Auswandern als Autist

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    • Mir wurde auch schon häufiger vorgeschlagen, etwas mit Englisch zu studieren, weil ich das sehr gut kann.

      Und auch über ein Praktikum o.ä. hatte ich schon nachgedacht. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich leider aufgrund verschiedener fester Ausgaben schon was verdienen muss. Denn meine Eltern möchten mich (verständlicherweise) nach 23 Jahren auch irgendwann nicht mehr komplett unterstützen, so wie sie das jetzt noch tun müssen, auch wenn ich im 3. Lehrjahr bin.

      Ich wollte nächstes Jahr, wenn es Geldtechnisch passt, Urlaub in GB machen, um mir nochmal ein frisches Bild zu machen. Irland soll ja auch sehr schön sein. Und ein Auslandsaufenthalt sieht auch immer nett im Lebenslauf aus.
    • Ljos wrote:

      Ich wollte nächstes Jahr, wenn es Geldtechnisch passt, Urlaub in GB machen, um mir nochmal ein frisches Bild zu machen. Irland soll ja auch sehr schön sein. Und ein Auslandsaufenthalt sieht auch immer nett im Lebenslauf aus.
      Ich würde dir dabei raten dir auch mal Schottland anzusehen, dort geht manches noch etwas langsamer als in Südengland. Die Menschen sind sehr freundlich und gelassen dort oben. Im Großraum Edinburgh oder Glasgow ist es jobtechnisch am besten.
      Es gibt schon in GB wie in Deutschland auch deutliche regionale Unterschiede.
      Man kann sich in einem Urlaub vielleicht nicht unbedingt ein klares Bild machen, das bekommt man wirklich erst, wenn man dort lebt und arbeitet.
      Sinnvoll ist es immer dort schon Kontakte zu haben. Smalltalk finde ich persönlich dort einfacher als in D, weil man schneller angesprochen wird und die Menschen deutlich hilfsbereiter sind. Man kommt schneller ins Gespräch.
    • Ljos wrote:

      irgendwelche Organisationen
      In Wales gibt es da einige Bewegungen. Zum Beispiel mit dem Orange Wallet.
      Am besten ist es schon eine Anstellung zu haben, bevor man ins Ausland geht.
      Ich war bei meinem Besuch auf der Insel zu Schulzeiten auch positiv überrascht.

      Im Ausland wird es aber Job technisch eher nicht leichter. Evtl. könntest du Richtung IT umschulen? Ich kenne ein paar Firmen, die da immer mal deutsche Muttersprachler suchen um technische Kundenanfragen per Mail zu beantworten.

      Außerdem wäre es gut ein Cambridge Zertifikat zu machen bevor es nach UK geht.

      Xonesh wrote:

      ich kann nur deutsch
      Österreich, Schweiz evtl. noch tschechische Grenze. Besser wäre es bereit zu sein sich eine Sprache anzueignen und das vor dem Auswandern zu tun. In der aktuellen Lage wird es ja vermutlich auch noch ein wenig dauern bis dahin.

      Garfield wrote:

      Vielleicht ist auch erst einmal ein Praktikum für z.B. 6 Monate eine Idee?
      Würde ich auch empfehlen, am besten direkt im Wunschbereich.

      Unbewohnte Insel wrote:

      In Skandinavien sind die Sozialsysteme gut.
      Skandinavien und Kanada sind da eigentlich so die besten Optionen, die mir einfallen und Kanada ist im Bereich Autismus recht fortschrittlich, soweit ich weiß.
    • Ljos wrote:


      Ich wollte nächstes Jahr, wenn es Geldtechnisch passt, Urlaub in GB machen, um mir nochmal ein frisches Bild zu machen. Irland soll ja auch sehr schön sein. Und ein Auslandsaufenthalt sieht auch immer nett im Lebenslauf aus.
      Ich finde es gut, dass du noch einmal ein frisches Bild machen möchtest. Bedenke auch den Brexit. Da wird sich dann für GB einiges ändern. Manchmal geben auch die Botschaften nützliche Tipps, wenn man in ihrem
      Land leben und arbeiten möchte. Vielleicht dort mal einen Blick reinwerfen.
      Stimmt Irland ist auch sehr schön und ist dann vor allem noch in der EU. Da hast du dann ganz andere Rechte als EU-Bürger. Ich weiß allerdings nicht, wie es dort im Augenblick mit der Arbeitsmarktlage aussieht.
      Wenn du erst einmal einen einfachen Job machen möchtest, um in dem Land Fuß zu fassen (RW) dann sollte es kein großes Problem darstellen.
    • Theoretisch ist es sogar möglich vom Jobcenter Leistungen für bzw bei der Arbeitssuche im Ausland zu erhalten. Eine Freundin von mir hat das mal gemacht und die Berliner Agentur für Arbeit hat sie dabei sehr zuvorkommend unterstützt. Bisschen was dazu hier: hartz-4-empfaenger.de/arbeit-im-ausland

      Grundsätzlich denke ich, dass das Berufsinformationszentrum ein guter Ansprechpartner ist, denn es gibt inzwischen auch reichlich Programme, die fördern, dass junge Leute ins Ausland gehen.

      Falls du nur für ein paar Wochen hinwillst und wenig Geld hast, wäre vielleicht auch ein Workcamp was für dich. Ein Bericht von einem ist hier: volksbund.de/meldungen/aktuell…chasegrossbritannien.html
      Surprised by the joy of life.
    • Ich kann noch diese Seite empfehlen, ebenfalls für kürzere Aufenthalte:

      workaway.info/

      Ein Bekannter von mir hat darüber einen Job als Leuchtturmwärter auf einer kleinen Insel gefunden, wo er nun ca. 3 Monate verbringen wird. Der erste Monat ist schon vorbei. Kost und Logis frei und ein paar Euro extra. Also nichts, um reich zu werden, aber um die Menschen und das Land bisschen kennenzulernen und zu testen, ob es einem in dem Land überhaupt zusagt.

      Okay, auf der kleinen Insel wird er nicht so viel erleben, ausser eine Weile lang ersehnte Ruhe, aber es gibt dort auch viele andere Optionen in anderen Ländern. Genau Großbritannien wird leider nicht gelistet, dafür Irland.

      The post was edited 1 time, last by Ally ().

    • MangoMambo wrote:

      Kanada ist im Bereich Autismus recht fortschrittlich, soweit ich weiß.
      Echt? Ich bin ja viel im englischsprachigen Raum unterwegs, aber ich habe mich tatsächlich noch nie mit Kanada beschäftigt. Oder etwas darüber gelesen. :D


      MangoMambo wrote:

      Würde ich auch empfehlen, am besten direkt im Wunschbereich.
      Wenn das so einfach wäre, hätte ich da wohl schon mal geschaut. Irgendwie nicht so einfach. Zumindest habe ich viel gesucht, aber vielleicht muss ich dafür dann doch auch erst mal beim Arbeitsamt nachfragen oder an anderen Stellen suchen. Vielleicht kann die National Autistic Society da auch irgendwie nachhelfen oder Tipps geben. Aber dafür brauche ich erst die gesicherte Diagnose. Bekomme ich ja aber erst in gut 3 Wochen.

      Vulkan wrote:

      Ich finde es gut, dass du noch einmal ein frisches Bild machen möchtest. Bedenke auch den Brexit. Da wird sich dann für GB einiges ändern.
      Ja, darüber diskutieren meine Freundin und ich auch schon die ganze Zeit.. was sich ändert etc. Momentan hofft sie aber noch darauf, dass es durch die Neuwahlen zu einem Stopp im Brexit kommt und das ganze abgesagt wird... Mittlerweile ist das Volk bei diesem Thema wohl sehr zwiegespalten.


      Ally wrote:

      Ich kann noch diese Seite empfehlen, ebenfalls für kürzere Aufenthalte:
      Danke, schau ich mir mal an!

      Marty123 wrote:

      Schottland anzusehen, dort geht manches noch etwas langsamer als in Südengland.
      Ja, eine Bekannte ist dorthin gezogen vor Jahren. Dort, wo es Jobs gibt, ist es aber leider auch sehr teuer. Sprich Edinburgh.

      Surprised wrote:

      ine Freundin von mir hat das mal gemacht und die Berliner Agentur für Arbeit hat sie dabei sehr zuvorkommend unterstützt.
      Danke, schau ich mir auch mal an. Das wäre ja cool, wenn die einen bei sowas unterstützen können :D
    • Es gibt tatsächlich entsprechende Organisationen, die einen unterstützen können. Allerdings selbst in dem Fall sollte man sich eine gewisse Menge Geldes zusammengespart haben, um sich den Neustart zu erleichtern.

      Zudem möchte ich zu bedenken geben, dass die Sache mit dem Brexit alles erschweren könnte. Von daher vielleicht besser Irland, das ist immerhin ein EU-Land und die haben sogar den Euro und alles und sind größtenteils sehr nette Menschen. Außerdem findet in Irland das Thema Autismus weit mehr Beachtung als in Deutschland und entsprechend scheint auch das Support-System für Autisten besser ausgebaut zu sein. Gilt noch mehr sobald die neusten diesbezüglichen Gesetzesänderungen durch sind.

      Was ich aber immer zu bedenken geben möchte: Während meines Aufenthalts in den Niederlanden habe ich viele "gestrandete" EU-Bürger aus anderen Ländern betreut, die größtenteils letztlich auf der Straße gelandet sind, da sie kein Geld für Miete haben (die besonders in den großen Städten ja recht teuer sein kann und wer kein Geld verdient kann sich nichtmal günstige Miete leisten). Während du in deinem Heimatland zur Not zumindest Hartz4 und / oder eine Sozialwohnung bekommen kannst, ist sowas im Ausland meist nicht möglich, solange du dort nicht einige Jahre bereits offiziell gearbeitet hast und / oder einen offiziell gemeldeten Wohnsitz hattest und dir so quasi Ansprüche verdient hast. Je nach Land können das vielleicht 5 Jahre oder mehr sein, insofern das Land überhaupt staatliche Sozialleistungen in nennenswertem Umfang gibt.

      Das Problem betrifft auch die Krankenversicherung, denn dieser Anspruch, dass jeder krankenversichert sein muss und wird, ist hier in Deutschland normal aber international eher die Ausnahme. Wenn du im Ausland vielleicht keine Arbeit findest oder deine Arbeit verlierst und kein Geld für die Krankenversicherung hast (die ja recht teuer sein kann), bist du vielleicht gänzlich ohne Krankenversicherung. Das kann übel sein. Auch ist es in vielen Ländern so, dass selbst wenn du Arbeit hast, du dadurch nicht automatisch krankenversichert wirst sondern das noch zusätzlich leisten musst. Für manche Jobs muss man sogar im Vorfeld eine gültige Krankenversicherung aufweisen, um eingestellt werden zu können! Und wenn du dann den Job verlierst, kannst du schnell ins Minus rutschen.

      Ich würde auch gerne auswandern, weiß aber, dass es echt schwer werden könnte, solange ich nicht immerhin reichlich erfolgreiche offizielle Arbeitserfahrung in Deutschland nachweisen kann etc.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Lex wrote:

      denn dieser Anspruch, dass jeder krankenversichert sein muss und wird, ist hier in Deutschland normal aber international eher die Ausnahme.
      Schön wär's, dass hier "jeder krankenversichert sein muss", dann hätten wir ja die Bürgerversicherung für alle. Die gibt es eher in anderen Ländern, hier nicht.

      Lex wrote:

      Wenn du im Ausland vielleicht keine Arbeit findest oder deine Arbeit verlierst und kein Geld für die Krankenversicherung hast (die ja recht teuer sein kann), bist du vielleicht gänzlich ohne Krankenversicherung. Das kann übel sein. Auch ist es in vielen Ländern so, dass selbst wenn du Arbeit hast, du dadurch nicht automatisch krankenversichert wirst sondern das noch zusätzlich leisten musst. Für manche Jobs muss man sogar im Vorfeld eine gültige Krankenversicherung aufweisen, um eingestellt werden zu können! Und wenn du dann den Job verlierst, kannst du schnell ins Minus rutschen.
      Trau dich trotzdem. Schreckliche Dinge können einem auch in Deutschland passieren. Ich habe nie bereut, dass ich zweimal in meinem Leben im Ausland gelebt und gearbeitet habe, insgesamt für fast ein Jahrzehnt. Okay, ich habe den Vertrag für den Job jeweils in Deutschland schon unterzeichnet, ich bin also mit Jobgarantie ins Ausland. Vielleicht gibt es ja da eine Möglichkeit für dich?
      Es gibt so viele Menschen, die darauf brennen zu sprechen. All dieses Gerede ist der Welt kaum von Nutzen. (Mahatma Gandhi, Mein Leben)
    • FrankMatz wrote:

      Schön wär's, dass hier "jeder krankenversichert sein muss", dann hätten wir ja die Bürgerversicherung für alle. Die gibt es eher in anderen Ländern, hier nicht.
      Jeder Angestellte oder Sozialleistungsbezieher.
      Freiberufler und Lebenskünstler sind ausgenommen.
      Also unterm Strich sind das schon sehr viele Leute, die pflichtversichert sind.
      Dass es immer noch zu wenig sind und vor allem die höheren Einkommensschichten fast komplett fehlen, ist ein anderes Thema.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • FrankMatz wrote:

      Schön wär's, dass hier "jeder krankenversichert sein muss", dann hätten wir ja die Bürgerversicherung für alle. Die gibt es eher in anderen Ländern, hier nicht.
      Jedenfalls steht das so im SGBV. Inwiefern es umgesetzt wird, weiß ich nicht. De facto gibt es diese Pflicht. Davon gibt es (wir sind ja in Deutschland. x( ) wieder dutzende Ausnahmen. Vielleicht wolltest du darauf hinaus?
    • FruchtigBunt wrote:

      FrankMatz wrote:

      Schön wär's, dass hier "jeder krankenversichert sein muss", dann hätten wir ja die Bürgerversicherung für alle. Die gibt es eher in anderen Ländern, hier nicht.
      Jedenfalls steht das so im SGBV. Inwiefern es umgesetzt wird, weiß ich nicht. De facto gibt es diese Pflicht. Davon gibt es (wir sind ja in Deutschland. x( ) wieder dutzende Ausnahmen. Vielleicht wolltest du darauf hinaus?
      Wenn's nur Ausnahmen wären! Wie Garfield oben schon schrieb: Freiberufler müssen nicht krankenversichert sein, hinzu kommt: Beamte müssen nicht krankenversichert sein, und wer eine private Krankenvericherung hat, sie, warum auch immer, nicht mehr bedienen kann, fällt aus jedem System heraus, weil die GKV noch lange nicht jeden so einfach aufnimmt. So gibt es in diesem Deutschland mitten in Europa, das sich anderen Ländern gegenüber gern so überlegen darstellt, eine ganze Reihe Menschen, die durchs soziale Raster fallen.
      Es gibt so viele Menschen, die darauf brennen zu sprechen. All dieses Gerede ist der Welt kaum von Nutzen. (Mahatma Gandhi, Mein Leben)
    • FrankMatz wrote:

      und wer eine private Krankenvericherung hat, sie, warum auch immer, nicht mehr bedienen kann, fällt aus jedem System heraus, weil die GKV noch lange nicht jeden so einfach aufnimmt.
      Soweit ich weiß, müssen vom Sozialamt bzw. Arbeitsamt (HartzIV) auch die Kosten für eine Private KV übernommen werden für den Fall, dass man hilfebedürftig ist. In der Praxis sieht das aber wohl öfters so aus, dass das erstmal pauschal abgelehnt wird.

      Die PKVs sind mir auch ein Dorn im Auge. Ich fände eine Bürgerversicherung gut. Über die Versicherungspflicht an sich habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Bisher fand ich diese Pflicht eher einschränkend, aber wenn ich lese, dass in anderen Ländern die KV-Kosten im Rahmen der sozialen Fürsorge gar nicht übernommen werden, ist es vielleicht doch nicht so schlecht. Wobei man das sicher auch ohne KV-Pflicht hinbekäme.

      Ich finde es irgendwie fragwürdig, Menschen zu verpflichten, sich krankenzuversichern. Mal angenommen, jemand möchte das partout nicht und würde dann auch auf alle Arztleistungen verzichten, finde ich den Eingriff in die Grundrechte zu groß.

      Und leider gibt es wohl doch irgendwie Fälle, in denen die Leute die Kosten für die KV in Deutschland nicht mehr bezahlen können. Ich war mal beim Arzt, wo mir eine Patientin im Wartezimmer erzählte, dass sie mehrere Jahre auf Mallorca gelebt habe und nun in der Basisversicherung der PKV sei. Dort würden nur sehr rudimentäre Leistungen übernommen werden. Als ich das nachlas wurde mir ganz anders. Da ist man dann wirklich Patient 5. Klasse (weit unter GKV-Niveau). Dass es sowas geben darf, verstehe ich nicht. Aber in die GKV kommt die Dame aus irgendeinem Grund nicht mehr rein (vermutlich war sie mal über den Mann privat versichert und wenn man nicht lange genug in der GKV war, kommt man als Rentner bzw. älterer Mensch nicht mehr in die GKV zurück, weil es für die Rentner eine eigene GKV gibt. Das ist aber hochkomplex und vor allem hochgradig ungerecht, weil einem dann ab einem gewissen Alter die Rückkehr in die GKV versagt ist. Das sei gerecht, weil man sich nicht der GKV entziehen dürfe und im Alter dann zurückkommen darf. Wenn das aber in Altersarmut bzw. grottige Leistungen führt, finde ich das ganz grauenhaft. Die Dame wurde beim Arzt wohl wirklich nur mit einem ganz abgespeckten Programm versorgt und das ist sogar rechtlich zulässig. Teilweise sind die Gebührensätze da sogar unter dem Normalsatz. Dafür arbeitet kein Arzt.
    • FruchtigBunt wrote:

      Ich finde es irgendwie fragwürdig, Menschen zu verpflichten, sich krankenzuversichern. Mal angenommen, jemand möchte das partout nicht und würde dann auch auf alle Arztleistungen verzichten, finde ich den Eingriff in die Grundrechte zu groß.
      In der Regel sind das reiche, geizige Egoisten, die am Lautesten danach schreien, sich nicht versichern zu müssen.
      Aber wehe, wenn sie doch mal schwer krank werden...
      Der hypokratische Eid funkt da sicher auch dazwischen.
      Im Ausland wird man sicherlich bei Notfällen auch erst behandelt und dann gefragt, wie man zahlen will - nicht vorher. Da kann ein kleiner Unfall schon mal existenzbedrohend werden.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • FruchtigBunt wrote:

      und nun in der Basisversicherung der PKV sei. Dort würden nur sehr rudimentäre Leistungen übernommen werden. Als ich das nachlas wurde mir ganz anders. Da ist man dann wirklich Patient 5. Klasse (weit unter GKV-Niveau).
      @FruchtigBunt: Weißt du noch, wo du das gelesen hast? Ich finde nur, dass der Basistarif der PKV mit den Leistungen der GKV vergleichbar sein muss - also nicht weit unter GKV-Niveau liegen darf.
      „Erst die Selbsterkenntnis und Anerkennung des eigenen Strukturiert- und Gefangen-Seins in den psychobiologischen Gesetzmäßigkeiten der eigenen Persönlichkeit ermöglicht es, die Begrenzungen der anderen zu erkennen und sie zu akzeptieren – und sie nicht als intentionale Angriffe auf die eigene Welt zu deuten, gegen die es sich zu wehren gilt.“
      (Ludger Tebartz-van Elst: Autismus und ADHS. Zwischen Normvariante, Persönlichkeitsstörung und neuropsychiatrischer Krankheit. S. 19.)
    • Man sollte sich alles ganz genau überlegen, bevor man den Schritt wagt. Es gibt ja verschiedene Stellenbörsen auf denen man schon einmal sich nach einer Stelle umsehen kann und ggf.
      schon einmal Kontakt zu dem Arbeitgeber aufnehmen. Auf der sicheren Seite wäre man, wenn man schon eine Anstellung hätte. Dann würde ja auch Geld reinkommen und man müsste
      nicht erst einmal von den Ersparnissen leben.
    • @Moi
      Ich vermute, dass es aus dem SGB5 war oder Richtlinien der Kassenärztlichen Vereinigung zu diesem Basistarif der PKV. Es waren jedenfalls offizielle Dokumente, wo drin stand, dass ein Arzt für einen Versicherten aus dem Baistarif in bestimmten Fällen nur den 1,5-fachen Satz abrechnen darf, während er sonst ohne Begründung den 2,5-fachen Satz nehmen darf (das ist Standard) oder mit Begründung (bei schwerem Fall, mehr Aufwand) sogar den 3,5-fachen Satz.

      Mal angenommen, da kommt nun ein Patient mit kompliziertem Fall daher, wofür der Arzt normalerweise 3.5-fach abrechnen könnte, da viel Aufwand, komplex etc, würde ich mich fragen, wieviel Qualität man dann erwarten darf, wenn der Arzt dafür nur den 1,5-fachen Satz verlangen darf. Wieso sollte jemand (der kein Aspie ist) für ein Drittel des Geldes die gleiche Leistung erbringen? Und offenbar ist das so gewollt. Der Basistarif übernimmt so wohl eher nur das Gröbste und GKV-Versicherte ist im Vergleich dazu für den Arzt lukrativ.