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    Hallo, unsere Tochter 20 Jahre, möchte sich nun auch auf Asperger testen lassen. Ihre beiden Brüder sind vor 3 Jahren getestet worden, aber dort wollen wir nicht mehr hin, da der nicht daran glaubt, das Frauen auch genauso betroffen sein können :m(: .
    Der neue Psychiater, der sich auskennt, hat keine Zeit mehr für sie und da sie ja bald 21 ist, soll sie nun zu einem „normalen“ Psychiater gehen.
    Es sollte aber jemand sein, der sich mit Autismus auskennt, also auch mit Frauen, die es geschafft haben, über Jahre nach außen zu funktionieren.
    Auch wäre es gut, wenn es nicht zu lange dauert, bis sie dort einen Termin bekommt, denn sie braucht eine Diagnose für Ihre Ausbildung, damit sie dort Nachteilsausgleich bekommen kann.
    Also, wir sind bereit auch 200-300 km mal zu fahren. So wäre es im Umkreis von NRW, Aachen bis Bremen, Frankfurt, Dortmund.... möglich.
    Gerne ein Psychiater in einer eigenen Praxis, es geht aber auch eine Klinik.
    Habe den Tipp bekommen, nach Herdecke zu fahren. Wer war schonmal dort?
    Danke für die Hilfe
  • Neu

    wie ja die meisten von uns leidvoll erfahren (mussten), ist die Autismus Diagnostik eine mehrere Stunden andauernde "Zeremonie", den monatelange Wartezeiten auf einen Termin und die schriftliche Stellungnahme vorangehen und folgen.

    Ich frage mich nur, warum das so ist?
    Also ich weiss schon, dass die Diagnose stellen überlastet sind, aber warum dauert die eigentliche Diagnostik so lange, wenn Es bei (glaube ich) allen \vielen\den meisten (?) Psychischen Störungen schneller geht.

    Wie ist das bei anderen psychischen Störungen, Krankheiten usw?

    Vor meiner Autismus Diagnose habe ich mehrere Diagnosen verschiedenster Störungen schriftlich bekommen nach einem kurzen Erstgespräch. Depression, anpassungsstörung, Zwangs Störung (nur weil ich im Arztbrief des medizinischen Dienstes offensichtliche Fehler korrigiert habe) usw. Und niemand hat sich daran gestört, weder Renten Kasse noch bei der Beantragung eines behinderten Ausweises.

    vielen hier ging das ja ähnlich.
    habt ihr zb bei schizoiden Störungen, Psychosen, bipolaren Störungen, Borderline usw auch ein Procedere durchlaufen müssen oder die Diagnose "einfach so" erhalten, ohne Fragebögen und Gespräche.
  • Neu

    Hallo in die Runde,

    ich hoffe, dieser Beitrag ist in dieser Form und an dieser Stelle in Ordnung..sollte das nicht so sein, sagt mir das bitte.

    Wie an anderer Stelle schon beschrieben, befinde ich mich aktuell in einer Psychotherapie aufgrund unterschiedlichster Diagnosen. Dort hat sich immer mehr herauskristallisiert, dass ich von klein auf gelernt habe, in gewisser Form zu „funktionieren“, ohne jemals darauf geachtet zu haben, was eigentlich meine Bedürfnisse sind.
    Deswegen habe ich in den letzten Monaten immer mehr gelernt, auf meine Bedürfnisse, Wünsche und Empfindungen zu achten.
    Dabei kommen nun immer mehr Dinge ans Licht, die meine Therapeutin mit „autistischen Zügen“ umschreibt. Mir wird erst jetzt bewusst, wie viel ich von klein auf „ausgehalten“ habe, um zu funktionieren. Es macht mich sehr traurig..und es macht Angst. Dennoch habe ich das Gefühl, dass es wichtig und richtig ist, zu gucken, mit welchen Verhaltensformen oder ähnlichem ich mich wohlfühle.

    Nun ist es so, dass ich aktuell das Gefühl habe, im Alltag immer weniger klarzukommen. Die permanente Reizüberflutung bringt mich an den Rande des Wahnsinns, das „nicht-filtern-können“ macht es mir sehr schwer, mich auf Dinge zu konzentrieren und noch dazu kommt die Dauerbelastung durch soziale Kontakte. Außerdem habe ich Angst, Menschen vor den Kopf zu stoßen, da es, nachdem ich gelernt habe, dass ich ich selbst sein darf, zu Aussagen meinerseits kommt, die mein Gegenüber scheinbar nicht so gut aufnimmt.

    Nun ist es so, dass ich mittlerweile nahezu täglich an Punkten ankomme, an denen ich das Gefühl habe, es gäbe nur noch zwei Möglichkeiten: entweder, mir wird schwarz vor Augen und ich kippe um..oder ich raste völlig aus.
    Das ist beides natürlich nicht sonderlich praktisch..und macht mir furchtbar Angst.
    Und das macht eben auch „soziale Veranstaltungen“ so unglaublich anstrengend..es war schon immer so, dass ich danach ziemlich kaputt war..aber mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich im Anschluss an sowas eine Woche außer Gefecht gesetzt bin..

    Obwohl ich das Gefühl habe, dass meine Art zu denken schon immer da war, nur von einem „so-hast-du-zu-sein-Gehlertem“ überdeckt war, fühlt sich das alles so neu an..und macht Angst.

    Und dennoch habe ich das Gefühl, noch nie so sehr ich selbst gewesen zu sein, wie jetzt.

    Habt ihr Tipps, Ideen oder Ratschläge, wie ich mit dieser doch recht neuen Situation umgehen kann?
    Und vielleicht auch konkrete Tipps zum Steigern der Konzentration, besserem Filtern oder Mindern der Reizwahrnehmeung?

    Ich freue mich auf eure Reaktionen.

    Viele Grüße,

    NieMela
  • Neu

    Ich lese eigentlich gerne Romane. Eigentlich.
    Oft lese ich die Zusammenfassungen von Romanen und interessiere mich sofort für die Details der Geschichte, so dass ich das Buch sehr gerne lesen würde.
    Aber ich komme einfach nicht „rein“.

    Ich habe schon so viele Bücher angefangen und letztendlich dann doch weggelegt, weil ich es nicht geschafft habe, in die Geschichte „einzutauchen“[1], es war mir nahezu eine Qual und auch einfach – in Ermangelung eines besseren Wortes, auch wenn es nicht das passende ist – langweilig, das Buch weiterzulesen. Zu oft gefällt mir auch einfach der Schreibstil nicht – auch wenn es sich um „gute Literatur” handelt – oder ich empfinde die Protagonisten als nervig bzw. unsympathisch.
    Mein Problem ist, dass ich gar nicht genau erfassen kann, warum ich in so viele Bücher nicht „reinkomme“.

    Es ist nicht einmal so, dass ich grundsätzlich Schwierigkeiten hätte längere Texte zu lesen, dass ich etwa zu blöd dafür wäre oder meine Konzentration es nicht zuließe. Fachbücher sind für mich natürlich kein Problem. Ich habe auch schon ein paar Romane zu Ende gelesen, wo ich dieses Problem nicht so sehr hatte – ich mag ausschweifende Erklärungen und detailverliebte Beschreibungen, wie sie etwa bei Dostojewski oder Tolstoj vorkommen –, aber der Großteil der Romane, die mich auch thematisch interessieren, bleibt für mich „verschlossen“, mehr als die Hälfte der Bücher in meinem Schrank habe ich nicht zu Ende lesen können. Aus irgend einem Grund fällt es mir auch viel schwerer „neuere Literatur“ (grob geschätzt ab etwa 1920) zu lesen als ältere.

    Ich würde gerne näher ergründen, warum ich es manchmal kann und manchmal nicht, aber ich weiß nicht einmal genau, wo ich anfangen soll.

    Wem geht es noch so?
    Konntet ihr eine Ursache ausmachen, warum es bei euch so ist bzw. welche Eigenschaften ein Roman erfüllen muss, damit ihr in die Geschichte wirklich eintauchen könnt?


    [1] Mir fällt es auch schwer, genauer zu beschreiben, was ich damit meine. Ich meine damit nicht einmal, dass man in die Geschichte derartig „eintaucht“, dass man das Gefühl hat mittendrin oder dabei zu sein – ein distanzierter Beobachter des Geschehens zu sein reicht ja völlig aus. Ich meine damit eher dieses Gefühl, dass man gerne weiterlesen möchte, dass man wissen will, wie es weitergeht, dass man alle verfügbaren Informationen zur Geschichte oder der Welt, in der sie spielt, wissen möchte.

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    wo in Herdecke meinst du denn? Meine Tochter wurde in Herdecke diagnostiziert, das war allerdings als sie 13 Jahre alt war und eben bei einem Kinder- und Jugendpsychiater. Das kommt wohl bei euch eher nicht in Frage? Ansonsten kenne ich nur noch das…
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    Zitat von Hanseat: „Einer der Nachbarn hat ein E-Schlagzeug für sich entdeckt. “ Zitat von Hanseat: „War oben und hab den Vermieter angerufen. Bei Schlagzeug versteht der keinen Spaß. Abmahnung geht die Tage raus, da er nicht wirklich einsichtig…