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    Heute haben wir ein besonderes Anliegen an euch. Es geht um ein neues Buchprojekt: Dass unser Buch, "Risse im Universum", herausgekommen ist, ist ja schon eine ganze Weile her. Zeit für was Neues, dachten wir ...
    Und so entstand die Idee von Aspies e.V. und Silke Lipinsi (ebenfalls Mitglied von Aspies e.V.), einen Sammelband mit Texten von und für AutistInnen zusammenzustellen und als Buch herauszubringen. Ihr alle seid herzlich zum Mitmachen eingeladen.
    Genaue Infos zu unserem neuen Projekt und wie ihr eigene Textbeiträge einreichen könnt, findet ihr in unserem Schreibaufruf: aspies.de/index.php
    Wir würden uns freuen, wenn ihr mitmachen würdet.

    Vorstand von Aspies e.V. und Silke Lipinski
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    Gibt es schon einen oder habe ich da eine Marktlücke entdeckt?

    Ich habe früher praktisch ausschließlich schwarz getragen, um neutral und seriös zu wirken. Aber da hieß es dann, "der ganz in schwarz", es war also auffällig.

    Also habe ich Weiß mit ins Spiel gebracht, z.B. schwarze Schuhe, schwarze Hose, weißes T-Shrt. Vermutlich war das okay, aber who knows.

    Nun hatten wir Hitze und ich habe - so dachte ich - logischerweise alles in weiß getragen, da ich die Sonne nicht noch zusätzlich provozieren wollte. Weiße Leinenschuhe, weiße Socken, weiße Leinenhose, weißes T-Shirt oder weißes Hemd. Und um die Frage vorwegzunehmen: ja, natürlich habe ich auch Unterwäsche getragen.

    Ich halte das eigentlich für funktional und schlicht, aber nun heißt es "ganz in weiß" und der schwule Somalier strahlt und gibt mir einen Daumen hoch :thumbup: fragt mich ob ich Kinder, Frau, Freundin habe...

    Danke, Danke, aber eigentlich will ich doch gar nicht auffallen. Keine Ahnung, warum die anderen bei diesem Wetter nicht auch einfach alles in weiß tragen. Vielleicht hält man mich nun für einen Guru oder wahrscheinlich zumindest für jemanden, der gerne auffallen möchte.

    Ich verstehe nicht, welche Farben ich nun an welcher Stelle wo einfügen muss, damit ich nicht auffalle und wofür die dann möglicherweise stehen. Ich kann zwar wieder schwarze Schuhe anziehen, aber ob dann die weiße Leinenhose noch dazu passt oder ich damit wieder auffalle, das weiß ich doch nicht. Aber warum sollte ich bei diesem Wetter überhaupt etwas schwarzes anziehen. Muss ich mich für eine andere Farbe entscheiden, z.B. grün und wenn ja, woher weiß ich ob das zu mir passt?

    Wie macht ihr das?

    Lernt ihr sowas in der Autismus-Therapie?

    Habt ihr einen Kleidungsstylisten, der euch berät?

    Habt ihr Klamotten und Mode zeitweise als SI betrieben?

    Oder ist es euch egal bzw. fallt ihr gerne auf oder versteht ihr diese Kleidungscodes gar intuitiv?
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    Hallo,

    von vielen Autisten habe ich schon gehört, dass sie sich immer an die Regeln halten und sich über andere ärgern, die das nicht machen.
    Bei mir stelle ich allerdings fest, dass ich ein extremes Problem mit Regeln habe, die ich unlogisch finde. Ich verstoße manchmal bewusst,
    oft jedoch unbewusst dagegen, da ich mir selbst Gedanken zu einem Sachverhalt mache und dann danach agiere.
    So einen Vorfall hatte ich heute auf der Arbeit. Es sah dann für die anderen so aus, als wäre meine Handlung verantwortungslos gewesen,
    aber das ist nicht der Fall. Ich habe alles abgewägt und mich daraufhin für eine bestimmte Handlung entschieden. Natürlich werde ich es nicht
    mehr machen, da nicht regelkonform. Ttrotzdem glaube ich, dass mir ähnliche Situationen immer wieder passieren können.
    Möglicherweise liegt es daran, dass ich einen sehr hohen IQ habe und dadurch vieles hinterfrage und zu viel selbst denke?

    Kennt das jemand von euch?
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    Hallo,

    ich wage mich auch mal mit einer Frage in den Raum...

    Ich bin seit 2010 nicht mehr arbeitsfähig und seither zu 100% verrentet.
    Diagnosen sind u.a. neben AS, Depressionen, Angst- und Panikstörung, multiple PS inkl. Borderline-Anteil. Weiter leide ich unter Schmerzen und Sehstörungen, sowie immer wieder mal Herzrasen mit Puls über 180 und Schmerzen in der Brust (dann kann ich gar nichts mehr machen).

    Ich gehe kaum raus, weil ich das nicht wirklich ertrage unter Menschen zu sein bzw. gehe nur raus für das notwendigste - sprich: Lebensmittel einkaufen und Hundespaziergänge (allerdings möglichst an Orten, wo keine oder nur wenig Menschen sind). Arztbesuche o.a. lasse ich am liebsten sein resp. schiebe sie so lange vor mir her, bis es nicht mehr geht. Nach Möglichkeit fahre ich mit dem eigenen Auto immer so weit wie möglich ans Ziel, um nicht all zu sehr mit der Welt da draussen konfrontiert sein zu müssen. Zu manchen Ereignissen brauche ich eine Begleitung - wie z.B. zur letzten psychiatrischen Begutachtung für die Verrentung (die ist aber eigentlich auf Dauer bis zum endgültigen Renteneintrittsalter der Altersrente). Das heisst, Termine, die für mich zu stressig sind, weil ich oft Angst vor der Situation und den Menschen habe, kann ich kaum alleine wahrnehmen. Ebenso wenn ich mal ÖV fahren muss, stehe ich total unter Stress (das löst dann oft Übelkeit und Durchfall aus).

    Ich habe nun im Juni d.J. einen Schwerbehindertenausweis beantragt und zwar dringend rückwirkend aus steuerlichen Gründen. Als mögl. Merkzeichen habe ich angekreuzt G, aG sowie B.
    Nach nur 4 Wochen bekam ich den Feststellungsbescheid.

    Rückwirkend ging schon mal gar nicht (frage mich, warum sie das dann im Antrag als Möglichkeit vorgeben?).

    Erhalten habe ich einen GdB 60, jedoch ohne Merkzeichen. Gehofft hatte ich entweder auf einen höheren GdB oder wenigstens das Merkzeichen G, um meine Fahrten steuerlich absetzen zu können, die ich ja immer möglichst nah zum Ort zu dem ich möchte/muss machen muss.

    Im Bescheid selbst steht u.a.:

    Die Entscheidung GdB 60 berücksichtigt die Funktionsbeeinträchtigungen "Seelische Störungen, Asperger Syndrom, Schmerzsyndrom und Sehstörungen".

    Voraussetzungen für Merkzeichen G (erheblich Gehbehindert) lägen nicht vor, da ich in meiner Bewegungsfähigkeit im Strassenverkehr nicht erheblich beeinträchtigt wäre.
    Merkzeichen B läge auch nicht vor, da ich bei der Benutzung von ÖV infolge meiner Behinderung nicht regelmässig auf fremde Hilfe angewiesen wäre. Das wäre man nur, wenn man in Orientierung und Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt wäre und zu diesen Personen würde ich nicht gehören.

    Die Angst- und Panikstörung steht gar nicht im Bescheid als sog. Gesundheitsstörungen - wurde dann wohl auch nicht berücksichtigt.
    Es wurden nur "Depressive Störungen, AS, Funktionsstörungen der Wirbelsäule, Muskelschwäche / - beschwerden und Magenbeschwerden sowie Darmbeschwerden" berücksichtigt bei der Bewertung der Funktionsbeeinträchtigungen (also: seelische Störungen, AS, Schmerzsyndrom und Sehstörungen).

    Die leidensbedingt üblichen seelischen Begleiterscheinungen oder Schmerzen sind im GdB bereits berücksichtigt, heisst es im Bescheid weiter.

    Nun die Frage: Lohnt sich ein Widerspruch?
    Ich habe an einigen Stellen gelesen, dass der GdB nach Widerspruch oft erhöht wurde.
    Andererseits lese ich aus manchen Beiträgen hier heraus, dass mein GdB 60 wohl für einen Erstantrag schon recht hoch ist.

    Nach der Versorgungsmedizinischen Verordnung wiederum heisst es jedoch, dass mit schweren sozialen Anpassungsschwierigkeiten der GdS 80 – 100 beträgt und:
    Schwere soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integration in Lebensbereiche auch mit umfassender Unterstützung nicht möglich ist.

    Ich wurde zu 100% verrentet, da ich nicht mehr ins Berufsleben integrierbar bin, weil AS, weil zu schnell am Anschlag und müde, gestresst, mit Magen-Darm-Problemen usw.
    Läge insofern nicht genau diese Situation für einen GdB von wenigstens 80 vor?

    Vielen Dank schon mal fürs Lesen und vielleicht auch die eine oder anderes Idee :)
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    Hallo, ich habe das Problem das ich immer mehr medial ausgegrenzt werde. Was ich damit meine möchte ich euch erklären:

    Mein Anbieter kündigt mir z.B. demnächst meine Prepaid Simkarte, wenn ich nicht alle 15 Monate mindestens 10€ Geld auflade. Ich verbrauche aber nur 3-4€ Guthaben im Jahr. Ich habe das Handy nur für unterwegs, damit ich im Notfall jemanden erreichen kann und verbrauche daher nicht mehr. Andere Anbieter haben das selbe Prinzip, oder eine Mindestgebühr von 5€ im Monat, zusätzlich zu dem was man verbraucht. Für mich sind 60€ im Jahr für nichts viel Geld, weil ich nur sehr wenig Rente bekomme. Deshalb wollte ich extra Prepaid, wo ich nur die Kosten habe die ich verbrauche.

    Ohne Handynummer kann ich auch bei vielen Anbietern nicht Mal eine E-Mail Adresse registrieren. Ich kann die meisten Messenger nicht nutzen um mit Bekannten und Familie zu chatten. Ich kann nicht mehr alleine weiter weg gehen, weil ich im Notfall niemanden erreichen kann. Als ich mich versuchte in einem sozialen Netzwerk anzumelden, um mich dort in Gruppen mit anderen auszutauschen und vielleicht Kontakte zu finden, wäre das auch nur mit einer Handynummer möglich gewesen. Ich wurde dort dann aber sowieso automatisch gesperrt, weil ich für ein Fake Profil gehalten wurde da ich keine Freunde hatte.

    Ich fühle mich durch solche Hürden ausgegrenzt, überall ist von Teilhabe und Eingliederung in die Gesellschaft die Rede. Für mich bedeutet Teilhabe aber zum Beispiel auch, das ich per Messenger oder E-Mail ohne Hürden oder Probleme Kontakt zu anderen Menschen haben kann. Weil ich mit Telefonieren oder realen Kontakten Probleme habe. Alleine außer Haus Dinge erledigen zu können, aber mit der Sicherheit im Hintergrund das ich im Notfall Hilfe anrufen kann, hat für mich mit Selbstständigkeit zu tun.

    Davor hatte ich noch eine Prepaid Simkarte von 2002 die hatte diese Regelung nicht mit der Pflicht Geld aufzuladen. Aber die wurde irgendwann deaktiviert und ich musste wechseln. Ich wollte das Thema ansprechen, weil es mich überfordert.

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