"Schwächeanfälle" bei Asperger?

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    • "Schwächeanfälle" bei Asperger?

      Hallo liebe Leute,

      sorry, dass ich so lange habe nichts von mir hören lassen. Ich war irgendwie sehr mit mir selbst beschäftigt sowie damit, meine Diagnose nochmal überprüfen zu lassen, da ich bei einem zweifelhaften Arzt war.

      Ich habe es jetzt amtlich, dass die Diagnose "Asperger" stimmt, auch wenn ich immernoch denke, dass ich eigentlich zu gut funktioniere dafür. Aber was soll's, es gibt wohl auch leichte Fälle.

      Auf jeden Fall ist es aber so, dass ich vielleicht nicht nur Asperger habe. Ich habe sehr häufig sehr starke Kopfschmerzen und es passiert mir immer häufiger, dass ich stürze. Meine Beine sind dann einfach nicht mehr zu bewegen, wie eine schlaffe Lähmung. Manchmal passiert es mir, dass meine Arme und meine Augenlider dazu zucken. Ich bin dann nicht ansprechbar, bekomme aber noch alles um mich herum mit. Nach solchen Anfällen bin ich manchmal verwirrt bis orientierungslos, aber wieder ansprechbar, auch wenn mir das Sprechen danach schwer fällt.

      Was ich fragen wollte:

      Habt ihr sowas auch? Ist das ein Shutdown? Oder ist das doch eher sowas wie Migräne/Epilepsie/Kreislauf etc.?

      Psychiatrisch ist es abgeklärt worden - wie gesagt, habe ich da nix, außer Asperger, wobei Asperger ja eigentlich neurologisch ist. Jetzt soll halt ein Neurologe nochmal draufschauen, aber ich frage mich, wie dringend das nun nötig ist? Vielleicht ist das bei Asperger ja auch einfach normal?

      Falls jemand was dazu sagen mag, bedanke ich mich dafür.

      LG

      seinn
      Das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgendetwas, das der menschliche Geist erfinden könnte. Wir würden nicht wagen, die Dinge auszudenken, die in Wirklichkeit bloße Selbstverständlichkeiten unseres Lebens sind. - Sir Arthur Conan Doyle
    • Ich kenne mich damit zwar - zum Glück - nicht persönlich aus, aber eine neurologische Abklärung halte ich für dringend nötig!

      Epilepsie z.B. ist eine Komorbidität von ASS, die gar nicht mal so selten vorkommt.

      Derlei Vorkommnisse würde ich keinesfalls als völlig "normal" (bei Asperger) bezeichnen.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • Kayt wrote:

      Epilepsie z.B. ist eine Komorbidität von ASS, die gar nicht mal so selten vorkommt.

      Derlei Vorkommnisse würde ich keinesfalls als völlig "normal" (bei Asperger) bezeichnen.
      Das sehe ich auch so.
      Gerade das mit den Zuckungen scheint mir in diese Richtung zu gehen.
      Wenn man nur ohnmächtig wird (was oft als Schwächeanfall bezeichnet wird) wird einem "nur" schwarz vor Augen und man ist bewusstlos aber hat dabei keine Zuckungen.
      Ich bekomme sowas schnell bei Schmerzen, hat aber nix mit AS zutun sondern eher mit dem Kreislauf.
      Das mit den Zuckungen ist nervlich, also da wäre der Neurologe der richtige. Vermutlich muss man das dem hausarzt erklären und der entscheidet dann wohin er genau weiter verweist. Manchmal kennen Hausärzte auch Praxen von denen sie gute Referenzen gehört haben und können einem sogar eine Praxis empfehlen.
    • Ich schließe mich den obigen Beiträgen an. Da Epilepsie eine Komorbidität von ASS sein kann, sollte das abgeklärt werden.
      Wenn ich es richtig verstehe, hat der behandelnde Psychiater die Untersuchung ja auch bereits empfohlen. Falls Du momentan irgendwelche Psychopharmaka einnimmst, könnte es vielleicht auch eine Nebenwirkung davon sein. Aber vermutlich hätte das der Psychiater ja dann schon gewusst und keinen neurologischen Check empfohlen.

      Wie ich es aus Deinem Beitrag herauszulesen glaube, möchtest Du offenbar nicht so gerne zum Neurologen gehen. Hat das einen bestimmten Grund? Ich möchte nicht neugierig sein, würde Dir nur gerne weiterhelfen. :)
    • Oh, das wusste ich nicht, dass Epilepsie eine Komorbidität ist. Ich dachte, da wird man immer so richtig ohnmächtig? Ich bekomme noch alles mit während eines "Anfalls", ich kann nur nicht mehr reagieren. Danach bin ich ein bisschen vernebelt, aber auch nicht bewusstlos.


      Kayt wrote:

      Ich kenne mich damit zwar - zum Glück - nicht persönlich aus, aber eine neurologische Abklärung halte ich für dringend nötig!
      Okay, dann schaue ich, dass ich das mache. Danke!


      RegenbogenWusli wrote:

      Das mit den Zuckungen ist nervlich, also da wäre der Neurologe der richtige. Vermutlich muss man das dem hausarzt erklären und der entscheidet dann wohin er genau weiter verweist. Manchmal kennen Hausärzte auch Praxen von denen sie gute Referenzen gehört haben und können einem sogar eine Praxis empfehlen.
      Leider wird mein Hausarzt das nicht tun, aber das erkläre ich gleich. Danke!


      Thajanu wrote:

      Wenn ich es richtig verstehe, hat der behandelnde Psychiater die Untersuchung ja auch bereits empfohlen. Falls Du momentan irgendwelche Psychopharmaka einnimmst, könnte es vielleicht auch eine Nebenwirkung davon sein. Aber vermutlich hätte das der Psychiater ja dann schon gewusst und keinen neurologischen Check empfohlen.
      Nein, ich nehme keine Psychopharmaka ein. Nur Schilddrüsenmedikamente und Salofalk gegen CED.


      Thajanu wrote:

      Wie ich es aus Deinem Beitrag herauszulesen glaube, möchtest Du offenbar nicht so gerne zum Neurologen gehen. Hat das einen bestimmten Grund? Ich möchte nicht neugierig sein, würde Dir nur gerne weiterhelfen.
      Ja. Wie ich schon angedeutet habe, habe ich eine schlechte Erfahrung gemacht. Letztens bin ich bei meinem Hausarzt mit den oben genannten Symptomen zusammengeklappt, woraufhin ich als Hypochonderin behandelt worden bin und weggeschickt worden bin. Ich bin dann umgefallen und mein Partner musste mich "retten". Ich befürchte, dass der nächste Arzt mich vielleicht auch nicht ernstnimmt.

      Danke auch dir.
      Das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgendetwas, das der menschliche Geist erfinden könnte. Wir würden nicht wagen, die Dinge auszudenken, die in Wirklichkeit bloße Selbstverständlichkeiten unseres Lebens sind. - Sir Arthur Conan Doyle
    • Es könnten vielleicht psychogene Anfälle sein. Echte Epilepsie ist fraglich, weil man sich da bei einem so umfassenden Anfall nicht erinnert, was passiert ist. Erinnerung hätte man nur bei einer partiellen Epilepsie, also wenn z.B. nur ein Arm zuckt.

      Ansonsten könnte man noch Narkolepsie abklären.

      Dass ein Hausarzt einen wegschickt mit sowas, ist eher ungewöhnlich. Hatte er denn Anhaltspunkte, dich für einen Hypochonder zu halten? War es so, dass es in der Situation irgendwie "passend war", den Anfall zu bekommen, sodass es aussah, als wolltest du Dramatik produzieren?
      Alles wird galaktisch gut.
    • seinn wrote:

      Ja. Wie ich schon angedeutet habe, habe ich eine schlechte Erfahrung gemacht. Letztens bin ich bei meinem Hausarzt mit den oben genannten Symptomen zusammengeklappt, woraufhin ich als Hypochonderin behandelt worden bin und weggeschickt worden bin. Ich bin dann umgefallen und mein Partner musste mich "retten". Ich befürchte, dass der nächste Arzt mich vielleicht auch nicht ernstnimmt.
      Ok, verstehe. Das kann ich gut nachvollziehen.
      Aber vielleicht ist der Hausarzt auch einfach nur unerfahren mit ASS oder ein wenig überfordert. Kannst Du denn ohne Überweisung von Deinem Hausarzt nicht zum Neurologen gehen? Und falls er keine Überweisung ausstellen möchte, kannst Du sie nicht von der Stelle ausstellen lassen, die Dir die ASS diagnostiziert hat?

      Selbst wenn der Neurologe schließlich nichts bei Dir finde sollte, heißt das ja nicht, dass Du Dir Deine Probleme nur einbildest. Vielleicht wäre es aber ein erster Schritt, um herauszubekommen, was dahinter steckt. Im "besten" Fall hast Du ja wirklich keine Epilepsie oder andere neurologische Probleme, sondern "nur" Panikattacken. Dann könnte man es wenigstens therapeutisch behandeln. Es könnte ja vielleicht auch was in Richtug Dissoziation sein. Hast Du da Erfahrungen?

      Ist denn ansonsten mit Deiner Schilddrüse alles in Ordnung? Lässt Du die Werte regelmäßig im Blutbild überprüfen und die Schilddrüse beim Nuklearmediziner durchchecken? Können die Probleme zumindest teilweise vom Salofallk kommen? Zumindest Kopfschmerzen scheinen ja eine häufige Nebenwirkung zu sein. Je nachdem wie lange Du die Medikamente schon nimmst bzw. in dieser Kombination nimmst, wäre das ja vielleicht auch noch eine Möglichkeit. Hat Dein Hausarzt das ausgeschlossen?
    • seinn wrote:

      Ja. Wie ich schon angedeutet habe, habe ich eine schlechte Erfahrung gemacht. Letztens bin ich bei meinem Hausarzt mit den oben genannten Symptomen zusammengeklappt, woraufhin ich als Hypochonderin behandelt worden bin und weggeschickt worden bin. Ich bin dann umgefallen und mein Partner musste mich "retten". Ich befürchte, dass der nächste Arzt mich vielleicht auch nicht ernstnimmt.
      Wow, ganz schnell den Arzt wechseln würde ich sagen. Mit was hat er begründet das dein Anfall nur gespielt war?
    • Shenya wrote:

      Es könnten vielleicht psychogene Anfälle sein. Echte Epilepsie ist fraglich, weil man sich da bei einem so umfassenden Anfall nicht erinnert, was passiert ist. Erinnerung hätte man nur bei einer partiellen Epilepsie, also wenn z.B. nur ein Arm zuckt.

      Ansonsten könnte man noch Narkolepsie abklären.
      Also bei mir haben beide Augen und Arme gezuckt, jedes Mal, die Beine waren schlaff.

      Was ist ein psychogener Anfall? Wie gesagt, wurde psychiatrisch eigentlich alles abgeklärt oder was ist das?


      Shenya wrote:

      Dass ein Hausarzt einen wegschickt mit sowas, ist eher ungewöhnlich. Hatte er denn Anhaltspunkte, dich für einen Hypochonder zu halten? War es so, dass es in der Situation irgendwie "passend war", den Anfall zu bekommen, sodass es aussah, als wolltest du Dramatik produzieren?
      Eigentlich nur, dass ich leider oft krank bin, aber ich habe halt auch zwei Autoimmunerkrankungen und bin dadurch infektanfällig.

      Ich würde nicht sagen, dass es ein günstiger Moment war. Als ich gemerkt habe, dass es mir nicht gut geht, wollte ich ja gehen, aber die Schwester meinte, ich darf mich auch hinlegen. Wäre es nach mir gegangen, hätte ich in der Praxis gar keinen Anfall gehabt. Aber ich habe es aufgegeben, herausfinden zu wollen, warum sie so ist. Ich bin wohl nicht die einzige Patientin, die solche oder ähnliche Probleme mit ihr hat. Menschen unterhalb des Renteneintrittsalters können bei ihr einfach nicht richtig krank sein.


      Thajanu wrote:

      Ok, verstehe. Das kann ich gut nachvollziehen.
      Aber vielleicht ist der Hausarzt auch einfach nur unerfahren mit ASS oder ein wenig überfordert. Kannst Du denn ohne Überweisung von Deinem Hausarzt nicht zum Neurologen gehen? Und falls er keine Überweisung ausstellen möchte, kannst Du sie nicht von der Stelle ausstellen lassen, die Dir die ASS diagnostiziert hat?
      Ich habe keine Sorge deswegen, das geht schon. Ich meine, dass der Neurologe mich vielleicht auch nicht ernstnimmt. Ich will halt keine Kapazitäten in Anspruch nehmen, die ich vielleicht gar nicht brauche. Vielleicht ist es ja wirklich nichts und ich stelle mich an.


      Thajanu wrote:

      Selbst wenn der Neurologe schließlich nichts bei Dir finde sollte, heißt das ja nicht, dass Du Dir Deine Probleme nur einbildest. Vielleicht wäre es aber ein erster Schritt, um herauszubekommen, was dahinter steckt. Im "besten" Fall hast Du ja wirklich keine Epilepsie oder andere neurologische Probleme, sondern "nur" Panikattacken. Dann könnte man es wenigstens therapeutisch behandeln. Es könnte ja vielleicht auch was in Richtug Dissoziation sein. Hast Du da Erfahrungen?
      Ich hatte schon mal eine Panikattacke eine bestimmte Phobie betreffend, also als ich dem Auslöser ausgesetzt war. Allerdings konnte ich da normal sprechen und denken und war auch dabei nicht irgendwie abwesend, ganz im Gegenteil waren meine Sinne geschärft. Vom Schwindel und der Unwirklichkeit her war es aber ähnlich.


      Thajanu wrote:

      Ist denn ansonsten mit Deiner Schilddrüse alles in Ordnung? Lässt Du die Werte regelmäßig im Blutbild überprüfen und die Schilddrüse beim Nuklearmediziner durchchecken? Können die Probleme zumindest teilweise vom Salofallk kommen? Zumindest Kopfschmerzen scheinen ja eine häufige Nebenwirkung zu sein. Je nachdem wie lange Du die Medikamente schon nimmst bzw. in dieser Kombination nimmst, wäre das ja vielleicht auch noch eine Möglichkeit. Hat Dein Hausarzt das ausgeschlossen?
      Mein Hausarzt hat gar nichts ausgeschlossen, außer, dass es vom Blutdruck kommt. Damit war das erledigt für ihn. Die Schilddrüsenwerte wurden das letzte Mal im letzten Juni genommen, glaube ich. Ich wollte schon ewig mal wieder zum Ultraschall gehen, aber hier kriegt man so schlecht Termine und die Termine Monate im Vorraus zu machen kollidiert immer mit meinen Prüfungen. Die Prüfungen sind im Mai erstmal durch, dann habe ich für sowas wieder Zeit. Von Salofalk kriegt man Kopfweh? Ich nehme das jetzt seit einem halben Jahr ungefähr. Ich bin nicht sicher, ob es in der Zeit schlimmer geworden ist.


      RegenbogenWusli wrote:

      Wow, ganz schnell den Arzt wechseln würde ich sagen. Mit was hat er begründet das dein Anfall nur gespielt war?
      Gar nicht bzw. damit, dass der Blutdruck normal war. Auch wenn ich selbst als Laie weiß, dass Schwindel und Gangunsicherheit auch an Problemen mit den Ohren oder Unterzuckerung liegen können. Was weiß ich, was sie hatte, ist ja auch egal.
      Das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgendetwas, das der menschliche Geist erfinden könnte. Wir würden nicht wagen, die Dinge auszudenken, die in Wirklichkeit bloße Selbstverständlichkeiten unseres Lebens sind. - Sir Arthur Conan Doyle
    • seinn wrote:

      Ich will halt keine Kapazitäten in Anspruch nehmen, die ich vielleicht gar nicht brauche. Vielleicht ist es ja wirklich nichts und ich stelle mich an.
      Diese Sorge kann ich verstehen. Hatte ich auch schon manchmal.
      Irgendwie klingt dieser Satz aber auch schon sehr selbstabwertend. So als wäre es nicht ok, sich über ungewöhnliche körperliche Symptome Sorgen zu machen.

      Ich würde es aber einfach mal so betrachten:

      Du hast Symptome, die Dich belasten. Körperlich und psychisch. Das ist eigentlich immer ein Grund zum Arzt oder Psychologen gehen zu "dürfen". Dafür sind diese Leute schließlich da. Sie werden ja auch dafür bezahlt. Ob etwas reale oder eingebildete Beschwerden sind bzw. wie gefährlich etwas ist, kann man als Laie ja gar nicht immer abschätzen. Daher ist es jedermanns Recht sich in Zweifelsfällen beraten zu lassen.


      seinn wrote:

      Salofalk kriegt man Kopfweh?
      Naja, ich kenne das Mittel nicht persönlich, habe aber einfach mal danach gegoogelt. (Kommt vielleicht auch darauf an, welches Präparat Du genau nimmst)

      Hast Du mal in die Packunsgbeilage unter Nebenwirkungen geschaut?
    • seinn wrote:

      Ich bin wohl nicht die einzige Patientin, die solche oder ähnliche Probleme mit ihr hat. Menschen unterhalb des Renteneintrittsalters können bei ihr einfach nicht richtig krank sein.
      Dann wäre eine andere Ärztin oder Arzt wirklich besser. Ich habe letztes Jahr auch gewechselt und gemerkt, dass es große Unterschiede bei den Hausärzten gibt.

      seinn wrote:

      Was ist ein psychogener Anfall? Wie gesagt, wurde psychiatrisch eigentlich alles abgeklärt oder was ist das?
      Psychogene Anfälle können eine unbewusste Reaktion auf Belastungssituationen sein. Man hat keine bewusste Kontrolle darüber.
      Ich denke, dass das mit Asperger zusammen vorkommen kann, weil das Leben mit Asperger eine ziemliche Belastung sein kann, und man viele stressige Situationen im Alltag hat. Ansonsten kommt es häufig noch bei anderen psychischen Erkrankungen inkl. Depressionen vor. Aber die hast du ja nicht.
      kleinwachau.de/uploads/pdf/NES-Info_2012-08-06%C3%96A.pdf

      Zur Narkolepsie:
      de.wikipedia.org/wiki/Narkolepsie
      Zitat: "Weiterhin kann bei den Kataplexien ein teilweiser oder vollständiger Verlust der Muskelspannung auftreten und so Stürze verursachen"
      hellwach-narkolepsie-erkennen.…psie-symptome/kataplexien
      Aber du hättest dann auch Tagesmüdigkeit als weiteres Symptom.
      Alles wird galaktisch gut.
    • seinn wrote:

      Von Salofalk kriegt man Kopfweh?
      Nicht das ich wüsste. Ich hatte davon jedenfalls noch nie Kopfweh.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • seinn wrote:

      Ich bin wohl nicht die einzige Patientin, die solche oder ähnliche Probleme mit ihr hat. Menschen unterhalb des Renteneintrittsalters können bei ihr einfach nicht richtig krank sein.
      Wie alt ist diese Ärztin denn selbst?
      Ich kannte mal einen Hausarzt (inzwischen in Rente) der auch so drauf war, alles was er mir jemals abnahm war wenn ich mal eine Grippe oder sowas hatte, alles andere kannte er kaum bis garnicht und er kam mit ziemlich merkwürdigen Ansichten vonwegen man solle dann mal mehr an die Frische Luft, nicht immer die gleichen Schuhe tragen (was ich nichtmal tat) und so weiter...
      Er wurde aber dann irgendwann durch einen nachfolger ersetzt der jünger ist und der ist ganz anders.


      seinn wrote:

      Ich meine, dass der Neurologe mich vielleicht auch nicht ernstnimmt. Ich will halt keine Kapazitäten in Anspruch nehmen, die ich vielleicht gar nicht brauche.
      Also idR nehmen die Ärzte einen schon ernst wenn man von einem anderen Arzt überwiesen wird. Ich kann mir diese Sorge eher vorstellen wenn man diese nicht hat und von sich aus kommt.
      Dann kommt noch, das deine Sache da nicht unbedingt nur eine Lapalie sein muss, ich finde (so hört es sich für mich an) das es ein sehr einschneidendes und erschreckendes Bild auf mich macht wenn jemand auf einmal so einen Anfall vor mir hätte, ich wüsste nichtmal was ich tun muss (außer einen Arzt rufen) aber da hört mein Wissen über Erste Hilfe auch schon auf. Bei Bewusstlosigkeit weiß ich da eher mehr.
      Das was du hast kann alles mögliche sein, klar kann es harmlos sein (was ja gut wäre), es kann aber auch wie du schon vermutet hast auch Epilepsie sein und ich kann mir auch einen Hirntumor vorstellen weil ich jemanden im Bekanntenkreis habe der sowas hat und auch so ähnliche Symptome zeigte, aber er hatte zudem auch Wesensveränderungen.
      Das was du da hast ist doch sicher eine Belastung im Alltag, Job oder so, oder nicht?
      Allein schon deswegen ist es abklärungswürdig, und ich denke das jeder gescheite Arzt das auch so sieht.

      seinn wrote:

      Auch wenn ich selbst als Laie weiß, dass Schwindel und Gangunsicherheit auch an Problemen mit den Ohren oder Unterzuckerung liegen können. Was weiß ich, was sie hatte, ist ja auch egal.
      Ja das stimmt, aber nicht in Verbindung mit solchen Zuckungen.
      Meine Mutter hatte mal einen Virus der bei ihr Schwindel verursacht hat (sie hatte sonst kaum andere Symptome) den hatte sie sich in einem Schwimmbad in der Rehaklinik zugezogen.
      Sie beschrieb es so, das sich alles drehte sobald sie versuchte aufzustehen, und ihr war übel, das war aber alles. Sie konnte nur ein Medikament gegen Übelkeit nehmen und es ausschwitzen.
      So weit ich mich erinnere hatte man das durch einen typischen Bluttest herausgefunden.
      Ich frage mich warum man das nicht bei dir gemacht hat. Auch Diabetes hätte man dann sofort ausschließen können weil das auch Schwindel verursacht, aber auch so weit ich weiß wieder ohne die Zuckungen, da wurd man nur ohnmächtig so wie ich das kenne.
    • Ich würde es an deiner stelle auch abchecken lassen. egal wie die hausärztin dazu steht. wenn der psychiater schon dich weiter verweist ist das ja auch ein hinweis, dass er es zumindest nicht in erster linie für psychisch hält. wenn sowas im straßenverkehr oder unter der dusche passiert könntest du dich (und andere) ja auch in gefahr bringen. eine abklärung auf epilepsie ist wohl eher eine ganz normale sache für einen neurologen. vielleicht mag dein freund dich ja begleiten als "zeuge", falls du ängste hast, dass er dir nicht glaubt.
      die reaktion deiner hausärztin finde ich ziemlich befremdlich. selbst wenn es psychisch wäre, würde auch das bedeuten, dass du hilfe brauchst.
      falls es immer mit den kopfschmerzen auftritt kann es auch eine form von migräne sein. ich kannte mal jemanden, wo es auf die bewegungsfähigkeit ging und u.a. richtige lähmungen auftraten(ich bin mir allerdings unsicher, ob da auch zuckungen bei auftreten können).

      bis zum arzttermin könntest du gut eine art protokoll führen, wann/wo es auftritt, evtl. was du an dem jeweiligen tag gemacht hast, ob du gestresst warst o.ä. und natürlich an was du (oder andere) sich erinnern können (welche symptome traten genau auf?)

      The post was edited 1 time, last by kastenfrosch ().

    • Das Problem mit den Hausärzten zu kommunizieren kenne ich auch. Inzwischen versuche ich immer jemanden mitzunehmen und über Autismus aufzuklären bevor es losgeht.

      Schilddrüsenprobleme können auch Anfälle machen sehe ich im Tierheim ab und zu.

      Epilepsie ist eine häufige Komorbität von Autismus.

      Sonst fällt mir da zum Beispiel noch Migräne ein.

      Ich würde empfehlen das auf jeden Fall Neurologisch abklären zu lassen. Hilfreich ist dafür ein Protokoll über die Anfälle und wenn möglich eine Videoaufnahme.
    • Shenya wrote:

      Psychogene Anfälle können eine unbewusste Reaktion auf Belastungssituationen sein. Man hat keine bewusste Kontrolle darüber.
      Meine erste Idee dazu war, dass es dissoziative Anfälle seien können, das ist im Prinzip das gleiche wie psychogene Anfälle. Das sieht dann so aus wie Epilepsie, ist aber anders als Epilepsie im EEG (und bei anderen Untersuchungen) schwerer nachzuweisen. Es gibt allerdings auch Formen von Epilepsie, wo nur Bewegungsstörungen auftreten. Also ich würde dir auch zum Besuch beim Neurologen raten. Eventuell bei einem, der auf Epilepsie und dissoziative Krampanfälle spezialisiert ist. Diese Klinik macht das ziemlich gut: epi-tabor.de/index.php/psychos…ptologie-fuer-erwachsene/
      Surprised by the joy of life.
    • @seinn Hallo Du. Oh je oh je. Wenn man so einen Hausarzt hat, braucht man eigentlich keine Feinde mehr. Am besten, Du suchst Dir mal jemanden, der Dich ernst nimmt und dem Du vertraust.

      Du bildest Dir nichts ein. Nicht einmal, wenn Du Dir etwas einbilden würdest, wäre das eingebildet, sondern müsste behandelt werden! Aber ich glaube das einfach nicht, denn Deine Krankheitsgeschichte hört sich ein bißchen so an wie meine. Ja, von Salofalk bekommt man Kopfschmerzen, normalerweise sollten die aber nach ein paar Wochen Eingewöhnung aufhören, so war es jedenfalls bei mir.
      Ganz oft haben Autisten andere neurologische Begleiterkrankungen, das muss nicht sein, kann aber. Jeder Arzt sollte dem zumindest aufgeschlossen gegenüber stehen und das neutral abklären und nicht gleich abwinken. Es könnte ja z.B. auch Migräne sein, die hat auch verschieden Formen. Migräne habe ich auch schon ewig, das ist ja auch so eine Krankheit, die einem nie einer glaubt, und wo jeder sagt, ja ja, das ist nur wieder eine Ausrede weil Du Dich vor was drücken willst. Je mehr Krankheiten sich ansammeln, desto unglaubwürdiger wird man, das kenne ich aus eigener Erfahrung. Das glaubt mir echt kein Mensch, deshalb rede ich kaum noch drüber. Woran das liegt, weiß ich nicht, wahrscheinlich kann da halt keiner mit umgehen. Es spielt aber keine Rolle, was die anderen sagen, auch wenn diese zufälllig Medizin studiert haben. Ich sage Dir ganz klar: gib nicht auf, lass das abklären. Es könnte Dir auch etwas passieren, wenn Du mal auf der Straße umkippst oder so, das kann doch keiner wollen. Such Dir Ärzte, die Dir zuhören, die Deine Beschwerden miteinander in Zusammenhang bringen und Dir helfen!
      Alles Gute!
      Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.
      (Albert Einstein)
    • Vielen Dank für die ganzen Antworten! Ich lasse es jetzt auf jeden Fall abklären - habe schon einen Termin.

      Einige Ratschläge und Ideen haben sich ja eh gedoppelt, weswegen ich nur kurz noch auf was eingehe:


      MangoMambo wrote:

      Das Problem mit den Hausärzten zu kommunizieren kenne ich auch. Inzwischen versuche ich immer jemanden mitzunehmen und über Autismus aufzuklären bevor es losgeht.
      Meistens kommt auch jemand mit und die Ärztin wusste auch Bescheid.


      Aspielle wrote:

      Ich sage Dir ganz klar: gib nicht auf, lass das abklären. Es könnte Dir auch etwas passieren, wenn Du mal auf der Straße umkippst oder so, das kann doch keiner wollen. Such Dir Ärzte, die Dir zuhören, die Deine Beschwerden miteinander in Zusammenhang bringen und Dir helfen!
      Alles Gute!
      Danke! Ja, tatsächlich bin ich schon 2 Mal auf der Straße umgekippt und 1 Mal war es echt knapp, dass ich nicht überfahren worden bin. Wie gesagt, steht der Termin jetzt.


      Surprised wrote:

      Es gibt allerdings auch Formen von Epilepsie, wo nur Bewegungsstörungen auftreten.
      Weißt du, wie das heißt bzw. wo man sich darüber informieren kann? Mein Arzt wird mir ja sicherlich sagen, was ich dann habe, aber ich will im Vorfeld einfach gut informiert sein nach meinen schlechten Erfahrungen.


      kastenfrosch wrote:

      bis zum arzttermin könntest du gut eine art protokoll führen, wann/wo es auftritt, evtl. was du an dem jeweiligen tag gemacht hast, ob du gestresst warst o.ä. und natürlich an was du (oder andere) sich erinnern können (welche symptome traten genau auf?)
      Das mache ich.
      Das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgendetwas, das der menschliche Geist erfinden könnte. Wir würden nicht wagen, die Dinge auszudenken, die in Wirklichkeit bloße Selbstverständlichkeiten unseres Lebens sind. - Sir Arthur Conan Doyle
    • Eine Frage habe ich noch:

      Wie läuft denn so ein EEG ab?

      Wird man da Flackerlicht ausgesetzt und die schauen die Hirnströme an?

      Ich glaube nämlich, dass bei mir nicht Flackerlicht die Anfälle auslöst - ich habe Zuhause eine flackernde Lampe und es geht mir gut damit. Ich glaube, dass bestimmte bewegte Bilder und sehr helles Licht - ohne Flackern - Anfälle auslösen. Bei mir in der Schule gibt es Licht, das manchmal Anfälle auslöst, und das ist flackerfrei, aber eben sehr grell.
      Das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgendetwas, das der menschliche Geist erfinden könnte. Wir würden nicht wagen, die Dinge auszudenken, die in Wirklichkeit bloße Selbstverständlichkeiten unseres Lebens sind. - Sir Arthur Conan Doyle
    • Ja, das ist der Standard. Ein guter Neurologe wird aber darauf eingehen, wenn du sagst, dass du bestimmte Auslöser vermutest und da eine Lösung finden. Also erzähle das.

      Ach ja, vielleicht Passt es ja zum Thema: Bei manchen Overlord/Meltdown Situationen habe ich relativ starke Tics und bin auch schon Kreislauf Mäßig fast zusammen gebrochen.