Trennung der Welten

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Trennung der Welten

      Kennt Ihr das, dass ihr Menschen in den einen oder anderen Kreis einsortiert? Und diese Kreise dürfen sich nicht mischen...quasi ein Venn-Diagramm ohne Überschneidung.

      Bei mir gibt es folgende Kreise:
      1. Familie (meine Eltern, mein Freund, seine Eltern etc.)
      2. Mitbewohner (aktuelle und ehemalige)
      3. Leute aus der Uni
      4. Leute auf der Arbeit
      5. Meine Freizeit (da bin ich alleine drin)

      Kreis 3 & 4 haben manchmal eine Überschneidung, einfach weil hinundwieder ein Kommilitone bei uns arbeitet. Das ist zwar nicht perfekt, aber immerhin hat man sich was zu erzählen.

      Ich empfinde es als absolut schrecklich, wenn sich diese Kreise mischen. Meine Brüder haben mal meine Mitbewohnerin zu meinem Geburtstag (zuhause bei meinen Eltern eingeladen). Davon abgesehen, dass ich Überraschungen und Feiern nicht ausstehen kann, kam ich überhaupt nicht darauf klar, dass sie da war. Das hat in meinem Kopf einfach nicht funktioniert. Sie war noch ein paar mal da (das war aber bewusst) und da ging es besser.
      Aber treffe ich mich auch nicht mit Kommilitonen außerhalb der Uni. Das finde ich einfach komisch und die haben in meinem privaten Kreis nichts zu suchen. Dafür hat niemand Verständnis :(

      Wie sieht das bei euch aus? Kennt ihr das auch oder findet ihr das auch verrückt?
      Ich kann gut Mitmenschen umgehen
    • Nee, ich finde das nicht verrückt, sondern total normal. Ich habe zwar nicht so viele Kreise wie du, aber ich mochte es auch noch nie haben, wenn diese sich vermischen. Aktiv würde ich das auf jeden Fall nie tun. Meine Arbeitskollegen z. B. würde ich nie in mein Privatleben lassen.
      Ist da wer?
    • Hallo.
      Ich habe auch verschiedene Kategorien, in die ich einteile. Vermischungen können vorkommen. Sollten aber wenn dann von mir ausgehen.

      Ich persönlich binde Personen immer sehr an Orte. Für mich gehört eine Therapeutin in die Praxis und nicht auf die Straße davor. Auch wenn sie gerade aus einer Pause kommt. Mich verwirrt sowas sehr.
      Oder Kolleginnen zufällig privat sehen. Im Shoppingcenter etc. Schlimm!

      LG Veronika.
      Man sieht nur mit dem Herzen gut.
      Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
      (Antoine de Saint-Exupéry)

      "Was ist falsch an sonderbar?"

      "Das Ende der Störung ist derzeit nicht absehbar."
    • Das finde ich auch nicht verrückt sondern für mich ganz üblich - ich brauche auch diese 'Separation' von Personen, da ich sie sonst nicht gut auseinanderhalten kann. Das geht bei mir so weit, dass ich auch auf Arbeit nicht gerne z.B. privat telefonieren möchte, weil ich diese Vermischung nicht gut vertrage.
    • Same here. Auf Einzelpersonen oder Personen aus einem "Kreis" kann ich mich gut einstellen, aber gleichzeitig auf Leute aus verschiedenen "Kreisen" kaum. Und schon gar nicht bei unvorhergesehenen / ungeplanten Begegnungen.

      Ich verstehe nicht einmal, wieso das eigentlich unter anderen Menschen so "normal" ist, sich z. B. auf der Arbeit auch mal private Dinge zu erzählen oder so... Ich könnte das nicht - ich wollte das aber auch gar nicht.
      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Morgenstern (Vor einem Moment) aus folgendem Grund: Beitragsqualität hochgeschraubt
      Hier gibt es nichts zu sehen, bitte gehen "Sie" weiter.
    • Ich brauche das auch.

      Es gibt aber viele Menschen, die dafür leider kein Verständnis haben.
      Wird schon Wenn du eine Banane auf deinem Weg siehst, mach dir nicht zu viele Gedanken darüber, ob/wie du darauf ausrutschen wirst. Aber wisse, wie du danach aufstehen kannst.
    • @hundefreund

      Ich habe jemanden auf der Arbeit, mit dem ich mich super verstehe.
      Er wollte öfter schon mal Kaffee trinken gehen, aber ich kann mich dazu einfach nicht überwinden. Er schrieb dann sowas wie: “ wenn du keine Lust hast, kannst du das auch einfach sagen, dann frag ich nicht mehr und bekomme nicht immer diese negativen Antworten.“ Finde ich einerseits doof, dass es so aufgefasst wird. Andererseits hab ich da meine Ruhe. Und auf der Arbeit unterhalten wir uns ja trotzdem noch
      Ich kann gut Mitmenschen umgehen
    • @Durkadenz

      Mir fällt auch nichts ein, wie man das diplomatischer sagen könnte, ohne das eigentliche Problem auszusprechen. Ich glaube, dafür gäbe es kein Verständnis.

      Ich war letzte Woche überfordert, als eine Arbeitskollegin aus einer anderen Abteilung gesagt hat, dass wir mal zusammen essen gehen sollten, also im Rahmen der Mittagspause. Bisher hat sie nichts konkretes gesagt, daher schweige ich das tot.
      Ist da wer?
    • Durkadenz wrote:

      Ich empfinde es als absolut schrecklich, wenn sich diese Kreise mischen
      ich entfinde dieses Gemisch oft als Überforderung, obwohl ich mich dabei nicht bemühe mich Anzupassen, dh mir meine Aussenwirkung fast egal ist

      Clear wrote:

      das war bei mir im Kindergarten , Freunde die ich dort hatte , hab ich wenn ich mit meinen Eltern unterwegs war und zufällig getroffen hab ignoriert.
      war bei mir gerade andersrum , im Kindergarten hab ich nicht einmal meinen Nachbarsjungen erkannt, der Zusammenhang hat mir gefehlt, war aber sofort vorbei als ich in die Schule ging, da ich aus dem Quatier stamme konnte ich selbstandig darin manövrieren,
      der Kindergarten war eher ein geschlossenes System wo ich an der Pforte abgegeben wurde, :roll: vor 52 Jahren war das normal?
    • Durkadenz wrote:

      @hundefreund

      Ich habe jemanden auf der Arbeit, mit dem ich mich super verstehe.
      Er wollte öfter schon mal Kaffee trinken gehen, aber ich kann mich dazu einfach nicht überwinden. Er schrieb dann sowas wie: “ wenn du keine Lust hast, kannst du das auch einfach sagen, dann frag ich nicht mehr und bekomme nicht immer diese negativen Antworten.“ Finde ich einerseits doof, dass es so aufgefasst wird. Andererseits hab ich da meine Ruhe. Und auf der Arbeit unterhalten wir uns ja trotzdem noch
      Als Mittagspause spricht da bei mir nichts dagegen. Oder auch Nachmittags unter der Woche. Ich würde dann aber keine Hunde-Gassi-Freunde (ein Kreis) mit nehmen. Auch niemanden aus meiner Familie.

      Wobei ich das dann wirklich nur als Kaffee trinke sehe. Das ein Arbeitskollege mit mir flirtet ist unwahrschrinlich, denn es gibt bei uns fast nur Männer in der Branche. Ein Hunde-Gassi-Gruppen-Mitglied hat es jedoch schon mal gemacht, das habe ich erst lange hinterher bemerkt.
      Wird schon Wenn du eine Banane auf deinem Weg siehst, mach dir nicht zu viele Gedanken darüber, ob/wie du darauf ausrutschen wirst. Aber wisse, wie du danach aufstehen kannst.

      The post was edited 1 time, last by hundefreund ().

    • Ist es bei euch auch so, wenn ihr mit Arbeitskollegen irgendwo wart (Betriebsausflug), dass ihr dort dann privat nicht nochmal hingehen wollt, selbst, wenn der Ort an sich eigentlich angenehm war? Bei mir geht das nicht, weil ich den Ort dann so sehr mit dem Arbeitsleuten verbinde. Der Ort ist dann irgendwie "eingefärbt" und ich will in meiner Freizeit keinen von Arbeitskollegen eingefärbten Ort aufsuchen.
    • hundefreund wrote:

      Als Mittagspause spricht da bei mir nichts dagegen. Oder auch Nachmittags unter der Woche. Ich würde dann aber keine Hunde-Gassi-Freunde (ein Kreis) mit nehmen. Auch niemanden aus meiner Familie.
      Wobei ich das dann wirklich nur als Kaffee trinke sehe. Das ein Arbeitskollege mit mir flirtet ist unwahrschrinlich, denn es gibt bei uns fast nur Männer in der Branche. Ein Hunde-Gassi-Gruppen-Mitglied hat es jedoch schon mal gemacht, das habe ich erst lange hinterher bemerkt.
      Ich bin ja “nur“ Hilfskraft. Da ich tagsüber in der Uni bin arbeite ich eher so von 17:30-20:30 jeden Tag. Es gibt keine Mittagspause. Das heißt entweder danach treffen (ist mir zu spät) oder stattdessen (und Arbeit finde ich wichtiger).
      Also kein Kaffeetrinken
      Ich kann gut Mitmenschen umgehen
    • @Lefty
      Erst dachte ich so "ne das passt nicht" aber doch ja ich hab das auch, meine Mama hat mich mal auf der Arbeit besucht und wir sind dort Mittagessen gegangen wo ich immer mit den Kollegen hingehe. Ich war total verstört und muss selbst für meine Verhältnisse besonders komisch gewirkt haben, da mich meine Mutter mehrfach auf mein Verhalten angesprochen hat. Es war so komisch und richtig unangenehm an einem Arbeitsort mit jemandem aus der Familie zu sein, und dann auch noch in der Mittagszeit.
    • @Lefty

      Ja ich denke da kenne ich auch, obwohl es selten vorkommt. Aber als meine Mutter in der Uni bei meiner Abschlussprüfung war, fühlte sich das super komisch an. In dem Fall war es in Ordnung.
      Da ich keine gemeinsamen Ausflüge mit anderen Menschen wahrnehme, hbe ich eigentlich keine "eingefärbten" Orte. Bei mir geht es wiklich eher um die Vermischung der Kreise, die aber trotzdem ja auch was mit dem Ort zu tun hat.
      Ich kann gut Mitmenschen umgehen
    • Durkadenz wrote:

      Kennt Ihr das, dass ihr Menschen in den einen oder anderen Kreis einsortiert? Und diese Kreise dürfen sich nicht mischen...quasi ein Venn-Diagramm ohne Überschneidung.
      ja, das kenne ich :m(:
      ich habe
      -meine Freunde vom Stall zu Hause
      -Leute aus der Hochschule
      -langjährige Freunde/ Freunde, die ich sehr selten zu Gesicht bekomme

      und halt meine Familie und Verwandten.

      Ich hab noch nie was mit allen zsm (die genannten ,,Kategorien") gemacht, auch nicht an Geburtstagen oder so :m(:

      Weiß jmd, wieso das so ist? :lol:
      Was ich brauch' ist ein Pinguin mit Übergewicht, der für mich das Eis bricht, denn ich kann das nicht! ~Jennifer Rostock
    • Ich habe keine kategorische Trennung von Personen nach Themenfeldern. Ich trenne eher nach Nähe/Distanz. Was ich nämlich nicht ganz verstehe ist, mit wem denn überhaupt potenzielle Freundschaften (im Real-Life) entwickelt werden können?

      Entweder es gibt keine Freunde oder man muss irgendwo random Leute ansprechen, die noch nicht mit einer Kategorie belegt sind?

      Zu Unizeiten, zum Beispiel, hatte ich einen guten Freund (parallel im "Background" immer meine Grundschulfreundin und eine Freundin aus der Oberstufe, aber auch hier zeigt sich: Kreis Schule). Ich lernte ihn in der Uni kennen. Andere Bekannte kamen über meinen Partner. Aber wenn ich jetzt Leute aus der Uni kategorisch in meinem Privatleben ausgeschlossen hätte, dann hätte ich in fünf Jahren Uni keinen Freund gehabt.

      Ich bin vor Jahren umgezogen, in eine andere Stadt. Die ersten Leute, über die ich dann auch andere Menschen wiederum kennenlernte, lernte ich aber auch bei der Arbeit kennen. Bei meiner aktuellen Arbeit kenne ich zwar niemanden privat, aber ich wäre komplett alleine hier , wenn ich Leute von der Arbeit kategorisch für meine Freizeit ausgeschlossen hätte.

      Also die Frage an die, die Freunde haben und Kreise strickt trennen: wie und wo habt ihr diese Menschen kennengelernt?
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • @Kayt

      Ich hab halt einfach keine Freunde ;)

      Wenn dann tatsächlich in der Uni, aber das bezieht sich dann nur auf Nachrichten schreiben. Ich hatte ein beste Freundin in der Uni. Wir haben uns auch super verstanden; konnten über alles reden. Getroffen haben wir uns aber nur in der Uni. Als ich das Fach gewechselt habe, haben wir auch aufgehört zu schreiben.
      Freunde kann man grundsätzlich in allen Kreisen finden, aber sie bleiben eben auch dort. :)
      Ich kann gut Mitmenschen umgehen
    • @Durkadenz Danke für die Erläuterung.

      Die Menschen, die ich wirklich als Freunde sehe, möchte ich auch in meinem freizeitlichen Umfeld haben. Zwar sehe ich sie nicht so oft, zum Teil nur 1 oder 2 mal im Jahr, wegen weiterer Entfernungen, aber wenn, dann freue ich mich, sie auch bei mir in der Wohnung zu empfangen oder 1 mal im Jahr für 4 Freunde zusammen zu kochen.

      Allerdings hatte ich tatsächlich mal eine "Tanz- und Theaterfreundin", mit der ich nur in den beiden Kontexten Kontakt hatte.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)