Autofahren

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Autofahren bei dichtem Verkehr auf der Autobahn, in der Stadt, so wie im Dunkeln oder bei Sonnenlicht stressen mich. Und das Auffahren auf Schnellstraßen und Einscheren lassen von Auffahrern, wenn ich nicht auf die linke Spur ausweichen kann. Und Abstände abschätzen fällt mir schwer, so dass ich meist viel Abstand lasse, was bei Autobahnen dazu führt, dass vor mir viele Autos einscheren und mich dabei dann ausbremsen, weil ich den Abstand dann zu ihnen neu herstelle. Oder beim Aneinandervorbeifahren gucken andere oft irritiert, warum ich stehen bleibe, weil ich denke, dass es nicht passt. Auch warte ich auf ausreichenden Abstand beim Einscheren von 0 auf eine Schnellstraße. Da werde ich gelegentlich angehupt.
      Ansonsten macht es mir Spaß, auch dann das Kurvenfahren.

      Da ich ein sehr schnelles Reaktionsvermögen habe, erlaube ich mir zu fahren. Ich übersehe auch niemanden, aber ständig Geschwindigkeitsschilder, weswegen ich dann eher kurzzeitig zur Blockade werde, - orientiere mich dann daran, wie schnell der Hintermann an mich heranrast und wie weit sich der Vordermann von mir entfernt, so wie ob Personen gefährdet werden könnten, angehupt und überholt werde ich selten,
      aber da ich mich am stärksten auf das was vor meinem Auto passiert konzentriere, kommt es gelegentlich vor, dass ich einen schnell und dabei nah heranlaufenden Fußgänger im Großstadt-Trubel erst kurz vor Betreten des Zebrastreifens wahrnehme und dann stärker bremse, auch wenn ich da schon langsam an Zebrastreifen heranfahre. Je unübersichtlicher eine Situation, desto vorsichtiger fahre ich. Bemühe mich dabei niemanden zu blockieren. Ist bei hohem Verkehr oft ein Kraftakt. Aber noch so, dass ich es mir zutraue.
      Ich fahre bislang seit 6 Jahren und das unfallfrei. Ein Mal agierte ich dumm, als mein Ex mich provozierte und konzentrierte mich da zu sehr drauf, dass ich in den Kreisel einfuhr, obwohl Autos kamen. Zunächst bremste ich dann, aber stellte direkt fest, dass das krachen könnte und gab wieder Gas um Abstand zu gewinnen. Dabei wurde ich berechtigter Weise angehupt.
      Ansonsten habe ich zwei von außen verursachte Vollbremsungen auf der linken Spur überstanden. Ein Mal hatten sich zwei gejagt und der eine bremste den anderen gerade aus, als ich hinter diesem einscherte. Die hatte ich zuvor im Rückspiegel anrasen sehen und hatte schon Mal Platz gemacht. Wollte dann wieder auf die Spur, weil rechts Auffahrt war und da konnt ich dann nicht wieder zurück. Und ein Mal übersah mich für eine gewisse Zeit ein auf der Gegenfahrbahn überholender Lastwagen, der dann als Geisterfahrer auf meinen kleinen Fiat zu fuhr und ich entschied mich halb erstarrt in Sekunden, mich nun den kleinen Abhang auf die Wiese runterrollen zu lassen, da sah er mich, riss die Augen auf und dann sein Lenkrad schnellstmöglich um. Da konnte ich glücklicher Weise dann noch umlenken. Musste danach aber erst Mal heulen und zitterte.

      Auf der Autobahn bei dichtem Verkehr sitze ich Allzeit Vollbremsungsbereit und überlege, wenn jemand nah vor mich einschert, wohin ich ausweichen könnte, sollte plötzlich irgendwem der Reifen platzen oder ähnliches. Sobald ich ausreichend Abstand habe werde ich entspannter. Aber ich achte darauf das Lenkrad bei hoher Geschwindigkeit nie zu locker zu halten auch dann nicht, weil könnte ein Reh kommen oder meinem Auto der Reifen platzen oder eine Ölspur.

      Über meinen Fahrstil beschweren sich nur mein Vater und mein Ex. Ersterer fährt vorsichtiger. Ex hat seinen FS nicht mehr, so wie gab mir schon Aufforderungen zu fahren, wo es gekracht hätte.
      Geblitzt wurde ich ein Mal nach 22 Uhr in einer 30er-Zone für ab 22 Uhr und in einer 50er Zone, bei 2kmh über der Toleranzgrenze. Ich fahre nur nahe an die Toleranzgrenze, wenn mich jemand drängelt. Da stehe ich leider noch nicht drüber, sondern das stresst mich enorm. Am meisten erschrecke ich mich auf Autobahnen, wenn man auf die linke Spur fährt, wo eben noch keiner war und dann wird entweder ein Auto im Spiegel ganz schnell groß oder ist im nächsten Augeblick plötzlich da. Oder man sieht es gerade rüberziehen und dann an einem dockend.
      Bei dichtem Verkehr passe ich mich dem Abstand an. Bei freierer Strecke fahre ich durchschnittlich 130 - 140 kmh und wenn mal ganz frei ist auch schon mal 160 kmh, nur habe ich immer das Gefühl, ich würde das Auto trotz Sportversion dann quälen und vertraue da der Technik nicht wirklich, aber habe auch zu wenig Ahnung von dieser. Schneller möchte ich aber auch wegen des Gefühls nicht fahren. Ich würde mir dann nicht mehr zutrauen rechtzeitig bremsen zu können oder einen Aufprall zu überleben.

      Praxis war ich direkt sehr gut und bekam viel Lob. Zwischenzeitlich hatte ich kurz mal einen Choleriker, als ich 1. Fahrschule wegen zu häufiger Unpünktlichkeit wechselte. Bei dem machte ich dann einige Stressfehler. Wechselte dann erneut und war wieder gut. Dann ging es auf die Autobahn und ich musste vorher erst Mal anhalten und weinen, weil mir die Gefährlichkeit des Autofahrens so stark bewusst wurde und ich nicht einstufen konnte, in wie weit die Fahrlehrerin meine Fehler dort ausbügeln könnte ohne Lenkrad vor sich. Sie sagte mir, dass sie nicht verstehe, warum ich so aufgelöst und oft so streng mit mir sei, weil sie findet, dass ich eine sehr gute Autofahrerin sei. Wobei ich nicht weiß, ob sie das zur Motivation gesagt haben könnte. Aber der Fahrschulprüfer sagte mir dann auch, dass ich sehr gut Auto fahre. Nur beim Seitwärts-Einparken bekam ich ein Blackout und dann Panikstress und durfte dann besonders betonter Ausnahmsweise stattdessen frontal einparken. Theorie war ich ein Mal durchgefallen.

      Während meiner Fahrschule hatte ich 2 oder 3 Mal überlegt, ob ich das besser lassen sollte und auch heute würde ich mich immer noch eher als grenzwertigen Autofahrer einstufen, was den Stadtverkehr und Abstandseinschätzungen betrifft. Aber auch manch andere. Ich kenne drei Autofahrer, bei denen ich sagen würde, dass sie ziemlich gut fahren.

      Ansonsten kenne ich 3, wovon eine Studentin 5 Mal durch die Praxisprüfung fiel, ein Student mit 150 IQ gab in der Praxis schon auf und eine Studentin vergeigte 3 Mal. Letztere gab es dann auf und will es nicht mehr probieren. Sie sagt, sie ist zu reizüberflutet und überfordert mit den Gängen. Hat aber keine Diagnose. Wirkt aber autistisch auf mich. Aber allgemein auch sehr gestresst, sie hat viel um die Ohren. Erstere wirkt stark ADHS auf mich und führt eher ein leichtes und zufriedenes Leben. Sie fuhr bei ihrer ersten freien Fahrt mit uns allen zusammen erst Mal direkt über eine rote Ampel auf die Hauptverkehrskreuzung. Ansonsten kenne ich 2 gute Autofahrer mit Autismus. Und zwei grobmotorische Neurotypische, die total dicht auffahren. Einer von denen landete mit seinen Kindern schon im Graben. So wie wurde ich durch einen Neurotypischen als Beifahrer in einen Totalschaden verwickelt. Dann erlebte oder sah ich einige Prolleten. Und noch einen kleinen Unfall durch meine Reitlehrerin erlebte ich mit. Der fuhr zwar jemand in die Seite, aber so was passierte mir bislang auch nicht, da ich die im Blickwinkel beobachte, ob die mich sehen und öfters schon ausgewichen bin, wenn die zu spät bremsten oder mir die Vorfahrt nahmen. Mit Fußgängern und Radfahrern muss ich noch mehr aufpassen.

      Ich komme gut mit den Gängen klar. Am besten wenn ich nicht so stark darüber nachdenke (wenn ich in Panik gerate, laufe ich da auf Automodus, nur wo meine Fahrlehrerin vor Schreck mal laut aufbrauste, ließ ich vor Schreck alles los und würgte das Auto mitten auf einer Stadtkreuzung ab) und ich orientiere mich auch stark am Motorsound, weswegen ich keine Musik hören kann, wenn ich langsam fahre, da übertönend. Und bei schneller Fahrt werde ich dann meist noch schneller. Dann verliere ich das Gefühl für die Gaspedal.
    • MonaLisa wrote:

      Ich meine ein generelles Tempolimit für die Autobahnen in Deutschland. So wie es auch in anderen europäischen Staaten üblich ist.

      Ich würde ein zeitabhängiges Tempolimit auf Autobahnen befürworten.
      Tagsüber, bei viel Verkehr, ist es sicherlich sinnvoll.
      Nachts (z. B. von 22:00 bis 06:00) könnte man es vielleicht aufheben.
      Meistens ist ja dann alles frei.
      Und, wie Garfield schon sagte, müsste man bei einem generellen Tempolimit mehr Zeit für die Fahrten einplanen.
      Auf diese Weise wäre beiden Seiten - den Schnell- und den Langsamfahrenden - geholfen.
      Wer schnell voran kommen möchte, könnte ja dann nachts fahren.
    • Vulkan wrote:

      Ich fahre nicht gerne im Dunkeln, aber ansonsten macht mir das Autofahren Spaß.
      Das kann ich gut nachvollziehen.
      Mit Dunkelheit allein kann ich beim Autofahren ganz gut umgehen.
      Einige Male hatte ich allerdings eine Kombination aus Dunkelheit, Regen und Nebel auf der Autobahn.
      Das war schon ziemlich fies und unangenehm.
      Zum Glück bin ich trotzdem immer gut angekommen, wenn auch etwas später. ;)
    • Parvati wrote:

      Nachts (z. B. von 22:00 bis 06:00) könnte man es vielleicht aufheben.
      Wenn, dann muss es genau anders herum sein. Nachts ist zwar frei, aber Nachts (wenn alle schlafen) ist die Lärmbelastung durch den schnellen Verkehr auch deutlich unangenehmer als tagsüber.
      Wird schon ein Wrack ist ein Ort, an dem ein Schatz schlummert. - Alligatoah
    • hundefreund wrote:

      Wenn, dann muss es genau anders herum sein. Nachts ist zwar frei, aber Nachts (wenn alle schlafen) ist die Lärmbelastung durch den schnellen Verkehr auch deutlich unangenehmer als tagsüber.
      Die meisten Lärm verursachen die LKW und die fahren langsam genug.
      Und wenn Autobahnen durch Wohngebiete führen, ist nachts oft schon Tempo80.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • hundefreund wrote:

      Parvati wrote:

      Nachts (z. B. von 22:00 bis 06:00) könnte man es vielleicht aufheben.
      Wenn, dann muss es genau anders herum sein. Nachts ist zwar frei, aber Nachts (wenn alle schlafen) ist die Lärmbelastung durch den schnellen Verkehr auch deutlich unangenehmer als tagsüber.
      Nein, anders herum macht es ja gar keinen Sinn. Die meisten Leute sind nun einmal tagsüber unterwegs. Durch die nächtliche Aufhebung eines eventuellen Tempolimits würde ja nun nicht die halbe Republik plötzlich nachts auf den Autobahnen unterwegs sein. Und nachts zu rasen ist sicherlich auch nicht jedermanns Sache.

      Parvati wrote:

      Und, wie Garfield schon sagte, müsste man bei einem generellen Tempolimit mehr Zeit für die Fahrten einplanen.

      Ich frage mich wirklich, wie das mit den Tempolimits in anderen Staaten funktioniert. Die Leute dort kommen ja wohl auch irgendwann mal an. :sarcasm: Und man fährt anderswo wohl deutlich entspannter als bei uns; Fremde haben oft ein sehr ungutes Gefühl auf deutschen Autobahnen.

      Natürlich kann ein Tempolimit für Langstreckenpendler zum Problem werden, aber da gibt es noch eine ganze Menge anderer Probleme.
    • MonaLisa wrote:

      Natürlich kann ein Tempolimit für Langstreckenpendler zum Problem werden,
      Ich würde dann zumindest vermehrt Zug fahren.
      Aber Tempo130 wäre für mich noch OK. Mit allen Toleranzen würde ich da trotzdem ca. 149,9km/h fahren und somit nicht viel langsamer sein. Aber Tempo100 oder gar 80 wäre ein Grund, mir eine Jahreskarte für den Zug zu holen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • MonaLisa wrote:

      Natürlich kann ein Tempolimit für Langstreckenpendler zum Problem werden, aber da gibt es noch eine ganze Menge anderer Probleme.
      Das muss nicht sein. Zum einen sind die meisten Pendler zu Zeiten unterwegs, an denen die Autobahnen eh verstopft sind. Dazu kommt auch, dass die Pendelzeiten sich in den letzten Jahrzehnten fast nicht erhöht haben, die Entfernungen jedoch deutlich. Das kommt von einer erhöhten Geschwindigkeit, insbesondere auch der Züge. Wenn man nun die Geschwindigkeit der Verkehrsmittel verringert, verringern sich damit auch die Pendelentfernungen.
      Wird schon ein Wrack ist ein Ort, an dem ein Schatz schlummert. - Alligatoah
    • hundefreund wrote:

      Zum einen sind die meisten Pendler zu Zeiten unterwegs, an denen die Autobahnen eh verstopft sind.
      Komischerweise, ja. Ich habe mir mal irgendwann festgelegt, dass ich entweder noch vor 13 Uhr die Arbeit Richtung Heimat verlasse oder dann erst wieder ab 19 Uhr.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • hundefreund wrote:

      MonaLisa wrote:

      Natürlich kann ein Tempolimit für Langstreckenpendler zum Problem werden, aber da gibt es noch eine ganze Menge anderer Probleme.
      Das muss nicht sein. ... Wenn man nun die Geschwindigkeit der Verkehrsmittel verringert, verringern sich damit auch die Pendelentfernungen.
      Ich bezog mich bei meiner Bemerkung zu Langstreckenpendlern tatsächlich auf @Garfield. Der pendelt wohl n. e. A. jeden Tag mehrere Hundert Kilometer. Mir wäre das schon mittelfristig viel zu viel, so dass ich ernsthaft über einen Umzug oder andere Lösungen nachdenken würde.
    • Am Anfang bin ich mal nur für ein Wochenende nach Hause gefahren, also Freitag Abend heim, Sonntagabend wieder Richtung Arbeit. Aber das pack ich nicht mehr. Das Wochenende muss mindestens 4 Tage haben, damit davon auch noch was übrig bleibt.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • hundefreund wrote:

      Wenn, dann muss es genau anders herum sein. Nachts ist zwar frei, aber Nachts (wenn alle schlafen) ist die Lärmbelastung durch den schnellen Verkehr auch deutlich unangenehmer als tagsüber.
      Da ist aber eh schon oft 120 wegen Lärmschutz.

      Und generell finde ich die Tempolimit-Diskussion etwas übertrieben. Gefühlt fahren eh nicht mal 5-10% der Leute über 150 km/h. Gerade wenn man den Berufsverkehr einrechnet. Ökologisch ist da nicht so viel gewonnen.
      Ich bin immer noch der Meinung, man könnte die Richtgeschwindigkeit bei 130 km/h lassen und erstmal ein Limit bei 180 oder auch 200 km/h einführen. Evtl. auch nur für bestimmte Strecken, und dann mal sehen, wie sich das auswirkt.
      Der Vorteil wäre, dass man die extremem Raser los wird: Wer >300 km/h fahren will, sollte das besser auf einer Rennstrecke tun, und nicht auf einer öffentlichen Straße. Nachteil könnte sein, dass einige das Limit als Soll-Geschwindigkeit ansehen. Wo sie vorher 160 gefahren sind, fahren sie dann 190 bzw. 210, immer 10 km/h über Limit :d .
    • 65536 wrote:

      Ich bin immer noch der Meinung, man könnte die Richtgeschwindigkeit bei 130 km/h lassen und erstmal ein Limit bei 180 oder auch 200 km/h einführen.
      Ich fürchte, das geht rechtlich nicht. Dann baut Jemand mit 199 einen Unfall und kann sich darauf berufen, nicht zu schnell gefahren zu sein.
      Mit 130 als Richtgeschwindigkeit klappt es nur deswegen, weil es über 130 kein weiteres Limit gibt.
      So ein Limit suggeriert (oder vielleicht sogar garantiert), dass man unter normalen Umständen (also kein schlechtes Wetter, gute Sicht, ausreichend Abstand) gefahrlos mit dieser Geschwindigkeit fahren kann.
      Auf Landstraßen sind ja mittlerweile fast alle Kurven, die nicht mit 100 gefahren werden können, entsprechend ausgeschildert. Je weniger unausgeschliderte Kurven es werden, desto mehr Leute fliegen dort raus, weil die gar nicht mehr gewohnt sind, per Schild gewarnt zu werden.

      Die wenigsten Autos, die Tempo300 schaffen, sind auch wirklich rennstreckentauglich. Da wird ja selten geradeaus gefahren. Da kommt es vor allem darauf an, schnell durch die Kurven zu kommen. Ein Subaru Impreza WRX STI macht auf der Rennstrecke sehr viel Spaß - auf der Autobahn überhaupt nicht. Und eine Brabus S-Klasse macht auf der Autobahn Spaß, aber kommt kaum um die Kurven einer Rennstrecke.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Parvati wrote:

      Ich würde ein zeitabhängiges Tempolimit auf Autobahnen befürworten.
      Tagsüber, bei viel Verkehr, ist es sicherlich sinnvoll.
      Nachts (z. B. von 22:00 bis 06:00) könnte man es vielleicht aufheben.
      Die Niederlande haben (jetzt generell, seit Jahren schon auf den Hauptstrecken) tags Tempo 100 (mit freigegebenem Standstreifen), nachts Tempo 130 (Standstreifen darf nicht befahren werden, außer bei Panne natürlich).
      Die leben auch noch.
    • shnoing wrote:

      Die Niederlande haben (jetzt generell, seit Jahren schon auf den Hauptstrecken) tags Tempo 100 (mit freigegebenem Standstreifen), nachts Tempo 130 (Standstreifen darf nicht befahren werden, außer bei Panne natürlich).
      Die leben auch noch.
      Das machen die Deutschen natürlich viel komplizierter.
      Zuerst muss der Standstreifen ausgebaut werden. Auf normale Deutsche Standstreifen kann man selten LKW-Kolonnen schicken, ohne dass der nach wenigen Wochen weggebröselt ist. Zu schmal ist er meist auch.
      Dann wird die komplette so ausgebaute Strecke videoüberwacht und mit Verkehrsleitsystemen versehen. Sobald ein Pannenfahrzeug auf dem Standstreifen ist, wird der Standstrifen auf diesem Abschnitt gesperrt und 120 leuchtet auf.

      Wie machen die Niederländer das, wenn tagsüber Jemand eine Panne hat? Tempo100 ist zwar nicht viel, aber wenn alle vor mir plötzlich rüberfahren und ich das stehende Auto zu spät sehe oder selbst keine Lücke mehr finde, dann kracht es doch gewaltig.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • 65536 wrote:

      Gefühlt fahren eh nicht mal 5-10% der Leute über 150 km/h.

      Jaaaaa, wie verlässlich ist "gefühlt"??? Auch wenn es nur wenige sein sollten - die können trotzdem sehr stören, wenn sie die anderen, die ein moderates Tempo haben, permanent von der Überholspur drängeln, am besten noch mit Lichthupe. 8o :evil: x(
      Das ist dann zwar Nötigung, das interessiert diese Typen aber nicht und wird in Deutschland natürlich auch nicht geahndet, weil nicht kontrolliert wird.

      65536 wrote:

      Ich bin immer noch der Meinung, man könnte die Richtgeschwindigkeit bei 130 km/h lassen und erstmal ein Limit bei 180 oder auch 200 km/h einführen.

      So ein Limit bringt tatsächlich nichts. 8o Also, mein Auto schafft gar keine 180 oder 200 km/h.

      65536 wrote:

      Wer >300 km/h fahren will, sollte das besser auf einer Rennstrecke tun, und nicht auf einer öffentlichen Straße.

      Absolut. Ich finde es vollkommen schwachsinnig, Autos für den normalen Gebrauch zu verkaufen, mit denen man 300 und mehr km/h fahren kann. (Gibt´s die wirklich?? Ich bin da nicht so informiert.) Zumindest in Deutschland völlig abwegig und unpraktikabel. Selbst wenn die Fahrbahn weitgehend frei wäre, fehlte einem bei diesem Tempo jegliche Kontrolle über den Fahrvorgang bzw. jeglicher unvorhergesehener Zwischenfall könnte ganz schnell zum tödlichen Risiko werden.
    • MonaLisa wrote:

      Absolut. Ich finde es vollkommen schwachsinnig, Autos für den normalen Gebrauch zu verkaufen, mit denen man 300 und mehr km/h fahren kann. (Gibt´s die wirklich?? Ich bin da nicht so informiert.) Zumindest in Deutschland völlig abwegig und unpraktikabel. Selbst wenn die Fahrbahn weitgehend frei wäre, fehlte einem bei diesem Tempo jegliche Kontrolle über den Fahrvorgang bzw. jeglicher unvorhergesehener Zwischenfall könnte ganz schnell zum tödlichen Risiko werden.
      Natürlich gibts die und gar nicht mal so wenige.
      Deutschland ist das einzige Land auf der Welt, wo man diese Autos auf normalen Straßen ausfahren kann - so unpraktikabel ist das gar nicht.
      Es gab in den letzten Jahren einen zunehmenden Tourismus allein deswegen. Reiche Leute aus aller Welt mieten sich für einen Tag einen Ferrari, Porsche 911 etc. und rasen damit über die Autobahn.
      Ich hatte so eine Gruppe mal live erlebt. Links, rechts, Standstreifen - egal wo, Hauptsache schnell vorbei und wieder Vollgas.
      Auch die Schweitzer kommen gern mal mit ihren schnellen Autos rüber. Dort ist die Sportwagendichte ohnehin schon recht hoch, aber sie können nur immer 3 Sekunden am Stück Spaß haben - dann ist deren Tempolimit erreicht.

      Ich bin auch gelegentlich leicht über 200 gefahren. Aber das mache ich nur, wenn die Spur rechts von mir komplett frei ist und keiner mal eben rüber kommt. Und ja, es gibt Zeiten und Gegenden, wo die Autobahn wirklich leer ist und das somit theoretisch kein Problem wäre. Aber das ist im Grunde ein Trugschluss.
      Letztes Wochenende gab es hier aber erst einen tödlichen Unfall. 4 junge Leute in einem 557PS-Mercedes. Reifenplatzer bei hoher Geschwindigkeit - das Auto sieht aus wie bereits durch die Schrottpresse gewandert, Räder abgerissen, Dach eingedrückt, Leitplanke aufgewickelt und wahrscheinlich etliche Bäume gefällt. Fast ein Wunder, dass nicht alle Insassen tot waren.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Garfield wrote:

      Ich fürchte, das geht rechtlich nicht. Dann baut Jemand mit 199 einen Unfall und kann sich darauf berufen, nicht zu schnell gefahren zu sein.
      Mit 130 als Richtgeschwindigkeit klappt es nur deswegen, weil es über 130 kein weiteres Limit gibt.
      Das ließe sich schon regeln, denke ich.
      Auch heute bekommt man oft eine Teilschuld, wenn man mit deutlich über 130 km/h in einen Unfall verwickelt wird (und den Unfall überlebt...).
      Genauso könnte man das mit einem Limit auf z.B. 200 km/h auch regeln:
      Bis 130 km/h: Unfallschuld wird "normal" bestimmt
      130-200 km/h: Man bekommt eine Teilschuld, wenn der Unfall bei 130 km/h vermutlich nicht passiert wäre
      Über 200 km/h: Bußgeld/Führerscheinentzug für zu schnelles Fahren nach Bußgeldkatalog

      MonaLisa wrote:

      So ein Limit bringt tatsächlich nichts. Also, mein Auto schafft gar keine 180 oder 200 km/h.
      Das Limit wäre ja auch nur dafür da, die Extrem-Raser loszuwerden. Wenn man sicher sein kann, dass (fast) niemand über 200 fährt, macht das die Autobahn aus meiner Sicht schon deutlich angenehmer.
      Und die 180-200 km/h habe ich genau deswegen genommen, weil die meisten "Vernunft-Autos" gar nicht viel schneller fahren können. Damit wäre das Limit für die meisten Leute überhaupt keine Einschränkung. Man darf immer noch ziemlich schnell fahren.
      130 km/h Limit fühlen sich halt an, als müsste man ein Stück Freiheit hergeben, was man bislang hat.
      Ich wäre auch nicht gegen 130, und im Moment habe ich eh kein Auto. Aber nachdem ich öfter mal nachts und auch tagsüber auf Strecken mit wenig Verkehr Autobahn gefahren bin verstehe ich, warum Leute gegen 130 sind. Wenn nix los ist, kann man auf vielen Strecken auch deutlich schneller fahren. Schneller als ca. 150 bin ich aber nicht längere Zeit gefahren, einfach weil der Spritverbrauch irrwitzig wird.

      Garfield wrote:

      Deutschland ist das einzige Land auf der Welt, wo man diese Autos auf normalen Straßen ausfahren kann - so unpraktikabel ist das gar nicht.
      Es gab in den letzten Jahren einen zunehmenden Tourismus allein deswegen. Reiche Leute aus aller Welt mieten sich für einen Tag einen Ferrari, Porsche 911 etc. und rasen damit über die Autobahn.
      Genau. Habe mal geschaut: Man kann z.B. einen Audi R8 (mit über 500 PS und knapp 330 km/h Höchstgeschwindigkeit) für ca. 400€ pro Tag mieten. Das machen sicher etliche Touristen, gemessen am ganzen Urlaub ist das gar nicht mal so teuer.