Zur Abgrenzung Tics, Zwänge, Routinen, Stimming

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    • MonaLisa wrote:

      Morrow wrote:

      @MonaLisa In vielen Zahnpasten ist zB. Mikro-Plastik enthalten, das beim Putzen die Zähne sauber schmirgeln soll.
      Okay, da muss ich mich mal schlau machen, ob es plastikfreie Alternativen gibt, die ein gleichwertiges Putzergebnis bringen. Bin offen für Anregungen und Tipps.
      "Lavera basis sensitiv Classic" putzt super, enthält kein Microplastik und schmeckt, im Gegensatz zu den meisten naturkosmetischen Zahncremes, echt schön frisch.

      Äh...was war hier noch das Thema?! :-p

      Achja...also gut, dass mal jemand die Unterschiede darlegt - für die, die es noch nicht wussten.
    • @Eryniell

      Vielen Dank! Man muss bei Naturkosmetik-Zahnpasta nur immer darauf achten, dass Fluorid darin enthalten ist (was teilweise nicht der Fall ist). Ansonsten wirken die Pasten nämlich (wissenschaftlich nachweislich) nicht vorbeugend gegen Karies. :prof:

      Sorry, ich glaube, ich bin gerade wieder etwas "off topic". :m(:
    • MonaLisa wrote:

      Vielen Dank! Man muss bei Naturkosmetik-Zahnpasta nur immer darauf achten, dass Fluorid darin enthalten ist (was teilweise nicht der Fall ist). Ansonsten wirken die Pasten nämlich (wissenschaftlich nachweislich) nicht vorbeugend gegen Karies.
      Auch Zahnpasta ohne Flourid wirkt vorbeugend gegen Karies. Man kann genauso gut Flouridsalz nehmen oder anderes, wenn man die Wirkung von Flourid haben will.
      Ich putze seit fast 10 Jahren ohne Flourid und der Zahnarzt sagt auch, dass eine Flouridquelle komplett ausreicht.
    • Stimmt, Fluorid ist wirksam vorbeugend gegen Karies. Also ich denke, die Lavera-Zahncreme ist ohne Fluorid, aber wie auch MangoMambo bereits schrieb, kann man auch ohne Fluorideinnahme gute Zähne haben.

      Zumal man Fluorid schnell überdosieren kann und es dann extrem gesundheitsschädlich wirkt.

      Aber nun genug geofftopict :lol:
    • Ich nehme Zahncreme bewusst ohne Fluorid, weil inzwischen genug in vielerlei Artikeln zugesetzt ist. Fast wie diese Jodinflation.
      Und ja, sie wirkt auch ohne.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Ich bevorzuge Zahngel (gibts eh nur als Naturkosmetik) gegenüber Zahncreme, da ich mit der Konsistenz deutlich lieber meine Zähne putze.
      Auch wenn es teuer ist, ist mein Lieblingszahngel das von Sante (gibt es mit und ohne Flourid), da es sehr mild schmeckt und nicht nach Minze, aber sich trozdem sauber anfühlt und es ist B12 zugesetzt, welches über die Schleimhäute aufgenommen werden kann. Günstiger ist das von Alviana, das schmeckt allerdings nach Minze.
    • Mir gefällt diese Wendung ins „off topic“, und dass sich niemand darüber aufregt.
      Wie im realen Leben an einem Tisch, nur, dass da die Themen manchmal so schnell wechseln und ich eigentlich noch was zu einem Thema sagen will, bevor die Anderen schon wieder beim nächsten Thema sind.

      Apropos Bett machen (siehe Anfangspost): ich habe mir vor vielen Jahren angewöhnt, das Kopfkissen gerne mit „Handkantenschlag“ auf der Tagesdecke am Kopfende zu platzieren. Das macht am meisten Spaß und ist quasi der krönende Abschluss des Bettenmachens.
      Irgendwann las ich in einer Elternzeitschrift einen Artikel u. a. darüber, welch spießige Verhaltensweisen doch einige Erwachsene an den Tag legen, z. B. eben jenen Handkantenschlag beim Kopfkissen. Da dachte ich mir: das will ich doch gleich mal ausprobieren, und fand das Ergebnis dann so toll, dass ich das von da an bestimmt fast jeden Tag so machte. Kann gerade kein Bild einfügen, aber falls es jemand nicht kennt und wissen möchte, was gemeint ist (zugegeben: es gibt Wichtigeres); das Kopfkissen (ein Federkissen) wird hochkant platziert und in der Mitte ein leichter Karateschlag ausgeübt, so dass die beiden oberen Zipfel sich annähern und insgesamt das Kissen stabilisiert wird, ähnlich wie eine speziell gefaltete Serviette als Tischdeko (was ich hingegen nicht mache).
      Ein Freund ist jemand, bei dem du dich traust, du selbst zu sein.
      (Pam Brown)

      The post was edited 4 times, last by Iska ().

    • Ich finde leider keinen Thread zum Thema "Routinen ändern". Hat jemand Erfahrung damit, wenn eine Routine außer Beruhigung keinen positiven Effekt mehr hat und auch anfängt, zu langweilen, wie man sie beenden kann, ohne dass es sich unbehaglich anfühlt? Man braucht dann erstmal einen Ersatz, oder?
    • Nachdem ich den zweiten Beitrag von @MangoMambo in diesem Thread gelesen habe, bin ich mir nicht sicher, ob es nicht vielleicht ein Zwang ist.
      Es geht um eine Fernsehserie, die ich abends nur noch routinemäßig anmache (ich mache nur noch bestimmte Folgen an, die mir am besten gefallen) und nebenbei spiele ich meine Handy-Puzzzle-App. Ich gucke nur noch sporadisch hin und erfreue mich aber auch nach dem geschätzt fünfzigsten Mal immer noch an einzelnen Szenen.
      Sehr lange hat sich sofort ein gutes Gefühl eingestellt, sobald ich die Geräte angestellt habe, aber mittlerweile spür ich einen leichten Widerwillen. Trotzdem kommt dann auch dieses angenehme Beruhigungsgefühl, wenn die Serie läuft. Und gleichzeitig sowas wie Überdruss. Das ist eine eigenartige Mischung.

      Danke @Coocy für die Nachfrage. Würdest du es als Zwang einschätzen?
    • Lefty wrote:

      Danke @Coocy für die Nachfrage. Würdest du es als Zwang einschätzen?

      Das kann ich so genau leider gar nicht beantworten, da ich dich nicht näher kenne.

      Ich meine mich zu erinnern, dass du vor einiger Zeit schriebst, eine Therapie bei einem neuen Therapeuten begonnen zu haben, der dir AD(H)S und irgendetwas mit Zwängen diagnostiziert habe.

      Die Differenzierung zwischen Routinen und Zwängen hängt m. E. von vielen Faktoren sowohl in deiner Persönlichkeit, deine Genese und Entwicklung als auch deiner direkten Umwelt ab.

      Soweit ich weiß, leidet ein Mensch unter Zwängen, und es erzeugt kaum aushaltbare negative Gefühle bis hin zu Panik, wenn diese Zwänge nicht durch konkludente Handlungen neutralisiert werden. Routinen haben wohl eher eine beruhigende, bzw. deeskalierende und ggfls. strukturierende Wirkung, die Veränderung von Routinen ist aber möglich ohne die wie beim Zwang entstehenden negativen Emotionen. Die Modifizierung von Routinen lässt wohl mehr mentale Flexibilität zu hinsichtlich der Veränderungstoleranz- und Akzeptanz, während der Leidensdruck und die Nulltoleranz bei Unterlassung der Neutralisierung von Zwängen auf einem hohen Level bleiben.

      Ich kann mir vorstellen, dass die Veränderung deines Lebens (evtl. Therapieerfolge, Partnerschaft etc.) im Lauf der Zeit eine persönliche Stabilisierung und Verbesserung deiner Befindlichkeiten bewirkt haben könnte, so dass bislang stresskompensation- und strukturgebende Routinen überflüssig werden, was dein Unterbewusstsein mit diesen dir ambivalent erscheinenden Emotionen quittiert.

      Möglicherweise wäre die Bearbeitung dieser Wahrnehmung ein Thema für deine Therapiearbeit?

      The post was edited 1 time, last by Coocy ().

    • Lefty wrote:

      Ich finde leider keinen Thread zum Thema "Routinen ändern". Hat jemand Erfahrung damit, wenn eine Routine außer Beruhigung keinen positiven Effekt mehr hat und auch anfängt, zu langweilen, wie man sie beenden kann, ohne dass es sich unbehaglich anfühlt? Man braucht dann erstmal einen Ersatz, oder?
      Bei mir ändern sich die Routinen immer mal wieder. (Fernsehserie wird abgesetzt, die Routine kollidiert zeitlich mit etwas anderem, es macht nicht mehr richtig Spaß, usw.) Ich habe für mich gemerkt, dass ich tatsächlich einen Ersatz brauche, sonst fehlt mir da etwas.

      Aktuell habe ich da ein Problem mit meinem täglichen Spaziergang. Als ich mir das im Herbst angewöhnte, war direkt nach dem Mittagessen ideal. Nach dem dritten Sonnenbrand und weil es bei 30 Grad oder mehr in der Mittagshitze nicht mehr angenehm ist, würde ich das gerne ändern. Ich kann's aber irgendwie nicht. Jedenfalls nicht auf den Abend oder den Vormittag. Bisher ist es mir nur gelungen ihn um etwa 2 Stunden nach hinten zu verschieben.

      Gibt's vielleicht eine andere Fernsehserie oder ein aktuelles Programm, was du stattdessen anmachen kannst? Oder vielleicht ein Podcast, Hörbuch? Könnte auch helfen, das schon vorbereitet zu haben, damit du statt deiner Serie einfach das andere anschaltest statt in dem Moment noch zu suchen.

      Möglicherweise hilft auch nur "Augen zu und durch" (RW). Ich hab jede Woche einen Termin in einer anderen Stadt und nehme da seit einiger Zeit immer das Rad; fahre eine bestimmte Strecke hin und eine bestimmte zurück. Diese Woche habe ich das geändert, weil die Hinstrecke in weniger guten Zustand und ziemlich zugewachsen ist. Bei oder nach Regen bin ich da anschließend klatschnass. Die Rückstrecke auf dem Hinweg zu fahren war sehr, sehr unangenehm. Hatte ich nicht mit gerechnet, aber ich denke, beim nächsten Mal wäre es einfacher. Nach der halben Strecke (ca. 12 km) ließ die Fixierung auf die "falsche Route" schon etwas nach. (Und ich kam trocken an und musste nicht meine Socken auswringen.)

      Solange du keine Panik durch eine Änderung bekommst, würde ich es einfach mal testen.
    • Also auch ich habe meine rotinenen und Gewohnheiten. So schalte ich in der Woche jeden Abend um 18:45 Uhr das Fernsehen auf RTL ein und sehe danach immer die gleichen Sendungen. Morgens dann.nach MOMA & liefe nach neun schalte ich dann das Radio an bis 18:45 Uhr.
      Bevor ich dann hier im Heim war habe ich auch immer im selben Geschäft eingekauft, bis der Laden geschlossen wurde. Danach Wüste ich erst einige Tage nicht so ich nun einkaufen.kann.

      Jetzt jedoch lebe ich hier im Heim und das gute daran ist das hier eh alles seine Rotine hat. :thumbup:
    • Apropo, da ist mir gerade noch etwas leicht verrücktes eingefallen.
      Wenn mir hier im Heim einmal das Essen nicht schmeckt, dann bestelle ich mir etwas im Grillhaus etwas. Dazu auch manchmal ein Pötchen mit extra Mayo. Dieses kostete immer € 0,90 beim letzten mal hätte alles zusammen also € 9,00 gekostet. Der Lieferer wollte jetzt aber nur € 8,50 haben. Aus meine Frage warum jetzt der günstigere Preis sagte er: "Weil du schon soviel bei uns bestellt hast, aber du kannst mir auch gerne die € 9,00 geben." Ich war so verblüfft das ich ihm tatsächlich die € 9 ,00 gegeben hatte. Er hatte sich nett bedankt und ging.
      Ich denke mal auch das war aufgrund der Rotine. :!: :m(:
    • @Coocy Danke für deine Antwort. Die ADS-Diagnose hatte ich schon lange vorher, der Therapeut hat dann noch "Zwangshandlungen und -gedanken" festgestellt, er wollte mir das nicht hundertprozentig als Diagnose schriftlich bestätigen (als ich darum bat, hat es nur die o.g. Worte auf einen kleinen Zettel raufgeschrieben),wahrscheinlich damit ich mich nicht darauf versteife, ich kann das mittlerweile nachvollziehen, warum die Therapeuten zurückhaltend mit sowas sind. Außerdem meinte er, dass er mittlerweile denkt, dass ich im autistischen Spektrum bin, aber da er hierzu kein tiefergehendes Wissen hat, ist er auch damit zurückhaltend und das finde ich auch okay.

      Deine Ausführungen haben mir nochmal weitergeholfen. Die Serie nicht anzuschalten löst bei mir keine unangenehmen Gefühle aus, es gibt auch Tage, an denen ich sie nicht einschalte, weil ich noch mit etwas anderem beschäftigt bin. Dann habe ich zwar das Gefühl, es fehlt etwas, aber das ist eher ein Gefühl von "ist nicht alles so wie sonst, etwas fehlt" und nichts sehr Unangenehmes.

      Stresskompensation- und strukturgebende Routinen, wie du es sehr gut knapp zusammengefasst ausdrückst, benötige ich schon weiterhin, aber dieser Serie bin ich wohl
      einfach überdrüssig geworden. Auch brauche ich die Routinen mal mehr, mal weniger, wenn ich wenig Stress habe und mich gut fühle, dann bin ich auch flexibler. Bei Stress sind bestimmte feste Abläufe sehr wichtig.

      @Schwarze Katze Es gibt eine andere Serie, die ich zur Zeit anschaue (die ich wirklich schaue und nicht nur nebenbei laufen lasse), aber die ist für mich nicht als Abendprogramm geeignet. Ein Hörbuch ist eine gute Idee. Da kann ich auch gleichzeitig meine Puzzle-App spielen. Ich werde am besten eines auswählen, das ich schon kenne und wo ich weiß, dass mir die Stimme des Sprechers oder der Sprecherin angenehm ist (ich hab nicht viele Hörbücher gehört bisher, weil ich es schwer finde, zu folgen, ohne ständig Pause zu machen, die wenigen, die ich gehört habe, waren welche, zu denen ich die Bücher bereits gelesen hatte). Das oder Vorträge zu Themen, die mich interessieren, werde ich jetzt mal ausprobieren. Ich brauche auch, wie du, einen Ersatz. Das ist aber normal, denke ich. Viele Menschen gucken jeden Abend um 20:15 Uhr TV, wenn sie das nicht tun würden, bräuchten sie auch etwas anderes, was sie in der Zeit tun, nehme ich an, sonst würden sie doch wieder das TV-Programm einschalten.

      Dein Problem mit dem Spaziergang kann ich gut nachvollziehen. Ist die Verschiebung um zwei Stunden nach hinten für dich okay gewesen, sodass du es so beibehalten kannst?

      "Augen zu und durch" ist wahrscheinlich das beste, einmal entscheiden, was die bisherige Routine ersetzen soll und dann machen :thumbup:

      @Nitram Hattest du dann eine Einkaufsalternative gefunden? Sowas ist wirklich übel. Gut, dass du jetzt im Heim alles geordnet hast. Aber auch da kann es natürlich mal Veränderungen geben.

      Das mit dem Geld - dann hast du halt mal Trinkgeld gegeben, das ist doch sehr gut. Ich bin auch immer irritiert, wenn ein Preis nicht so ist, wie erwartet. Ich habe schon mehrmals an der Kasse gesagt, dass der Preis zu niedrig ist, ich weiß nicht, wieviele Kunden das tun, anstatt sich einfach über die Ersparnis zu freuen. In diesen Situationen war es immer so, dass im System ein niedriger Preis hinterlegt war, als auf der Ware stand - dann hatte ich wirklich Glück. Aber manchmal habe ich auch festgestellt, dass die Kassierer mir zu viel Geld rausgegeben haben. Das habe ich dann korrigiert und die haben sich immer bedankt, als hätte ich Wunder was für eine großzüge Tat begangen, dabei habe ich einfach nur bezahlt, was ich schuldig war.

      The post was edited 1 time, last by Lefty ().

    • @Lefty Ich muss mich noch an den neuen Zustand gewöhnen. Jetzt ist vor dem Spaziergang ja ein zeitliches Loch, was gefüllt werden will. Da habe ich noch nichts, das stört mich gerade. Und ich mache mir tatsächlich jetzt schon Gedanken, wie das im Winter wird.
      Bin gespannt, wie die Radtour morgen wird, denn es ist wieder nass. Ob sich das nun tatsächlich weniger fremd anfühlt?
    • @Schwarze Katze Kannst du die Zeit mit etwas füllen, was du bisher später getan hast? Oder vielleicht gibt es etwas, für das du bisher immer keine Zeit hattest.

      Wegen dem Winter, da könntest du ja wieder mittags spazieren gehen. Wäre dann natürlich eine erneute Umstellung. Ich denke, es ist gut, dass du schon jetzt darüber nachdenkst, so trifft es dich nicht erneut unvorbereitet.
    • Ich habe im Sommer und Winter unterschiedliche Gassizeiten für die große Runde: Im Sommer meist Abends ab ca. 21:00. Im Winter Vormittags ab 10:00. Den Wechsel mach ich je nach Temperatur, an warmen Tagen stelle ich meine Tagesroutine entsprechend um. Ich habe sozusagen zwei Routinen und wechsle zwischen ihnen. Wobei ich recht wenig Probleme haben, wenn sie (geplant) durch etwas gestört werden.
      Wird schon Am warten auf die Bestätigung meines Premium-Mitgleidschafts-Abos.
      Also warten...
      und warten...
      noch mehr warten...
      und noch mal warten...