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    Hallo zusammen,

    mir ist heute echt was blödes passiert. Die Mutter meiner Frau starb vor genau 10 Jahren. Ich hatte den Todestag bis heute nicht in meinem Kalender gespeichert (das habe ich jetzt nachgeholt) und würde auch sagen, dass das nie so ein besonderes Thema war. Heute hat mir meine Frau aber klar zu verstehen gegeben, dass Sie sich da irgend eine Form der Unterstützung erwartet hätte. Ich habe jetzt die ganze Fahrt zur Arbeit dazu genutzt, über die Sache nachzudenken und stelle nach wie vor für mich fest, dass ich mit dem Konzept von Trauer einfach nichts anfangen kann. Meine Frau hat es da allerdings auch schwer erwischt. die Mutter verstarb mit Mitte 50, der Vater verstarb mit Anfang 60. Ich weiß, dass man in der Psychologie davon ausgeht, dass es verschiedene Trauerphasen gibt, die man so durchläuft und ich vermute, dass meine Frau da irgendwo drin stecken geblieben ist. Ich meine, dass ist jetzt 10 Jahre her, die Mutter war lange schwer krank und Eltern sterben nun einmal vor den Kindern (idealerweise). Ich kann da jetzt für mich das Problem nicht entdecken und kann mich auch mit ganz viel reinsteigern nicht in die Lage meiner Frau versetzen, was sicherlich den Konflikt ausmacht.
    Wie geht ihr denn mit Trauer um und was sind Eure Erfahrungen mit Nichtautisten und deren Umgang mit Trauer. Wie kann man sich da korrekt verhalten? Ich meine die Mutter ist ja heute nicht mehr tot als gestern oder morgen. Für mich ist das so ein bisschen traurig sein mit Ansage, getreu dem Motto: "Heute ist der Todestag und dann bin ich jetzt aber extra nochmal traurig." Ist irgendwie wie Karneval - Fröhlich sein auf Kommando werde ich auch nie nachvollziehen können.
    Meine Frau sagt immer zu mir, dass ich mal schrecklich weinen werde wenn meine Eltern sterben und ich denke mir immer so: "Ne wieso? Über den Tod kann man nicht verhandeln und er wird eintreten." Klar wäre ich auch traurig, aber meiner bisherigen Erfahrung nach nur relativ kurz und dann wär das für mich auch in Ordnung. Das Mein Leben geht schließlich weiter.
    Was anderes wäre es, wenn mein Sohn stirbt bevor ich sterbe. Das wäre sicherlich sehr schrecklich - aber solange die "normale" Reihenfolge eingehalten wird, finde ich das nicht so problematisch.

    Bin gespannt auf die Diskussion.

    Viele Grüße
    Chris
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    Hallo zusammen,

    bei den AQ-Fragen (Autismusquotient 50) gibt es zwei Fragen, welche davon handeln, ob man 1. von Nummern und 2. von Daten fasziniert sei.

    Ich kann mir Daten gut merken, gebe diese auch häufig an, wenn ich etwas erzähle. Meine genauen Zeitangaben wurden bereits als "auffällig" bezeichnet. Als ich jünger war, wollte ich, dass an bestimmten Daten bestimmte Dinge "passieren". Interessant finde ich es, wenn es Daten gibt, an denen sich mehrere historisch relevante Sachen erreignet haben.

    Ich bin auch gut darin mir Zahlenfolgen zu merken (Einkaufsbeträge z.B). Als Kind hatte ich eine Lieblingszahl. Ich zähle auch manchmal Treppenstufen oder einfach so, wenn ich auf etwas warte (wie das Grünwerden einer Ampel).

    Aber ist das eine Faszination? Ich denke nicht ständig an bestimmte Nummern oder Daten und "verzaubert" fühle ich mich auch nicht davon. Mir kommt das Wort "Faszination" zu stark vor.

    Was denkt ihr? Kann jemand definitiv sagen, dass er von Nummern oder Daten fasziniert ist und wie sich das äußert, sodass ich die Frage vielleicht besser bewerten kann?
    Danke.
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    Ich habe festgestellt, dass ich stark von Zolpidem abhängig geworden bin. Ich habe es im Novenber 2018 erstmals bekommen. Schlaf war nicht möglich -> Zolpidem 10mg half... anfangs. Mittlerweile muss ich über 30 mg nehmen, um müde zu werden. Wenn es nicht wirkt (das ist am Tage über so), bin ich schwer depressiv und möchte nicht am Leben sein! Zudem habe ich eine Kreuztoleranz zu Diazepam festgestellt. Das kann ich am Tage nehmen, um nicht so depressiv zu sein, allerdings erhöht sich mein Konsum dadurch ja weiter (inklusive Toleranz).

    Ich weiß nicht, wie ich davon loskommen soll und habe ein echtes Problem...
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    Ihr Lieben,

    es ist etwa 1,5 Jahre her da gab es eine Umfrage in der Firma wo ich - aktuell noch - arbeite. Da hab ich angegeben, ich würde gern bis zur Rente bleiben. Der Job machte mir Spaß, das drumrum ließ sich aushalten und was anderes kann ich nicht (denkt man eh immer), also wollte ich da bleiben.

    Nach dieser Umfrage kam der große Umbruch in der Firma - ein Großkunde sprang ab, die Hälfte der Belegschaft musste gehen. Um meinen Arbeitsplatz hatte ich nie Angst, denn ich bin gut ihn dem was ich tue. Eine Abteilung war besonders von der Kündigungswelle betroffen - und übrig blieben die Vorrentner, die die anderswo keinen Job mehr bekommen würden. Ist an sich auch sozial korrekt - wenn diese Menschen es Wert wären sie zu behalten. Allerdings wird da offen zelebriert dass sie eh nicht mehr lange bis zur Rente haben und die Zeit noch irgendwie rumbringen würden. Diese Menschen bremsen jetzt den allgemeinen Betrieb und vor allem - den Kollegenzusammenhalt extrem aus.

    Meine Abteilung verstand sich immer gut, wir sind das einzige Team was funktioniert, arbeiten will, die Firma erhalten will. Der Rest will nicht, hat ja nicht mehr lange zu arbeiten. Durch den Druck der da intern entsteht drohte auch unsere Abteilung zu kippen. Denn wenn sämtliche Leute sich Mühe geben bis zum Umfallen und der Rest das nicht tut, schwingt der Frust einfach irgendwann zu einem selbst zurück. So fühlte ich mich zunehmend unwohler in der Firma. Warum komme ich mit guter Laune, wenn sie mir beim Betreten der Firma gleich wieder vergeht.... warum gebe ich mir mit meinen Kollegen Mühe, wenn die anderen gähnend warten bis der Tag rumgeht.

    Was mir auch klar war, ich muss aus der Branche raus. Diese Branche wird in den nächsten Jahren noch allgemein mit Umbruch zu kämpfen haben (Stichwort Digitalisierung), wer weiß wo man in der Zukunft ankommt. Das sagt das Engelchen auf meiner Schulter: Such dir was anderes. Und es gibt das Teufelchen: Bleib da, du hast deinen Rhythmus, deinen Tagesablauf, du kennst die Kollegen, fang nicht wieder von vorne an.

    Das Engelchen hat gewonnen, an einem Tag hab ich innerlich abgeschlossen mit dem Job und mich auf die Suche was ganz anderem, neuen gemacht. Hab zufällig im Netz eine Firmenhomepage gefunden wo ich gerne arbeiten würde, weil es mich interessieren würde. Ich hab aber keine Ausbildung die mich befähigt dort zu arbeiten. Trotzdem hab ich mich beworben obwohl es keine Stellenanzeige für mich passend gab - versuchen kann man es ja. Meine Hoffnung war gering. Drei Tage nach der Bewerbung erhielt ich einen Anruf vom Chef, eine weitere Woche später hatte ich das Vorstellungsgespräch und gleich den Vertrag in der Hand. Der Chef dort hatte sich die Mühe gemacht meine bisherigen Fähigkeiten in seinen Betrieb einzubinden und daraus einen Job für mich kreiert. Ich kann dort einen kleinen Teil meiner bisherigen Berufsfähigkeiten nutzen, aber auch das tun was ich bisher immer gern tun wollte, es mangels Ausbildung aber nicht kann.

    Ich halte die Beschreibungen bewusst sehr vage, ich habe einfach keine Lust dass irgendwelche Arbeitskollegen, egal ob neu oder alt, mich in dieser Beschreibung wieder finden. Die neuen wissen nichts von Aspergerverhalten und es kann gut sein dass sie es auch gar nicht so merken werden. Meine neuen Kollegen sind in der Anzahl wesentlich mehr als meine alten, man hat keinen so intensiven Kontakt wie früher. Ich arbeite zum Großteil Eigenverantwortlich, so dass ich nicht ständig Leute um mich habe.

    Mit dieser Geschichte möchte ich Mut machen. Es ist möglich sehr schnell Arbeit zu finden, die noch dazu nicht als Stellenangebot offen angeboten wird. Ich habe niemals damit gerechnet, dass ich per Zufall so eine Möglichkeit finde. Finanziell mache ich nur in der Probezeit ein wenig Abstriche. Es gibt doch manchmal noch Chefs, die sich die Mühe machen auch über den Tellerrand zu schauen und Leute, die sich initiativ bewerben, auch einzustellen, wenn sie fähig erscheinen. Ich möchte von mir behaupten, dass ich äußerst fähig bin, schnell neues lerne und große Eigeninitiative habe. Das muss man nur vernünftig kommunizieren können, dann kann es wohl klappen.

    Das Bewerbungsgespräch an sich war erstaunlich gut. Ich war natürlich total angespannt vorher, bis dieser kleine ältere Mann mich mitnahm. Der dann so überaus natürlich, ganz ohne "Chefbesenstiel" im Hintern (Erklärung: diese Haltung, die viele Chefs haben, dieses korrekte, übertriebene, überhebliche...). Er war ganz natürlich und mit älteren Menschen komme ich sowieso besser klar, wir verstanden uns gut, das mit dem Augenkontakt klappte bestens (tut es meistens, wenn ich die Leute nicht kenne, aber weiß dass es um was geht).

    Eigentlich bin ich ziemlich stolz darauf, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Jetzt habe ich noch ein bisschen Zeit in Ruhe die alte Arbeit zu Ende zu bringen, meine Person da langsam rauszunehmen, anderen Leuten meine Arbeit zu überlassen. Aber ich freue mich auf meinen ersten - neuen - Arbeitstag.
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    Ich weiß nicht, ob es hier reingehört aber es hat etwas mit meiner Unflexibilität, und dem schwierigem Umgang mit allem was neu ist zu tun.
    Somit gehört es eigentlich in diesen Bereich.
    Es geht darum, dass meine Bank- wie viele ander Banken und Sparkassen denke ich auch, mir die Kontoauszüge gestrichen hat.
    Auf dem letzten Auszug den ich gezogen habe stand, dass mir als Kunde des Online Banking, die Auszüge auf Papier nicht mehr zustehen.
    Dafür würde es jetzt die sog. Postbox geben, auf der ich meine Auszüge online betrachten könne.
    Für mich ist das ein Schock. Ich war immer ein gewissenhafter Sammler von Auszügen, hatte immer für 3 Jahre in petto.
    Auch frage ichmich, und das ist eigentlich meine größte Sorge, was jetzt eigentlich ist, wenn ich irgendwo irgendwelche Ausüge vorlegen müsste.
    Ob Beantragung von Wohngeld, Sozialhilde oder ASB- überall dort wären Auszüge gefragt. Soll ich mir die demnächst selbst ausdrucken zum Vorlegen..?
    Ich denke mir, dass es den Banken genau darum geht, die wollen die Kosten des Ausdruckes auf die Kunden abwälzen.

    Wie geht es euch damit- fällt es euch auch schwer auf Auszüge zu verzichten, oder fandet ihr das schon lange "altmodisch"?
    Und machen das eigentlich alle Banken und Sparkassen so?

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