BvB-maßnahme?

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    • BvB-maßnahme?

      Heute kam eine der Betreuerinnen in den Praktikumsbetrieb wo ich wegen der Dia-am momentan bin.
      Ich arbeite dort jetzt seit ein paar Wochen 3 Stunden täglich. Es ist ansträngend für mich aber machbar, manchmal habe ich Rückenschmerzen, manchmal nicht, es kommt drauf an, ich muss echt aufpassen wie ich mich bewege.
      Nun sagte mir die Frau die gesehen hat wie ich arbeite, das ich 1. ab Januar 4 anstatt 3 Stunden arbeiten soll, womit ich erlich gesagt nicht wirklich einverstanden bin. Man sagte mir das das eine totale Ausnahme sei mit den 3 Stunden (das hörte sich zuerst anders an als man mir ständig sagte das ich sagen soll wenn was nicht geht etc), and 2. das ich nach dem Abschluss der Dia-am Maßnahme in eine BvB könne. Sie erklärte mir das man da in verschiedene Arbeitsbereiche kommt um zu schauen was man so kann und was einem liegt. Ich kapiere das aber erliche gesagt nicht, dafür war doch eigentlich schon die Dia-am da, oder nicht?
      Ich möchte auch nicht in neue Praktikums vermittelt werden. Wenn ich mir vorstelle jetzt jeden monat in einen anderen bereich wechseln zu müssen und ständig was anderes machen zu müssen, wird mir ganz anders D:
      Nun hab ich eben mal gegoogelt was BvB überhaupt genau ist denn gehört hab ich den Begriff schon aber was da gemacht wird, wofür es da ist etc wusste ich bislang noch nicht.
      Die Frau erklärte mir nämlich das man dadurch zB auf den 1. Arbeitsmarkt könne wenn man sich soweit fühlt, oder eben nicht.
      Ich weiß aber nicht was das soll weil ich das garnicht will und ich ihr das heute nachdem sie mich fragte wieder bestätigte.
      Auf google stand dann das das BvB dafür da ist das man die Möglichkeit bekommt eine Ausbildung zu machen, in einem bereich der einem liegt.
      Ich will aber garkeine Ausbildung machen, ich weiß jetzt schon das ich das nervlich, körperlich und so weiter nicht schaffen werde, mir ist es jetzt schon oft zuviel mit diesem Praktikum, ich fühle mich jeden tag so müde nachmittags das ich viel schlafe und nichts mehr machen will und keine Lust auf irgendwas anderes hab.
      Jetzt klang mir diese Frau so als wollte sie mir sagen das ich nicht in eine WfbM kann, bevor ich nicht in diesem BvB war. Ich kann mir aber nicht vorstellen das das stimmt.
      Bislang hatte mir nähmlich niemand etwas davon gesagt. So weit ich das verstanden habe, muss man als arbeitsunfähig erklärt werden damit man in eine WfbM darf bzw damit die einen überhaupt aufnehmen.
      Das sagte mir auch der Mann in der Dia-am der dort auch als Betreuer arbeitet. Jetzt kam diese Frau und erzählt mir etwas völlig anderes, ich hab langsam das Gefühl das man mich verarschen will und bin gerade echt durcheinander und könnte einfach nur heulen -.-
    • Hallo @RegenbogenWusli,

      für mich klingt das auch alles sehr verwirrend und nicht richtig. (Wichtiges ist Fett markiert.)

      Ich selbst bin gerade in einer WfBM tätig (im Reha-Bereich über die "Teilhabe am Arbeitsleben"). Hier wird im Reha-Bereich zunächst versucht, meine Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen. Allerdings in Vollzeit. Ich bin mehr krank, als alles andere und an den restlichen Tagen schlepp ich mich heulend in den Feierabend. Es ist zum Kotzen.

      Dies ist allerdings Voraussetzung für mich um in den Werkstattbereich übernommen zu werden (nach insgesamt 2 Jahren Reha), wo dann auch die Arbeitszeit entsprechend angepasst wird/werden kann.

      Das einzige, was mir einfällt wäre, zu einer "unabhängigen Teilhabeberatung" in deiner Nähe zu gehen und dich dort beraten zu lassen. Die kennen sich normalerweise sehr gut aus, was das Arbeiten in Werkstätten angeht und können auch unterstützen.

      Um in eine WfBM zu kommen, muss der Arzt (bei mir war es einer von der Agentur f. Arbeit) festgestellt haben, dass du weniger als 3 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein kannst - entsprechendes müsste auch bei deiner Maßnahme jetzt festgestellt werden, denn dazu ist die da: "Diagnose der Arbeitsmarktfähigkeit".

      siehe hier: rehadat-bildung.de/de/angebote…r-arbeitsmarktfaehigkeit/

      Ich hoffe, es kommen noch konstruktivere Beiträge.
      An Unmögliches verschwendet Hamish keine Gedanken. Vielleicht ist das auch ganz gut, denn wer nur wenige hat, darf keine verschwenden.
      Alice im Wunderland (2010), Hörspiel
    • OtherSide wrote:

      Um in eine WfBM zu kommen, muss der Arzt (bei mir war es einer von der Agentur f. Arbeit) festgestellt haben, dass du weniger als 3 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein kannst - entsprechendes müsste auch bei deiner Maßnahme jetzt festgestellt werden, denn dazu ist die da: "Diagnose der Arbeitsmarktfähigkeit".
      Ja das war bei mir eigentlich auch so gedacht.
      Es ist aber alles irgendwie sehr verwirrend.

      Zuerst war ich bei einem Arzt in der Agentur für Arbeit, habe dort alles erklärt und so weiter und das Urteil war dann ich wäre voll belastber aber mit erheblichen Einschränkungen.
      Die Reha-SB konnte damit nichts anfangen, darum schickte sie mich auch in die Diagnose der Arbeitsmarktf. um danach dann von denen mehr zu erfahren.
      Das mache ich auch gerade und ich bin jetzt in dem Langzeitpraktikumsteil. Dort war vorgesehen das man 8 Stunden pro Tag arbeitet was ich nicht schaffe, also wurden es 6 Stunden. Die schaffte ich auch nicht also haben wir es gekürzt auf 3 Stunden. Das geht geradeso, ich habe trotzdem noch Schmerzen aber es ist auszuhalten weil nur an einer Stelle, nicht mehr am ganzen Rücken + Füße + Knie.

      Dann war ich vor 2 Wochen in einem gespräch mit dem Betreuer und auch der Frau die heute da war. Sie sagte da noch es sei gut das ich die Stunden reduziert hab, und der Betreuer fragte mich nach persönlichen Dingen was ich vorher gemacht hab, das ich momentan freiwillig versichert bin was nicht gut ist und das ich zu viel Stress auf dem 1. Arbeitsmarkt und in diesem Harz-IV-Verfahren hätte und deswegen es für mich am besten und sinnvollsten wäre wenn man mich als arbeitsunfähig einstuft, damit ich dann Grundsicherung bekomme und ich in die WfbM kann. Das sah ich auch als sinnvoll und das habe ich der Frau die heute da war auch nochmal so erklärt.

      Nun war die jetzt heute da, schaute mir bei der Arbeit zu und wir kamen dazu das ich das Praktikum dort auch zuende machen kann, es muss also nicht nochmal wieder was neues gesucht werden. Als ich ihr das erklärte was ich schon mit dem anderen Mitarbeiter besprochen hab, schlug sie dann diese BvB vor. Ich hab das erstmal so angenommen als sie sagte das es halt so ein Bereich wäre den man macht bevor man in die WfbM geht, wo man die Möglichkeit bekommt in diverse Bereiche reinzuschauen und sich auszuprobieren.
      Ich lehne normalerweise generell nichts ab wo ich nicht weiß was es überhaupt ist.

      Nachdem die Frau wieder weg war, sagte mir die Mitarbeiterin in der Wäscherei dann, das ich ab januar 4 Stunden arbeiten soll weil 3 Stunden gehe garnicht, das wäre nicht okay so.
      Ich denk so "WTF?" und sage nur "Okay muss man ausprobieren".

      Dann wieder zuhause hab ich erstmal BvB Maßnahme gegoogelt und sehe das das was ganz anderes als wie man es mir erklärt hat ist.
      Ziel ist es, Leute die unter 25 sind (ich bin 33) und schon aus dem Schulfähigen Alter raus sind, ihren Schulabschluss nachholen können bzw in einen Arbeitsbereich gelangen können, also wenn jemand keine Ausbildung zum Schreiner (Beispiel) bekommen kann weil Schulabschluss zu schlecht ist, fehlt etc, kann man den darauf vorbereiten und ihn dann ggf auch in eine Ausbildung zu diesem Beruf vermitteln und begleiten, denn oft haben die Werkstätten Ausbildungsbereiche wo man eine Ausbildung machen kann.
      Das ist aber garnicht das was ich will.
      Ich finde das ganze so merkwürdig. Ich war beim EUTB der so eine unabhängige Teilhabeberatungsstelle ist und die sagten mir das ich beim Arbeitsamt diese Teilhabe am Arbeitsleben beantragen soll. Die wurde mir auch bewilligt, aber in eine WfbM will mich scheinbar dennoch irgendwie keiner so wirklich vermitteln :-/
      Andere Leute die da garnicht hinwollen werden regelrecht dorthin gedrängt, ich verstehe das nicht.
    • Vulkan wrote:

      Drücke dir die Daumen, dass sich alles zum Guten für dich wendet. Es hört sich für mich alles ein wenig verwirrend an.
      Danke, ja das tut es für mich auch. Es könnte alles nur ein Versehen der Bezeichnung von der Betreuerin sein, sowas kann ja passieren, nur ich als Laye der die Begriffe und Unterschiede kaum kennen kann, kann es erstmal nur so wie gesagt hinnehmen und nicht besser wissen, sonst hätte ich sie näher gefragt. Das BBB würde für mich jedenfalls mehr Sinn ergeben als das BvB.
    • @RegenbogenWusli

      Den Hinweis von @Gluon finde ich hilfreich. Ich verstehe nämlich auch überhaupt nicht, wie die dortigen Leute auf die Idee kommen, dich nun in eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (= BvB) stecken zu wollen. Dort geht man hin, um Zeit zu überbrücken, bis man eine Ausbildung beginnt, damit man in beruflichen Grundfertigkeiten trainiert wird. Ich halte das auch für vollkommen unangemessen, dich dort hin zu schicken, wenn sich momentan sogar zeigt, dass du täglich nur 3 - 4 Stunden arbeiten kannst. Da ergibt es doch keinen Sinn, auf eine Berufsausbildung hinzuarbeiten, bevor nicht geklärt ist, ob du arbeitsfähig bist und so wie sich das darstellt würde ich eher einschätzen, dass du als nicht voll arbeitsfähig eingestuft würdest (ich habe die Begrifflichkeiten leider schon wieder vergessen).

      Von daher ist vielleicht wirklich der Eingangsbereich der Werkstätte gemeint (berufsbildender Bereich). Ich frage mich zwar, wie man das als Mitarbeiter verwechseln kann, aber mich wundert gar nichts mehr, nachdem was ich erlebt habe.

      Manchmal habe ich den Eindruck, wenn der "Kunde" zu deutlich sagt, was er will, wird das direkt als Aufhänger genommen, dies bekämpfen zu müssen. Das hatte ich bei den Diagnosen ja so erlebt. Vielleicht ist das da auch der Fall, dass es den Leuten nciht passt, dass du so genau weißt, was du willst.

      Möglicherweise würde es helfen, den Tag auch schon mal nach 2 Stunden abzubrechen oder sich auch mal krank schreiben zu lassen, wenn man gar nicht mehr kann. Dann sehen sie nämlich in der Realität, dass du das nicht packst. Es nutzt dir ja nichts, wenn du dich dort hinquälst und kurz vorm Zusammenbruch bist, zwar immer wieder betonst, wie anstrengend das für dich ist, aber die da nicht drauf achten und dann am Ende vielleicht sagen "er hat es ja geschafft täglich über 3 Stunden, als ist er zumindest eingeschränkt arbeitsfähig".

      Aber ehrlich gesagt ist mir das ein Rätsel, warum diese Ausbilder bzw. Sachbearbeiter dort so inkompetent sind. Da reibt man sich wirklich die Augen, wenn man das liest. Nach deinen Schilderungen (z. B. wenn du schon nach 3 Stunden nicht mehr stehen oder sitzen kannst und fix und fertig bist) käme ich nie auf die Idee, dich für arbeitsfähig zu halten oder in eine BvB stecken zu wollen.
      Ich finde, die können dir auch nicht vorschreiben, dass du nun 3 statt 4 Stunden machen musst mit dieser Begründung, dass das nicht gehe, dass du weniger arbeitest. Es soll doch gerade getestet werden, wieviel du schaffst und da muss man doch auch sagen dürfen, dass man was nicht schafft.
      Vielleicht spielt da der Autismus mit rein und die denken, du würdest lügen. Vielleicht behaupten Teilnehmer oft, dass sie nicht mehr können, dabei stimmt es gar nicht. Wenn du sagst, du kannst nicht mehr, gehe ich aufgrund der Autismusdiagnose eher davon aus, dass das dann auch genau so ist. Vielleicht erzeugt das auch dort Probleme.

      Aber ich würde das so machen: Erstmal guten Willen zeigen und das vielleicht ein paar Tage mitmachen mit den vier Stunden täglich und wenn es nicht mehr geht, würde ich mich krank melden. Wie gesagt: Dann sehen sie direkt, was Sache ist. Ich finde das dortige Verhalten aber vollkommen unprofessionell. Wie kann man denn jemandem den Weg in eine Werkstatt so verwehren? Andere werden dorthin wirklich abgeschoben, die gerne eine Ausbildung machen wollen und bei dir machen sie so einen Hürdenlauf daraus, obwohl ja sogar deine Krankenversicherung davon abhängt.

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    • FruchtigBunt wrote:

      Von daher ist vielleicht wirklich der Eingangsbereich der Werkstätte gemeint (berufsbildender Bereich). Ich frage mich zwar, wie man das als Mitarbeiter verwechseln kann, aber mich wundert gar nichts mehr, nachdem was ich erlebt habe.
      Das macht jedenfalls mehr Sinn.

      Ich finde die beiden begriffe sehr identisch. BBB und BvB klingen abgekürzt zwar sehr unterschiedlich, aber wenn man sich die beiden begriffe ausgesprochen anschaut, klingen die für mich komplett gleich von der Aussage her.
      BBB Berufsbildungsbereich und BvB Berufsvorbereitender Bereich.
      Auf Reha-dat wird es ja erklärt, in beiden Bereichen lernt man etwas, nur ich denke das BvB mehr wie Schule ist, man geht (falls möglich) auch auf eine Berufsschule, arbeitet richtig in echten Firmen oder welchen die an eine Werkstatt anknüpfen. Da wo ich im Moment bin ist es zwar auch eine echte Firma bzw ein Unternehmen wo echte Menschen von unserer Arbeit abhängig sind, und die auch zusammen mit dem Behindertenwerk zusammen arbeiten, wir erhalten zB teilweise auch Wäsche die professioneller gemacht wurde, die in dem Behindertenwerk im Wäscherei-bereich gewaschen und gemangelt wurde, denn das können wir in dem Altenheim nicht selbst machen, dafür fehlt der Platz und die Machinen. Wir können nur normale Kleidung und Bettwäsche und Handtücher waschen aber keine großen Tischdecken oder Laken die auch gebügelt werden müssen.
      Gleichzeitig sagte man mir aber auch das dieser Arbeitsplatz den ich da momentan eingenommen habe, nichts mit einem richtigen Arbeitsplatz zutun hat, dafür wäre er zu anspruchslos und zu kurz von der Arbeitszeit her.
      Geistig fühle ich mich auch nicht überfordert, aber auch nicht unterfordert, ich empfinde es als richtig so, nur körperlich ist es eben nicht länger auszuhalten. Ich packe an guten tagen sicher auch 4 Stunden, aber an schlechten, ich weiß es nicht, vielleicht muss ich dann öfter eine Pause einfordern, es ist ja nur noch der eine Monat.
      Naja, was ich eigentlich sagen wollte war, das es mich nicht wundert wenn man solche Sachen wie BvB und BBB verwechselt von der Begrifflichkeit.
      Die beiden Begriffe selbst klingen so gleich, und so wie sie es mir erklärt hat mit diesem Eingangsbereich zur WfbM wo man erstmal schaut wie man da klar kommt, sich in den bereichen die einem liegen könnten ausprobieren kann und dann auch die Möglichkeit hat zu sagen man will doch lieber auf den 1. Arbeitsmarkt oder wenn man dort ist und nicht klar kommt, auch wieder in die Werkstatt zurück kann, klingt dann eher nach BBB.
    • FruchtigBunt wrote:

      Manchmal habe ich den Eindruck, wenn der "Kunde" zu deutlich sagt, was er will, wird das direkt als Aufhänger genommen, dies bekämpfen zu müssen. Das hatte ich bei den Diagnosen ja so erlebt. Vielleicht ist das da auch der Fall, dass es den Leuten nciht passt, dass du so genau weißt, was du willst.
      Dieses dumme Gefühl bzw die Angst davor das die Leute so sein könnten hatte ich auch schon öfter gehabt. Ich hatte aber auch das gefühl das wenn man mich fragt was ich eigentlich will oder wie es weiter gehen soll, ich dann sage das ich keine Ahnung oder Idee habe, das man dann irgendwas anderes versucht was ich erst recht nicht will.


      FruchtigBunt wrote:

      Möglicherweise würde es helfen, den Tag auch schon mal nach 2 Stunden abzubrechen oder sich auch mal krank schreiben zu lassen, wenn man gar nicht mehr kann. Dann sehen sie nämlich in der Realität, dass du das nicht packst. Es nutzt dir ja nichts, wenn du dich dort hinquälst und kurz vorm Zusammenbruch bist, zwar immer wieder betonst, wie anstrengend das für dich ist, aber die da nicht drauf achten und dann am Ende vielleicht sagen "er hat es ja geschafft täglich über 3 Stunden, als ist er zumindest eingeschränkt arbeitsfähig".
      An das mit dem Krankschreiben habe ich auch schon gedacht aber ich habe keine Ahnung was ich dem Hausarzt da erzählen soll, und das da hin gehen, einen termin machen etc ist mir oft auch schon zu ansträngend weil das auch wieder so eine nicht vorhersehbare und kalkulierbare Situation ist. Das finde ich teilweise noch schlimmer als zur Arbeit zu gehen. ZB hatte mir die Frau letztes mal gesagt das ich wegen meinem Rücken eigentlich zum arzt gehen soll oder das konnte ich bis heute nicht tun, weil ich es nicht schaffe mal eben dort anzurufen. Ich muss erst anfang nächsten Monat wieder dort hingehen wegen einer Überweisung, da könnte ich einen Termin gleich mit machen. Ich denke aber das er mich nur an einen anderen Arzt weiter überweisen wird und was sollen die dort machen? Mich in Reha schicken, oder irgendwas anderes wo ich dann Spritzen bekomme wie meine Mutter oder Medikamente gegen Schmerzen oder sowas, und den muss ich dann auch erstmal irgendwie kontaktieren. Es ist auch fraglich wie schnell ich einen Termin bei dem bekomme. Der wo meine Mutter hingeht, hat ziemlich lange Wartezeiten, glaube 3 Monate sind da noch das Minimum.


      FruchtigBunt wrote:

      Wenn du sagst, du kannst nicht mehr, gehe ich aufgrund der Autismusdiagnose eher davon aus, dass das dann auch genau so ist. Vielleicht erzeugt das auch dort Probleme.
      Da habe ich nicht wirklich Ahnung von wie die das beurteilen oder sehen.
      Vielleicht denken sie auch weil ich nicht zum Arzt gegangen bin und mir dadurch bestätigt habe das ich nicht so arbeiten kann wie die das wollen/erwarten, versuchen sie mir mehr Stunden zu geben. Das hat man mir nicht gesagt aber möglich wäre es ja. Das mit dem AS halte ich eher für fraglich, die haben zwar meine Unterlagen und auch beweise das ich AS habe und sogar eine depressive Anpassungsstörung, aber vielleicht denken die ja auch ich würde Ausraster bekommen wenn sie das ändern. Ich denke das wäre passiert, wenn sie mir das jetzt so gesagt hätten das ich mich nicht geistig darauf vorbereiten kann also zB wenn ich am 2. januar nach dem Urlaub wieder anfange, dann gleich damit zu kommen das ab Januar jetzt 4 Stunden gearbeitet wird und nicht mehr 3, das wäre ja wie ein Schmiss ins kalte Wasser, das hätte bei mir Ausraster/Meltdowns verursachen können, aber so habe ich ja über 2 Wochen Zeit mich mental darauf vorzubereiten und mich mit dem gedanken anzufreunden. Ich war heute sehr kurz vor einem Meltdown, jedenfalls wäre es passiert wenn noch irgendwas anderes hinzugekommen wäre.


      FruchtigBunt wrote:

      Andere werden dorthin wirklich abgeschoben, die gerne eine Ausbildung machen wollen und bei dir machen sie so einen Hürdenlauf daraus, obwohl ja sogar deine Krankenversicherung davon abhängt.
      Ja das finde ich eben auch. Wie gesagt, es KÖNNTE auch nur ein Missverständniss sein. Ich schaffe es leider nicht die anzurufen um das zu klären, aber ich werde sie darauf ansprechen wenn ich sie das nächste mal sehe, noch bin ich ja auch eine Weile in dieser Maßnahme drinn.
    • @RegenbogenWusli

      Ja, das klingt schon sehr ähnlich, aber wenn man in dem Bereich (als Mitarbeiter, der für die Klienten zuständig ist) arbeitet, darf man das meiner Meinung nach nicht vom Inhalt her verwechseln. Dass man sich mal verspricht ist etwas anderes, aber wenn die dort die Unterschiede nicht kennen würden, fände ich das erschreckend. Aber ich denke, es wird sich dann hoffentlich bald aufklären.
      Ich merke mir das anhand des "V", weil das für "vorbereitend" steht. Dann stelle ich mir vor, dass das für die Zeit ist, die man VOR dem Ausbildungsbeginn noch rumkriegen muss. So las ich das auch mal in einer Broschüre. Oft machen Menschen ein BvB wenn sie für das Jahr keinen Ausbildungsplatz bekommen haben. Dann bewerben sie sich weiter und machen bis zum Ausbidungsbeginn die BvB weiter. Dort werden sie auf die Ausbildung vorbereit, so dass das "Wartejahr" nicht verloren ist.

      Der Berufsbildungsbereich einer Werkstatt ist - so weit ich weiß - dass dort geprüft werden soll, ob man dann in den Arbeitsbereich der Werkstatt soll oder in etwas andere Bereiche wie "Außenarbeitsplatz" oder sogar in den ersten Arbeitsmarkt wieder eingegliedert werden soll und nur eine Assistenz braucht etc. Da kann ich mir die Begrifflichkeit "Berufsbildungsbereich" aber überhaupt nicht herleiten. Das liegt aber vermutlich daran, dass ich nicht genau weiß, was "Berufsbildung" sein soll. Ich stelle mir darunter eher vor, dass man mit der Zeit rausfindet, welcher Beruf einem liegt. Im gröberen Sinne ist das ja auch Ziel des Berufsbildungsbereiches einer Werkstatt bzw. es verkommt offenbar eher dazu, nur zu überlegen, in welchen Arbeitsbereich der Werkstatt man später mal kommt. Alles andere (Vermittlung in den 1. Arbeitsmarkt) wird wohl eher nachrangig angegangen in den Werkstätten, aber das ist nur das, was ich gehört habe darüber.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Dieses dumme Gefühl bzw die Angst davor das die Leute so sein könnten hatte ich auch schon öfter gehabt. Ich hatte aber auch das gefühl das wenn man mich fragt was ich eigentlich will oder wie es weiter gehen soll, ich dann sage das ich keine Ahnung oder Idee habe, das man dann irgendwas anderes versucht was ich erst recht nicht will.
      Ich kenne das beides aus. Wenn man sich nicht einbringt, wird man oft total falsch eingeschätzt und es läuft in die falsche Richtung. Wenn ich mich einbringe, mache ich das oft zu fordernd und zu vehement und stoße dann oft auf Gegenwehr. Ich denke, dass es generell wichtig ist, sich einzubringen und mitzureden. Leider braucht man dazu auch das passende Gegenüber, das professionell bleibt (vor allem wenn man jemanden mit ASS vor sich hat, der vielleiicht sehr zielstrebig und fordernd ist). Ich weiß nicht, wie rigoros du deine Anliegen vorbringst. Bei mir ist es so, dass es mir hilft, zu üben, diplomatisch zu sein (was ich aber leider überhaupt nicht gut kann). Bei mir wäre es zielführender, wenn ich mich öfters etwas zurücknehmen würde und nicht so deutlich zeigen würde, was ich weiß und was ich will. Es ist oft für die Beziehung zum Gegenüber hilfreich, wenn man diesem das Gefühl überlässt, selbst bestimmt zu haben, weil die Person sich dann als Fachfrau/mann fühlen kann. Aber ehrlich gesagt bin ich der Meinung, dass man damit die Leute therapiert, die eigentlich dazu da sein sollten, einem zu helfen und dass das verdrehte Rollen sind. Aber ich glaube, dass man so weiter kommt mit seinen Anliegen.

      Das mit den Krankschreibungen kenne ich auch. Ich bin früher aus Angst bzw. den Problemen mit der Koordination auch nicht zum Arzt. So lange, bis ich eines Morgens einfach nicht mehr arbeiten konnte und mich zu einem Arzt geschleppt habe und dort in der Praxis heulend zusammenbrach. Seitdem ging es nur noch abwärts.
      Auch wenn ich nicht genau weiß, wie es gehen soll, glaube ich, dass es in dem Fall enorm wichtig ist, dass die schwarz auf weiß die Krankmeldung sehen, weil sie sonst vermutlich nicht kapieren werden, wie anstrengend das alles für dich ist. Aus einer Krankmeldung sind sie auch offiziell verpflichtet dann abzuleiten, dass es dir sehr schlecht geht. Wenn du sagst, dass die Krankmeldung holen noch schlimmer als arbeiten ist kann das vermutlich jeder mit Autismus nachvollziehen, aber die Leute, die dort was zu entscheiden haben, werden das nicht verstehen und dann möglicherweise glauben, dass es dir gar nicht so schlecht geht.
      Zur Not bleibt du einfach erstmal zu Hause und schickst dem Werk wo du bist eine E-Mail, dass du erkrankt bist. Dann musst du vermutlich spätestens am 3. Tag eine Krankmeldung bringen. Wie das dort genau aussieht, weiß ich nicht. Ich halte es auf jeden Fall für verheerend, sich dort hinzuschleppen, obwohl man schon am Ende der Kräfte ist, weil die dann vermutlich falsche Schlüsse ziehen werden.
      Ich glaube auch, dass das sehr häufig bei Menschen mit ASS vorkommt.


      RegenbogenWusli wrote:

      Ich schaffe es leider nicht die anzurufen um das zu klären, aber ich werde sie darauf ansprechen wenn ich sie das nächste mal sehe, noch bin ich ja auch eine Weile in dieser Maßnahme drinn.
      Könntest du denn eine Mail an sie schreiben und gleichzeitig in Kopie an die Dame von der Arbeitsagentur (?) bzw. der Reha-Abteilung, die dir diese Maßnahme vermittelt hat? Das wäre vielleicht hilfreich, wenn die auch wüsste, dass es gerade zu Überforderung und Problemen kommt.
      Es würde vielleicht schon ausreichen, wenn du schreibst, dass es dich irritiert, dass du in eine BvB sollst und ob es sein kann, dass du das falsch verstanden hast, weil du mittlerweile von dem Praktikum so ausgelaugt bist, dass du dir das für dich nicht vorstellen kannst. Dann hättest du auch Gewissheit. Aber die Person direkt Ansprechen geht ja auch.
    • RegenbogenWusli wrote:

      mir ist es jetzt schon oft zuviel mit diesem Praktikum, ich fühle mich jeden tag so müde nachmittags das ich viel schlafe und nichts mehr machen will und keine Lust auf irgendwas anderes hab.
      Unabhängig davon, wie und ob diese Maßnahme sinnvoll ist - das sind keine hinnehmbaren Zustände, das klingt nach einer heftigen Erschöpfung. Da würde ich zumindest mehr auf meinen Körper hören und auch mal früher Schluss machen oder eine erschöpfungsbedingte Krankschreibung holen. Das Immunsystem mag solche Zustände gar nicht und kann manchmal ziemlich fies zuschlagen - und zwar dann, wenn man es nicht braucht. Viele denken z.B. am Donnerstag, das Wochenende ist ja nah, bis dahin muss ich noch durchhalten. Und Freitag Abend, wenn alle Last und der ganze Stress weg sind, dann fällt dem Immunsystem ein, seine bisherige Zurückhaltung auch abzulegen und man steckt mitten in einer heftigen Erkältung. So zumindest die Erklärung meiner Ärztin, warum ich ohne direkt erkennbaren Grund eine zeitlang ständig erkältet war.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • FruchtigBunt wrote:

      aber wenn man in dem Bereich (als Mitarbeiter, der für die Klienten zuständig ist) arbeitet, darf man das meiner Meinung nach nicht vom Inhalt her verwechseln.
      Das sehe ich definitiv genauso.


      FruchtigBunt wrote:

      Oft machen Menschen ein BvB wenn sie für das Jahr keinen Ausbildungsplatz bekommen haben. Dann bewerben sie sich weiter und machen bis zum Ausbidungsbeginn die BvB weiter. Dort werden sie auf die Ausbildung vorbereit, so dass das "Wartejahr" nicht verloren ist.
      Das verstehe ich, heute wird man ja gleich seltsam angeschaut wenn man mal ein Jahr nichts macht, ich finde diese Haltung anderen gegenüber bescheuert.
      Über etwas in der art hat man mit mir aber nicht gesprochen, daher denke ich auch das BvB nicht gemeint war.


      FruchtigBunt wrote:

      Ich merke mir das anhand des "V", weil das für "vorbereitend" steht.
      Das ist eine gute Idee. Mir kam es eher nur auf die Aussage der beiden Begriffe selbst an. Berufsbildend und Berufsvorbereitend können im grunde das gleiche bedeuten, man wird dahin gelenkt irgendwann mal irgendeinen Beruf ausüben zu können.


      FruchtigBunt wrote:

      Da kann ich mir die Begrifflichkeit "Berufsbildungsbereich" aber überhaupt nicht herleiten.
      Ja das finde ich eben auch, es macht als Begriff so garkeinen Sinn O.o


      FruchtigBunt wrote:

      es verkommt offenbar eher dazu, nur zu überlegen, in welchen Arbeitsbereich der Werkstatt man später mal kommt. Alles andere (Vermittlung in den 1. Arbeitsmarkt) wird wohl eher nachrangig angegangen in den Werkstätten, aber das ist nur das, was ich gehört habe darüber.
      Ja das habe ich auch gehört. In meinem Fall wäre mir das nicht wichtig aber es gibt ja viele denen das wichtig wäre...


      FruchtigBunt wrote:

      Wenn ich mich einbringe, mache ich das oft zu fordernd und zu vehement und stoße dann oft auf Gegenwehr.
      Das mache ich meines Erachtens nicht.
      Ich komme mir dabei eher schüchtern vor, ich bin mit sicherheit nicht bestimmend oder selbstbewusst im Tonfall oder der Körperhaltung. Ich versuche eher durch Argumente zu überzeugen.


      FruchtigBunt wrote:

      Es ist oft für die Beziehung zum Gegenüber hilfreich, wenn man diesem das Gefühl überlässt, selbst bestimmt zu haben, weil die Person sich dann als Fachfrau/mann fühlen kann.
      Das klingt so dermaßen bescheuert, das sich andere Menschen so verhalten bzw sich dadurch besser fühlen und deswegen sowas haben wollen, aber ich denke damit hast du recht.


      FruchtigBunt wrote:

      Zur Not bleibt du einfach erstmal zu Hause und schickst dem Werk wo du bist eine E-Mail, dass du erkrankt bist. Dann musst du vermutlich spätestens am 3. Tag eine Krankmeldung bringen. Wie das dort genau aussieht, weiß ich nicht. Ich halte es auf jeden Fall für verheerend, sich dort hinzuschleppen, obwohl man schon am Ende der Kräfte ist, weil die dann vermutlich falsche Schlüsse ziehen werden.
      Ich glaube auch, dass das sehr häufig bei Menschen mit ASS vorkommt.
      Ja das wäre glaube ich möglich, man muss aber denke ich anrufen, also bei dem Arbeitsplatz und auch natürlich bei dem Träger der Maßnahme. Mit einer Email geben die sich glaube ich nicht zufrieden weil die die ggf nicht immer sofort lesen. Dennoch wäre das eine Möglichkeit, und den Arztschein schickt man denen eh per Post zu.


      FruchtigBunt wrote:

      Ich halte es auf jeden Fall für verheerend, sich dort hinzuschleppen, obwohl man schon am Ende der Kräfte ist, weil die dann vermutlich falsche Schlüsse ziehen werden.
      Ich glaube auch, dass das sehr häufig bei Menschen mit ASS vorkommt.
      Ja das kann schon sein, ich kann das selber nicht beurteilen aber es passt auch irgendwie in das bild der Routinen und dem Unwillen diese zu durchbrechen eben weil es einen schnell überfordern kann.


      FruchtigBunt wrote:

      Könntest du denn eine Mail an sie schreiben und gleichzeitig in Kopie an die Dame von der Arbeitsagentur (?) bzw. der Reha-Abteilung, die dir diese Maßnahme vermittelt hat? Das wäre vielleicht hilfreich, wenn die auch wüsste, dass es gerade zu Überforderung und Problemen kommt.
      Es würde vielleicht schon ausreichen, wenn du schreibst, dass es dich irritiert, dass du in eine BvB sollst und ob es sein kann, dass du das falsch verstanden hast, weil du mittlerweile von dem Praktikum so ausgelaugt bist, dass du dir das für dich nicht vorstellen kannst. Dann hättest du auch Gewissheit. Aber die Person direkt Ansprechen geht ja auch.
      Die Frau von der Arbeitsargentur hat damit nichts zutun, ich denke das sie das nur mehr verwirrend würde, aber die Frau die mir davon erzählt hat, die auch Betreuerin der Maßnahme ist kann ich auch per Email kontaktieren. Das problem dabei ist nur das ich da irgendwehn erwischen kann, auch einen der anderen Leute die sich um unsere Gruppe gekümmert haben und vermutlich garnicht wissen worum es gerade geht. Ich weiß nicht ob das so klug ist weil, was soll ich machen wenn jemand von den anderen leuten sich meldet und nicht die an die es gerichtet ist? Die haben da keine Personen-bezogenen Einzel-emails.
    • Garfield wrote:

      Unabhängig davon, wie und ob diese Maßnahme sinnvoll ist - das sind keine hinnehmbaren Zustände, das klingt nach einer heftigen Erschöpfung. Da würde ich zumindest mehr auf meinen Körper hören und auch mal früher Schluss machen oder eine erschöpfungsbedingte Krankschreibung holen. Das Immunsystem mag solche Zustände gar nicht und kann manchmal ziemlich fies zuschlagen - und zwar dann, wenn man es nicht braucht. Viele denken z.B. am Donnerstag, das Wochenende ist ja nah, bis dahin muss ich noch durchhalten. Und Freitag Abend, wenn alle Last und der ganze Stress weg sind, dann fällt dem Immunsystem ein, seine bisherige Zurückhaltung auch abzulegen und man steckt mitten in einer heftigen Erkältung. So zumindest die Erklärung meiner Ärztin, warum ich ohne direkt erkennbaren Grund eine zeitlang ständig erkältet war.
      Das ist interesannt, und das war mir so bislang noch garnicht bewusst. Im Moment habe ich auch an den Wochenenden nicht wirklich kein Stress. Samstags bin ich Einkaufen was ich auch ansträngend finde weil ich da mindestens genauso lange unterwegs bin, viel in ÖpnV und vollen geschäften aber zum Glück nicht allein, nur am Sonntag habe ich meine Ruhe und kann "garnichts" machen. Auf der Arbeit sagen sie das sie auch Rückenschmerzen haben und nicht einfach sagen können das sie "aua" haben und nicht arbeiten können, sie versuchen es zu banalisieren was mir sehr wiederstrebt, vorallem der Spruch "das kann man trainieren" wo gemeint war das man das nicht in zu volle Züge steigen auch irgendwie ablegen kann und sich überwinden lernen könne und mit Kopfhörern ja alles besser geht. Ich wusste nicht was ich dazu sagen sollte, mir ist nichts eingefallen.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Ja so klingt das für mich auch eher. So wie sie das erklärt hat, passt das eher zu dem Link den du mir gezeigt hast und das ist auch eher das was ich mir vorstellen kann.
      Danke, ich werde die beim nächsten mal (das wird erst anfang Januar wieder sein) dazu befragen ob sie BBB meint nicht nicht BvB. Vielleicht hat sie sich einfach nur vertan mit den Begriffen.
      Ich wollte gerne noch so viel zu deiner Antwort schreiben, aber mir fehlt gerade die Zeit und die Ordnung im Kopf dazu.

      Ich hoffe mit dir, dass es ein Missverständnis war und ich will unbedingt glauben, dass es so ist.

      Dennoch werde ich mir am Wochenende die Zeit nehmen, ausführlich etwas zu den Ärzten beim Amt usw. zu erzählen und versuchen dir ein paar Dinge zu schreiben, die mir damals geholfen hätten. Also bleib etwas misstrauisch und steh zu dir, deinen Stärken, aber auch Defiziten, dann machst du nichts falsch. Achte auf dich.
      An Unmögliches verschwendet Hamish keine Gedanken. Vielleicht ist das auch ganz gut, denn wer nur wenige hat, darf keine verschwenden.
      Alice im Wunderland (2010), Hörspiel
    • Garfield wrote:

      Versuche nicht mit Unwissenden zu diskutieren - sie ziehen Dich auf ihr Niveau runter und schlagen Dich mit Erfahrung.
      Das ist ein interesannter Spruch. Heute hab ich der Mitarbeiterin gesagt das ich nicht sie und nicht andere bin und nie wie andere war, schon als Kind nicht.
      Heute habe ich nur wieder zu hören bekommen das ich nicht ständig dies und das mit meiner Krankheit entschuldigen kann und nicht in Selbstmitleid vergehen soll oder so ähnlich. Ich habe dazu nur gesagt das ich mich nicht für andere verstellen werde und das es Tatsachen sind warum ich so und so bin und es keine Entschuldigungen sind.
      Ich denke einfach das ich mit der nicht auf einen sogenannten grünen Zweig komme weil sie eine grundlegend andere Einstellung zu diversen dingen hat als ich. Sie scheint Dinge gern einfach hinzunehmen, sie sagt immer "Ja ich habe auch Rückenschmerzen und arbeite trotzdem und jammer nicht herum, dann nehme ich halt auch mal eine Schmerztablette"
      Ich sagte ihr das ich nicht jeden tag Schmerzmittel nehmen kann weil ich viele garnicht vertrage und sie auch andere Organe schädigen wenn man die ständig nehmen muss.
      Sie kommt mir ziemlich oft mit solchen Aussagen vonwegen "Ja ich kann auch dieses und jenes nicht aber ich muss auch Geld verdienen und arbeiten" wo ich immer nur denke "Warum tust du dir das denn an? Ich bin aber nicht wie du" oder sowas. Mir macht das nur innerlich so einen Druck der mich blockiert das ich nichts mehr sagen kann, und wenn mir dann mal das passende einfällt, ist es schon so weit das ich ungern wieder mit dem Thema anfangen will, weil das oft Leute als nervig und als drauf herumreiten empfinden.
      Sie hatte mir heute morgen auch gesagt das sie nicht weiß was sie in die Bewertung schreiben soll, außer das ich die Arbeit gut mache und unterfordert sei.
      Ich habe gestern und auch heute nochmal deutlich gesagt das ich micht garnicht unterfordert fühle. Sie meinte nur das hier andere Leute schon waren die die Wäsche weder richtig falten lernen konnten, noch die Namen der Besitzer der Kleidung verstehen und die dann auch nicht einsortieren können. Das wären wohl die meisten leute die dort hingeschickt werden, und sie dann immer deutlich sagen kann das die nicht für den 1. Arbeitsmarkt geeignet sind, aber bei mir weiß sie nicht was sie schreiben soll weil sie meint, ich bin eindeutlich zu gut für diese art von Arbeit bzw scheinbar ganz anders als die, die sonst dort hin kommen.
      Ich komme mit der Frau nicht wirklich zurecht wenn es um dieses Thema geht.
      Arbeiten mit ihr geht gut, aber wenn es darum geht mich zu beurteilen versteht die mich nicht so wirklich, so hab ich das Gefühl. Sie hat zwar nicht zu entscheiden wo ich hinkomme oder wie die finale Beurteilung aussehen soll, aber ihr bericht steuert natürlich dazu bei wie die Empfehlung an die Sachbearbeiterin der Arbeitsagentur aussehen wird.
      Und wenn die da sagt "Ja Herr Schulten ist in der Arbeit zuverlässig und fleißig und sorgfältig, er ist freundlich und ehrlich und macht die Arbeit sehr zufriedenstellend" was auch alles nicht gelogen ist. Meines Erachtens gäbe es auch negative Dinge wie zB "leider kommt er dafür manchmal zu spät, weil er Probleme mit dem ÖpnV und menschenmengen hat, und ist auf nur wenige Bereiche der Wäscherei beschränkt einsatzfähig, zudem gibt es kommunikative Defizite, er ist eher distanziert und wirkt geistesabwesend und beteiligt sich nicht selbst an gesprächen zwischen den Mitarbeitern, sowie das er nur 3 Stunden belastbar ist"
      Das würde auch der Wahrheit entsprechen, aber ob die sich da bewusst ist das sie das auch in den bericht einfließen lassen kann weiß ich nicht.
      Wenn ich jetzt so einen Bericht schreiben würde, würde mein fazit sein, das ich durchaus gute Eigenschaften besitze, die sich aber nur in ganz bestimmten Rahmen überhaupt einsetzen lassen würden, und da die perfekte Niesche zu finden wäre sehr schwer, das kann der Arbeitsmarkt bzw das Arbbeitsamt mit seinen Vorgehensweisen und wie sie mit "Kunden" umgeht nicht leisten, so meine Erfahrung. Ob Werkstätten das können weiß ich nicht, da fehlt mir die Erfahrung einfach.


      OtherSide wrote:

      Dennoch werde ich mir am Wochenende die Zeit nehmen, ausführlich etwas zu den Ärzten beim Amt usw. zu erzählen und versuchen dir ein paar Dinge zu schreiben, die mir damals geholfen hätten. Also bleib etwas misstrauisch und steh zu dir, deinen Stärken, aber auch Defiziten, dann machst du nichts falsch. Achte auf dich.
      Danke, ja das wäre schön, ich würde gerne mehr Erfahrungen darüber lesen.
      Ich glaube die Frau mit der ich gestern sprach war sogar eine der Psychologinnen die in der Dia-am Maßnahme arbeiten, ich mein sie ist nicht nur eine Sozialpädagogin.
      Was mich stört ist die Einstellung der Frau die in der Wäscherei arbeitet und quasi mein Boss ist (wenn man so will), denn sie ist ein mensch der scheinbar immerschon von sich selbst extrem viel abverlangt. Eigentlich hat sie selber in ihrem Leben nicht viel erreicht, sie hat in verschiedenen Jobs gearbeitet, hat selbst Banscheibenvorfälle und macht sich selbst quasi kaputt weil sie lieber unter Schmerzen arbeitet anstatt sich selbst wichtiger zu nehmen, und das gleiche scheint sie auch von anderen zu erwarten. Sie hat selber sogar einen Sohn der Depressionen hat und irgendeinen in der Verwanntschaft, aber scheinbar nicht wirklich verständniss dafür wenn andere damit kämpfen. Sie sagte mir nur "Ja mein Sohn kann vollzeit Arbeiten, der nimmt Medikamente dagegen, ohne die kann der nichtmal aus dem Haus"
      Ich halte erlich gesagt nicht viel davon. Man soll sich quasi dopen oder Medikamente einwerfen damit man für andere besser funktioniert?
      Ich finde andere haben nicht das Recht das von einem zu erwarten. Ich fahre nicht mit dem zug für mich selbst sondern mache das nur für die, weil die sagen das die Arbeitszeit zu uhrzeiten stattfindet wo Züge voll sein müssen. Ich finde es unmenschlich und beleidigend wenn sie mir sagen das ich irgendwelche Pillen einwerfen soll damit ich volle Züge aushalte oder ertragen kann. Ich empfinde sowas als übergriffig, auch wenn sie sagt das die Arbeitswelt so ist.
      Dann stimmt aber etwas mit der Arbeitswelt nicht und nicht mit mir.
      Sie sagte mir heute auch das die Arbeitswelt früher anders war.
      In den nachrichten höre ich seit den letzten 10 jahren ständig Sachen wie das schon Kinder einen Burnout oder Zukunftsängste haben wegen zu viel Druck, belastung und Erwartungen etc, das ist doch krank. Es ist kein Wunder das immer mehr Menschen wegen sowas krank werden und arbeitsunfähig werden. Das liegt nicht an den Menschen selbst sondern an dem heutigen Standart und der Erwartungen die die Arbeitswelt an die Menschen hat.
    • @RegenbogenWusli

      Scheiße ey, das klingt fast wie bei mir der Zustand gerade.

      "Sie kommt mir ziemlich oft mit solchen Aussagen vonwegen "Ja ich kann auch dieses und jenes nicht aber ich muss auch Geld verdienen und arbeiten" wo ich immer nur denke "Warum tust du dir das denn an? Ich bin aber nicht wie du" oder sowas. Mir macht das nur innerlich so einen Druck der mich blockiert das ich nichts mehr sagen kann, und wenn mir dann mal das passende einfällt, ist es schon so weit das ich ungern wieder mit dem Thema anfangen will, weil das oft Leute als nervig und als drauf herumreiten empfinden.
      Sie hatte mir heute morgen auch gesagt das sie nicht weiß was sie in die Bewertung schreiben soll, außer das ich die Arbeit gut mache und unterfordert sei.
      Ich habe gestern und auch heute nochmal deutlich gesagt das ich micht garnicht unterfordert fühle. Sie meinte nur das hier andere Leute schon waren die die Wäsche weder richtig falten lernen konnten, noch die Namen der Besitzer der Kleidung verstehen und die dann auch nicht einsortieren können."

      Genau dieses Problem habe ich auch gerade. Man nimmt meine Grenzen nicht wahr, weil man sich nicht vorstellen kann, dass ich einerseits sehr gut arbeite und viel Wissen mitbringe, andererseits aber in einem Großraumbüro mit (wenn alle da sind) 29 anderen Mitarbeitern einfach nicht länger als - ich habe es getestet - maximal 5 Stunden durchhalte. Eine Verkürzung der Arbeitszeit ist nicht möglich, da es wohl Voraussetzung ist, die volle Zeit anwesend zu sein. Und ja, ich könnte in dieser Zeit so viele Pausen machen, wie ich nur will - aber das ist für mich nicht die Lösung, denn auch da komme ich nicht zur Ruhe, es gibt keinen Raum, in dem man für sich sein kann - ich verstecke mich regelmäßig im Treppenhaus. Später mehr dazu... ich könnte da grad nen ganzes Buch drüber verfassen.

      Und immer dieses: "Mir gehts auch schlecht und ich jammere nicht." und immer dieses "Lassen Sie sich auf Medikamente einstellen." - Ganz ehrlich: "Fickt euch. Wenn man keine Ahung hat - einfach mal die Fresse halten!" - Leider bin ich selten dazu in der Lage das zu denken, geschweige denn zu sagen, sondern fühl mich besonders beschissen, weil ich mich nicht richtig fühle, wie ich bin.

      Kurz gesagt: Ich versteh dich und ich bin gerade dabei, dieses Problem lösen zu wollen. Ich halte dich auf dem Laufenden und versuche alles wichtige, was ich bis jetzt weiß, zusammenzutragen.
      An Unmögliches verschwendet Hamish keine Gedanken. Vielleicht ist das auch ganz gut, denn wer nur wenige hat, darf keine verschwenden.
      Alice im Wunderland (2010), Hörspiel
    • OtherSide wrote:

      Man nimmt meine Grenzen nicht wahr, weil man sich nicht vorstellen kann, dass ich einerseits sehr gut arbeite und viel Wissen mitbringe, andererseits aber in einem Großraumbüro mit (wenn alle da sind) 29 anderen Mitarbeitern einfach nicht länger als - ich habe es getestet - maximal 5 Stunden durchhalte.
      Ich glaube das mit diesen zeiten ist teilweise eine Vorraussetzung so wie in der Dia-am wo ich bin, da soll man in dem Praktikum eigentlich auch nicht nur 3 Stunden sein. Vorgesehen ist auch vollzeit oder zumindest 6 Stunden. Jetzt soll ich ab Januar 4 Stunden machen.
      Das scheint bei denen sozusagen Vorschrift zu sein.
      Ich habe das nur gesagt bekommen darum kann ich wenig zu fakten in dem bereich sagen.
      In das was du momentan machst, soll ich wohl auch.
      Ich habe keine Ahnung wie die Bereiche in die ich kommen könnte so sind. Wenn der Arbeitsplatz passt, könnte ich auch länger durchhalten, und wenn die Zeiten so sind das ich nicht dann kommen muss wenn die Züge so voll sind, oder ich muss durch eine art Fahrdienst abgeholt werden. Ich weiß nicht ob die da was regeln könnten. Ich werde nicht mehr in die vollen Züge steigen sondern auf die nächsten warten, so lange bis wieder einer kommt mit dem ich fahren kann, ich will mir das nicht mehr gefallen lassen.
      Wenn die sehen das ich dadurch regelmäßig zuspät komme, werden die sich vielleicht was einfallen lassen.