Fragebogen zum Thema Arbeit

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    • Fragebogen zum Thema Arbeit

      Hallo liebes Forum,

      mein Name ist Isabella Anreiter und im Rahmen meiner Masterarbeit beschäftige ich mich damit, wie sich Menschen mit Autismus in die Arbeitswelt eingliedern und wie es ihnen dabei ergeht.
      Das Ausfüllen des Fragebogens dauert in etwa 30 Minuten.
      Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie an der Befragung teilnehmen würden.
      Anbei der Link zum Fragebogen.

      soscisurvey.de/Fragebogen_Arbeitsplatz/

      Bei Fragen können Sie mich jederzeit kontaktieren.

      Vielen Dank an alle Teilnehmenden.

      mit freundlichen Grüßen
      Isabella Anreiter, BSc
    • Ich habe mal mitgemacht, viele der Fragen kenne ich aus den Fragebögen vom Aspie-quiz und den Fragebögen die mir der Psychiater gegeben hat als ich im Diagnoseverfahren war.
      Zudem muss ich sagen das ich meine erste AS-diagnose 1999 mit 13 bekam, die Unterlagen dazu aber verschwunden sind bzw ich sie nicht habe nachdem ich ins Heim und dann wieder zu meiner Mutter kam. Ich musste deswegen die Diagnose nochmal bestätigen lassen was ich letztes jahr gemacht hab und da waren diese Fragen dabei (nicht damals vor 20 jahren das waren Kinder-tests).
    • Boh.

      Fragen nach "wie alt" sind fies :). Kann der Fragebogen nicht nach "wann" fragen? Und dann auch noch "und Monate" ...
      War die Person, die mir da in der Uniklinik gegenübersaß ein Psychiater oder ein Neurologe?
      "Haben Sie einen Therapeuten?" Gilt da ein Neurologe? Wahrscheinlich nein.
      Gilt Promotion als "Universität", oder ist das schon "andere Schule?" Wie wäre es mit Habitilation?
      Seit ... Jahren und ... Monaten Berufstätig. Brutto oder Netto? Gelten Studentenjobs?
      "Kommen sie in der Regel pünktlich" mit Antwortmöglichkeit "oft"? Ist das multiplikativ?
      "Gibt es bestimmte Handlungen, die nichts mit Ihrer Arbeit an sich zu tun haben, die Sie aber immer wieder an Ihrem Arbeitsplatz ausführen" .... Sowas wie Nachrichten lesen? Oder Fragebögen bearbeiten?
      Fällt es Ihnen leicht, am Gesichtsausdruck von ArbeitskollegInnen zu erkennen, ob sie X sind? Woher soll ich das wissen???


      ich bin raus. Der Fragebogen ist zu komplizieert für mich.

      The post was edited 1 time, last by Lars77 ().

    • Eismensch wrote:

      Also offensichtlich nicht, oder?! :roll:
      Nun, erkennen, dass ich es nicht erkenne (also im konkreten Fall und nicht bloß aufgrund der Tatsache, dass interne Zustände konstruktionsbedingt unzugänglich sind) ist schon eine ToM-Leistung, zu der ich nicht unbedingt fähig bin. Und ich kann ja auch nicht regelmäßig zu Kalibrierungszwecken nachfragen :) . Insofern ist mir meine Performance im Erkennen der inneren Zustände meiner Kollegen aufgrund von Gestik und Mimik derselben notwendigerweise unbekannt.
    • Mugwump wrote:

      woher soll ich denn wissen, ob meine Kollegen gelangweilt sind oder ob ich das nur nicht bemerke?
      Das ist ein guter Punkt und das ist mir auch aufgefallen aber ich hab es dann wieder vergessen und hier nicht angesprochen, aber ich möchte hier auch nochmal sagen das mir diese Fragen bezogen darauf wie ich andere einschätze und was ich an Gefühlen in anderen sehe auch kaum beantworten konnte, weil ich sowas meist garnicht erst wahrnehme, außer mir sagt jemand klar wie es ihm geht.


      Lars77 wrote:

      "Haben Sie einen Therapeuten?" Gilt da ein Neurologe? Wahrscheinlich nein.
      Es gibt doch verschiedene Therapien, manche können auch in einer ganz anderen und nicht immer nur in Psychotherapie sein.
      Ich vermute die Frage bezieht sich darauf ob man momentan längerfristig in ärztlicher Behandlung ist. Viele Autisten haben auch zusätzliche Beschwerden und Komorbiditäten was Therapien nicht unwarscheinlich macht.
    • Zählt Mietwohnung auch als eigene Wohnung?

      Die Prozentleiste oben stimmt nicht.

      Die ersten fragen haben gute Antworten, nach hinten hin werden die immer schlechter. Viele der Stimme-zu-Fragen haben ein "nicht" drin. Hier wäre so wie am Anfang eine jeweils passend formulierte Antwort gut.
      Wird schon Wenn du eine Banane auf deinem Weg siehst, mach dir nicht zu viele Gedanken darüber, ob/wie du darauf ausrutschen wirst. Aber wisse, wie du danach aufstehen kannst.
    • Eismensch wrote:

      Die Frage war ja nicht warum (nicht), sondern ob. Der blinde Aspie wird aus einem anderen Grund dieselbe Antwort geben müssen wie du. "Nein, kann ich nicht." :d
      und diese Frage kann ich, im Gegensatz zum Blinden nicht beantworten. Für ihn ist es in Rumsfelds Terminologie ein "known unknown", für mich, bei dem das Verarbeitungsproblem auf einer höheren Ebene liegr ist es ein "unknown unknown". Ich mache schließlich ein Modell meines Gegenübers, das nur beliebig falsch sein kann, weil ich es ja (aus Höflichkeit) nicht kalibrieren kann. Darum haben die Üblichen Fragebögen eher Formulierungen wie "haben Ihnen Kolegen gesagt, dass Sie ihre Gefühle nicht erkennen können" o.ä. Da ist der Rückmeldekanal drin.
    • Ich konnte die Fragen schon beantworten. Allerdings ist mir bei den "sozialen Kontakten" aufgefallen, dass ich diese Fragen — abhängig von der konkreten Person — völlig gegensätzlich beantworten müsste. Aber da stand zum Glück "teils/teils" als Antwortmöglichkeit.
    • shnoing wrote:

      Ich konnte die Fragen schon beantworten. Allerdings ist mir bei den "sozialen Kontakten" aufgefallen, dass ich diese Fragen — abhängig von der konkreten Person — völlig gegensätzlich beantworten müsste. Aber da stand zum Glück "teils/teils" als Antwortmöglichkeit.
      So erging es mir auch.
    • Ich habe auch mitgemacht. Ich verstehe nicht ganz, wie man da herauslesen will, wie es Autisten bei der beruflichen Integration ergeht. Meiner Ansicht nach wären hier qualitative Erhebungen sinnvoller. Aus meinen Antworten im Fragebogen könnte man jetzt herauslesen, dass ich durchaus in den Arbeitsmarkt integriert bin und dass das auch mehr oder weniger gut funktioniert. Tatsächlich ist das aber nicht wirklich der Fall. Auch der finanzielle Aspekt beruflicher Integrationsprobleme kommt hier zu kurz, finde ich.
    • ich hab den fragebogen auch abgebrochen, war mir auch irgendwie zu komplizirt und ich etwas genervt von manchen fragen, so wie lars77.

      ich habe studiert, aber in den abschlussprüfungen abbrechen müssen (psychische vollkrise). ich habe zu der zeit viele nebenjobs gehabt, von denen einige auch gut liefen (bishin zu "sehr gut integriert" würde ich mal behaupten). das waren aber nur nebenjobs, also wenige stunden oder wenige wochen mit vollen studen (semesterferien). damals lief ich noch unter anderen diagnosen.

      man könnte meinen, dann müsse sich doch was finden lassen. lässt es sich aber bisher nicht. null integration. das lässt sich in dem fragebogen garnicht einspeisen.
    • Ich habe den Fragebogen vollständig ausgefüllt. Auch ich hatte dabei Schwierigkeiten meinen beruflichen Werdegang und meine Probleme abzubilden.

      Ich habe zwei Studiengänge abgebrochen, eine dreijährige Berufsausbildung zu Ende gebracht, eine dreimonatige Ausbildung für eine Anlerntätigkeit absolviert und befinde mich aktuell wieder in einer dreijährigen Berufsausbildung.
      Dabei habe ich die Branche gewechselt, was ich ebenfalls nicht angeben konnte.

      Ich hatte bisher fünf Nebenjobs, in denen ich nie länger als ein halbes Jahr jeweils gearbeitet habe.

      Die Probleme mit Kollegen, Vorgesetzten, Praktikanten, etc. wurden gar nicht wirklich abgefragt. Es gab nur die üblichen Diagnostikfragen.

      Ich habe mittlerweile eine Nische in meinem Betrieb gefunden, in die ich reinpasse und in der ich mit meinen ständigen Kollegen gut klarkomme. Allerdings habe ich Probleme mit Vorgesetzten und Kollegen, mit denen ich seltener etwas zu tun habe. Außerdem kümmere ich mich nicht gerne um Praktikanten, die keine Eigeninitiative zeigen, da ich diese nicht verstehe. Ich mag meinen Arbeitsplatz nicht wechseln. Jetzt in der Ausbildung habe ich extreme Probleme in der Schule und diversen externen Praktika. Ich bin nicht sonderlich flexibel und mag nicht von meinem Arbeitsplan abweichen. Ich könnte diese Liste gefühlt endlos fortsetzen. All das wurde aber nicht mal ansatzweise in der Umfrage thematisiert.
      Das finde ich schade.
    • Bei den bisherigen Beiträgen hier habe ich den Eindruck, es könnte sich lohnen, den Fragebogen noch einmal zu überarbeiten. Am besten partizipativ unter Beteiligung von Menschen, die es betrifft. Denn das Thema ist wichtig, es wäre schade, wenn die Studie nachher nur wenig Aussagewert hat.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Manche Fragen sind schon arg plakativ. Die Frage "Bibliothek oder Party" z.B. (die ja wie viele andere abgekupfert ist; RW). Eine Bibliothek zu besuchen, kann Arbeit sein: Student*in vor dem Examen, und eine kleine Party unter Freunden, die den einsamen Aspie an der Bar respektieren, kann dann eine willkommene Abwechslung sein. Auch die Frage nach dem Grüßen von Arbeitskollegen klemmt: Allgemeines "Morgen" in den Raum geht immer - die individuelle Begrüßung mit Smalltalk-Gefahr ist das Problem.

      Aber: Es ist eine Masterarbeit, sonst nix. Ich habe damals auch nicht alles richtig gemacht (und auch nicht grade die Einsen eingesammelt).

      Die vielen Kommas vor Vergleichen mit "als" sind schon störend, Isabella. ;)
      "Ein Buch muss Wunden aufreißen, ja sogar welche hervorrufen. Ein Buch muss eine Gefahr sein." (E. M. Cioran)
      In: ders., Ébauches de vertige. Gallimard 2006 (=folio 4100) (trad.: FM)
    • Meine Diagnose wurde sowohl von Psychologischer Psychotherapeutin, als auch von Psychiaterin gestellt. Das ist leider nicht erfassbar. Ich hätte gedacht, dass die Diagnose der Psychiaterin als "höherwertiger" einzustufen ist (da ja auch das Versorgungsamt eine solche Diagnose will), in der Studie steht aber die Psychotherapeutin über der Psychiaterin. Ich habe trotzdem Psychiaterin angekreuzt.
      Ich fände es hilfreich, wenn man da entweder mehrere Antworten ankreuzen könnte oder aber fragen würde, von wem die Diagnose erstmalig gestellt wurde. Ansonsten verstehe ich den Sinn der Auswertung dahinter nicht.

      Ich habe nicht ausgerecht, wie viele Monate ich alt bin. Ich wüsste nicht, was das im Rahmen einer Studie für Informationen geben soll und das ist mir zu aufwändig, zumal ich das mehrmals errechnen soll.

      Ich habe die Umfrage bei Punkt 9 abgebrochen, weil mich die Ausführung ärgert. Wenn ich "Ja" ankreuze, kann ich nicht mehr die Erläuterungen dazu ankreuzen, obwohl diese ja nur dann angreuzt werden können, wenn man überhaupt "Ja" vorher bestätigt hat. :?

      Hier gab es schon so viele Umfragen, von denen man danach nie wieder etwas gehört hat und es ärgert mich auch, dass ich als "liebes Forum" angesprochen werde. Hier befinden sich doch Menschen und nicht ein Forumsobjekt. :|
    • Vielen Dank für das viele Feedback! Ich habe alles sehr aufmerksam durchgelesen und versuche alle Vorschläge umzusetzen.

      Das war natürlich keine Absicht mit der Anrede "liebes Forum", ich wollte einfach nur alle Mitglieder ansprechen, ich kann es leider nicht mehr umändern, hätte es versucht. Verstehe den Einwand gut, das ist mir so nicht aufgefallen.

      Ich werde mir die Fragen ansehen und die Antwortmöglichkeiten ändern, finde es toll, dass so umfangreich geantwortet wurde, damit ich die Verbesserungsvorschläge auch umsetzen kann.

      Liebe Grüße und ich wünsche noch einen schönen Sonntag,
      Isabella