Hautirritationen / Hautjuckreiz autismusbedingt?

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    • Hautirritationen / Hautjuckreiz autismusbedingt?

      Hallo ihr Lieben!

      Ich leide unter erheblichem Juckreiz der Haut.

      Hautarztmäßig sind wir mit Allergietests so gut wie durch - ohne Treffer. Beim Gastroenterologen war ich auch u. habe diverse H2-Tests zum Thema Unverträglichkeit Lactose u.a. gemacht - ohne Treffer (es kann trotzdem noch Allergie sein, aber habe mit Weglassen auch getestet ohne Treffer). Die Nebenwirkungen der Psychopharmaka, die ich nehme, sollen angeblich nicht so stark sein.

      Ja, es kann natürlich auch Stress bedingt sein. Aber diese Erklärung scheint mir nicht alles erklärend ....

      Ich nehme gegen den Juckreiz Tabletten (Ebastin Aristo) und cortisonhaltige Salbe und Lösung für die Kopfhaut. Also nicht so toll. Ohne diese Medikamente ist es kaum erträglich.

      Die mir ziemlich kompetent erscheinende Hautärztin hatte auch Blut genommen und ich war kürzlich in einem Spezialkrankenhaus in dem wenig mit einem gesprochen wurde ... und auch Blut abgenommen wurde u. es gab Stress zu den cortisonhaltigen Medikamenten. Also, ich denke, Diabetes ist es auch nicht.

      Und mir ist so - aber ich finde es leider nicht wieder , auch nicht im Internet irgendwie - als hätte ich mal gelesen, dass es bei (Asperger) Autismus zu Hautirritationen kommen kann. Weiß da wer was dazu?? Ich wäre sehr dankbar.

      Zählt es vielleicht zu den Themen mit den Überempfindlichkeiten der Sinne?

      Die hiesige Autismus-Ambulanz konnte mir zu diesem Punkt keine neuen Infos leider geben.

      The post was edited 1 time, last by thira3006: Schreibfehler korr. ().

    • Auf jeden Fall hat das Verschriftlichen meines Problems mir auch selbst neue Denk- und Suchansätze gebracht. :)

      Studie zu Kindern mit Autismus-Spektrumstörung und Allergien: spektrum.de/news/haengen-aller…autismus-zusammen/1584154

      ... und es kann natürlich auch ein Allergen sein, auf das ich vielleicht einfach nicht getestet wurde ...

      Mir fällt gerade ein, dass sich in der Vergangenheit eine wenig kompetent erscheinende andere Hautärztin mal rumgewundert hat, dass meine Haut so/zu schnell rot/rötlich wird, wenn man sie berührt. Diese Ärztin diagnostizierte Nesselsucht mit unbekannter Ursache. Ein weiterer and. Hautarzt sah die Ursache in Formen von Ekzem-Erkrankungen.
    • Es scheint mir zumindest nicht unplausibel zu sein, dass es eine Überempfindlichkeit der Haut ist ...

      autismus-kultur.de/autismus/au…utistischer-menschen.html

      Aber es geht mir eben auch um konkrete Informationen dazu, die ich auch mit zu Ärzten (w/m/d) nehmen kann ... und um Lösungsansätze dazu ... Ich habe gelesen u. von einer Fachkraft erfahren, dass es im ASS als Erwachsener nur eine Reizreduzierung bei Überempfindlichkeiten zielführend wäre. Aber ich habe irgendwie zu wenig Informationen... Was ist oder sind die konkreten Reize, die zum Thema bei mir reduziert werden müssten?
    • Ohne jegliches Fachwissen: ist eine Dauermedikation mit Cortison nicht ziemlich schädlich für u.a. die Haut?
      Stress kann definitiv ein Faktor sein.
      Blöde Fragen: duscht du heiß? Benutzt du pflegende Cremes?
      "Sir! We are surrounded!"
      "Excellent! Now we can attack in ANY direction!"
    • Ich habe schon häufiger über Hinweise gelesen, dass Asperger eng mit Autoimmunerkrankungen verwandt sei und auch der Darm bzw. die Haut in engem Kontakt mit psychischen Auffälligkeiten stehen. Vermutlich kann niemand sagen, wie das alles genau zusammenhängt, aber ich halte es für wahrscheinlich, dass Hautirritationen irgendwie in einem Zusammenhang mit Asperger stehen könnten.

      Um weiterzukommen würde ich versuchen, die Ernährung umzustellen und versuchen, den Stress zu reduzieren.

      Man kann auch auf alle möglichen Allergien testen. Es klingt aber eher danach, als sei es eine Erkrankung, die durch Hautkontakt ausgelöst wird, also von außen.

      Du könntest dich hierüber informieren, aber das ist schon sehr spezifisch und ich weiß nicht, ob man sich durch mögliche Labortests eher noch mehr in Stress versetzt. Letztendlich bin ich der Meinung, dass hinter all diesen Erkrankungen ein gestörtes Gleichgewicht der Hormone und Botenstoffe steht und da kann es nie falsch sein bei der Ernährung und der Stressregulation anzusetzen. Denn wenn man von außen (Medikamente, NEM) Änderungen anstrebt, wird das wieder alle möglichen anderen Prozesse mitbeeinflussen, die man möglicherweise gar nicht beeinflussen will.

      Ich bin der Meinung, dass der Körper und die Psyche wieder selbst lernen dürfen sollten (?), wie sie sich selbst regulieren können. Dazu bedarf es möglicherweise auch eines Zurückkommens in den Körper, wenn man selbst vom Körper abgespalten ist und sich durch den Kopf stabilisiert. Das ist aber eine Theorie von mir, die nicht auf andere Menschen zutreffen muss.
    • Benutzt du denn besonders milde Reinigungsprodukte? Ich vertrag auch einiges nicht und bekomme dann Juckreiz, bei meinem Vater war es auch so, dem hat immer alles gejuckt nach dem Duschen. Damals gab es wohl noch nicht so viele Produkte für besonders sensible Haut.
    • Vielen Dank für euer vieles interessantes Feedback! Vielen Dank für eure Unterstützung!
      Und es gibt natürlich keine doofen Fragen!

      Vieles, was ihr schreibt, beachte ich bereits oder wurde schon versucht.

      Womit ich mich evtl. mal versuchen sollte anzufreunden, ist ein regelmäßiges Eincremen mit geeigneten milden Mitteln.

      Thema „Stressreduzierung“ ist sicherlich wichtig. Durch meine PTBS funktionieren klassische Entspannungsverfahren leider nicht. Ich versuche aber regelmäßiger die aktiveren Entspannungsmethoden umzusetzen. Und ich habe mich zu diesem Thema in letzter Zeit angefangen, mich intensiver damit zu befassen, was mir Stress macht und erst in diesem Zusammenhang richtig bemerkt, dass ich ein übersensibles Gehör habe und versuche jetzt hier eine Reizreduzierung umzusetzen.

      Dass Körper und Psyche in einem engen Zusammenhang stehen, sehe ich auch so. Mit meiner kPTBS (komplexe/mehrfache posttraumatischen Belastungsstörung) ist die Stressreduzierung nicht einfach ... Aber ihr macht mir noch mehr Mut, an den kleinen Schritten nacheinander dran zu bleiben! Danke!
    • Ich hatte eine lange Zeit Nesselsucht, ich konnte mir durch bloßes Überstreichen mit dem Fingernagel dicke rote juckende Quaddelstriemen auf den Körper malen. Irgendwann konnte ich es auf die Tabaksorte welche ich damals rauchte eingrenzen. Ein Arbeitskollege rauchte die gleiche Sorte und hatte keine Probleme. Hast du die Möglichkeit Umweltgifte sukzessive auszuschließen, indem du potentielle Quellen zeitweise meiden kannst? Ich denke hierbei auch daran einige Zeit die Wohnung zu wechseln, also bei den Eltern oder so unterzukommen. Mit Allergietests kann nur die Reaktion auf spezifische Allergene geprüft werden. Bei unbekannten Stoffen bleibt immer die Frage - nach was suchen wir überhaupt?
    • thira3006 wrote:

      Vielen Dank für euer vieles interessantes Feedback! Vielen Dank für eure Unterstützung!
      Und es gibt natürlich keine doofen Fragen!

      Vieles, was ihr schreibt, beachte ich bereits oder wurde schon versucht.

      Womit ich mich evtl. mal versuchen sollte anzufreunden, ist ein regelmäßiges Eincremen mit geeigneten milden Mitteln.

      Thema „Stressreduzierung“ ist sicherlich wichtig. Durch meine PTBS funktionieren klassische Entspannungsverfahren leider nicht. Ich versuche aber regelmäßiger die aktiveren Entspannungsmethoden umzusetzen. Und ich habe mich zu diesem Thema in letzter Zeit angefangen, mich intensiver damit zu befassen, was mir Stress macht und erst in diesem Zusammenhang richtig bemerkt, dass ich ein übersensibles Gehör habe und versuche jetzt hier eine Reizreduzierung umzusetzen.

      Dass Körper und Psyche in einem engen Zusammenhang stehen, sehe ich auch so. Mit meiner kPTBS (komplexe/mehrfache posttraumatischen Belastungsstörung) ist die Stressreduzierung nicht einfach ... Aber ihr macht mir noch mehr Mut, an den kleinen Schritten nacheinander dran zu bleiben! Danke!
      Davon würde ich auch ausgehen. Und ich halte es auch für ziemlich wahrscheinlich, dass Traumatisierung auch Auswirkungen auf die Haut haben kann.
      "In das Popcorn, das Sie gerade essen, hat wer reingepisst!" (Kentucky Fried Movie)


      "Sind Sie Polizisten?" "Nein, Ma'am. Wir sind Musiker!" (The Blues Brothers)
    • Wenn kein Ikterus der Grund ist, dann könnte es tatsächlich fehlende Hautpflege oder Stress sein. Gerade im Winter ist ja die Luft besonders trocken. Um aber wirklich nicht blind zu raten, wäre eine ordentliche Anamnese wichtig.

      Es gibt so viele Krankheiten die Juckreiz hervorrufen können. Leber-, Gallenerkrankungen, Krätze, Allergien....
    • ich glaube, es hängt vermutlich eher nur so zusammen, dass ASS und Allergien gehäuft zusammen fallen und man allg. empfindlicher ist.

      ich habe seit vorletztem jahr plötzlich Allergien entwickelt (hauptsächlich Frühblüher). Daneben aber auch einige seltsame andere Symptome, die wahrscheinlich auch irgendwas mit unverträglichkeiten zu tun haben (also im Grunde alles Immunsystem).
      So habe ich z.B. nur bei Sommer-Sonne ein unspezifisches Jucken vor allem an den Extremitäten, das zunächst keine sichtbaren Irritationen aufweist, durch das ganze Gejucke aber dann schon die Entsprechenden Rötungen und/ oder Hautschädigungen bekommt (auch an der Taille, wo keine Sonne hinkommt). Ich kann gut verstehen, dass du das unerträglich findest.
      Wenn ich es nächstes Frühjar wieder bekommen sollte, werde ich zunächst eine Milcheiweißfreie Ernährung probieren, da ich in der Zeit auch öfter Magenprobleme hatte. Die Ärzte waren bisher ratlos und haben es auf meine Medikamente geschoben. Die habe ich u.a. deswegen sogar abgesetzt (kein Unterschied gebracht). Meine Ernährung zu ändern fällt mir extrem schwer, zumal ich häufig in Einrichtungen esse, wo selbst gekocht wird.

      Aktue Hilfen wie kühle Umschläge/ Eis hat man dir wahrscheinlich auch schon empfohlen?

      The post was edited 1 time, last by kastenfrosch ().