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    Guten Abend,
    hat jemand Erfahrung mit der Diagnose bei Mädchen in Berlin? Kennt ihr Anlaufstellen?
    Bin mir so unsicher mit unserer Psychiaterin. Habe das Gefühl, sie kennen sich nicht sehr mit dem ADOS, geschweige denn mit Mädchen im Spektrum, aus. Auf der Homepage stand aber unter anderem Schwerpunkt Autismus.
    Liebe Grüße
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    Hallo.

    Ich habe mich hier angemeldet als meine Diagnostik bereits am Laufen war und habe mich anfangs auch in Vielem wiedergefunden und erstmals das Gefühl gehabt, mitreden zu können und verstanden zu werden.

    Doch je mehr ich hier gelesen habe, desto mehr ist das Gefühl entstanden, auch hier nicht richtig hinzugehören, trotz offizieller Diagnose, die ich aber sowieso nur für mich gemacht habe, um zu schauen, ob ich sie "bestehe" (und mir nun wie ein Betrüger vorkomme).

    Ich habe im Zuge meiner Recherchen zum Thema Autismus meine Fühler mittlerweile auch in Richtung AD(h)S ausgestreckt, auch weil das eine vermutete Mitdiagnose war, die aber bis jetzt nicht getestet wurde.
    Ich erkenne mich in deren Forum auch in einigem wieder, aber eben auch nicht richtig.
    Alles nur so halbe Sachen, nichts Ganzes.

    Nun fühle ich mich in meiner Persönlichkeit ja schon immer zwischen Extremen und total gegensätzlichen Polen zerrissen, das Meiste geschieht auch als ein immerwährender innerer Kampf.

    Möglicherweise ist dies auch der Grund, weswegen ich soziale Probleme habe, weil andere mich nicht richtig einordnen können, weil ich mal so und mal so bin, gegensätzliche Dinge gleichzeitig mag und lebe, quasi zwei oder mehr Gesichter zeige und das selbst nicht so recht einordnen kann.
    Und da Menschen gern in Schubladen denken (ich nehme mich da auch nicht heraus) und einmal getroffene auch am Liebsten so beibehalten möchten (da bin ich wiederum flexibler), macht ihnen ein nicht zuordnerbares Verhalten das Leben mit einem schwer.
    Ein kleiner Versuch der Selbstreflektion.

    Ich bin zum Beispiel übervorsichtig und ängstlich, suche und brauche aber gleichzeitig das Neue und Aufregende, teils auch risikoreiche und fühle mich damit ungemein gehemmt in meiner Art zu sein, weil es sich anfühlt als ob zwei Kapitäne ein Schiff in die jeweils entgegengesetzte Richtung lenken möchten und ich sitze dort in der Mitte und lasse mich schaukeln bis mir schlecht wird. Ich kann das Ruder nicht übernehmen, mal gewinnt der eine, mal der andere, während ich versuche, beide entgegengesetzten Bedürfnisse zu befriedigen – einmal das nach Sicherheit und einmal jenes nach Sensation.
    Ich mag routinierte Aufgaben und hasse es, ein voll vorhersehbares Leben zu haben wo alles gleich ist. Trotzdem soll bitte alles so bleiben wie es ist, aber es darf bitte nicht immer der gleiche Trott sein, denn ich muss dauernd etwas Neues anfangen, neue Interessen, neue Leute, Plätze, Reisen, Essen probieren, mache dann aber trotzdem alles auf die gleiche, einmal erprobte Weise, ausser wenn sie mich grade langweilt, und hasse es, wenn man mir da dreinredet.
    Total.Zerrissen.

    Ich widerspreche in so vielem dem „durchschnittlichen Autisten“, kann mich aber genauso wenig vollumfänglich im AD(h)S Spektrum wiederfinden und fliege somit bei beiden unter dem Radar und gehöre wieder einmal nirgendwohin und werde in keinem davon ganz verstanden, geschweige denn in der Welt der Normalsterblichen.

    Das ist wirklich sooo, so mühsam. Es deprimiert mich, um ehrlich zu sein.

    Ich könnte normal sein, ich könnte mit nur ein wenig mehr Anstrengung normal sein, aber ich komme nicht über diese magische Linie, so sehr ich mich auch bemühe.
    Ich hab das jetzt schwarz auf weiss und es hilft mir aber in keiner Weise, es sagt mir nur, dass alle meine Bemühungen eh umsonst waren, meine knapp verpassten Zieleinläufe auch solche bleiben werden.

    Immer wenn ich dachte, jetzt hab ichs geschafft, wurde ich fallen gelassen, es wurde sich abgewandt, ich bekam komische Stimmungen und Ressentiments mir gegenüber zu spüren und ich wusste nie wieso. Ich habe doch alles getan, um normal mit zu schwimmen.

    Es ärgert mich so sehr, denn es ist definitiv um so viel anstrengender, immer knapp an der Normalverteilungslinie vorbeizuschrammen und niemals drüber zu kommen.

    Immer als Hungriger das dampfende Essen vor der Nase zu haben, jedoch trennt einen eine unsichtbare, unüberwindbare Wand davor, satt zu werden.

    Ja, ich habe definitiv gewisse soziale Probleme und Mühe mit Menschen, aber das haben ja Introvertierte auch. Ich sehe mich auch eher da, obwohl mir nun bewusst geworden ist, was mich anscheinend doch von den normal sozial agierenden Menschen unterscheidet.

    Dass diese nicht bewusst über ihre und die Gefühle anderer Menschen nachdenken und entsprechend agieren, war mir tatsächlich neu. Immer noch völlig unvorstellbar für mich, wie man sich so wenig damit auseinandersetzen mag und dass alles intuitiv ablaufen soll.

    Aber dann lese ich hier von anderen Autisten, dass sie das ebenso wenig interessiert und sie einfachste Stimmungen nicht erkennen und fühle mich wieder in der falschen Welt.

    Denn ich spüre Stimmungen intuitiv, kann aber selten genauso intuitiv darauf reagieren. Ich weiss nur, dass gerade dies und jenes an Gefühl vorherrscht und meist auch, warum diese und jene Person so fühlt (ich kanns mir also logisch aufgrund der Situation herleiten), aber darauf angepasst zu reagieren, ist schwierig.
    Das empfinden dann andere als kalt und arrogant und schon bin ich abgestempelt.
    Und dann erlebene mich diese abstempelnden Menschen wiederum als ein lustiges, dumme Witze reissendes, aufgedrehtes Etwas, das fröhlich mit Jedem ins Gespräch kommt und kommen endgültig nicht mehr darauf klar.
    Und ich fühle mich beschämt in meiner Art. Denn keine davon passt und jede davon bin ich. Glaube ich zumindest, denn wer oder wie ich wirklich bin, das habe ich noch nicht herausgefunden.

    Ich weiss intuitiv, dass ich wohl im Spektrum bin, in beiden wohlgemerkt, fühle mich aber aufgrund der Schilderungen in den entsprechenden Foren trotzdem oft alleine mit meiner Art.

    Das macht fast einsamer, als wenn man sich an die Normalsterblichen anzupassen versucht.

    Ich fühle mich als Alien auf den anderen Alienplaneten.
    Die Reise muss wohl weitergehen.


    Danke jedem, der sich das durchgelesen hat. Ich erwarte nicht wirklich Tipps oder Zuspruch, auch wenn ich mich darüber freue, aber es musste mal irgendwie raus aus meinem Kopf.
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    Ich habe seit etwa einem halben Jahr mit einem bestimmten Kollegen zu tun gehabt, denn er hat mir geholfen, bestimmte Qualifikationen zu erwerben (übrigens rein auf seine Initiative hin). Wir hatten damals auch Privatnummern ausgetauscht und recht viel geschrieben, haben uns auch gut verstanden und sogar zweimal privat getroffen. Nun hat er leider vor drei Monaten Scheiße gebaut (nicht absichtlich), weswegen er erst einige Wochen gar nicht da war und jetzt erst einmal nur im Büro arbeiten darf. An dem Tag, kurz nachdem das passiert war, hatte ich ihn noch angerufen und da meinte er, er meldet sich später. Das hat er aber nicht, und als ich am Abend ansatzweise erfuhr, was passiert ist, habe ich mir gedacht, dass er sich wahrscheinlich länger nicht mehr melden wird (ich nahm an, es wäre ihm unangenehm). Also hatten wir erst einmal gar keinen Kontakt mehr. Die eine Nachricht, die ich ihm geschickt hab (wollte ihn ja nicht zuballern, eine Nachricht reicht), hat er nicht gelesen. Er hat mich also geghostet. Da dachte ich mir, dass er offenbar kein Interesse mehr hat, mit mir zu schreiben.

    Vor ein paar Wochen sah ich ihn dann im Büro wieder, war ganz normal freundlich zu ihm, hab ihn aber nicht gefragt, warum das passiert ist oder warum er sich nicht gemeldet hat etc., nur wie es ihm geht und so. Er selber hat auch ganz normal (soweit ich das beurteilen kann) mit mir geredet. Nun war er vor einigen Tagen offenbar doch wieder online und hat den Chatverlauf gelöscht (bei Telegram geht das). Blockiert hat er mich zwar nicht, aber bestimmt meine Nummer gelöscht. Nun weiß ich nicht, wie ich mit ihm umgehen soll, wenn ich wieder in das Büro muss, wo er sitzt (leider nicht immer vermeidbar), denn jetzt weiß ich ja, dass er mich wahrscheinlich nicht (mehr) leiden kann. Jetzt gäbe es mehrere Möglichkeiten, mit ihm umzugehen:

    1. Ich ignoriere seine veränderten Gefühle und bin einfach weiter normal höflich/freundlich
    2. Ich frage nach, was ich verbrochen habe, dass er einfach unseren Chat löscht
    3. Ich rede nicht mehr mit ihm oder nur das allernötigste und ignoriere ihn komplett


    Mit Möglichkeit 1 würde ich mir selber nicht gerecht werden, denn warum sollte ich freundlich zu jemandem sein, der mich offensichtlich nicht (mehr) mag? Außerdem würde ich ihm wahrscheinlich auf die Nerven gehen, denn wenn er schon unseren Chat löscht, will er sicher auch nicht mit mir sprechen. Möglichkeit 2 und 3 würden ihm aber zeigen, dass ich mir über die Sache Gedanken mache. Das möchte ich auch wieder nicht, er soll nicht wissen, dass ich über ihn nachdenke. Es ist zwar so, dass ich kurze Zeit auch mal Gefühle hatte, aber das weiß er nicht. Inzwischen sind die auch nicht mehr da, die ganze Sache schmerzt also nicht. Ich erlebe es nicht zum ersten Mal, dass jemand nach ein paar Monaten den Kontakt abbricht, das kenne ich sehr gut, aber diesmal tut es wenigstens nicht weh. Beschäftigen tut es mich aber trotzdem :m(:

    Wie würdet ihr da reagieren? Ich versteh halt auch seine Beweggründe nicht, denn ich habe ihm (soweit ich weiß) nichts getan und kann auch nichts für seinen Fehler. NTs sind so undurchschaubar... :nerved:
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    Hallo,
    ich habe gestern einen Test gemacht, da ich gerne den Persönlichkeitstyp "Logiker" der 16 Personalities
    "überprüfen" wollte.
    Screenshot_20201015-211233.png
    Screenshot_20201015-211259.png

    Ich habe einen Test gemacht auf :
    keys2cognition.com/explore.htm

    Your Cognitive Development Profile:

    Cognitive Process Level of Development (Preference, Skill and Frequencyof Use)

    extraverted Sensing (Se) (14.6) unused
    introverted Sensing (Si) (45.3) excellent use
    extraverted Intuiting (Ne) (36.4) excellent use
    introverted Intuiting (Ni) (24) limited use
    extraverted Thinking (Te) (27.4) average use
    introverted Thinking (Ti) (48) excellent use
    extraverted Feeling (Fe) (10.9) unused
    introverted Feeling (Fi) (34) good use

    Summary Analysis of Profile
    By focusing on the strongest configuration of cognitive processes, your pattern of responses most closely matches individuals of this type:
    INTP

    Lead (Dominant) Process
    Introverted Thinking (Ti): Gaining leverage (influence) using a framework. Detaching to study a situation from different angles and fit it to a theory, framework or principle. Checking for accuracy. Using leverage to solve the problem.

    Support (Auxilliary) Process
    Extraverted Intuiting (Ne): Exploring the emerging patterns. Wondering about patterns of interaction across various situations. Checking what hypotheses and meanings fit best. Trusting what emerges as you shift a situation’s dynamics.

    The Four TemperamentsCorresponding best-fit temperaments based on your profile:
    Theorist; secondly Stabilizer; then Improviser; and lastly, Catalyst.


    Vielleicht hat ja noch jemand Lust darauf.

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