Autist: Der Alltag eines Psychologen mit Asperger

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    • Zitat: "Wenn es so einseitig bleibt: "Du bist autistisch, und du hast diese und diese Schwierigkeiten und wir sagen dir nun, wie du das verändern musst, damit du zur Gesellschaft passt", dann denke ich, dass ganz viel Wichtiges verloren geht."

      Dem kann ich nur zustimmen :)
      (mal abgesehen davon, dass er das noch freundlich ausdrückt. Bei mir hätte es anders geendet mit: dann denke ich, dass dies bis zu einem gewissen Grad ein Zwang ist, unter dem ich leide, abgesehen davon, dass unter solchen Ansprüchen in der Gesellschaft kein Verständnis oder gar Sensibilität für anders denkende Menschen entstehen kann und dadurch viel Wichtiges verloren geht. - wäre vermutlich aber zu provokant^^)
    • Beispiel wörtliches Verstehen. Bei meinem ersten Flug gab es die Durchsage "es werden Snacks und Getränke serviert." und als sie bei meinem Platz war, sagte ich "ich hätte gerne einen Snack." und wunderte mich, weil sie mich so komisch anstarrte. Sie hatte erwartet, dass ich mir aus der Auswahl was aussuche.
    • Ich hab´s sogar ohne Untertitel verstanden! (ich bin aber auch vorarlbergerisch "geeicht" :lol: )
      @Pompeji, danke dir für die tollen Links, Matthias Huber ist sehr sympathisch und die Sendung & die Interviews sehr informativ!

      ...und das was Matthias macht, wäre mein "Traumjob" !

      (...ich freu mich immer so, wenn ich kleine Bewegungsmuster/Abläufe/Handbewegungen bei anderen Menschen mit Aspergers wiedererkenne - und da ist mir bei diesem Video einiges aufgefallen..)
    • Den habe ich auch gerade vorgeschlagen bekommen. Und bin dankbar für die Untertitel, mit dem Schweizerdeutsch hab ich so ein wenig meine Probleme...

      Ich mag es wenn andere die passenden Worte finden um etwas zu erklären. Wenn ich das versuche fange ich irgendwie an rumzustammeln und weiss mein Gegenüber hat nicht wirklich verstanden was ich ihm vermitteln wollte.

      Danke für die weiteren links.
      ~ Einmal entsandt, fliegt das Wort unwiderruflich dahin ~
      Quintus Horatius Flaccus
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      Das Video habe ich gestern zufällig entdeckt auf YouTube, ich habe kein AS, sondern ADS, trotzdem gibt es Ähnlichkeiten. Was er fotografiert, wie er die Bücher im Regal auf gleiche Höhe schiebt und vor allem, dass er beim Sitzen auf der Couch diese Begrenzungen braucht.
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      @Surprised Weil ich es spannend finde, dass er da in einer "Doppelfunktion" arbeiten kann - also einerseits ist er ausgebildeter Psychologe, anderseits selbst "betroffen", also sozusagen ein "Hybrid" :)
      Das bringt, denke ich, durchaus Vorteile, besonders wenn er mit AS - Klienten arbeitet, weil er da ein Verständnis mitbringt, die sich ein NA wahrscheinlich nicht oder nur sehr mühsam erarbeiten und erfühlen kann und andererseits ein sehr großes Fachwissen, das er auch anwenden kann.
      Ich würde auch gerne mit Kindern und Jugentlichen mit ASS an so einer "Schnittstelle" arbeiten - einerseits mit professioneller, guter Ausbildung und anderseits mit der nötigen Empathie / Erfahrung als Selbstbetroffene.
      Ich denke, da gibt es viele Punkte, besonders im (Schul-) system, wo solche "Hybrid - " Buddies nützlich und hilfreich wären.
      Ich hoffe, es ist nun klarer, was ich meinte?
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      @crocodylia Danke für die Erklärung! Ich hätte eher Angst, dass meine Arbeit dann so bewertet wird, wie es manche gerade in der aktuellen Diskussion im Preißmann-Threat machen. Und ich denke mir, dass jeder Autist anders ist und es vielleicht eher "gefährlich" ist, zu meinen dass es bei mir ja so und so ist und deshalb beim Anderen vielleicht auch.
      Surprised by the joy of life.
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      @Surprised, dieser Überlegung ist sicherlich sehr wichtig!

      Ich habe mir das beim Mitlesen der laufenden Diskussion im Preißmann - Thread auch gedacht.

      Ich hoffe, dass ich auch nicht zu stark generalisieren würde, sondern das Motto "kennst du einen Autisten, dann kennst du einen Autisten" auch selbst beherzigen würde.

      Ich merke allerdings in meiner Gruppentherapie (mit anderen Aspies & HFAs) auch, dass es eben abseits der starken Verschiedenheiten auch deutliche gemeinsame Erfahrungen und Wahrnehmungen gibt, die nicht autistischen Menschen so ganz fremd sind.

      Und da hätte man als "Aspie - Buddy"oder Aspie - Therapeut einen "Wahrnehmungsvorteil", sozusagen, solange man reflexionsbereit ist und seine eigene Wahrnehmung nicht absolut setzt.

      Ich habe bei der Reportage über Herrn Huber auch den Eindruck, dass seine Kollegen sein Aspergersein auch als Kompetenz wahrnehmen. Und ich vermute, dass dies auch bei den KollegInnen von Frau Preißmann so ist.