Bezugsperson

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    • Bezugsperson

      Kennt ihr dass, wenn man in einer Menschengruppe oder in einer unbekannten Situation ist, sich unsicher und hilflos fühlt, doch es gibt ein oder mehrere Personen die man kennt bei denen man sich sicher fühlt, die man als "gut" einstuft und sich dann praktisch an diese Person wie eine Klette anheftet. Sie ist wie ein anker, solange man sich in ihrer Nähe befindet kann nichts schlimmes passieren, man ist nicht alleine. Früher waren es Erzieherinnen oder Lehrer oder andere Bekannte und das war so in Ordnung, es war schließlich ihr Job auf mich aufzupassen. Später wurde das hingegen immer unüblicher, Ersatzweise hielt ich mich andere Bekannte doch immer mehr nahm mein Bekanntenkreis ab und damit der Zugang zu Bezugspersonen an die ich mich wenden konnte. Öfters fand ich mich ganz alleine wieder umgeben von Fremden. Automatisch suche ich nach jemanden dem ich Folgen kann der mich durch dieses ganze Gewirr an sozialen Interaktionen führen kann. Doch wem? Es gibt Menschen die strahlen irgendwie etwas aus das andere Menschen anzieht ein positives Gefühl Charisma? und man selbst merkt dass auch und fühlt sich bei ihnen irgendwie will kommen. Findet man so eine Person dann ist es leichter, gibt es das hingegen nicht dann fällt die Wahl schwieriger. Menschliche Grenzen sind irgendwie so schwer zu erkennen. Ist es in Ordnung wenn ich ihm folge, bin ich in ihrer Gegenwart willkommen oder werde ich nur geduldet, ist es in Ordnung hinterher zu laufen oder fühlt sich derjenige verfolgt/gestört, wird erwartet dass ich das mache oder will er das selbst machen, ein Fehltritt und es wird komisch, man wird zurückgewiesen und steht wieder alleine dar. Lernt man die Menschen kennen dann wird es meistens leichter, es kam aber oft auch vor dass ich keine andere Wahl habe als Leuten zu folgen von denen ich mich am liebsten fernhalten würde doch ganz alleine bin ich orientierungslos und bekomme nichts mit so muss ich mich an eine Gruppe anhängen um irgendwie da durch zukommen um von wichtigen Veranstaltungen oder sonstigen zu erfahren, auch wenn ich in dieser Gruppe oft dass Ziel von Angriffen und Sticheleien bin, aber irgendwie brauche ich eine Bezugsperson.

      Inzwischen ist dass bei mir nicht mehr ausgeprägt wie damals und man sollte sich ja nicht immer auf andere verlassen aber dennoch fühlt es sich einfach besser an wenn man diesen sicheren Hafen hat an dem man sich festklammern kann wenn es mal stressig wird.
    • Ich habe auch immer solche Menschen gesucht. Als ich die Schule gewechselt habe war das die große Schwester einer Klassenkameradin meines Bruders. Ich in der 5., sie in der 7. Klasse. Irgendwann hat sie mich weggeschickt, weil ich nerven würde. Ich war dann erst im der 8. Klasse mit ihr wieder in der Pause zusammen.

      Mittlerweile ist es mein Freund. Alle anderen finden mich nervig
      Ich kann gut Mitmenschen umgehen
    • Ich finde, Bezugsperson ist nicht das richtige Wort hier, 'Vertrauensperson' müsste es heißen, die braucht man weder zu lieben noch zu bewundern, sie kann einem sogar hier u. da auf die Nerven gehen. Jemanden zu haben, dem man (aus welchen Gründen auch immer) 100% vertraut, kann überlebenswichtig sein. Ich z.B. habe nach einem Todesfall keine Vertrauensperson mehr und das ist nicht gut..
    • Ich verstehe total, was du meinst! Mich beruhigt es auch, in einer Gruppe Fremder eine mir vertraute Person zu haben. Bevor ich wusste, dass ich Autistin bin, habe ich mich immer gewundert, warum das bei mir so viel stärker ausgeprägt ist als bei anderen Menschen. Ich weiß jetzt auch, dass es bei mir sehr wahrscheinlich wie von dir beschrieben daran liegt, dass ich dann eine "Orientierung" habe, um im sozialen Wirrwarr klarzukommen.

      Andererseits habe ich auch schon Dinge alleine gemacht, die andere nie alleine machen, wie Reisen.