Umfrage Essstörung/gestörtes Essverhalten

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    • Umfrage Essstörung/gestörtes Essverhalten

      Wie würdet Ihr Euer Essverhalten einschätzen 45

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      Ich stelle immer wieder fest, dass ich kaum Autisten (männlich und weiblich) kenne, die nicht irgendein Thema mit dem Essen haben. Gerade läuft ja hier auch wieder einer von vielen Threads dazu. Die einen haben kein Hungergefühl oder keinen Appetit oder beides.

      Andere haben eine Essstörung, wie Anorexie.
      Wieder andere essen zu viel, weil es beruhigt, weil kauen Stimming ist, weil sie kein Sättigungsgefühl haben... etc....

      Es interessiert mich nun, ob mein Eindruck stimmt. Deshalb die Umfrage.
    • Ich weiß nicht, wie das bei den anderen ist, aber bei mir ist essen auch deshalb schwierig, weil essen heißt, dass man vorher einkaufen muss...
      Ich finde hungern sehr viel einfacher als einkaufen.
      In der Klinik zum Beispiel, wo wir jeden Tag zu festen Uhrzeiten was zu Essen gekriegt haben, die geschaut haben, dass wir was essen und man zwei Wochen im Voraus wusste, was es zu Essen geben würde, habe ich pro Woche fast ein Kilo zugenommen. Da hat essen (bis auf paar Öko-Zwang-Geschichten) super funktioniert. Allerdings hatte ich die insgesamt sechs Kilo dann bis zu meiner nächsten Einweisung auch wieder abgenommen gehabt.

      Wenn ich einen Kühlschrank hätte, der sich selber nachfüllt und die Lebensmittel automatisch nachfüllt, die ich bevorzugt esse und mein Stundenplan bzw. andere Menschen meine Essenszeiten nicht ständig durch Termine stören würden, dann wäre mein Essverhalten auch gesünder...
      Die Welt wäre sehr langweilig, wenn alle Vögel fliegen könnten... :)
    • Es gibt Lieferdienste. Wäre das eine Option für Dich? :)
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Ich konnte nicht abstimmen, denn ich ess regelmäßig, vielfältig und zu festgelegten Uhrzeiten. Ich ess auch weder zu viel noch zu wenig; hab also keine Essstörung.
      "Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir die Wahrheit aufzunehmen."
      Erasmus von Rotterdam
    • Ich konnte nicht abstimmen, weil es für mich keine Antwortmöglichkeit gab. Ich esse regelmäßig, vielfältig und zu festen Zeiten, nämlich 3x am Tag. Die einzige Besonderheit ist, dass ich in Kneipen grundsätzlich zuerst die Deko esse (Petersilie, Tomatenachtel, Salatblatt), und zu Pommes frites brauche ich Senf und niemals Ketchup oder Mayonäse.
      "Ein Buch muss Wunden aufreißen, ja sogar welche hervorrufen. Ein Buch muss eine Gefahr sein." (E. M. Cioran)
      In: ders., Ébauches de vertige. Gallimard 2006 (=folio 4100) (trad.: FM)
    • Ich habe mein ganzes Leben lang viele Probleme mit dem Essen gehabt. Ich esse unregelmäßig, nur bestimmte Lebensmittel und oft bemerke ich nicht, wenn ich Hunger bekomme, bis mir dann irgendwann schlecht vor Hunger wird.

      Ein Punkt, der mich sehr oft sehr einschränkt, ist, dass ich immer eine bestimmte Vorstellung davon habe, wie etwas zu schmecken hat. Sobald es zu sehr davon abweicht, verliere ich den Appetit (nicht den Hunger) und kann dann oft nicht weiteressen. In der Regel kann ich sagen, dass ich mich anscheinend auf das erste, was ich jemals von einem Gericht esse, festlege, eher selten habe ich von vorneherein eine Meinung dazu, wie es schmecken müsste um mir zu schmecken. (Hoffe, das ergibt einen Sinn.)

      Mit Brot habe ich die meisten Probleme, ich habe oft lange Strecken, auf denen ich gar kein Brot oder Brotähnliche Dinge essen kann, tendenziell fällt es mir aber mit süßen Belägen einfacher. Außerdem esse ich recht einfache Gerichte, oft ohne Beilagen (z.b. nur Kartoffeln mit Soße, ohne Fleisch oder andere Beilagen) und im Restaurant sind mir die Gänge sehr oft viel zu viel und ich lasse mir den Rest einpacken.

      Um das Ganze noch komplizierter zu machen, geht es mir so wie @MathePinguin, das Einkaufen fällt mir sehr schwer und für das Kochen fehlt mir die Erfahrung und (oft) die Energie, weshalb ich auf Dinge aus der TK oder für die Mikrowelle zurückgreife.
    • Ich konnte auch nicht abstimmen, weil ich auch regelmäßig, vielfältig und zu festgelegten Uhrzeiten esse. Manchmal, wenn mir etwas besonders gut schmeckt, esse ich auch schon mal etwas zu viel. Aber das kommt höchstens zweimal im Monat vor.
      Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie Andere mich gern hätten.
    • MathePinguin wrote:

      Ich weiß nicht, wie das bei den anderen ist, aber bei mir ist essen auch deshalb schwierig, weil essen heißt, dass man vorher einkaufen muss... Ich finde hungern sehr viel einfacher als einkaufen.
      Das ist bei mir ähnlich. Wenn man mir Essen hinstellt, das vegetarisch ist und schmeckt, dann esse ich gerne und mit Genuss. Wenn ich genügend Energie habe und gut drauf bin (also mir Gerichte überlegen kann die ich kochen will, Einkaufen schaffe) dann esse ich einmal täglich ein warmes, selbstgekochtes Gericht. Frühs frühstücke ich (momentan entweder Haferflocken oder Vollkorntoast). Das Abendessen bekomme ich oft nicht hin, weil ich dafür irgendwie keinen Routineablauf habe und weil ich häufiger nichts dafür dahabe. Wenn es mir sehr schlecht geht, esse ich mittlerweile mittags bzw. das verschiebt sich dann zeitmäßig meiest ein Notessen (TK-Pizza, TK-Gericht). Früher habe ich dann nur Toastbrot gegessen oder nur Reste, die noch zu Hause waren, wie Tomatensoße, Käse, trockene Nudeln oder gar nichts. Dann ging es mir immer schlechter, weil bei mir zu wenig Essen ganz gravierende Auswirkungen auf meine psychische Stabilität hat.

      Bei mir ist das Hungergefühl stark schwankend. Als ich noch Zucker gegessen habe und mehr Kohlenhydrate bekam ich immer nach einer gewissen Zeit nach dem Essen so eine Art Heißhunger, als würde mir gleich schwindlig werden. Wenn ich dann nichts zu essen bekam, ging es mir psychisch elendig und ich war meist mehrere Tage nicht in der Lage, mir Essen zu organisieren. Mittlerweile kommt das Hungergefühl immerhin langsamer, aber so wirklich stark ist das Hungergefühl bei mir nur selten. Ich habe mir angewöhnt, zwischen 12 und 14 Uhr Mittagessen zu kochen. Dann esse ich einfach, egal ob ich davor ein Hungergefühl habe oder nicht. Wenn ich nämlich nicht esse, geht es mir spätestens am nachmittag schlecht und dann würde ich es deswegen nicht mehr schaffen, noch selbst zu kochen.

      The post was edited 2 times, last by FruchtigBunt ().

    • Ich esse eher unregelmäßig und eher einseitig.
      Als Kind war ich stark auf rotfarbige Lebensmittel fokussiert. Am liebsten Nudeln mit Tomatensauce, Tomatensuppe mit Nudeleinlage, Tomaten roh, rote Paprika und abseits davon Zitrusfrüchte... das was andere Kinder mochen davon musste ich spucken. Ich mochte überhaupt keine Pommes, Torten, Cremeeis, Cola...;

      Heute ist es so, ich mache mir morgens spezielle Rühreier in einer Portion das es für Frühstück und Mittagessen reicht, später gibts eine Schüssel Porredge mit Zimt und Weichseln und das wars im Großen und Ganzen. Zwischendurch Chips, Süßkram, Kekse. Zum Trinken ausschließlich zuckerfreie Energydrinks, wenn es unbedingt sein muss mal ein Schluck Mineralwasser.

      Generell bin ich wählerisch mit dem Essen, es gibt viel was ich nicht mag und das was ich mag muss ich selbst zubereiten.
    • Wie eng ist das mit den festgelegten Uhrzeiten denn zu sehen?
      "Oh, es ist 12 Uhr, ICH MUSS JETZT UNBEDINGT WAS ESSEN, auch wenn ich keinen Hunger hab!! " ? Das könnte man auch als kleinen Zwang interpretieren.
      Ich esse an sich schon regelmäßig. Aber das Mittagessen kann irgendwann zwischen 11 und 15 Uhr sein - was ja auch eine festgelegte Zeitspanne ist, aber auch ziemlich weiträumig.
      Ich esse auch regelmäßig Frühstück. Aber die Uhrzeit dafür lautet Aufstehen+1h. Und Aufstehen = Aufwachen+30 Minuten. Aufwachen = irgendwann morgens.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Ich mag am liebsten weiches, warmes Essen zu festgelegten Uhrzeiten. Ich habe evtl ein etwas übersteigertes Hungergefühl, esse aber nicht zu viel. Am besten komme ich mit 5-6 Mahlzeiten zurecht.
      Ich achte darauf dennoch genug zu kauen.
      Das Problem mit dem Einkaufen kenne ich auch. Da bekomme ich Unterstützung.
    • Ich habe seit 19h 27min nichts mehr gegessen, weil ich zur Abendessenszeit in einer sozialen Situation und danach zu überreizt war. Jedenfalls habe ich nicht daran gedacht und das Hungergefühl fehlt noch immer...

      Meine Essroutinen habe ich primär zur regelmäßigen Nahrungsaufnahme eingeführt und nebenbei die beruhigende Wirkung des Rituals wiederentdeckt. Zum Frühstück gibt es zur möglichst gleichen Uhrzeit am gleichen Ort immer das gleiche mit der gleichen Zubereitung :)

      The post was edited 1 time, last by Hutmacher ().

    • Ich habe die Diagnose einer Essstörung, aber es ist keine der klassischen wie Bulimie oder Binge-Eating, und Magersucht sowieso nicht. Es ist so eine undifferenzierte.
      Ich esse relativ vielseitig, nicht zu festen Zeiten, ich spüre, wenn ich Hunger habe, ich esse aber auch, wenn ich keinen Hunger habe, also tendenziell zu viel. Sättigungsgefühl Fehlanzeige. Vor allem am Abend ist das ein Problem, besonders, wenn ich an dem Tag Stress hatte. An entspannten Tagen esse ich normaler. Zum Beispiel Überreizung nach einer sozialen Situation würde bei mir zu mehr essen führen, weil mich das entspannt, aber das geht automatisch, ich kann es nicht kontrollieren.

      Zum Einkaufen habe ich feste Tage, und da kaufe ich dann einfach im Großen und Ganzen immer die gleichen Lebensmittel. Ich esse aber auch regelmäßig in der Kantine oder mache Fertigfutter in der Mikrowelle warm.
      Zum Einkaufen war ich immer motiviert, weil ich so verfressen bin. :d
      Schon in der Grundschule bin ich gern in den Laden gegangen und habe von meinem Taschengeld Süßigkeiten gekauft. Übergewicht bekam ich aber erst nach Antritt meiner ersten Arbeitsstelle, vorher hat es sich wohl mit Bewegung noch irgendwie ausgeglichen.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Ich habe das Problem, dass ich mich mit Essen nicht beschäftigen mag. Ich möchte nicht groß darüber nachdenken müssen und ich habe keine Lust zu kochen. Trotzdem esse ich ganz gerne. Ich war den größten Teil meines Lebens normalgewichtig. In den letzten Jahren hat mein eigentlich gleichbleibendes Essverhalten aber zu einer ordentlichen Gewichtszunahme geführt. Die Gründe sind wahrscheinlich ein verlangsamter Stoffwechsel durch Medikamente und dem Älterwerden. Um abzunehmen müsste ich eigentlich weniger essen, was mir zurzeit noch nicht gelingt. Daher esse ich tendenziell zu viel. Außerdem esse ich auch eher nach Uhrzeit als nach Hungergefühl, morgens und vormittags ein Snack, mittags eine warme Mahlzeit und abends ein Snack.
      Ist da wer?
    • Bei mir ist es ähnlich wie bei Kim, und es kommt noch hinzu, dass ich mich ja ein halbes Jahr nicht großartig bewegen konnte. Ich wiege jetzt 25kg über mein Wohlfühlgewicht. Meine Essstörung ist diagnostiziert, und ich meide sogar Besuche in Restaurants oder wenn ich weiß, es kommt darauf an in Gesellschaft Zucker zu konsumieren, wie z.B. Eis essen gehen, oder in einem Kaffee sich trefffen oder auch Orte, wo viel gemampft wird und es nach essbaren riecht, z.B. Weihnachstmarkt.
      Achtung, Beiträge dieses Users können Spuren von Albernheit enthalten.
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      Danke für Eure Beiträge.

      Rusty Mike wrote:

      Ich konnte nicht abstimmen, denn ich ess regelmäßig, vielfältig und zu festgelegten Uhrzeiten.
      Stimmt, sorry, diese Option gibt es natürlich auch noch.

      Ich habe auch eine diagnostizierte Essstörung, ARFID, Avoidant Restrictive Food Intake Disorder.

      nationaleatingdisorders.org/learn/by-eating-disorder/arfid

      Ich habe einfach kein Interesse am Essen. Ich kann nicht kochen und will es auch nicht. Ich kann mir etwas zum Essen machen, aber fragt nicht, wie ;)

      Ich habe selten auf etwas Appetit, was dazu führt, dass ich gerne dieselben LM esse, dann muss ich nicht überlegen und ich esse zu ungefähr ähnlichen Uhrzeiten, damit ich nicht vergesse zu essen.

      Wenn ich in der Küche stehe und jemand kocht und es riecht nach Essen, bin ich satt, ohne einen Bissen gegessen zu haben.

      Wenn jemand etwas für mich kocht, schmeckt es mir schon meistens (es sei denn es ist zu fett oder zu gewürzt), aber es führt nicht dazu, dass ich ein Verlangen entwickel nach "mehr davon".
      Essen gehen oder mit mehreren Essen finde ich sehr anstrengend. Die Essensgeräusche, dann auch noch kommunizieren, der Lärm im Restaurant, ich glaube, das kennen viele hier.

      Ich muss aufpassen, dass ich nicht zu dünn werde. Es geht mir nicht ums Gewicht oder ums Aussehen an sich, im Gegensatz zur Anorexie.