Veränderungen daheim sind schwierig - warum?

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    • Veränderungen daheim sind schwierig - warum?

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      Ich weiß grad nicht, ob der Titel wirklich passt - aber irgendwie schon. Eins meiner größten Probleme ist Ordnung zu halten. Jetzt habe ich gerade, mit der Hilfe eines 'effizienten' Bekannten, meine Wohnung von vorn bis hinten entmüllt, entrümpelt und alles neu sortiert. Das sieht richtig gut aus und ich fühle mich wohl... wenn, ja wenn da das nicht das Problem wäre, Dinge zu finden.

      Vorher, in meinem Chaos, wusste ich recht genau, wo etwas war - oder zumindest, wo ich suchen musste. Aktuell ist alles toll sortiert - und ich habe absolut keinen Überblick. Ich habe jetzt angefangen, alle Schränke, Schubladen, Kisten zu fotografieren (bzw. deren Inhalt) und mir zusätzlich eine Tabelle am PC erstellt, wo ich eintrage, welche Dinge wo zu finden sind.

      Ich glaube, meine Angst vor Veränderungen im persönlichen Bereich / Haushalt liegt an meinem schlechten Gedächtnis. :roll:
      Als wir Dinge einsortiert haben, dachte ich noch, ich könne mir merken, was ich wo einsortiert habe. Aber nix da - absolut Fehlanzeige. Ich habe heute fast 4 Stunden nach Knöpfen für meine neue gestrickte Jacke gesucht - und nicht gefunden. Sie sind bestimmt an einem Platz, wo sie logisch hin gehören - aber die Logik, die mir beim aufräumen noch präsent war, ist jetzt vergessen.

      Kann das jemand nachvollziehen? Geht es vielleicht noch jemandem so?
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
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      Leseratte wrote:

      Kann das jemand nachvollziehen? Geht es vielleicht noch jemandem so?
      Ich glaube ein Teilaspekt davon ist bei mir genau der Grund, warum ich mir nie Hilfe beim Aussortieren und Aufräumen hole, obwohl ich es mir als gute Motivation vorstelle, wenn dabei jemand unterstützend mithilft.
      Sprich, ich möchte meine Sachen gerne alleine ordnen, damit ich genau weiß, was sich wo befindet. Und auch damit es meinem ureigenen Sinn für Ordnung entspricht.

      Die Idee mit dem Abfotografieren finde ich übrigens gut.
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      So eine*n effiziente*n Bekannte*n hätte ich auch gerne....gibtes nicht jemanden, der*die das als SI hat? :d

      Das Problem, dann nichts mehr zu finden, habe ich auch. Sobald ich die Dinge nicht mehr sehe, sind sie irgendwie "weg".
      Und wenn sie dann plötzlich auch noch woanders "weg" sind, so dass der alte Suchablauf nicht mehr funktioniert....

      Mit Aufschriften oder Bildern hatte ich mal ausprobiert, aber diese haben irgendwie nchts mit dem zu tun, was dann "dahinter" ist- ich sehe das Bild oder lese das Wort, aber es fühlt sich nicht nach "ist dort" an - anders kann ich es nicht beschreiben.

      Es gibt einige Stellen, zu denen ich mir ungefähr merken kann, was sich hinter verschlossenen Tür verbirgt. weil ich hier das Bild der offenen Tür im Kopf habe.
      Was aber nach jedem Umzug dazu führte, dass ich auch wenn jetzt anderes in den Schränken war, das vorherige dort gesucht habe.

      Das gleiche mit Lichtschaltern, ich brauche Jahre, um mich daran zu gewöhnen, dass er jetzt auf der anderen Seite ist. Und dann ein Umzug..... :m(:
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
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      Ich kann das gut nachvollziehen, leider.
      Mir geht es auch so, wenn nicht andere, sondern ich alleine umräume.
      Das Innere alte Gedächtnis ist hartnäckig und ich vergesse die neuen Orte immer wieder, bis ich mich endlich mal ungewöhnt habe .
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
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      Bei mir liegen bestimmte Dinge an bestimmten Stellen und obwohl mein Zimmer aussieht wie ein größtes Chaos ist es trotzdem für mich Ordnung weil alles an bestimmten Orten ist. Jetzt versuche ich aber langsam daran etwas zu ändern. Alle Blätter zu einem bestimmten Thema kommen in eine Mappe und für verschiedene Gegenstände habe ich verschiedene Kisten (manche davon durchsichtig) So kann ich mir sehr gut merken wo etwas ist und ich muss tatsächlich nicht mehr so lange suchen wie davor.
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      Ich kenne das auch. Mittlerweile gehts eigentlich. Mein ursprüngliches Ablagesystem habe ich angepasst. Statt sichtbar herumliegende Papierkram Haufen, habe ich sie jetzt in Schubladen verteilt. Funktioniert.
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      Ich kann mir leider auch oft nicht merken, wohin ich etwas besonders gut verstaut habe.... :nerved:

      Happy to be wrote:

      gibtes nicht jemanden, der*die das als SI hat?
      Und das, obwohl ich Aufräumen und Sortieren liebe.... :nod: Aber ich weiß nicht, ob ich es als mein SI bezeichnen würde..... :roll:
      Immer wenn mir jemand sagt ich wäre nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin sehr erleichtert...... :d
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      Danke für euer Feedback - ich bin gerade sehr erleichtert, dass es anderen auch so geht.

      Es macht zwar zusätzliche Arbeit, alles zu fotografieren und zusätzlich in eine Exceltabelle einzutragen - aber so finde ich wenigstens alles.

      Die Knöpfe habe ich mittlerweile gefunden - sie sind in einer Kiste, wo 'diverser Kram' (Topic: Nähzeug) drin ist, der noch irgendwo hin sortiert werden muss. Eigentlilch völlig logisch - wenn da nicht sechs identisch aussehende Kisten wären...

      Meine Wollkisten habe ich schon numeriert, das sollte ich mit den anderen auch machen.
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
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      Ich versuche nicht alles gleichzeitig um zu räumen und wenn ich für etwas einen neuen Platz brauche, überlege ich zunächst ein paar Orte, an denen ich am ehesten suchen würde und nehme dann davon den logischten oder auch nach anderen Kriterien besten. Dadurch ist, wenn ich etwas braughe die Chance hoch, dass ich es da suche, wo es sich auch befindet.
      Bei 'effizienter' Ordnung hätte ich das Problem, das sich nie etwas ändern dürfte, weil ich sonst durcheinander komme. Habe das daher vor Jahren nach mehreren gescheiterten Versuchen aufgegeben. Es gibt einfach zu viele Ausnahmen und zu viele wechselnde Anforderungen.
      Man bekommt oft gesagt: "Bilde dir deine eigene Meinung!".
      Mein Standpunkt ist: "Meinung wird überbewertet. Lieber jedes offensichtliche oder sichere Wissen hinterfragen und Standpunkte vertreten, die es dann immer noch wert sind, vertreten zu werden."