Diagnostik Frau Kristina Marquass / Köln

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    • Diagnostik Frau Kristina Marquass / Köln

      Hallo,

      ich war am 16.12. und 18.12. in Köln bei Frau Marquass zur Diagnostik und würde hier gerne etwas darüber berichten.

      Die Termine habe ich Anfang November mit ihr vereinbart.
      Im Vorfeld hat sie mir Fragebögen zukommen lassen, die ich zu den Terminen mitbringen sollte (AQ / TAS / FSK).
      Alte Zeugnisse und Fotos aus meiner Kindheit sollte ich wenn möglich mitbringen.

      Da sie eine Privatpraxis mit zwei anderen Kolleginnen war ich Selbstzahler.
      Sie half mir bei der Beantragung der Kostenübernahme bei meiner gesetzlichen Krankenkasse.
      (Ich bin mir nicht sicher, ob ich schreiben darf, was es schlussendlich kostete.)

      Also bin ich mit den Fragebögen, Fotos, Befunde der Vergangenheit und einer Auflistung meiner "Besonderheiten" ohne diese zu kategorisieren, da ich ja nicht wusste wie ich was wohin einordnen soll, zum ersten Termin. Ich hatte wirklich viele Gedanken auf der Fahrt...
      Ich habe gehofft, dass ich mit "nichts" nach Hause komme. Auf der anderen Seite wäre diese ewige Ungewissheit und diese zermürbende Suche zuende. Chaos im Kopf.

      Ich wurde auf die Minute (RW und doch wörtlich) im Warteraum abgeholt.
      Der Termin ging fünf Stunden.
      Nach Begrüßung und kurzem Datenaustausch (10min) wurde der ADOS durchgeführt. Danach hat sie die Fragebögen besprochen und das Interview gemacht. Ich muss an dieser Stelle wirklich sagen, dass ich mich eine ganze Zeit lang extrem verrückt gemacht habe wegen dem ADOS.
      Heute weiß ich, dass das absolut unnötig war.

      Am Ende des Termins haben wir kurz die letzten fünf Stunden besprochen. Sie bemerkte, dass ich extrem kompensieren könnte und sie es als positiv bewertet, dass ich wegen Anreise reizüberflutet war. Zum Ende des Termins ging es mir bedeutend besser, da ich mich langsam an alles gewöhnen konnte. Sie hat die Gespräche und das "abklopfen" von mir und meiner letzten 28 Jahre ziemlich gut geführt.

      Beim ADOS kam ein Verdacht auf ASS und ADS zustande. Fragebögen und Interview verstärkten ihren Verdacht auf ASS. Sie gab mir noch HASE Fragebögen bezüglich AD(H)S mit und einige Fragen, die ich meiner Mutter geben sollte zur Beantwortung.
      Der erste Termin war zu Ende.

      Beim zweiten Termin führte sie das Interview weiter und sie machte den Theory-Of-Mind Test.
      Ab Beginn der letzten Stunde war ihre Testung beendet.
      Sie hat ausführlich das Interview und die Diagnose mit mir besprochen.
      Sie hat mir die ADOS Testauswertung erklärt (und mich gebeten speziell den ADOS und dessen Verlauf nicht öffentlich zugänglich zu machen).
      Der zweite Termin war zu Ende.

      Ich habe heute die Diagnose, F84.5 G ; F90.0 G, den Bericht (4 Seiten) und eine Auflistung von Empfehlungen bekommen.
      Mit der Diagnostik ansich bin zufrieden und habe mich in guten Händen gefühlt.

      Ich bin auf der einen Seite erleichtert, auf der anderen Seite bin ich anstatt mit "null", mit "zwei" Dingen nach Hause gefahren bin.

      EmsHerr :idea:
      Gruß
      EmsHerr :idea:
    • Während meiner Diagnostik an einer Uniklinik wurde auch der ADOS 2 durchgeführt. Dauerte ungefähr 60-70 min. Es kam manchmal wirklich komische Fragen und Aufgaben darin vor. Aber ich merkte dann auch wie es mich langsam zum dekompensieren gebracht hat.
    • EmsHerr wrote:

      1. (Ich bin mir nicht sicher, ob ich schreiben darf, was es schlussendlich kostete.)


      2. Ich bin auf der einen Seite erleichtert, auf der anderen Seite bin ich anstatt mit "null", mit "zwei" Dingen nach Hause gefahren bin.
      zu 1) Klar darf man schreiben, wie hoch eine Arztrechnung ist, die du privat bezahlst. Dein Arzt unterscheidet sich da nicht von deinem Klempner. Was der für die Reparatur der Klospülung nimmt, darfst du auch schreiben.

      zu 2) Schön, dass du Gewissheit hast. Schließt du eine Therapie an, oder lässt du es beim Wissen, was los ist? Ich wünsch dir Ruhe an den Weihnachtstagen, ob wohl dich die frische Diagnose sicher beschäftigen wird. Das ist normal.
      "Ein Buch muss Wunden aufreißen, ja sogar welche hervorrufen. Ein Buch muss eine Gefahr sein." (E. M. Cioran)
      In: ders., Ébauches de vertige. Gallimard 2006 (=folio 4100) (trad.: FM)
    • @EmsHerr
      Vielen Dank für deinen Bericht. Das passt zu dem Eindruck/Gefühl, was ich von ihr hatte. Da mit mir bisher kein ADOS-Test gemacht wurde, überlege ich, die Diagnostik dort (dann zum dritten Mal) machen zu lassen. Mich würden die Kosten sehr interessieren (gerne auch per PN).
      Was ist diese zweite F-Diagnose? Steht das für ADHS?
    • FruchtigBunt wrote:

      @EmsHerr
      Vielen Dank für deinen Bericht. Das passt zu dem Eindruck/Gefühl, was ich von ihr hatte. Da mit mir bisher kein ADOS-Test gemacht wurde, überlege ich, die Diagnostik dort (dann zum dritten Mal) machen zu lassen. Mich würden die Kosten sehr interessieren (gerne auch per PN).
      Was ist diese zweite F-Diagnose? Steht das für ADHS?
      Warum macht du die Diagnostik zum dritten Mal?
    • FruchtigBunt wrote:

      @EmsHerr
      Vielen Dank für deinen Bericht. Das passt zu dem Eindruck/Gefühl, was ich von ihr hatte. Da mit mir bisher kein ADOS-Test gemacht wurde, überlege ich, die Diagnostik dort (dann zum dritten Mal) machen zu lassen. Mich würden die Kosten sehr interessieren (gerne auch per PN).
      Was ist diese zweite F-Diagnose? Steht das für ADHS?
      F90.0 steht für "Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung",
      Inkl.:
      Aufmerksamkeitsdefizit bei: hyperaktivem Syndrom
      Aufmerksamkeitsdefizit bei: Hyperaktivitätsstörung
      Aufmerksamkeitsdefizit bei: Störung mit Hyperaktivität
    • Niklas22 wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      @EmsHerr
      Vielen Dank für deinen Bericht. Das passt zu dem Eindruck/Gefühl, was ich von ihr hatte. Da mit mir bisher kein ADOS-Test gemacht wurde, überlege ich, die Diagnostik dort (dann zum dritten Mal) machen zu lassen. Mich würden die Kosten sehr interessieren (gerne auch per PN).
      Was ist diese zweite F-Diagnose? Steht das für ADHS?
      Warum macht du die Diagnostik zum dritten Mal?
      Das wüsste ich auch gerne ;)
    • FruchtigBunt wrote:

      @Niklas22
      @crocodylia

      Tipp: Die Präposition "da" und den darauf folgenden Halbsatz habe ich nicht ohne Grund ( :prof: ) hingeschrieben. Sprich: Die Antwort steht bereits oben.
      Ich "mache" die Diagnostik nicht zum dritten Mal. Bitte genauer lesen. Es ärgert mich, wenn mir Aussagen im Mund herumgedreht werden.
      Liebe FruchtigBunt, es lag mir fern, dir irgendetwas irgendwo herum zu drehen, für mich war die Formulierung durch die Anmerkung in der Klammer missverständlich.
      Nun habe ich es so verstanden, dass du bereits diagnostiziert wurdest und zwar 2 x, aber immer ohne das der ADOS durch geführt wurde.
      Diesen würdest du gerne nachholen. Richtig?
    • @crocodylia
      Korrekt. Ich überlege, eine dritte Diagnostik machen zu lassen, um auch den ADOS-Test zu durchlaufen, damit die Diagnostik vollständig ist. Allerdings ist mir bewusst, dass der ADOS bei Erwachsenen umstritten und nicht unbedingt aussagekräftig ist.
      Darüber hinaus suche ich eine Diagnostiker/in die sich mit der Abgrenzung zwischen ASS und komplexer PTBS auskennt, aber so langsam glaube ich, dass ich so jemanden nicht finden werde.
    • FruchtigBunt wrote:

      Darüber hinaus suche ich eine Diagnostiker/in die sich mit der Abgrenzung zwischen ASS und komplexer PTBS auskennt, aber so langsam glaube ich, dass ich so jemanden nicht finden werde.
      Prof. Vogeley schrieb mir vor Kurzem persönlich:
      Sehr geehrter Herr (...),
      danke für Ihre Anfrage. Eine früh erworbene posttraumatische Belastungsstörung ist sicher eine wichtige Differentialdiagnose für Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter. Eine Differenzierung ist schwierig, aber möglich.
      Mit freundlichen Grüßen
      Kai Vogeley

      Vielleicht wäre die Uniklinik Köln eine geeignete Diagnostikstelle für dich?
    • FruchtigBunt wrote:

      Ich überlege, eine dritte Diagnostik machen zu lassen, um auch den ADOS-Test zu durchlaufen, damit die Diagnostik vollständig ist. Allerdings ist mir bewusst, dass der ADOS bei Erwachsenen umstritten und nicht unbedingt aussagekräftig ist.
      Das nennt man dann wohl "eine ganz eigene Logik"...
    • @Grübler_1988
      Wenn ich wüsste, dass mich dort jemand dahingehend Kompetentes untersucht, würde ich hingehen. Da dort aber auch Personen diagnostizieren, die wenig Berufserfahrung haben, möchte ich mich diesem Risiko nicht ausliefern, an jemanden zu geraten, der mir dahingehend Unfug erzählt.

      Ich war bereits schon einmal an einer Institutsambulanz, wo mir die Psychologin, die kürzlich ihren Master-Abschluss machte, eine Liste hinhielt, wo drauf stand, ob ich gefoltert wurde, eine Naturkatastrophe überlegte, vergewaltigt wurde (und noch ein paar weitere Typ - 1-Traumata-Ursachen). Als ich dies verneinte und sie darauf hinwies, dass diese Liste nicht vollständig sei und es auch chronische Traumata und Bindungstraumatisierungen gebe (der Begriff Typ-2-Traumata war mir damals nicht gebräuchlich und dass mir meine ambulant niedergelassene Psychologin kurz vorher im Antrag eine komplexe PTBS diagnostiziert hatte, was ich aber erst später erfuhr) schaute sie mich entgeistert an und meinte, dass immer mit dieser Liste gearbeitet werde.

      So eine Diagnostik möchte ich nicht nochmal erleben. Und in Köln sind so viele unterschiedliche Diagnostiker, so dass man gut betreut werden kann, aber wie einige Berichte hier ahnen lassen, ziemlich tief ins Klo greifen kann.

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • Ich verstehe das nicht...

      Wenn Sie schon 2 positive Diagnosen hat, wieso will sie sich nochmal testen lassen... Also nur wegen des ADOS Testes? Damit sie den mal durchlaufen hat?...

      Also nur aus perfektionistischen Gründen?

      Oder liefen die vorherigen Diagnostiken doch nicht wie erwartet?