes autistisches Verhalten hat, nur das Burnout Syndrom "therapiert", nicht aber die Ursache des Burnout. Das gleiche bei Depression, ...

      nur wenn man dann mehrere Dinge hat, unerkannte autistische Störung, Depression und eine Herzmuskelentzündung mit leichter Herzschwäche (auch unerkannt) gepaart mit chronisch, obstruktiver Bronchitis (auch übersehen bzw laut Hausarzt psychogenes Asthma, das laut Lungenfacharzt nicht gibt), dann ergibt sich ein überlagertes, verzerrtes Bild, bei mir hieß es dann, ich sei halt faul und man schob alles auf das bei mir bekannte Autismus, das dann die Bewegungsfaulheit auslöste, die aber herzbedingt war.


      Ohne Autismus Diagnose wäre es wohl nur ne Psychose gewesen, der Patient bildet sich das halt nur ein und verweigert die Narkose. Auch nicht besser, aber eventuell auch nicht gut, da dann kein Verständnis dagewesen wäre, warum ich nicht allein ins Krankenhaus gehe und hätte damals die Krankenkasse die Kosten für 2. Bett übernommen, als ich dann ca 18 Monate zu spät ins Krankenhaus ging mit meiner Mutter und dann noch weibliche Ärzte bekam, nur weil ich Komplexe gegenüber Männern habe?

      Ich denke ohne Diagnose wäre ich nur ein Fall für Psychiatrie gewesen, mit Ruhigstellungs-Maßnahmen hätte man eh nicht meine Herzschwäche entdeckt, da sie nur bei Belastungen auftritt.



      Heute versuch ich einfach Ärzte zu vermeiden, denn in den meisten Fällen, können sie ein eh nicht helfen. Ich habe erst gestern mein Finger operiert. Warum? Weil ein unsichtbarer Span, Splitter im Finger ja wieder nur doof belächelt wird. Nur der Span nervt schon seit Jahren, immer wieder wird Haut dadrüber dick, es bildet sich eine mini Blase, die dann aufplatzt und dann dauert es teils Monate, bis es abheilt, nur um dann erneut zu nerven.
      Scharfes Küchenmesser, desininfizieren und Messer flach halten, nicht das man zutief rutscht. Sind ja eventuell nen Milimeter das dann eher abgeschabt als geschnitten wird und max 2 mm breit. Was tuen, wenn man eh nicht in ein Krankenhaus gehen kann, um etwas Gewebe zu entfernen? Im KH setzen die ein Spritzen, das ist noch schlimmer als das Messer! Außerdem kann man nicht weg laufen wann man grade will (Kontrollverlustangst).

      Man gewöht sich irgendwann dadran, das einem niemand glaubt. Irgendwann wirds einfach normal sein.
      Warum ich schwieg und niemanden erzählte, das ich Autismus bei mir vermute? Weil ich davon überzeugt war, das mir niemand glaubt. Weder meine Mutter noch die eh schon irre Mutter meines Vaters noch mein Vater selbst. Und in der Schule intresssierte es auch keinen.
      Warum hab ich niemanden erzählt, das mein Unterbewußtsein verdächtigte, das ich Absencen habe? Ja wer würde einem mit 13, 14 Jahrenn den glauben, wenn man zum Arzt geht und sagt "ich hab geträumt, das ich sowas in der Art wie Epilepsie habe, nur "schwächer", ohne körperliche Krampfanfälle, ca 1 bis 3 Sekunden lang. Damals gab es kein Internet um sich gruselige Dinge einfach aus Spaß, weil man Aufmerksamkeit will, anzusehen, zu lesen und sich zu informieren.

      Als ich dann ca 30 Jahre alt noch ein Problem beim bewegen feststellte, hab ich gesagt, das es immer unter Belastung geschehe und erst dann vertiefte ich mein Hobby PC (jaja, Rekord liegt bei 42 Stunden, tags wie nachts, schon gaga, ja dessen bin ich mir bewußt). Erst zu spät wurde es bestätigt, das normale Ruhe- EKG war normal, aber beim Belastungs-EKG schoben sie den Defibrillator vor dem EKG Raum, war reine Vorsichtsmaßnahme, dennoch krass. Tja jetzt nun auch noch chronische Herzschwäche und zur Feststellung ob OP irgendwas verbessern könnte, müßte ich weitere Untersuchungen machen, Narkose will ich nicht. Aber ohne Narkose keine klare Bescheinigung, das man vom Herzen her krankhaft faul ist.
      Darum kann ich auch nicht Frührente beantragen, da nicht klar untersucht wurde, ob es lösbar ist . Aber mit Autismus Diagnose kann ich Job einfach so kündigen und faul sein ohne Aspi Diagnose, müßt ich wohl auf der Straße betteln, da Amt nicht zahlt, wenn man ohne Grund kündigt.
      Um der Diagnose kommt man meist nicht drum herum, egal was man hat.


      Ob meine Mutter akzeptiert, das ich manchmal eben mich nicht mehr bewegen mag, da alles körperlih anstrengender ist wegen Herzschwäche? - Ich denke nein. Man sieht es ja nicht. Ich hab 4 Gliedmaßen, kann also arbeiten. Kraft um bis zu 30 Kolo zu heben, ja, aber Ausdauer, Puste es 4 Meter zu bewegen? Eher nein.
      Ob meine Mutter mittlerweile akzeptiert hat, (bin fast 40) das ich Aspi bin? - Ich glaub nein, sie versucht es so oft es geht, zu verdrängen.
      Sie redet immer davon, was ihre anderen Kinder geschafft haben, Gymnasium, Abi, Ausbildung und teils erscheinen sie in Zeitungen und dann soll ich immer den Artikel bewundern was sie denn ach so tolles geleistet haben. Und bevor deren Ausbildung fertig war, hat sie ihnen Geschenke gekauft, die sie dann überreicht, wenn sie den Abschluss in der Tasche haben. Hat sie für mih jemals irgendwas besonderes gekauft, wenn ich irgendwas geschafft habe? - Nö, niemals! Das ist einfach hart, sie weiß also bzw geht davon aus, das ich versage! Dennoch ist von Hilfestellung keine Spur. Und ja, ih bin der Meinung, einer der nur bis 70 Tage im Jahr arbeitet, meist an Wochenenden, der kann seinen fetten Hintern mal selbst zur Fortbildung Kindererziehung treiben oder Tagebuch schreiben, Fach-Bücher lesen und Fachtagungen besuchen um entwicklungsschwachem Nachwuchs zu helfen!
      Sie hat mich zwar ab und zu zu irren Psychologen geschickt, aber nie Eigeninitiative, nie selbst ihr Hirn einschlalten.

      Die erste nicht irre Therapeutin die ich hatte, da war ich schon 18 Jahre und hab heute, über 20 Jahre später, immer noch Kontakt zu ihr. Alle anderen waren für die Wurst (in Würstchen verarbeitet man minderwertiges Fleisch)!


      Ein einfacher Nachhilfekurs für Schule hätte ja schon gereicht, um Eigeninitiative zu zeigen, aber nein, sie hat gedacht, man schickt das Kind zur Schule und das wars mit der Verantwortung, ob das Kind mitkommt muß die Schule regeln oder ob man schon wieder mit zerstörtem z.B Rucksack zurück kommt oder ein paar fünfen und ein paar blaue Briefe. Alles Schulsache.


      Mütter können Monster sein. Ich wohne auch zuhause, mit einem Mutter-Monster im Hotel Mama. Mal klappt es und manchmal eben nicht, da brüllen wir uns halt an (Sie schlägt nur mit Worten). Ist normal.
      Ob ich mich mit einem Betreuer fetze oder mit Mutter, da kommts nicht drauf an.

      Wenns knallt, einfach zurück brüllen, am besten so laut das auch die Nachbarn was davon haben, nichts mehr unterdrücken, sondern alles raus lassen. Kann echt befreiend sein. Danach klappt es auch wieder lange ohne Zicken Krieg.

      Am besten versuchst du erst mal weg vom Mama, ... denn nach einer weile ging es besser bei mir.. Ich habe mich als ich 16, 17 war und der Total-Schul-Crash zum greifen nahe war, mich mit meiner Mutter täglich gezofft und bin oft ohne Essen raus in den Wald und erst nachts rein, das heißt ich esse dann nur morgens vor der Schule etwas und danach erst ab null Uhr. Teilweise schloß sie Tür ab, um mich absichtlich auszusperren, da ich nicht zum Essen kam, um mir ihre Standpauke anzuhören, das ich, wenn es so weiter geht, Bahnhofs-Kloputze werde. Wenn die Tür, die ja nur ausversehen abgeschlossen wurde , dann ging ich in kaninchenstall, im Heu schlafen (wir lebten auf Land, Tür abschließen unötig und jahrelang taten wir es nicht). Später ging ich bei Oma essen und als es dann mit 17 gar nicht mehr ging, war ich 3 Wochen nach Schle aus, freiwillig in die Psychiatrie gegangen. Meine Mutter hasst mich heute immer noch, weil ich unnützerweise eingeliefert wurde wie sie meint (komisch, daran erinnert sie sich).
      Sie wollte mich erwachsen machen, in dem ich Aschenputtel ähnlich den gesamten Haushalt machen sollte, putzen (ja sie sagte mir gar, ich müsse lernen, WCs zu putzen, denn was anderes wirst du ja nicht) und essen kochen, Betten machen, beziehen, Staub putzen und dazu TV Verbot. Da ich fast erwachsen war, hatte ich nicht mehr zu spielen.

      Warum Psychiatrie, anstatt betreutes Wohnen? - Ich war so fertig, das ich selbst nicht mehr wußte, was ich wollte, außer tot sein. Nach 3 Monaten dann wieder nach Hause und dann verschiedene Einrichtungen getestet, bis ich beim betreuten wohnen hängen blieb und erst seit 2 Jahren zurück nach Hause. Bissle klarer im Kopf ist sie schon geworden, aber nicht normal.

      Und falls eure Beziehung zueinander täglich in Streit endet, dann am besten mal nen Jahr weg und nur Telefon oder Postkarte, Brief. Und falls ihr euch trefft, falls es schlimm ist (zBhäusliche Gewalt), dann nur mal Treffen im Kaffee, meine Mutter achtet sehr dadrauf, in der Öffentlichkeit Normalität zu wahren. Daher war Spaziergang durch Tierpark zB recht harmonisch, aber zuhause, in den eigenden 4 Wänden kommt halt das Monster durch.

      Am besten ist es, wenn du deine Mutter nur alle 3, 4 Wochen triffst z.B Wochenende, das hilft Abstand zu wahren, Stress zu vermeiden. Versuch auf dein Vater einzuwirken, das er dir hilft oder wenn du eine gute Therapeutin etz hast, das die dann mit deimen Vater redet. Und die Therapeutin dann mit deinem Vater nach lösungen sucht.
      Versuche nicht deiner Mutter zu "gefallen", dich selbst zureht zu biegen, nur ihretwillen. Ab und zu Rücksicht, ja wenn die Rücksicht erwiedert wird, aber mach dich bitte nicht zu ihrem Sklaven!

      Ich mußte mich fast umbringen, weil ich ohne Diagnose auf ein ganz schlimmes Brettergymnasium kam (Sonderschule), täglich bedroht zu werden, ja gefoltert, angerotzt zu werden und übelste Fäkalsprache / Schimpfwörter versauen mir heute noch mindestens 1 mal in der Woche das Leben, da ich die Fäkalsprache im 3. Schuljahr so sehr aufnahm, das sie heute noch raus rutscht, wenn ich sauer bin.

      Ich hatte auch ambulant betreutes Wohnen getestet. Bei mir kam 2 mal die Woche jemand, der mir bei Dingen half, die ich nicht schaffte. Und die eine war immer per E-Mail und Telefofon erreichbar, das war sehr praktisch, da es kostenlos ist und auch geht, wenn der andere grad nicht da/ erreichbar durch Telefon zB Teamsitzung, ... per E-Mail mußte nicht auf Textlänge geachtet werden , Bilder senden geht auch. Whats App wär auch ne Möglichkeit.
      Aber du brauchst für kompliziertes, nerviges jemanden anderen, denn Eltern geht es sehr schnell auf den Keks wenn sie das erwachsene Kind schon wieder den Hintern abwischen müssen z.B. GEZ Befreiung, Anträge oder auch zum Arzt kutschiert zu werden, nervt Eltern nach meiner Erfahrung.

      Hoffnung stirbt immer zuletzt, auch die Hoffnung auf elterliche Anerkennung stirbt, aber meist ganz, ganz, langsam. (bei mir ist ja nichts, das Anerkennung verdient, so denkt sie jedenfalls. Ich glaube ich wurde öfter von mein tragbaren Junior Computer gelobt als von lebenden Geschöpfen. Leider war es ja schnell auswendig gelernt, somit man nicht vom Hai gefressen wurde. Das Ding fraß zuviele Batterien und war zu durchschaubar bei der Abfragerei).
      Von meinem Vater hab ich erst kürzlich erfahren, das der keine Kinder wollte, hat aber gleich ne ganze Menge Kinder gemacht.
      Daher muß ich mich wohl nun selbst loben, *lol*.
      Ich denke meine Mutter war schon als ich ca 2 Jahre alt war, mit mir überfordert. Warum solche Mütter dann noch vier bis 5 Kinder machen und dann hoffen das alles gut wird, wenn man schon mit dem 1. Kind überfordert ist, weiß ich nicht.


      Dir und deinem Hottehüh alles gute. Versuch jemanden zu finden, der dir hilft, eine trabrare Lebenssitiation herzustellen.

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