Probleme mit dem Telefonieren

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    • @loewelein Danke für die vielen Tipps und Ideen.

      Mit schriftlichem kann ich nicht viel anfangen, da ich nicht lesen kann, wenn jemand redet, was ja am Telefon zwangsweise der Fall ist. Mit Stichwörtern könnte ich es aber mal probieren.
      Ich lege mir immer im Kopf die ersten Sätze zurecht, wodurch ich auch nicht sofort ans Telefon gehen kann. Wenn ich doch sofort dran gehe, geht das ganze Telefonat schief.

      Ein Ratgeber über Etikette am Telefon könnte durchaus helfen. Das was du beschreibst klingt sehr interessant. Ich werde mal schauen ob ich sowas in deutsch finde.

      Bei Bürogesprächen muss und soll ich meinen Namen nicht sagen, da ich in einem sensiblen Bereich arbeite, schon mal eine Erleichterung. Ich werde mal versuchen, ob ich es schaffe ein "guten Tag" in meine Routine einzugliedern.

      Die Idee mit dem Flussdiagramm ist nicht schlecht, ich werde mir mal anschauen, wie sowas funktionieret. Aber vielleicht hilft es auch einfach schon die Varianten zu notieren, da Diagramme nicht so meins sind.
      "Etwas ist nicht recht, weil es Gesetz ist, sondern es muss Gesetz sein, weil es recht ist." Charles de Montesquieu
    • Für mich ist telefonieren auch sehr schwierig. Ich muss es auf der Arbeit auch oft tun, da mich andere anrufen. Ich selbst kann eigentlich alles per E-Mail regeln. Wenn ich die Nummer nicht kenne (merke mir Personen anhand ihrer Nummern), kann ich manchmal nicht dran gehen. Ich muss dann erstmal nachschauen, wer da jetzt gerade anruft, damit ich ungefähr weiß, worum es sich handeln könnte. Dann weiß ich schon einmal grob, was ich sagen kann.
      Ganz schlimm finde ich es, wenn man jemanden (wie ich es im Moment habe) um einen Screenshot bittet, damit man sich ein Bild von einem Problem machen kann und dann ruft die Person an, statt einem einfach den Screenshot zu senden. Warum macht man das? Das sind dann wieder solche Verhaltensweisen, die einfach nicht in meinen Kopf reingehen.
    • Warum man das macht - vermutlich, weil die meisten Menschen in Schwierigkeiten das tun, was ihnen am einfachsten erscheint und was ihnem in der Regel hilft. Screenshot ist für viele etwas Kompliziertes (wenn sie überhaupt wissen, wie das geht; lohnt sich, das abzufragen, wenn man einen anfordert), "schnell mal zum Hörer greifen" ist für Viele einfach. Dazu braucht man nämlich das Problem nicht logisch eingekreist zu haben, man hofft dann darauf, dass das Gegenüber einen dabei unterstützt. (Geht mir selbst nicht so, ist aber bei etlichen Kollegen der Fall. Das sind dann auch die, die sich weigern, Anleitungen zu lesen und darauf beharren, dass sie eine persönliche Schulung brauchen. Was genau die sind, die in Schulungen extrem schwer dazu zu bringen sind, beim Thema zu bleiben. Ich finde es immer wieder spannend, wie sehr unterschiedlich Leute sich Wissen aneignen.)
    • Imhotep wrote:

      Ganz schlimm finde ich es, wenn man jemanden (wie ich es im Moment habe) um einen Screenshot bittet, damit man sich ein Bild von einem Problem machen kann und dann ruft die Person an, statt einem einfach den Screenshot zu senden.
      Bei sowas schicke ich immer, wenn möglich, eine Screenshot-basierte Anleitung mit und weise in der E-Mail nochmal explizit auf die Anleitung hin, um Rückfragen via Telefon zu vermeiden.


      loewelein wrote:

      Was genau die sind, die in Schulungen extrem schwer dazu zu bringen sind, beim Thema zu bleiben.
      Bei solchen Extremfällen gehe ich direkt ins Büro und mache es selber, wenn ich die Möglichkeit habe. Das ist einfacher für mich als zu telefonieren.
      "Etwas ist nicht recht, weil es Gesetz ist, sondern es muss Gesetz sein, weil es recht ist." Charles de Montesquieu
    • Lumiya wrote:


      Ich habe auch extreme Probleme mit dem Telefonieren. Privat bin ich nicht in der Lage bei Ärzten etc. anzurufen und schiebe das vor mir her, bis ich wirklich hin muss. Zeitgleich vergesse ich aber auch oft die Termine für Routineuntersuchungen, wodurch ich dann wieder anrufen muss, was ich nicht kann.
      Ich finde das auch sehr unangenehm und teilweise lass ich das sogar meine Eltern machen. Leider kann man bei mir bei vielen Ärzten hier überhaupt gar keine Online Vereinbarung machen - die bestehen darauf, dass man dafür anruft.

      Mir fällt es auch schwer so eine Art Lächeln oder kurzes Lachen am Telefon zu machen - in dieser Situation ist mir einfach nicht danach und ich möchte mich auch nicht so extrem verstellen. Andere Menschen können das anscheinend sehr gut auch wenn sie grad total schlecht gelaunt sind.
    • Ich habe den thread nochmal "hervorgekramt" da ich heute mal wieder wegen einer bestimmten Sache telefoniert habe, ich hatte wegen einer Bestellung etwas zu klären.

      Wie fast immer verlief das Gespräch ausreichend positiv und ich habe erreicht was ich erreichen wollte.
      Evtl. hätte ich noch klarer un fokussierter reden können, zu verbessern gibt es immer was, doch es ist soweit alles in die richtige Richtung gelaufen (RW).

      Dennoch habe ich mir im Vorfeld wieder innerlich Stress gemacht. Und das ist der Punkt der mich langsam sehr nervt, an dem ich etwas ändern möchte.
      Diese Anspannung tritt primär vor "notwendigen" Telefonaten auf, in denen ich etwas zu klären habe und die ich als Privatperson tätige.

      Beruflich habe ich im Laufe meines Lebens immer wieder telefoniert, habe Anrufe getätigt und entgegengenommen, auch verbunden mit Verantwortung.
      In dem Rahmen war ich nie sonderlich nervös und auch da liefen die Gespräche immer wieder ausreichend gut.
      Beim Beruf habe ich mich meist mit meinem eigenen und dem Namen der jeweiligen Anrbeitsstelle, in der ich tätig war gemeldet, evtl. gab mir diese Kombi einen gewissen Rahmen und Halt?

      Falls es das ist, kann ich evtl. privat für mich auch so einen Rahmen schaffen, der mir mehr "Sicherheit" vermittelt.
      Denn ich möchte gerne privat freier an notwenige Telefonate herangehen können.

      loewelein wrote:

      Wenn ich wirklich viel telefonieren müsste, würde ich vermutlich ein Projekt draus machen: Flussdiagramm für einfache Gespräche und dann neue Varianten zufügen, wenn sie aufgetaucht sind. Dann nimmt die Zahl der unvorhergesehenen Varianten ab.
      Das finde ich einen guten Gedanken. Ich hatte beruflich nie so ein "Flussdiagramm", doch scheine ich ja intuitiv irgendeine Spur zu haben (RW) .
      Vielleicht hilft es mir für private Telefonate mir bewusst zu machen, was ich eigentlich tue wenn ich telefoniere, plus Verbesserungsideen.


      loewelein wrote:

      Was mir geholfen hat, Telefonieren überhaupt zu lernen, war ein Ratgeber "das Etikett des Telefongesprächs" für ausländische Studenten in einem Land, in dem ich mal für ein Auslandssemester war. Da waren sehr viele Beispiele für Anfangs-, Gesprächsmitte- und Endfloskeln drin, es wurde erläutert, was erwartet wird und es gab "lustige Dialoge", in denen typische Fehler gemacht wurden. Davon konnte ich viel aufs Deutsche übertragen.

      Das klingt hilfreich, ein guter Tip.