Eigenes Handtuch beim Gynäkologe

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Zebra wrote:

      Wer weiß war für Keime dann hinterher am Handtuch kleben.
      Und? Ein Handtuch kann man ja problemlos bei 90 Grad waschen.
      Ich finde ein Handtuch hygienischer als die Papierdinger, die immer schnell reißen und eh nie richtig halten. Ein großes Handtuch deckt den ganzen Stuhl ab, und es ist meins.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Ich sehe kein Problem in der Benutzung eines eigenen Handtuchs, zumindest nicht im hygienischen Bereich.

      Es gibt für Arztpraxen Hygieneverordnungen, die eingehalten werden müssen. Die Untersuchungsliegen müssen nach jedem Patienten desinfiziert werden. Daher kann man da beruhigt sein eigenes Handtuch drauf legen. Da dieses dann ja auch nur mit den eigenen Keimen in Berührung kommt, kann man es auch mit der normalen Wäsche Zuhause waschen.

      Wenn die Arztpraxis eigene Handtücher nutzt, dann müssen die besonders gereinigt werden durch eine Wäscherei, die ein bestimmtes Zertifikat zur Desinfektion hat. Das ist logistisch schon etwas mehr Aufwand, da die "kontaminierte" Wäsche besonders behandelt werden muss.

      Ob man da überhaupt etwas auf die Liege legt ist eher für das gute Gefühl. Das hat eigentlich keinen Effekt, außer das es vielleicht nicht so kalt ist. Hygienisch ändert es erstmal nichts.

      Ich kann verstehen, dass man kein Handtuch mit schleppen möchte. Ich würde das auch nicht wollen. Hygienisch ist das aber in Ordnung. Die Hygienebestimmungen sind da sehr streng. Ob die in der Arztpraxis auch so umgesetzt werden, ist eine andere Sache. Das kann man ggf. erfragen.
    • Ich würde es sogar bevorzugen auf meinem eigenen Handtuch zu sitzen, statt auf einem dünnen Papiertuch. In der Sauna nutze ich ja auch mein eigenes, und dort sitzt man tatsächlich viel flächiger auf dem Untergrund als auf dem Gyn-Stuhl, wo die Berührungspunkte eher gering sind.

      Wenn es dich wirklich sehr stört, würde ich an deiner Stelle langfristig einen neuen Gynäkologen suchen, weil mir die Notlüge "Handtuch vergessen" auf Dauer zu unangenehm wäre (auch wenn ich Notlügen in solchen speziellen Fällen durchaus vertretbar finde, denn vermutlich ist im Praxisalltag nicht genug Verständnis zu erwarten). Da musst du wohl abwägen, was für dich am wenigsten unangenehm ist.
    • Zebra wrote:

      Wer weiß war für Keime dann hinterher am Handtuch kleben.

      Shenya wrote:

      Und? Ein Handtuch kann man ja problemlos bei 90 Grad waschen.
      eben...

      Meine Handtücher die ich zu Hause für "unten" nutze wandern ja auch nicht nach einmaligem Gebrauch in den Müll...
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Das kenne ich bereits seit 20 Jahren so. Was ist das Problem? So weiß ich, es ist mein unbenutztes sauberes Handtuch auf dem mein Po liegt.Wärmer ist es auch noch als solch ein olles Papiertüchlein.
      Und Ihr könnt sicher sein. Schon allein weil die Vorschriften extrem verschärft wurden, es gibt jetzt einen extra Beauftragten in den Praxen, wird nach jedem Patienten gründlich desinfiziert. Auf der Liege selber sind wohl die wenigsten Ansteckungsmöglichkeiten- da sind die Instrumente weitaus gefährdeter und natürlich die Türklinken, die Stühle und Tische im Wartezimmer, die Zeitungen die man sich dort vielleicht anschaut, die Luft welche mit der Atemluft der Patienten verkeimt ist....
    • Needle wrote:

      Die Untersuchungsliegen müssen nach jedem Patienten desinfiziert werden. Daher kann man da beruhigt sein eigenes Handtuch drauf legen. Da dieses dann ja auch nur mit den eigenen Keimen in Berührung kommt, kann man es auch mit der normalen Wäsche Zuhause waschen.
      Also die Praxis möchte das Einmalpapier sparen, das für jede Patientin drauf gelegt wird, aber dafür müssten sie jetzt jedes mal Papier und Desinfektionsspray benutzen, um die Sitzfläche zu desinfizieren? Wo wäre dabei denn die Ersparnis?

      Ich verstehe das mit dem eigenen Handtuch mitbringen nicht. Ich würde nicht darauf vertrauen, dass jedesmal desinfiziert wird, wenn sie schon so knauserig das Papier sparen wollen und das jede Patientin ein unbedenkliches, hygienisch einwandfreies Handtuch dabei hat.
      Schweigen ist manchmal die beste Antwort.
      (Dalai Lama)


      Bums Bums Corona brauch ich nicht Hopsassa!
    • kim wrote:

      Also die Praxis möchte das Einmalpapier sparen, das für jede Patientin drauf gelegt wird, aber dafür müssten sie jetzt jedes mal Papier und Desinfektionsspray benutzen, um die Sitzfläche zu desinfizieren? Wo wäre dabei denn die Ersparnis?
      Ich weiß nicht, ob es Flächendesinfektion auch zum Sprühen gibt. Ich kenne die nur als Einmalwischtücher mit Desinfektionslösung.
      Die Liege müsste eigentlich nach jedem Patienten desinfiziert werden. Auch bei der Nutzung von Einmalpapierunterlagen. Zumindest wenn der Bereich mit Körperflüssigkeiten o.ä. in Berührung kommt und das ist beim Gynäkologen eher wahrscheinlich.
      Zumindest habe ich es gelernt.
    • Needle wrote:

      Ich weiß nicht, ob es Flächendesinfektion auch zum Sprühen gibt. Ich kenne die nur als Einmalwischtücher mit Desinfektionslösung.
      Ja, die gibt es - wird aber nicht empfohlen.
      Ich kenne es aus der Ausbildung, das desinfektionsmittelgetränkte Einmalwischtücher zu bevorzugen sind.


      Needle wrote:

      Die Liege müsste eigentlich nach jedem Patienten desinfiziert werden.
      Genau so ist es. Die Liege muss nach jedem Patienten desinfiziert werden.
      Das wird die Arzthelferin in dieser Praxis ganz sicher auch tun.

      Ganz ehrlich - ich verstehe das Problem der TE nicht ganz genau.
      Entweder bringe ich mein eigenes, sauberes Handtuch mit und weiß hier auch sicher, dass es einwandfrei ist. Und dann nehme ich das Handtuch wieder mit und wasche es zu Hause.
      Oder ich erbitte mir eine entsprechende Unterlage von der Praxis - das sollte problemlos möglich sein, ist es jedenfalls in meiner Praxis. Bei Unvermögen, es mit der Gyn. zu besprechen, könnte man die Schwestern fragen, die sind ja ohnehin meist die Ansprechpartner für die Patienten.
      "Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt."


      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • @Lilith
      Jetzt fällt mir auch wieder ein, dass es Sprühdesi für Flächen gibt. Wir mussten in der Ausbildung sogar Vor- und Nachteile gegenüber Wischdesi auflisten.

      Ich kann die Diskussion und die Besorgnis nachvollziehen, wenn man sich nicht gut mit den Hygienebestimmungen auskennt. Dafür finde ich den Austausch hier sehr gut, weil er sich eben auf alle Lebensbereiche erstreckt. :)
    • Needle wrote:

      Wenn die Arztpraxis eigene Handtücher nutzt, dann müssen die besonders gereinigt werden durch eine Wäscherei, die ein bestimmtes Zertifikat zur Desinfektion hat.
      Das ist logistisch schon etwas mehr Aufwand, da die "kontaminierte" Wäsche besonders behandelt werden muss.
      Wenn da die Hygiene so wichtig ist das es eine Wäscherei waschen muss und nicht die Praxis selbst waschen kann, dann sollte ein Patient auch kein eigenes Handtuch mitbringen dürfen. Damit kann die Praxis nicht gewährleisten das es hygienisch unbedenklich ist. Es kann ja keiner nachkontrollieren, was mit dem privaten Handtuch gemacht wurde bevor man es in die Praxis mitgebracht hat. Meines Wissens gibt es z.B. für Schwangere bestimmte Keime, die für das ungeborene Kind sehr schädlich sein können.

      Ein Frottee Handtuch, in der Größe wie es die Praxis verwendet, kostet laut Internet je nach Wäscherei 0,75 € bis 1,80€ pro Stück. Pro Quartal gibt es um die 20€ pro Patient, die nicht auch alle auf dem Untersuchungsstuhl sitzen. Und anders als beim Hausarzt gehen nach meiner Vermutung auch nicht so viele Patienten übermäßig häufig in einem Quartal zum Frauenarzt.

      Mir erschließt es sich nach wie vor nicht, was diese Regelung für einen Zweck oder Sinn haben könnte.
    • Phreno wrote:

      Wenn da die Hygiene so wichtig ist das es eine Wäscherei waschen muss und nicht die Praxis selbst waschen kann, dann sollte ein Patient auch kein eigenes Handtuch mitbringen dürfen. Damit kann die Praxis nicht gewährleisten das es hygienisch unbedenklich ist. Es kann ja keiner nachkontrollieren, was mit dem privaten Handtuch gemacht wurde bevor man es in die Praxis mitgebracht hat.
      Es geht in der Vorschrift darum, dass Erreger nicht von einem Patienten zum nächsten übertragen werden. Da ja nicht jeder Patient ein eigenes Handtuch beim Arzt bekommt, dass dann nur für diesen Patienten verwendet wird. Deshalb muss die Wäsche hygienisch gesäubert werden.
      Man selbst würde ja das eigene Handtuch benutzen. Das kommt Zuhause sowieso mit den eigenen Keimen in Berührung und daher unterliegt die Wäsche für den Hausgebrauch auch nicht den strengen Richtlinien. Außerdem könnte man es nicht kontrollieren.
      Es gibt natürlich Erreger, die für immun geschwächte und schwangere Patienten gefährlicher sind. Deswegen wird ja auch die Untersuchungsliege und die Gerätschaften desinfiziert. Dadurch würden auch Erreger abgetötet, die durch das Handtuch auf die Liege übertragen würden.
    • Phreno wrote:

      Es kann ja keiner nachkontrollieren, was mit dem privaten Handtuch gemacht wurde bevor man es in die Praxis mitgebracht hat.
      Stimmt, das kann keiner kontrollieren. Es kann aber auch keiner kontrollieren, was ich mit meiner Kleidung gemacht habe, bevor ich damit in die Praxis gegangen bin. Da aber der Stuhl/die Liege vor und nach mir desinfiziert wird, ist das egal, sowohl für mich als auch für die nächste Patientin.

      Phreno wrote:

      Mir erschließt es sich nach wie vor nicht, was diese Regelung für einen Zweck oder Sinn haben könnte.
      Da können wir hier bloß spekulieren. Vielleicht war einfach nur der Zeitaufwand zu hoch.
      Wat mutt, dat mutt.
    • Needle wrote:

      Es geht in der Vorschrift darum, dass Erreger nicht von einem Patienten zum nächsten übertragen werden. Da ja nicht jeder Patient ein eigenes Handtuch beim Arzt bekommt, dass dann nur für diesen Patienten verwendet wird.
      Deshalb muss die Wäsche hygienisch gesäubert werden.
      Dann würden wohl nur die Kosten der Reinigung und/oder der Aufwand für die Reinigung als mögliche Gründe für die Regelung übrig bleiben.

      In Krankenhäusern und anderen Einrichtungen sind das eben die Vorschriften mit der Reinigung. Man könnte es dem Patient zumindest selbst überlassen, sein eigenes Handtuch mitzubringen anstatt darauf hinzuweisen als ob es Pflicht wäre. Aber wenn die Praxis ein, welches auch immer, Problem mit der Situation hat finde ich es nicht okay den Patient da mit reinzuziehen. Ich kann als Patient nichts für die Hygienevorschriften.

      Needle wrote:

      Ich kann die Diskussion und die Besorgnis nachvollziehen, wenn man sich nicht gut mit den Hygienebestimmungen auskennt.
      Ich würde es auch nett von der Praxis finden, von sich aus über den Zweck ihrer Regelung zu informieren. Anstatt nur Zettel aufzuhängen, das man sein Handtuch mitbringen soll. Oder das die Sprechstundenhilfe auf dem Terminzettel kommentarlos "Handtuch" markiert. Kein oder kaum ein Patient wird von sich aus wissen, was der Grund für diese Regelung ist. Zu erwarten das der Patient dann von selbst nachfragt oder es ohne nachzufragen macht, finde ich schade.

      Wenn man die Hintergründe kennt, kann ich mir vorstellen das manche Patienten dann sogar aus Verständnis freiwillig die Regelung einhalten würden.
    • kim wrote:


      Ich würde nicht darauf vertrauen, dass jedesmal desinfiziert wird, wenn sie schon so knauserig das Papier sparen wollen und das jede Patientin ein unbedenkliches, hygienisch einwandfreies Handtuch dabei hat.
      Ich würde auch nicht vermuten, dass der komplette Stuhl nach dem Sitzen desinfiziert wird, aber man kann ja mal schauen, ob da in der Nähe ein Spray steht und ob das beim Verlassen des Raumes benutzt wird.

      Da man aber nicht ausschließen kann, dass Patienten benutzte Handtücher mitbringen, kann die Regelung nicht zulässig sein, weil das garantiert nicht die Anforderungen von Einweg-Handtüchern erfüllt.
      Auch ist jedes dort verwendete Handtuch 'kontaminiert' und muss in eine spezielle Reinigung. Das kann man doch zu Hause beim Waschen überhaupt nicht gewährleisten.

      Es kann somit in mehrerlei Hinsicht nicht korrekt sein. Dabei ist für die Argumentation meiner Ansicht nach vollkommen egal, ob das schon seit Jahren so gemacht wird oder nicht. Dadurch wird etwas auch nicht besser oder schlechter.
    • FruchtigBunt wrote:

      Auch ist jedes dort verwendete Handtuch 'kontaminiert' und muss in eine spezielle Reinigung. Das kann man doch zu Hause beim Waschen überhaupt nicht gewährleisten.
      Noch nie was von "Kochwäsche" gehört?
      Ich koche immer Handtücher, Waschlappen, Unterhosen...
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Ginome wrote:

      Noch nie was von "Kochwäsche" gehört? Ich koche immer Handtücher, Waschlappen, Unterhosen...
      Ich nicht. In anderen Ländern haben Waschmaschinen oft gar keine 95-Grad-Programme. Und da werden die Leute auch nicht häufiger verkeimt als hierzulande.

      Übrigens: Sommer, Sonne, Freibad, man sitzt mit der nassen Badekleidung auf den Stufen am Becken oder auf einer Bank, der/die nächste setzt sich wenig später auf die gleiche Stelle - auch da werden ja nicht reihenweise die Menschen krank. Oder: Weiß ich, ob auf meinem S-Bahnsitz vor mir gerade ein Obdachloser gesessen hat?

      Sorry, dass ich mich als Mann zu einem Gynäkologenthema äußere. Aber ich hab ja auch einen Unterleib...
      Es gibt so viele Menschen, die darauf brennen zu sprechen. All dieses Gerede ist der Welt kaum von Nutzen. (Mahatma Gandhi, Mein Leben)