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  • Bei mir war es so, dass ich mir schon vor der Diagnose ziemlich sicher war, dass sie auf mich zutrifft - und den ersten Verdacht hatte ich schon so zehn Jahre vorher... (in der Zwischenzeit, während des Studiums, hatte ich erstmal weniger Probleme als davor und deshalb sah ich es erstmal nicht als notwendig an, mich für die Diagnostik anzumelden). Ehrlich gesagt hätte es mich ziemlich verwundert, wenn sie nicht gestellt worden wäre (obwohl ich hier und da auch Dinge fand, die dagegen sprechen kö…

  • Übrigens hängt es auch sehr vom Sachbearbeiter ab, was einem in der Hinsicht "geboten" wird. Ich hatte da sehr viel Glück und bekam einen ab, der auf jeden Fall vermeiden wollte, dass ich eine solche Stelle annehme, die weit von meiner Qualifikation entfernt ist. Entsprechend gab es da auch keinen Druck. Zum Ende hin war dieser Mitarbeiter krank und ich hatte einen Termin bei einer anderen Kollegin - und da hieß es auch gleich so etwas wie: "das hier ist kein Wunschkonzert" (nicht wörtlich, aber…

  • Quote from Eigensinnige: “Eine Mitarbeiterin in dieser Maßnahme hat mir imInfo-Gespräch vorgeschlagen, ich soll Gemüse auspacken und sortieren. Darüberwar ich schockiert. Für mich ist das undenkbar. ” Das kann ich gut verstehen. Damit wäre auch ganz bestimmt nicht einverstanden. Es war mir sogar schon sehr unangenehm, dass mal "im Raum stand", ich solle meine Umschulung vielleicht in so einem Berufsbildungswerk machen und nicht in einem Betrieb. Allerdings war das nur eine Idee und ich hätte sie…

  • Naja, ich denke, es kommt hier darauf an, was man unter "Neuem" versteht. Ich habe fast immer nur ein einigermaßen begrenztes Thema, mit dem ich mich beschäftige, aber innerhalb dessen will ich möglichst viel wissen und können. Während des Philosophiestudiums hatte ich mich am Ende z.B. auf die theoretische Philosophie in der analytischen Tradition konzentriert - vor diesem Hintergrund wollte ich aber möglichst viele Probleme, Argumente, Autoren usw. kennenlernen. Nach dem, was ich bisher so gel…

  • Stimmt, direkt von "krankhaft" hast du nicht geschrieben, aber du hast eben solche Formulierungen verwendet: Quote from Kleine: “Könnte es sein, dass der Grund hierfür darin liegt, dass man sich dem Leben nicht stellen will, weil es einen überfordert z.B.? Könnte es eine Art Flucht sein? ” Damit wird das "Spezialinteresse" auf jeden Fall zu etwas Minderwertigem, auf das man nicht zurückgreifen müsste, wenn man in Lage wäre, "normal zu leben". Und da der Hintergrund eben eine "Entwicklungsstörung…

  • Quote from kikilino: “Mein Gedanke dazu: in den 'stressigen' Situationen wo Reizüberflutung herrscht ist doch das Gehirn damit befasst diese 'zu vielen' Eindrücke zu sortieren und mit dieser Überflutung umzugehen. In diesen Phasen ist es doch gar nicht in der Lage die Art Input aufzunehmen die anregend, belebend und angenehm wirkt. ” Das ist klar. Deshalb schrieb ich ja auch, dass ich immer froh bin, aus solchen Situationen herauszukommen. Wenn ich dann allein bin, beschäftige ich mich mit Dinge…

  • Ja, so etwas in der Richtung kann ich mir da auch eher als Erklärung vorstellen. Die Beschränkung auf ein relativ begrenztes Interesse, mit dem man sich vorwiegend beschäftigt, führt zu einer gewissen Ordnung. Darüber hinaus kommt die hohe Konzentration auf ein (häufig) komplexes Thema der Neigung entgegen, sich stark auf Details zu konzentrieren. Insgesamt denke ich, dass wohl mehrere Besonderheiten des autistischen Gehirns zusammen die Entwicklung von "Spezialinteressen" bedingen. Bei manchen …

  • Naja, ich habe ja ein Schlafmittel (Quetiapin), von daher hält sich das Problem in Grenzen. Aber in der Tat, wenn es so heiß ist, wie im Moment, fällt mir das Einschlafen auch schwerer als sonst. Ohne "Hilfsmittel" würde ich wohl den größten Teil der Zeit wachliegen, da ich mit Hitze generell kaum zurechtkomme. Tagsüber fällt mir da auch die Konzentration sehr schwer und teilweise fühle ich mich fast wie krank bei über 30 Grad. Aber der Sommer ist ja nun schon halb rum und das Ende dieser Hölle …

  • Ja, ich bin gedanklich eigentlich auch immer beschäftigt und regelrecht "begierig" darauf, Neues zu lernen. Nur habe ich eben nicht den Eindruck, dass dem ein besonderer Mangel an "Input" zugrundeliegt. Allein schon, weil ich mich in vielen Alltagssituationen eher reizüberflutet fühle und immer froh bin, wenn ich dann wieder allein sein und mich in Ruhe mit Dingen beschäftigen kann, die mir Freude bereiten. Wenn, dann ist also eher das Gegenteil der Fall, finde ich. Nebenbei könnte man das oben …

  • Ich kann das so nicht nachvollziehen. Eher ist es so, dass ich mich überstimuliert fühle. Vielleicht nicht durch "soziale Reize" im Speziellen, aber sicher durch Reize im allgemeinen. Und nach dem, was ich z.B. hier so lese, scheint es anderen Autisten ähnlich zu gehen.

  • Quote from Kleine: “ist man durch die Diagnose wie neu geboren und kann man sein Leben nochmal von vorn beginnen? ” Also, ich habe mich nicht "wie neu geboren" gefühlt. Vor allem, weil ich auch vorher schon mit mir "im Reinen" war und gar nicht das Bedürfnis hatte, "normal" zu sein. Trotzdem hat es mir gut getan, nun eine Erklärung dafür zu haben, warum ich in vielem anders bin als die meisten. Zum einen, weil mir nun quasi offiziell bestätigt wurde, dass ich wirklich immer schon so war und dem …

  • Quote from Kleine: “Welche Gedanken (oder welches Wissen) habt ihr hierzu? ” Bei mir selbst habe ich das nie als so etwas wie eine Kompensation empfunden. Ich interessiere mich einfach immer für ein bestimmtes Thema bzw. bestimmte Themen und habe unmittelbar das Bedürfnis, mich damit zu beschäftigen. Gleichzeitig hatte ich noch nie Lust auf viel Gesellschaft. Ich kann mich nicht daran erinnern, das mal gewollt zu haben, und entsprechend kann ich mir auch nicht vorstellen, dass ich mir irgendwann…

  • @Kleine: unter diesen Bedingungen könnte eine weitere Therapie, bei der das AS berücksichtigt wird, wohl schon helfen. Du schreibst ja auch, dass der Therapeut deine Probleme nicht richtig nachvollziehen konnte - das ist wohl keine Seltenheit, wenn so etwas wie das Asperger-Syndrom gar nicht beachtet wird, weil es nicht einmal bekannt ist. Wobei ich schon auch überlegen würde, was davon wirklich deine Bedürfnisse sind und was du vielleicht nur meinst "wollen zu müssen", weil es so "normal" ist -…

  • Entwicklungsstörung

    Wirrwolf - - Neurologische Vielfalt

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    Quote from Cloudactive: “Bis heute habe ich das Gefühl nicht richtig erwachsen zu sein, ” Den Eindruck habe ich bei mir auch. Es kommt mir so vor, als sei ich heute noch genau so wie vielleicht mit 15, was mein Bedürfnisse, meine "Selbstwahrnehmung" usw. angeht. Allerdings finde ich das nicht problematisch bzw. ich wollte gar nicht so sein, wie der "typische Erwachsene". Das stelle ich mir eher ziemlich langweilig und anstrengend vor. Entscheidend ist in dem Zusammenhang doch eigentlich nur, ob …

  • Quote from Kleine: “Ich bin verheiratet, also nicht allein, wir sind ein sehr gut zueinander passendes Paar. Ich habe eine Arbeit (Teilzeit), mein Mann arbeitet auch. Wir kommen sehr gut zurecht, da unsere Bedürfnisse bescheiden sind. Ich habe Verwandte und eine Freundin (die ich aber ziemlich selten sehe). Ich bin gesund! ” Wenn es dir insgesamt gut geht, sehe ich eigentlich keinen Grund, dass du nun unbedingt "etwas tun" müsstest. Was war denn der Anlass deiner bisherigen Therapie? Ansonsten w…

  • Nein, das kenne ich nicht. Wenn ich mich freue, dann geht es mir gut, und je mehr ich mich freue, desto besser. Dass ich mich so sehr freuen könnte, dass es mir unangenehm wäre, ist mir nicht vorstellbar.

  • Quote from Happy to be: “und was meinst du, worauf sich die neuen Gesetze in Bayern "im Geiste" stützen ” Da hast du recht. Das könnte wirklich mit solchen Nachrichten in Verbindung stehen.

  • Ja, aber wenn sich eine solche Meinung "allgemein" gebildet worden wäre, dann hätte man davon sicher etwas mitbekommen. Z.B. wäre zu lesen gewesen, dass seit entsprechender Meldungen die Diskriminierung von z.B. Depressiven zugenommen hätte.

  • Ich denke auch nicht, dass speziell diese Information sich wirklich nachteilig auf die allgemeine Wahrnehmung von Autisten auswirken wird. Nach fast jedem Amoklauf wird gesagt, der Täter sei ein Einzelgänger gewesen, oft heißt es allgemein, er sei psychisch krank. Das müsste doch dann entsprechend auch Vorbehalte gegenüber Einzelgängern und psychisch Kranken (im Allgemeinen) bewirkt haben. Im Einzelnen war z.B. der Pilot, der damals das Flugzeug in erweitert suizidaler Absicht zum Absturz gebrac…

  • Quote from FruchtigBunt: “Aber eine Teilnahme an einer Gruppe wäre für mich sehr viel hilfreicher, als das alles nur durchzulesen. ” Ja, das ist auch mein Gedanke dazu. Bücher habe ich schon einige, etwa zu Körpersprache oder Sozialpsychologie, und damit konnte ich mir auch selbst schon einiges beibringen, das sich auch im "wirklichen Leben" anwenden ließ. Ich denke aber auch, dass ein wirkliches Training der entsprechenden Fertigkeiten, am besten in einer Gruppe und mit jemandem, der sich auske…