Autismus berufliche Rehabilitation

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    • Autismus berufliche Rehabilitation

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      Guten Tag oder schönen Sonntag...

      Also ich habe meine Autismusdiagnose jetzt schon seit 4 Monaten. Ich habe eine Autismustherapie beantragt und meinen Schwerbehindertenausweis bekommen. Soweit ist das alles ganz ok...

      Ich habe mich aber auch bei meiner örtlichen Agentur für Arbeit mit meiner Autismusdiagnose vorgestellt. Die haben erstmal ein sozialmedizinisches Gutachten erstellt. Sie sagten zu mir, dass ich für die erstmal nicht vermittelbar sei und sie mich erstmal in eine berufliche Rehabilitation für psychisch Beeinträchtigte stecken. Ich soll da erstmal eine Maßnahme für 3 Monate in einem Berufsförderungswerk mitmachen... Ich glaube, dass ich da nicht gut aufgehoben sein werde. Die sehen mich als psychisch Krank!

      Was meint ihr dazu... Hat da jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht?

      LG Niklas
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      Du kannst da von der vierten bis zur siebten Seite meine Erfahrungen lesen.
      Ich höre viele Musikgenren. Dies hier sind nur ein paar der Genren, welche ich höre - Ska, Black Metal, Gothatabilly, Dungeon synth, Folk, Rap usw.
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      OK... Ich habe mir einiges durchgelesen...

      Auch andere Autisten aus meiner SHG raten mir davon ab... Also sind diese Maßnahmen wirklich nur dazu da, solche "schwierigen Fälle" sage ich mal also Autisten einfach abzuschieben?
      Ich war schon da zu einem Vorgespräch... In diesem BFW. Da sagte mir der zuständige Sozialpädagoge:

      Also das hier bei uns ist eine richtige zielbringende berufliche Rehabilitation. Hier werden sie gründlich auf die Arbeitswelt vorbereitet... Betreuung durch Psychologen und Ärzte?? :question: :nerved: . Ich habe ein paar von diesen Teilnehmern zu Gesicht bekommen.
      Nicht gerade die psychisch stabilsten Leute.

      Ich als Autist bin doch nicht psychisch Beeinträchtig!
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      Genau. Wir z.B., 'die schwierigen Fälle', werden dort nur abgeschoben.

      Nur mit viel Glück wird man zu einen guten Maßnahmeort geschickt. Egal ob Berufsbildungswerk, Berufsförderungswerk oder eine BvB bei einen Träger. Meißtens sind diese Orte und Maßnahmen zeitverschwendend.


      Niklas22 wrote:

      Ich habe ein paar von diesen Teilnehmern zu Gesicht bekommen.
      Nicht gerade die psychisch stabilsten Leute.

      Das sieht man oft. Alle von denen werden wahrscheinlich immer depressiver desto länger die dort blödsinniges Zeug machen müssen.

      Wenn du da bemerkts hast, dann ist das schon das erste Anzeichen, wie schlimm es für dich dort wäre, weil du nicht dazu passt.

      Niklas22 wrote:

      Eine von den Teilnehmern fragte dann den Pädagogen:

      Das Fenster ist auf... Wie soll ich das zu machen Herr... ??

      Diese Situation zeigt deutlich, dass du dort nicht hin gehörst. Bitte, gehe dort nicht hin. Es wird dich einfach nur fertig machen mit solchen Teilnehmern und diversen Leuten des Personals täglich zutun zu haben.

      Und dann kommen noch die doofen Aufgaben mit dazu, die man machen muss.

      Also Hilfe kann man dort nicht erwarten.
      Ich höre viele Musikgenren. Dies hier sind nur ein paar der Genren, welche ich höre - Ska, Black Metal, Gothatabilly, Dungeon synth, Folk, Rap usw.
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      Genau. Wir z.B., 'die schwierigen Fälle', werden dort nur abgeschoben.

      Nur mit viel Glück wird man zu einen guten Maßnahmeort geschickt. Egal ob Berufsbildungswerk, Berufsförderungswerk oder eine BvB bei einen Träger. Meißtens sind diese Orte und Maßnahmen zeitverschwendend.


      Niklas22 wrote:

      Ich habe ein paar von diesen Teilnehmern zu Gesicht bekommen.
      Nicht gerade die psychisch stabilsten Leute.

      Das sieht man oft. Alle von denen werden wahrscheinlich immer depressiver desto länger die dort blödsinniges Zeug machen müssen.

      Wenn du da bemerkts hast, dann ist das schon das erste Anzeichen, wie schlimm es für dich dort wäre, weil du nicht dazu passt.

      Niklas22 wrote:

      Eine von den Teilnehmern fragte dann den Pädagogen:

      Das Fenster ist auf... Wie soll ich das zu machen Herr... ??

      Diese Situation zeigt deutlich, dass du dort nicht hin gehörst. Bitte, gehe dort nicht hin. Es wird dich einfach nur fertig machen mit solchen Teilnehmern und diversen Leuten des Personals täglich zutun zu haben.

      Und dann kommen noch die doofen Aufgaben mit dazu, die man machen muss.

      Also Hilfe kann man dort nicht erwarten.
      Ich höre viele Musikgenren. Dies hier sind nur ein paar der Genren, welche ich höre - Ska, Black Metal, Gothatabilly, Dungeon synth, Folk, Rap usw.
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      Genau. Wir z.B., 'die schwierigen Fälle', werden dort nur abgeschoben.

      Nur mit viel Glück wird man zu einen guten Maßnahmeort geschickt. Egal ob Berufsbildungswerk, Berufsförderungswerk oder eine BvB bei einen Träger. Meißtens sind diese Orte und Maßnahmen zeitverschwendend.


      Niklas22 wrote:

      Ich habe ein paar von diesen Teilnehmern zu Gesicht bekommen.
      Nicht gerade die psychisch stabilsten Leute.

      Das sieht man oft. Alle von denen werden wahrscheinlich immer depressiver desto länger die dort blödsinniges Zeug machen müssen.

      Wenn du da bemerkts hast, dann ist das schon das erste Anzeichen, wie schlimm es für dich dort wäre, weil du nicht dazu passt.

      Niklas22 wrote:

      Eine von den Teilnehmern fragte dann den Pädagogen:

      Das Fenster ist auf... Wie soll ich das zu machen Herr... ??

      Diese Situation zeigt deutlich, dass du dort nicht hin gehörst. Bitte, gehe dort nicht hin. Es wird dich einfach nur fertig machen mit solchen Teilnehmern und diversen Leuten des Personals täglich zutun zu haben.

      Und dann kommen noch diese unsinnigen Aufgaben mit dazu, die man machen muss.

      Also Hilfe kann man dort nicht erwarten.
      Ich höre viele Musikgenren. Dies hier sind nur ein paar der Genren, welche ich höre - Ska, Black Metal, Gothatabilly, Dungeon synth, Folk, Rap usw.
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      Gorgoroth wrote:

      Genau. Wir z.B., 'die schwierigen Fälle', werden dort nur abgeschoben.

      Nur mit viel Glück wird man zu einen guten Maßnahmeort geschickt. Egal ob Berufsbildungswerk, Berufsförderungswerk oder eine BvB bei einen Träger. Meißtens sind diese Orte und Maßnahmen zeitverschwendend.


      Niklas22 wrote:

      Ich habe ein paar von diesen Teilnehmern zu Gesicht bekommen.
      Nicht gerade die psychisch stabilsten Leute.
      Das sieht man oft. Alle von denen werden wahrscheinlich immer depressiver desto länger die dort blödsinniges Zeug machen müssen.

      Wenn du da bemerkts hast, dann ist das schon das erste Anzeichen, wie schlimm es für dich dort wäre, weil du nicht dazu passt.

      Niklas22 wrote:

      Eine von den Teilnehmern fragte dann den Pädagogen:

      Das Fenster ist auf... Wie soll ich das zu machen Herr... ??
      Diese Situation zeigt deutlich, dass du dort nicht hin gehörst. Bitte, gehe dort nicht hin. Es wird dich einfach nur fertig machen mit solchen Teilnehmern und diversen Leuten des Personals täglich zutun zu haben.

      Und dann kommen noch die doofen Aufgaben mit dazu, die man machen muss.

      Also Hilfe kann man dort nicht erwarten.
      Danke für deine ersten Einsichten...

      Ich hatte schon von Anfang an das dumme Gefühl, dass ich das nicht machen soll. Die Rezensionen sind bei diesem BFW auch miserabel...
      Dort wird auch zum Abschluss der Maßnahme ein Gutachten erstellt. Hat dieses Gutachten irgendwelche Aussagekraft für meinen späteren Werdegang?
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      Ich denke auch,dass die Therapie im ATZ mir besser helfen wird...
      Ich möchte mich sowieso nächstes Jahr weiterbilden in Sachen Abitur. Wurde auch jetzt schon zu mehreren Vorstellungsgesprächen eingeladen...

      Die Sache ist nur, wenn ich diese ganzen Maßnahmen von der Agentur für Arbeit ablehne, streichen die mir sämtliche Sozialleistungen oder ?

      Das ist doch das Problem. Das steht sogar auf deren Einladungen per Post!
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      Niklas22 wrote:

      Die sehen mich als psychisch Krank!
      Autismus wird zu den psychischen Erkrankungen gezählt. Deshalb ist das so.

      Ich glaube @RegenbogenWusli nimmt gerade an so einer Maßnahme teil. Seine Berichte decken sich eher mit dem was ich so kenne, als die negativen Berichte, die hier gerade von einem anderen User stark verbreitet werden.

      Kannst du dir ein Bfw aussuchen? Ich denke da gibt es wirklich qualitative Unterschiede. Wobei ich glaube, dass man überall etwas mitnehmen kann, wenn man in der Lage ist auch für Positives einen Blick zu haben.
      Surprised by the joy of life.
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      Surprised wrote:

      Niklas22 wrote:

      Die sehen mich als psychisch Krank!
      Autismus wird zu den psychischen Erkrankungen gezählt. Deshalb ist das so.
      Ich glaube @RegenbogenWusli nimmt gerade an so einer Maßnahme teil. Seine Berichte decken sich eher mit dem was ich so kenne, als die negativen Berichte, die hier gerade von einem anderen User stark verbreitet werden.

      Kannst du dir ein Bfw aussuchen? Ich denke da gibt es wirklich qualitative Unterschiede. Wobei ich glaube, dass man überall etwas mitnehmen kann, wenn man in der Lage ist auch für Positives einen Blick zu haben.
      Hallo...

      Nein kann mir davon nichts aussuchen.
      Aber die Rezensionen sind wirklich miserabel und schlecht!. Mag ja sein ,dass es gute BFW gibt.
      Aber ich glaube ,dass ich da nicht reingehöre.
      Ich habe zwar eine Behinderung. Daher ja auch der Schwerbehindertenausweis :nod: . Das sehe ich ein.

      Aber psychisch Krank bin ich nicht...
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      @Surprised
      Aber was @RegenbogenWusli über diese Maßnahme schreibt, klingt meiner Meinung nach auch nicht zielführend bei der Frage, ob er für den ersten Arbeitsmarkt geeignet ist oder nicht. Er wurde dort ja in für ihn mit den speziellen autistischen Einschränkungen total unsinnige Branchen eingesetzt. Die Berichte von @Gorgoroth sind da meiner Meinung nach um einiges schlimmer, aber ich bezweifele nicht, dass es bei vielen Maßnahmen wirklich so zu geht. Ich denke, dass es sich lohnt, genau hinzuschauen, was in der Maßnahme angeboten wird. Davor würde ich das auf jedne Fall genau abklopfen und gegebenenfalls andere Maßnahmen vorschlagen, falls man besser geeignete findet. Wenn man Gutachten von Ärzten vorlegen kann, ist das auch immer sinnvoll, so dass möglicherweise deswegen keine Leistungen gestrichen werden. Wenn man z. B. zu einer stationären Rehabilitation geschickt werden soll, aber man weiß, dass einen das nur Destabiliseren würde, sollte der Arzt sowas bescheinigen. Ich weiß nicht, ob die einen immer noch hinschicken, wenn ein Arzt schreibt,dass das zur Destabilisierung und zu Suizidgedanken führt. Wenn man selbst so etwas sagt, glaubt es einem vermutlich eh keiner. Deshalb würde ich genau überlegen, was für eine Maßnahme sinnvoll sein könnte und die dann gegebenenfalls mit Hilfe eines Arztes beantragen. Ich finde es auch Quatsch, in Maßnahmen Zeit abzusitzen, die überhaupt nicht auf einen zugeschnitten sind. Wenn @Niklas22 in ein Berufsförderungswerk geschickt wird, hat er ja vorher offenbar schon eine Erstausbildung absolviert. Ohne Erstausbildung würde man nämlich in ein Berufsbildungswerk geschickt werden. Das sollten die ja auch dabei berücksichtigen. Dass man Einschränkungen hat, aber dennoch z. B. schon eine Ausbildung absolvieren konnte.
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      Niklas22 wrote:

      Es ist ja eine tiefgreifende Entwicklungsstörung!

      Wird nichtmal als psychische Krankheit annerkannt.
      Sonst würde die Krankenkasse ja für die Behandlung im ATZ bezahlen... Und nicht der Landkreis/Sozialamt...
      Es ist dennoch eine psychische Erkrankung, auch wenn sich die Krankenkassen beharrlich weigern, das zu bezahlen. Das ist genauso unrecht. Denn einen Rollstuhl als Hilfsmittel bezahlen sie auch, wenn jemandem zwei Beine fehlen und das ist auch keine Krankheit, sondern eine Behinderung.
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      Surprised wrote:

      Dann "beweise" denen doch, dass du ausbildungsfähig bist und gucke, dass du einen Ausbildungsplatz findest.
      Ich denke auch, es geht das eine oder das andere: entweder man kann eine Ausbildung/einen Job machen, oder man kann es nicht. Wenn man es nicht kann, dann ist eine der Maßnahmen von der Agentur für Arbeit eine Möglichkeit, es doch noch zu schaffen. Man muss nur schauen, welche der Maßnahmen passt und welche nicht. Vielleicht wäre "unterstützte Beschäftigung" eine Option, allerdings findet das auch eher auf einfachen Arbeitsplätzen statt. Oder sonst Arbeitsassistenz, wenn man einen Arbeitplatz hat und dort bei einem Teil der Aufgaben Unterstützung braucht.

      Eine Autismustherapie kann aber, soviel ich weiß, auch von der Agentur für Arbeit bezahlt werden. Vielleicht wäre das wirklich erstmal eine bessere Möglichkeit. Natürlich kann man die Therapie auch nebenher machen, es ist ja meistens nur eine Stunde pro Woche.
      Alles wird galaktisch gut.
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      Wenn man aber (wie viele Betroffene) wider der formellen Fakten (ich spreche nicht davon, dass die formellen Fakten inhaltlich richtig seien), dass es eine psychiche Erkrankung sei, braucht man sich irgendwann auch nicht mehr wundern, wenn die Kassen nichts bezahlen wollen (wobei ich nicht gutheiße, dass die Krankenkassen sich nicht nach dem Gesetz richten).