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    Hallo,

    ich werde im August eine Aufnahmeprüfung für ein Uni-Studium schreiben und denke darüber nach, um ein adaptiertes Prüfungssetting für mich anzufragen (auf der Uni gibt es eine Anlaufstelle für solche Anliegen und es wird auch in den Informationen zur Prüfung explizit darauf hingewiesen, dass eine Adaption des Prüfungssettings auf Anfrage möglich ist). Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob meine Probleme "groß genug" sind, um so etwas überhaupt in Anspruch nehmen zu können (ich neige aber generell dazu, meine Probleme und Bedürfnisse kleinzureden, also kann es eventuell auch daran liegen).

    Konkret geht es für mich darum, dass ich aus Erfahrung weiß, dass ich mich sehr viel sicherer fühle und mich sehr viel besser konzentrieren kann, wenn ich einen Sitzplatz möglichst weit vorne im Raum und am Rand haben kann. Es ist jetzt nicht so, dass ich sofort in Panik geraten würde oder eine ähnlich starke Reaktion hätte, wenn dem nicht so ist, aber ich habe halt trotzdem recht starke Gefühle von Unwohlsein und Angst (und Konzentrationsschwierigkeiten), wenn ich mitten unter mir völlig unbekannten Menschen sein muss (Prüfungsstress und die Tatsache, dass ich die Prüfung in einem Raum schreiben muss, in dem ich zuvor noch nie war, werden es nicht unbedingt besser machen).

    Was ist eure Einschätzung dazu? Ist das Grund genug, um beim Referat für Barrierefreiheit auf meiner Uni um Sitzplatzreservierung bei der Aufnahmeprüfung für mich zu bitten?
    (hinzu kommt, dass meine einzige offizielle Diagnose, die auf meine Probleme diesbezüglich hindeutet, Sozialphobie ist, und der Autismus, von dem ich denke, dass er da auch stark mit reinspielt, bislang nur eine Verdachtsdiagnose ist)
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    Unsere 3 Aspikinder haben alle einen Schwerbehindertenausweis beantragt.
    Die beiden jüngeren schon vor über einem Jahr und sie bekamen 80%, bzw 60%.
    Anfang des Jahres hat der älteste auch die Bewilligung erhalten, mit 20%, da die Diagnose schon zu lange her sei. So haben wir noch ein neues Gutachten durch eine Psychologin erstellen lassen, in dem sie vieles aufführt, wo er im Alltag Probleme mit hat.
    Letzte Woche kam dann die Antwort,- 30%, was ja nun keine Schwerbehinderung ist.

    Was habt ihr denn für %? Warum sind es nur 30%, die beiden anderen haben ja auch mehr? Ja, die beiden jüngeren haben noch eine Diagnose mehr,- soziale Ängstlichkeit, aber Probleme haben sie alle ähnliche.
    Können wir noch etwas unternehmen, damit auch er höher gestuft wird? Noch eine neue Stellungnahme erstellen lassen, bzw noch einmal mehr von der Psychologin schreiben lassen?

    Es wird ja nich mehr nach Diagnose entschieden, aber welche Dinge kommen denn in Betracht?
    Der älteste musste sein Studium an der Präsenzuni aufhören, da er dort nich klar kam, studiert nun an der Fernuni. Genauso ist er wieder bei uns eingezogen, da er alleine nicht zurecht kam. Er benötigt bei vielen Dinge unsere Unterstützung und Hilfe.

    Es geht uns bei dem Schwerbehindertenausweis in erster Datum, dass wir bei der Kindergeldstelle darstellen können, dass er auch noch weiterhin Kindergeld bekommt. Er kann ja seinen Lebensunterhalt nicht selber bestreiten und ist schon vor seit Geburt Autist.


    Können wir da noch etwas machen? Lohnt sich noch ein Widerspruch?
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    Hallo,
    ich habe von AutKom Mittelfranken einen Aufruf zur Teilnahme an einer Onlinestudie mit der Bitte um Weiterleitung erhalten und möchte das hiermit tun. Ich habe mir das noch nicht im Einzelnen angesehen und weiss daher noch nicht was einen da erwartet.

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    gerne leiten wir nachfolgenden Aufruf zur Teilnahme an einer Studie der Universität Cambridge an Sie weiter.
    *10 Points for Change*
    mein Name ist Kathryn Gibbs. Ich bin Forschungsassistentin an der Universität Cambridge in England und arbeite gemeinsam mit Professor Simon Baron-Cohen an dem Aims-2-Trials-Projekt. Wir untersuchen, in welchen Bereichen die autistische Gemeinschaft in Europa den dringendsten Bedarf an politischen Änderungen sieht. Unser Ziel ist es, die zehn wichtigsten Änderungspunkte in einem Dokument darzulegen, das wir den EU-Entscheidungsträgern vorlegen werden. Wir würden es daher sehr zu schätzen wissen, wenn Sie die Mitglieder Ihres Netzwerks auf diesen Fragebogen aufmerksam machen könnten.
    Wir möchten von Ihnen hören, wenn Sie:
    · autistisch und mindestens 16 Jahre alt sind
    · ein autistisches Familienmitglied betreuen, das den Fragebogen nicht selbst ausfüllen kann
    · Mitglied einer Organisation, die sich mit Autismus und autistischen Personen befasst
    Bitte senden Sie den Link zu dieser Umfrage an Ihre Mailingliste oder an Ihre Kontakte in sozialen Medien wie beispielsweise Twitter oder Facebook. Die Umfrage wurde bereits über die Twitter-Konten von ARC und Aims-2-Trials getwittert und kann von dort weitergeleitet werden:
    https://twitter.com/Aims2Trials/status/1346461228726710272
    <https://twitter.com/Aims2Trials/status/1346461228726710272>
    Sie finden die Umfrage unter folgendem Link:
    https://rebrand.ly/10-points-for-change
    <https://rebrand.ly/10-points-for-change>.
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    Hallo allerseits,

    ich hoffe ich mache nichts falsch. Habe erst keinen neuen Thread öffnen wollen, aber einen uralten Thread zu reaktivieren kommt wahrscheinlich auch nicht gut an.

    So genau weiß ich nicht was ich mir hiermit erhoffe, vielleicht möchte ich auch nur meine Gedanken sortieren und die Meinung anderer lesen.

    Seit 15 Jahren arbeite ich in der Automobilindustrie. Bin zufällig reingestolpert (RW), weil ich nichts mit meinem Leben anzufangen wusste. In der Firma habe ich mich hocharbeiten können und bin mittlerweile auf der Manager-Ebene. Ich weiß nicht, wie das passieren konnte. Ich mag die Arbeit nicht, hatte auch schon einen Burnout erlitten und kann mich mit dem Produkt 0 identifizieren. Ich bin absolut kein Workaholic. Warum ich nicht woanders anfange? Ganz einfach, ich bin realistisch und weiß, dass ich woanders, vorausgesetzt ich finde eine andere Stelle, dieselben Probleme haben werde wie jetzt. Zumal ich immer noch nichts mit meinem Leben anzufangen weiß. Würde mich am liebsten morgens bis abends meinen Hobbies widmen, aber das ist natürlich nicht möglich.
    Seit gestern habe ich zusätzlich zu meinen alltäglichen Aufgaben neue Aufgaben erhalten. Ich muss jetzt die Arbeit von 4 weiteren Kollegen übernehmen, weil diese gekündigt wurden oder die Firma freiwillig verließen.
    Nach meinem letzten Burnout wurde ich von der Personalerin und dem Betriebsrat darum gebeten, ihnen frühzeitig Bescheid zu geben sollte ich mich überfordert fühlen. Das habe ich getan, aber es hat sich nichts geändert. Im Gegenteil. Der Betriebsrat zieht meine Probleme ins Lächerliche und die Personalerin möchte sich irgendwann darum kümmern. Das war übrigens vor knapp 2 Jahren. Ich spreche sie seitdem regelmäßig darauf an, aber anstatt Unterstützung erhalte ich nur mehr Aufgaben.
    Dank Corona bin ich im Home Office, aber ab nächste Woche muss ich wieder in die Firma und mir ist jetzt schon schlecht. Hatte die ganze letzte Woche, als ich erfuhr dass man mich erwarten würde, 40°C Fieber (bin Covid-negativ, ich reagiere auf Stress immer mit Fieber) und in sehr kurzer Zeit 20kg abgenommen.
    Hinzu kommt, dass ich nun ständig mit neuen Leute zu tun habe. Ich habe mich in der letzten Telefonkonferenz schlimm blamiert. Sollte mich spontan vorstellen, was total schiefging, ich habe Witze nicht verstanden und überhaupt war alles eine Katastrophe. Am 30.12.2020 erhielt ich zwar meine Diagnose und weiß nun warum ich so bin wie ich bin, aber ich fühle mich nur geringfügig besser. Um meine Arbeitsstelle zu schützen habe ich einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt, aber solange der Diagnosebericht noch nicht vorliegt komme ich auch da nicht weiter.
    Sorry fürs auskotzen (RW), aber ich weiß nicht mit wem ich darüber reden kann.
    Befindet oder befand sich jemand auch in so einer ähnlichen Situation? Wenn ja, wie kamt ihr da raus? Habt ihr Unterstützung erhalten?

    Gruß,
    HolyDiver
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    Hallo,

    in § 102 Abs. 2 SGB VI steht:

    Renten, auf die ein Anspruch unabhängig von der jeweiligen Arbeitsmarktlage besteht, werden unbefristet geleistet,
    wenn unwahrscheinlich ist, dass die Minderung der Erwerbsfähigkeit behoben werden kann; hiervon ist nach einer Gesamtdauer der Befristung von neun Jahren auszugehen.

    Ich hatte mich gefragt, ob das bei einer lebenslang bestehenden Behinderung (z.B. Autismus) evtl. anders sein könnte, weil da auch schon vor Ablauf von 9 Jahren eindeutig ist, dass der Autismus (wenn dieser der Grund für die Erwerbsminderung ist) auch nach 9 Jahren noch vorhanden sein wird. Da könnte man sich als Betroffener viel Papierkram, Stress und Überlastung ersparen, wenn man sich nicht mindestens 9 Jahre lang immer wieder mit der Rentenversicherung und irgendwelchen Schikanen herumärgern müsste.

    Bei weiterem Recherchieren habe ich dazu folgendes gefunden:
    Rechtsanwalt für Sozialrecht Sönke Nippel
    Unbefristet wird die Rente wegen Erwerbsminderung nur gezahlt, (wenn)
    - die Gesamtdauer der Befristungen bereits neun Jahre beträgt,
    - von einer Beseitigung der Erwerbsminderung nicht mehr ausgegangen werden kann BSG vom 29. März 2006, B 13 RJ 31/05:
    rechtsanwalt-und-sozialrecht.d…istung-rente-rentenbegin/

    Gerade der 2. Punkt "von einer Beseitigung der Erwerbsminderung nicht mehr ausgegangen werden kann" sollte/könnte auf viele Autisten zutreffen. Wenn Autismus der Grund der Erwerbsminderung ist, wäre es wohl eindeutig dass dieser Grund nicht beseitigt werden kann. Ich kenne mich damit nicht aus, aber die Rentenversicherung würde einen auf solche Möglichkeiten natürlich auch nicht von sich aus hinweisen.

    Deswegen wollte ich das Thema generell eröffnen, vielleicht weiß darüber zufällig jemand etwas, oder hat eigene Erfahrungen.

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