Dinge nicht auseinanderhalten können

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    • Dinge nicht auseinanderhalten können

      Hi,

      ich habe ein Problem, welches immer wieder auftaucht und frage mich, ob andere das auch kennen.

      Es gibt Wörter, Dinge oder Situationen, die ich immer wieder lese, mache oder kenne, die ich nicht auseinanderhalten kann. Egal wie oft ich es versuche mir zu merken, es klappt einfach nicht. Sämtliche "Eselsbrücken" versagen in diesem Fall. Und ich frage mich, warum das so ist. Man sagte mir mal, dass mein Gehirn das dann wohl nicht als wichtig ansieht. Aber mir ist das nicht unwichtig. :nerved: Und ich verstehe einfach nicht, warum ich es nicht unterscheiden kann. Ich "stolpere" immer wieder über diese Dinge und dann habe ich natürlich auch immer wieder den gleichen Gedanken....


      Bei Wörtern sind es z.B. die Begriffe "weißt" und "ward". Ich schreibe sie jetzt einfach mal so und trotzdem kann ich nicht sagen, ob es richtig geschrieben wurde. Ich kann es mir nicht merken. Also selbst wenn ich jetzt nachgucke, wie es geschrieben wird, weiß ich es beim nächsten mal nicht mehr und überlege wieder. Auch Wortendungen irritieren mich bei einem Wort. Wenn man sagt, dass man etwas designt hat, heißt es für mich "ich habe etwas gestaltet". Aber ich lese dann immer wieder die Form "ich habe etwas gestalten". Und das ist wie ein Knoten im Kopf, der sich einfach nicht löst. Es ist in meinem Gehirn immer falsch so. So geht es dann weiter mit Namen meiner Nachbarn, die ich mir nicht merken kann, egal wie oft man mir diese 2 Familien nennt. Ich vertausche sie immer wieder.

      Kennt ihr das?
      ...in der Diagnostik... :nod:
    • Pummelchen wrote:

      Kennt ihr das?
      Mir ging es sehr lange so mit dem Wort Nerv oder Nerf ?
      "Mittlerweilen" bin ich mir so gut wie sicher, dass die erste Version stimmt,
      dasselbe habe ich mit dem Wort mittlerweile, ich schreibe es oft mit "n" am Ende, und kann mir dann doch nie nicht merken, ob das mit "n" nun falsch ist ...
      oder doch gerade das richtig ist ...
      und ohne "n" falsch :question: .

      Mir ist das fast etwas unheimlich.
      Bei ward/wart habe ich auch eine Unsicherheit in mir.

      (Dass der Nerv mit "v" geschrieben wird,
      habe ich im Grunde nur wegen @Nervenbündel s Name im Blick,
      der hier doch recht häufig auftaucht,
      stelle aber dennoch immer wieder einen Grundzweifel an der Richtigkeit des "v" in dem Wort fest.)
      Wenn wir den Kirschbaum spalten, finden wir dort keine Blüte.
      Es ist der Frühling, der die Blüten hervorbringt.

      Ama Samy

      The post was edited 1 time, last by ifi ().

    • Genau das meine ich! Es gibt dieses Problem auch bei Arbeitsschritten. Obwohl ich mir sicher bin, wie etwas gemacht wird, überlege ich dann immer an der gleichen Stelle wieder, ob es richtig ist. Manchmal erkläre ich es mir, als wenn ich nur einen Film abspule und weil ich das Drehbuch nicht kenne, bleibe ich an immer das gleichen Stelle hacken. Aber es hat für mich gefühlt nichts mit Unsicherheit zu tun.
      ...in der Diagnostik... :nod:
    • Pummelchen wrote:

      Also selbst wenn ich jetzt nachgucke, wie es geschrieben wird, weiß ich es beim nächsten mal nicht mehr und überlege wieder.
      Och, bei so Worten einfach immer wieder schauen. Ich habe da auch einige wo ich mir nie sicher bin. Gibt ja den Duden auch online :D

      Pummelchen wrote:

      Wenn man sagt, dass man etwas designt hat, heißt es für mich "ich habe etwas gestaltet". Aber ich lese dann immer wieder die Form "ich habe etwas gestalten".
      Ich habe etwas designed ;)
      Ansonsten ist gestaltet tatsächlich richtig. Lass' Dich nicht unnötig verwirren. Gerade im Internet ist Rechtschreibung und Grammatik teilweise wirklich katastrophal. Da bildet dieses Board leider keine Ausnahme.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Ja, aber ich gucke das ja immer wieder nach. Ich verstehe nur nicht, warum mein Gehirn ausgerechnet bei diesen Dingen einfach nicht dazu lernen kann. Es gibt so viele Dinge, die ich sofort richtig mache, wenn man mich auf den Fehler hinweist. Und dann mache den gleichen Fehler bei anderen Dingen 100 Mal. Das verstehe ich nicht. :m(:
      ...in der Diagnostik... :nod:
    • @Pummelchen Meinst du vielleicht, dass du dir etwas beim ersten Mal falsch eingeprägt hast oder beim Einprägen/Lernen gab es eine Art Unterbrechung/Störung, weil irgendetwas an der Sache schwierig oder irritierend war und dann ist das für immer und ewig falsch eingeprägt oder halt immer nur über einen Umweg abrufbar?
    • War das bei dir schon immer so, oder erst jetzt?
      Ich kenne das nämlich auch, aber nur aus Stress- oder Depriphasen. Dann muss ich auch plötzlich überlegen, wie man ein Wort schreibt, obwohl ich das zuvor immer wusste, oder ich kann mir am Arbeitsplatz die Neuerungen nicht merken.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Shenya wrote:

      War das bei dir schon immer so, oder erst jetzt?
      Ich kenne das nämlich auch, aber nur aus Stress- oder Depriphasen. Dann muss ich auch plötzlich überlegen, wie man ein Wort schreibt, obwohl ich das zuvor immer wusste, oder ich kann mir am Arbeitsplatz die Neuerungen nicht merken.
      Das ist schon sehr lange so. Aber es wird mehr. Es hat nichts mit Stress zu tun.
      ...in der Diagnostik... :nod:
    • @Pummelchen Ich hab mich wahrscheinlich zu kryptisch ausgedrückt. Ich meine sowas: ich gucke nach, um welche Uhrzeit morgens meine Bahn fährt (fiktive Ausgangssituation: ich fuhr immer um 7 los, will jetzt aber eine Bahn früher nehmen).

      Ich verrutsche in der Zeile, lese eine Uhrzeit, stelle fest: falsche Zeile - gucke in der richtigen Zeile und will mir nun die korrekte Zeit merken.

      Aber die erste, falsche Information hat sich offenbar so schnell fest eingeprägt, dass ich es nicht schaffe, diese Information zu überschreiben.
      Ich hab dann ewig die falsche Zeit zuerst im Kopf. Mein Gehirn ruft dann erst die falsche Zeit ab und korrigiert dann aber gleich und präsentiert mir die richtige Zeit.

      Das ist etwas übertrieben geschildert, ich versuch selbst, das irgendwie zu erfassen, was da passiert.

      Falls das am Thema vorbei ist, dann sorry :m(:
    • Solche "absolut nicht merken können" Situationen kenne ich zu genüge... :m(: Habe ich zum Teil auch schon in dem "Rechtschreibung"-Thread angedeutet. Z.B. das Wort Portmonee (davon gibt es dummerweise noch eine alternative Schreibweise... :evil: ). Ich kann es mir einfach nicht merken. Ich denke, wenn ich es 100 Mal schreiben würde, dann evtl. schon. Aber, wer macht das schon?

      Aber auch bei anderen Themen kenne ich das. Auf der Arbeit gerade eine neue Software bekommen. Ich komme damit nicht klar. Da ist das Problem, daß ich sie nicht oftgenug benutze(n muß). Würde ich sie wirklich täglich benötigen, dann würde ich es irgend wann (wahrscheinlich..) hin kriegen.

      Ein Kollege hat auch so seine Probleme damit. Eine bestimmte Funktion in einem CAD-Programm kann er sich auch nicht merken. Dann geht es wieder...: "Kannst mal gucken? Es ist wieder soweit. Wie ging das mit der Anfahrbewegung noch mal...?" :lol:


      Habe so das Gefühl, daß es an der zu seltenen Anwendung liegt.


      Was @Shenya beschrieben hat, also unter Stress auf einmal nicht mehr "klar zu kommen" kommt noch dazu. Meine mathematischen "Künste" sind eh nicht so besonders, aber einfache Kopfrechenaufgaben bekomme ich schon hin. Aber sobald etwas Stress da ist, geht auch das nicht mehr. Dann ist im Kopf einfach nur noch "Nulllinie". Früher habe ich dann alle noch vorhandene Kraft für diese Rechenaufgabe aufgebracht. Nur um das Ergebnis anschließend sicherheitshalber mit dem Taschenrechner zu kontrollieren :m(: Jetzt nehme ich gleich den Taschenrechner :lol:
    • Das kommt mir von mir bekannt vor. Bei Rechtschreibung eher weniger, aber ich kann ja mal ein besonders krasses Beispiel erzählen:
      Ich habe bei ein paar Terminen (2,3) einer Übungsstunde Programm A verwendet. Danach sollte immer Programm B stattdessen verwendet werden, nur um die alten Sachen anzusehen (selten) Programm A.
      Aber ich habe die restlichen vielen vielen Termine jedes Mal wieder das falsche Programm angeklickt, obwohl ich ganz genau wusste, welches das richtige ist.

      Ähnlich: Klavierspielen. Eine einmal falsch gespielte Stelle konnte ich immer und immer wieder mit noch so großer Konzentration neu versuchen; sie wurde jedes Mal wieder falsch. Trotz großem Ärger darüber wurde aber das Gelernte nicht irgendwie wieder rückgängig gemacht, das festigte sich nur noch weiter mit mehr Wiederholungen. Und das waren keine schwierigen Stellen, sondern eigentlich harmlose Stellen. Die falsche Version hatte sich nur quasi eingebrannt.

      Vielleicht ist das aber noch was Anderes?
    • @Lefty @Morrow

      Vermutlich ist da was dran, dass im Gehirn Verbindungen entstanden sind, die nicht eindeutig überschreibbar sind.

      Bleibt die Frage, was genau dazu geführt hat, dass dies nur bei bestimmten Worten der Fall ist, aber irgendwelche Faktoren, vielleicht auch bestimmte Emotionen beim "Erstkontakt", werden dafür gesorgt haben, dass bestimmte Verbindungen so stabil im Hirn bestehen bleiben und diese stets verwirrende Zusatzinfos geben.
      Wenn wir den Kirschbaum spalten, finden wir dort keine Blüte.
      Es ist der Frühling, der die Blüten hervorbringt.

      Ama Samy
    • ihr beschreibt alle genau das was ich meine. Das ist wie eingebrannt. Und es ist ja nicht so, dass ich das einfach falsch ausführe, das könnte ich ja noch unter falsch gelernt akzeptieren. Sondern in dem Moment wo es hakt, fällt es mir auf, ich weiß nicht wie es richtig ist, und ich muss im blödesten Fall das falsche nehmen, weil ich rate.

      Ich frage mich auch, ob das eigentlich jeder hat?!?
      ...in der Diagnostik... :nod:
    • Ich habe gefühlte hundert Jahre "irgentwie" mit T geschrieben und "garnicht" zusammen. Da hatte ich auch so einen Knoten. :m(:
      Da ich als Sprachtherapeutin arbeite, musste ich es mir schließlich richtig antrainieren. :d
      Immer wenn mir jemand sagt ich wäre nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin sehr erleichtert...... :d