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    Hey,

    habe heute mal mit meiner Mama gesprochen, weil bei mir immer noch die Frage im Raum steht ob ich autistisch sein könnte.

    Auf jeden Fall hab ich ein paar Dinge rausfinden können, manches spricht dafür, manches dagegen. Dann ging es um Spezialinteressen, die dürfte ich als Kind scheinbar nicht gehabt haben (heute vielleicht auch nicht oder auf andere Art und Weise - weiß ich aber nicht). Scheinbar war es bei mir so, dass ich mich kurze Zeit, Tage bis Wochen, mit einem Thema sehr intensiv beschäftigt habe, sobald ich aber mein Ziel erreicht hatte, habe ich das Interesse verloren.

    Ich weiß nicht inwieweit das ausschlaggebend für eine Diagnose generell ist, bzw. ob es in der Kindheit anders läuft mit den SI.

    Was sagt ihr dazu?

    LG
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    Hallo Leute, ich mache mir schon einige Zeit Gedanken über eine spezielle Verhaltensweise z.B. wenn ich etwar Sport treiben will. Also wenn ich dann hier im Park joggen will, oder ich laufe unsere Treppen rauf und runter. Sagt mir eine Stimme in meinem Kopf : "Was soll das , hast du nichts besseres zu tun?" Aber wenn ich nun so wie so nach oben muß, und die Treppe nehme statt den Aufzug bleibt bei mir alles still.
    Daher nun meine Frage: Ist das nun typisch autistisch, oder ehr typisch Nitram?
    Habt ihr so etwas in der Art auch schon mal erlebt oder ehr nicht. Was meint ihr dazu??
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    Ich habe vor kurzem eine Diagnose bekommen. Positiv auf Asperger.

    Als ich begonnen habe mich damit zu beschäftigen, weil ich nach Antworten für meine lebenslangen Schwierigkeien gesucht habe, passte es erstmal wie die Faust aufs Auge. Es hat plötzlich so vieles erklärt.
    Bei der Diagnose habe ich aber den Reading-in-the-eye-Test überdurchschnittlich gut bestanden (also für NT´s überdurchschnittlich), und bei so manch einer Frage wohl zu wenig um die Ecke gedacht.
    Dafür score ich bei jedem Fragebogen zu Autismus in den höchsten Rängen, wenn ich da so antworte, wie ich in mir drin denke und nicht so wie ich gerne wäre oder nach aussen auch bin.

    Wie gesagt, die Diagnose würde vieles erklären und ich habe sie nun bekommen.
    Aber zufriedener bin ich jetzt nicht.

    Eher noch mehr verunsichert. Vor allem, je mehr ich hier im Forum lese.
    Ich dachte oder habe gehofft, dass ich mich als AS endlich zu einer Gruppe zugehörig fühlen würde.
    Dem ist aber nicht so. Ich habe ganz andere Probleme als die meisten hier.
    Ich verstehe die Kommunikationsregeln, kann Small-Talk, weiss, was man so fragen darf und soll, was nicht, dass und wie man in die Augen blickt, verstehe und verwende implizite Anweisungen und rede selbst durch die Blume, Ironie und Sarkasmus sind mein Steckenpferd und Redewendungen sowieso. Dazu hasse ich Regeln und Einschränkungen, bin chaotisch und unorganisiert, kann mich nie lange auf eine Sache konzentrieren und bin gern unter vielen Leuten und sehr gern ein Grossstadtkind, wo immer was los ist.
    Ich war Klassenbeste in Deutsch und Mathe und kann mich sehr, sehr, sehr gut anpassen und meine Bedürfnisse unterdrücken und würde dieses Anderssein auch niemals so nach aussen tragen wollen.
    Das wurde mir schon in der Kindheit eingebläut. Ja nicht auffällig oder gar ausfällig werden.

    Und trotzdem hab ich nun die Diagnose. Und bin mal wieder anders, sogar bei den Andersartigen.

    Ich dachte vor der Beschäftigung mit Autismus und vor der Diagnose, das alle Menschen so ähnlich denken und handeln wie ich, es war wie eine Ohrfeige, als mir selbst auffiel und dann auch in der Diagnose gesagt wurde, dass meine Denkweisen überhaupt nicht dem normalen Durchschnitt entsprechen. Autsch.

    Ich wollte immer normal sein, selbstsicher durch die Welt gehen wie die Anderen es anscheinend so mühelos schaffen, gut und interessant kommunizieren können und Freundschaften schliessen und halten und meine Meinung durchsetzen können.
    Kann ich alles nicht.
    Ich dachte, wenn ich nur genug an mir arbeite, genug zu Verhalten, Psychologie, Beziehungen lese und anwende und ab und zu Therapie mache, werde ich das schon schaffen, normal zu werden.

    Mit dieser Diagnose nicht.
    Da kann ich anscheinend noch so viel an mir arbeiten und versuchen, mich an die anderen anzupassen, ich werde nie normal werden.
    Das macht mir echt zu schaffen.

    Systemfehler.
    Absturz.
    Reboot.

    Jetzt blinkt da die Eingabezeile und ich weiss die richtigen Befehle nicht mehr.
    Nichts erscheint mehr richtig.

    Im Raum seht noch, dass meine Probleme quasi hausgemacht sind durch Traumata aus der Kindheit. Dass meine narzisstisch-histrionische Mutter mich quasi kaputt gemacht hat und ich darauf mit autistischen Verhaltensweisen reagiert habe.
    Aber tief in mir drin weiss ich, dass ich schon immer komisch war und die psychische Gewalt fing erst mit 8-9 Jahren so richtig an. Diese hat wohl einfach nur mein Selbstbewusstsein völlig zerstört und mir selbst narzisstische Denkweise angelernt die ich aber verachte und loswerden will.
    Niemals nie so werden wie meine Mutter war seit meiner Kindheit meine Devise. Es erschreckt mich zutiefst, wenn ich heute Ähnlichkeiten entdecke.

    Die Frage ist aber, an was soll ich denn nun arbeiten, wenn das nichts verbessern wird?

    Ich werde mit Ende Dreissig wohl keine selbstbewusste Rakete mehr und ich merke einfach, wie ich immer weniger Kraft habe, mich dauernd anzupassen.
    Genau das macht mir aber Angst. Ich sehe mich in ein paar Jahren, wenn das so weiter geht, als schaukelndes, weinendes Etwas, das mit der Welt nicht mehr zurechtkommt, meine grösste Angst. Ich hatte immer schon Angst vor den Anforderungen der (Arbeits-)-Gesellschaft, habe es aber jetzt seit zehn Jahren geschafft, Vollzeit zu arbeiten, auch wenn es mich immer fertig gemacht hat.

    Wohin soll das nur in Zukunft führen? Ich will nicht wieder ohne Geld, auf den Staat angewiesen und allein sein.
    Meine Zwanziger waren rückblickend teils echt Hölle, da will ich nicht mehr hin.

    Aber ich weiss ja nicht mal was ich bin.
    Ich fühle mich vollkommen zerrissen zwischen autistischem Denken und dem genauen Gegenteil davon. Könnte echt laut schreien, wie so oft (aber nur in meinem Kopf, da schreit es aber öfters ganz laut).

    Sorry für den Textschwall, der ecuh nicht weiterbringt. Aber das musste mal raus, an eine zumindest halbwegs passende Adresse.
    Vielleicht versteht mich ja doch der ein oder andere und hat den ein oder anderen Tipp.
    Wenn nicht, Danke trotzdem fürs Lesen.
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    Hallo,

    ich habe den Eindruck dass ich da fehldiagnostiziert wurde. Erst seit der Autismus Diagnose lernte ich, überhaupt mehr und mehr ich selbst zu sein und lernte mich kennen, wie ich wirklich bin. Ich hatte früher sehr strenge und autoritäre Eltern (untertrieben) wodurch ich dafür bestraft wurde, wenn ich nicht so war wie sie es erwarteten. Ich habe dann Verhalten anderer nachgeahmt, ohne zu verstehen was ich da mache, damit ich z.B. keinen Ärger mehr bekomme.

    In der Schule habe ich z.B. kapiert, dass es egal ist ob ich den Text inhaltlich verstehe. Weil ich nur das schreiben muss was der Lehrer wissen will, um eine gute Note zu bekommen.

    Die Asperger Diagnose beschreibt meiner Probleme nicht vollständig, zum Beispiel die sprachlichen Probleme. (Bin ich ein schwer betroffener Asperger mit u.a. Illettrismus und Mutismus, oder könnte ein HFA die Ursache sein? Das ist mein Gedanke. Mit HFA meine ich frühkindlich ohne Intelligenzminderung.) Es wird dann immer davon ausgegangen, weil ich ja nur AS hätte als leichte Autismus Form, dass ich mehr können würde als es tatsächlich der Fall ist. Dann versuche ich mich zu erklären, z.B. beim Psychiater oder bei Behörden aber kann es nicht. Weil jemand wo Schwierigkeiten hat sich verbal auszudrücken, auch Schwierigkeiten hat dem Arzt zu erklären warum ich mehr Defizite habe wie für AS typisch wäre. Ich konnte es einfach nicht verständlich machen.

    Ich brauche z.B. Begleitung zu Arztbesuchen oder zu Behörden, weil ich meine Beschwerden nicht erklären kann. Mir wurde das auch schon oft gesagt, dass ich "den Mund nicht aufbekommen" (RW) würde. Früher wurde ich deswegen nur für schüchtern gehalten, aber mich hatte auch keiner gefragt ob ich nur schüchtern bin, oder warum ich diese Probleme habe von selbst zu reden. Und ich selbst konnte das auch nicht erklären oder benennen.

    Ich schaffe es aber scheinbar nichtmal einem Arzt verständlich machen zu können, warum ich diesen Eindruck habe und was bei mir anders ist. Da muss man ja sehr viel argumentieren. Schriftlich funktioniert das auch kaum, meistens schreibe ich dann seitenweise, aber komme dabei nicht "auf den Punkt" (RW) wodurch dann trotzdem keiner mein Anliegen versteht. Ich brauche scheinbar bei allem eine Art Übersetzer ICH <-> NT wie bei einer Fremdsprache. Alltägliche Situationen gehen, zum Beispiel beim Arzt mündlich ein Rezept zu bestellen, weil das immer das gleiche ist vom Ablauf. Es ist halt aber auch blöd, wenn man nachfragen muss weil man zum Beispiel ein Formular nicht versteht, aber das Anliegen warum man nachfragt dann auch nicht verständlich rüber bringen kann. Und dann hat man keinen mehr, der einem weiterhelfen könnte.

    Um eben genau solche sprachlichen und verständnismäßigen Probleme nicht selbst erklären zu müssen, ohne es wirklich erkären zu können (zumal das meistens auch nicht ernst genommen wird, auch wegen meiner AS Diagnose) wäre mir eine HFA Diagnose eine deutlich größere Hilfe, zumal inhaltlich auch scheinbar einfach für mich zutreffender ist als die Asperger Diagnose. (Um so einen Text hier zu formulieren brauche ich ungefähr eine Stunde.)

    Durch Zufall habe ich mich über HFA informiert, weil das bei manchen hier im Profil steht und ich wissen wollte was das genau ist. Dadurch kam erst der Aha-Effekt, ich sah mich darin viel besser beschrieben als in der Asperger Diagnose.

    Kann man die Diagnose nachträglich irgendwie umändern lassen? Oder würde man dafür den ganzen Diagnostik Prozess nochmal durchmachen müssen? Ich weiß dass Autismus Autismus ist, und es da später keine Kategorien mehr geben wird. Aber jetzt ist nicht später und das hilft mir jetzt nicht. Ich kann meine Probleme z.B. so erklären, wenn ich fremde Texte habe (aus Büchern, oder Fachtexte aus dem Internet) und das markiere was auf mich zutrifft. Aber ich kann es einfach kaum bis eher gar nicht selbst formulieren.

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