Eigenes Handtuch beim Gynäkologe

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    • Abgesehen davon, dass ich das Ansinnen seltsam finde und auch hinterfragen/verweigern würde...

      Für eine hygienische Wäsche reichen 70 Grad völlig aus. Ich arbeite in einem Betrieb, der von den Hygieneanforderungen einem Spital ähnlich ist. Unsere Wäscherei hat nach den neuesten Erkenntnissen die Temperatur reduzieren können ohne Qualitätseinbussen.
    • Leynd wrote:

      Für eine hygienische Wäsche reichen 70 Grad völlig aus. Ich arbeite in einem Betrieb, der von den Hygieneanforderungen einem Spital ähnlich ist. Unsere Wäscherei hat nach den neuesten Erkenntnissen die Temperatur reduzieren können ohne Qualitätseinbussen.
      Bei handelsüblichen Waschmaschinen hast Du aber nur 60 oder 95 Grad. 70 gibts da nicht :)
      Es gibt ein paar wenige wo man die Temperatur separat einstellen kann aber da Gros hat doch feste Temperaturen in den Programmen.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Leynd wrote:

      Für eine hygienische Wäsche reichen 70 Grad völlig aus.
      Bei 70°C werden tatsächlich die allermeisten (ich will nicht sagen alle) Keime abgetötet. Die Temperatur muss nur über einen gewissen Zeitraum gehalten werden.
      Das gilt nicht nur für Wäsche sondern auch z.B. für die Behälter, in denen die Desinfektionsmittellösung vorgehalten wird, etc.
      Alternativ könnte man auch alles einfrieren, aber da weiß ich die Temperaturgrenze gerade nicht auswendig, ich glaube sie liegt bei -20°C.
    • @Ginome Bei neuen Waschmaschinen (mit digitaler Temperaturauswahl) ist das kein Problem. Meine bietet mir von 95° auf 90° an und dann runter in Zehnerschritten bis 20° und dann noch 15°.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • Und die Wäschereien stufen dann Wäsche von gynäkogischen Praxen aus wirtschaftlichen Gründen als 'kontaminiert' ein und unterziehen diese einer speziellen Reinigung oder wie? :sarcasm: Jedenfalls kann die Arztpraxis nicht erkennen ob das Handtuch zu Hause nach den Kontaminations-Vorgaben gewaschen wurde oder nicht. Wenn es in der Reinigung nach diesen Vorgaben gewaschen wurde, sollte man darauf vertrauen können.
      Damit ist die Sache doch eindeutig. Ich finde die Argumentation total an der Sache vorbei und die Schlüsse nicht sachbezogen.

      Aber was solls. Ich weiß nun, warum ich um solche Praxen zukünftig einen großen Bogen machen werde. Und wem die hygienischen Gesichtspunkte egal sind, der darf selbstverständlich sein Handtuch in Arztpraxen tragen und dazu beitragen, dass Keime verbreitet werden.
    • Shenya wrote:

      Wenn man zur Massage oder KG geht, bringt man auch sein eigenes Handtuch mit. Vom Gynäkologen kenne ich es zwar nicht, aber es wäre ja nicht viel anders. Stören würd's mich nicht, immerhin deckt das Handtuch vielleicht auch den Stuhl besser ab als die dünnen Papierdinger.
      Na, doch, man sitzt mit dem nackten mors drauf, was ich in der Physiotherapie NICHT tu.
      Aber wenn ich in der Physio beispielsweise auf dem Bauch liegen soll, bekomme ich trotz Handtuch noch eine Papierunterlage für das Gesicht.

      Wenn das Handtuch ein Duschhandtuch oder Saunahandtuch ist , deckt es den Stuhl gut ab, aber hinterher würde ich es mit 90 Grad oder Desinfektionsspüler waschen, weil man nicht weiß, welche Handtücher vorher auf der Fläche lagen .

      Ich glaube, dass soll so ein Umwelt/Klimaschutzdings sein in dieser Praxis.
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:

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    • Rhianonn wrote:

      Ich glaube, dass soll so ein Umwelt/Klimaschutzdings sein in dieser Praxis.
      Ich vermute auch. Neben dem Einsparen von Organisationsabläufen und Kosten möchte man sich vermutlich umweltfreundlich zeigen. Die Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit hat aber für mich da Grenzen, wo es um Gesundheit und Hygiene geht. Aber wie ich es kenne, hat sich über diese Themen vermutlich niemand in den Arztpraxen Gedanken gemacht und wird es vermutlich auch nicht.
    • Ich finde auch, dass mit Hygiene nicht fahrlässig umgegangen werden sollte und es leuchtet mir völlig ein (RW), dass für Handtücher in Praxen/Krankenhäusern besondere Hygienevorschriften bestehen. Jedoch scheint mir die Möglichkeit, sich über die vorherige Existenz eines Fremdhandtuches auf einem gynäkologischen Stuhl mit Krankheiten infizieren zu können, fast gegen Null gehend, denn dafür müssten schon einige Bedingungen erfüllt sein:

      1. Die Person, die vor mir ihr Handtuch auf dem Stuhl hatte, hat eine (hoch-)ansteckende Krankheit im Genitalbereich.
      2. Die Viren/Pilze/Bakterien sind auf die Seite des Handtuches gelangt, welche auf der körperabgewandten Seite ist (auf der Stuhlseite). Dabei sollte man bedenken, dass meisten Erreger, die sich im Genitalbereich wohlfühlen (ca. 36°, feuchtes Milieu) nicht lange auf einem Handtuch (trocken, Raumtemperatur) überleben können.
      3. Die Reinigung (Desinfektion) des Stuhls muss nach der Untersuchung dieser Person vergessen werden, denn ansonsten können ja keine Erreger mehr auf dem Untersuchungsstuhl sein.
      4. Die Erreger müssen von dem Stuhl irgendwie durch mein Handtuch in meinen Genitalbereich wandern, um mich infizieren zu können (oder ich muss zuvor den Stuhl mit meiner Hand abwischen und dann meine Hand an diese Stellen bringen).

      Ich will nicht sagen, dass es UNMÖGLICH ist, sich so zu infizieren, aber eine vernünftige Risikobeurteilung sollte doch nach Wahrscheinlichkeiten und nicht nach Möglichkeiten gehen. Und ich halte dieses Szenario für ziemlich unwahrscheinlich oder zumindest nicht weniger wahrscheinlich, als irgendein anderer Hygienefehler, der nicht auf selbst mitgebrachte Handtücher zurückzuführen ist, bzw. glaube ich, dass es wahrscheinlicher ist, sich durch einen anderen Fehler mit einer Krankheit anstecken zu können.)
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • Kommt drauf an, was gemacht wird. Außerdem ist das aber auch gar nicht relevant für das Thema, denn selbst wenn es nur bei der Massage ist, wo man mit seinem eigenen Handtuch mit nacktem Oberkörper auf eine Liege liegt, wo vorher schon ein anderer Patient mit seinem Handtuch lag, stellt sich immer noch die Frage, warum man beim Frauenarzt daraus ein Drama macht und bei der Massage nicht.
      Bei der Massage bekomme ich übrigens auch oft ein Kopfkissen angeboten, das auch sicher nicht jedes Mal gewaschen wird, wenn es jemand benutzt hat.

      Diese Hygienesache wird immer wieder völlig übertrieben, und dabei vergessen, dass es im Alltag völlig normal und auch gut für das Immunsystem ist, ständig Keimen ausgesetzt zu sein.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Sicherlich gibt es Keime, die das Immunsystem "trainieren", aber es gibt auch Keime, die ziemlich gefährlich sein können oder sehr unangenehme Folgen haben und mit denen möchte ich möglichst keinen Kontakt haben (Viren die z. B. Gebärmutterhalskrebs auslösen).
      Ist da wer?
    • Die meisten Leute, die zum Frauenarzt gehen, sind nicht krank. Die gehen zur Vorsorge hin, oder weil sie schwanger sind. Aber selbst wenn mal eine kranke Frau dabei ist: Es wurde ja nun schon erörtert, dass überhaupt keine Gefahr einer Infektion bei Benutzung eines eigenen Handtuchs besteht. Also worum geht es jetzt noch?
      Alles wird galaktisch gut.
    • Naja, die Ausnahme bestätigt die Regel. Nur weil jemand behauptet, es bestünde keine Gefahr, glaube ich das noch lange nicht. Hygienevorschriften gibt es aus gutem Grund. Letztendlich leben wir alle dadurch gesünder und länger.
      Warum sind die multiresisten Keime in deutschen Krankenhäusern so eine Gefahr? Weil Hygienebeauftragte es mit der Hygiene nicht so genau nehmen. In Niederländischen Krankenhäusern ist die Gefahr nicht so groß wie bei uns, weil die Hygienevorschriften dort viel strenger sind.

      Wäre das mein Frauenarzt, würde ich nachfragen, ob alles desinfiziert wird was mit dem Handtuch Kontakt hatte. Dann könnten die zwar immer noch lügen, aber ich wäre vielleicht ein bisschen beruhigter.

      Die meisten Frauen, die zum Frauenarzt gehen sind also nicht krank? Woher nimmst du diese Gewissheit, hast du Zahlen? Übrigens muss man nicht krank sein, man kann auch einfach nur Überträger von Keimen sein. Und ich denke, das passiert sehr häufig.
      Ist da wer?
    • Ähm, allgemeine Lebenserfahrung? Oder warum gehst du zum Frauenarzt?
      Ich verstehe diese Korinthenkackerei jetzt nicht.
      Ein Handtuch ist kein größeres Risiko zur Ansteckung als irgendwas anderes, was da liegt. Alles andere ist pure Paranoia.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Paranoid? Korinthenkacker? Du hast ja eine "nette" Ausdrucksweise. Beschimpfe ich dich etwa, weil ich glaube, dass du möglicherweise falsch liegst? Wenn man persönlich wird, dann gehen einem die Argumente aus.

      Ihr habt keine Beweise für eure Behauptungen. Wenn mir ein Frauenarzt sagt, dass die meisten Frauen nicht krank sind, die zu ihm kommen, dann würde ich es glauben, aber deiner Lebenserfahrung glaube ich das nicht. Oder bist du Sprechstundenhilfe bei einem Frauenarzt?
      Wenn der Frauenarzt oder seine Angestellten mir bestätigen, dass die Hygienevorschriften eingehalten werden, dann würde ich das glauben, aber nicht wenn eine unbeteiligte Person in diesem Forum das behauptet. Das hat nichts mit Paranoia zu tun, sondern ist gesunder Menschenverstand.
      Ist da wer?
    • Ich würde schätzen, dass die meisten Personen, die zum Gynäkologen gehen zwischen 15 und 65 Jahren alt ist. In dieser Altersgruppe gibt es 53,85 Millionen Menschen in Deutschland (de.statista.com/statistik/date…lands-nach-altersgruppen/), ca. die Hälfte von ihnen ist weiblich und somit potentielle Gynäkologengänger. Sagen wir also der Einfachheit halber, dass jährlich 26,93 Millionen Frauen einen Gynäkologen aufsuchen (es gibt natürlich auch welche unter 15 Jahren und welche über 65 Jahren, jedoch gibt es auch welche die gar nicht zum Arzt gehen und von Geschlechtskrankheiten betroffen sind sehr selten Personen unter 15 und über 65).

      Die Größte Anzahl an jährlichen Neuinfektionen in Bezug auf STD macht vermutlich HPV mit ca 80 000 Infektionen im Jahr aus. Nehmen wir hier einmal an, dass die Hälfte der Betroffenen Frauen sind, also 40 000.

      Bereits bei Syphillis (Im Jahr 2017 wurden dem RKI (Robert-Koch-Institut) 7.476 Syphilis-Fälle gemeldet, die den Fallkriterien des RKI entsprachen.) rki.de/DE/Content/Infekt/EpidB…df?__blob=publicationFile und HIV kann man jedoch diese Teilung 50/50 nicht mehr aufrecht erhalten (ca. 73 000 Menschen in ganz Deutschland leiden schätzungsweise an HIV/AIDS), da mehr Männer betroffen sind, die Handtuch sicherlich nicht beim Gynäkologen ausbreiten werden.

      Am Häufigsten kommen Chlamydien vor.
      "In einzelnen Studien wurden Prävalenzraten von 10% bei 17-jährigen Mädchen bzw. 20% bei 20- bis 24-jährigen Frauen gefunden (RKI: Chlamydiosen, 2001).
      Das RKI führte 2011 eine weitere Studie durch die ergab, dass knapp 12 % der über 2000 in Deutschland untersuchten Männer (MSM) rektal mit Chlamydien und/oder Gonokokken infiziert waren (HIVreport 6/2011).
      Anfang 2008 wurde ein Chlamydien-Screenng für Frauen unter 25 Jahren eingeführt. Ein begleitendende Surveillance soll dazu in Kürze Daten liefern." (dstig.de/sexuelle-gesundheit/epidemiologie.html)

      Ich habe nun nicht alle möglichen Krankheiten aufgelistet, aber wenn man die Zahlen ins Verhältnis setzt, wird klar, dass die meisten Frauen, die zum Gynäkologen gehen keine "Geschlechtskrankheit" haben.

      Edit: Thema Pilze: Pilzsporen befinden sich überall. Es ist eine Frage der Umstände, ob ein Pilz jedoch auch in der Lage ist sich anzusiedeln (PH-Wert).
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)

      The post was edited 1 time, last by Kayt ().