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    Weil ich selbst gerne schreibe, habe ich mir die Frage gestellt, inwiefern sich in meinen Geschichten/ Schreibversuchen schädliche Vorurteile über Autismus und auch andere Minderheiten wiederfinden, natürlich ungewollt, aber nichts desto trotz. Man kann natürlich nie alle Menschen zufrieden stellen und es wird immer Personen geben, die sich falsch dargestellt finden, mir geht es eher darum, grobe Fehler zu vermeiden und verschiedenen Meinungen zu hören bzw. zu lesen.

    Deswegen: welche Darstellungen/ Vorurteile in Medien findet ihr ärgerlich bis schädlich und wie würdet ihr euch wünschen, dass Menschen im Spektrum abgebildet werden? Gerne mit positiven Beispielen aus Büchern und Filmen (bezogen auf den fiktiven und nicht auf den dokumentarischen Bereich).
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    Spezielle Bewußtseinszustände
    ich würde gerne wissen, ob ihr auch die weiter unten beschriebenen Bewustseinszustände kennt bzw. ob sie etwas mit Autismus zu tun haben. Möglicherweise kennt ihr auch wissenschaftliche publikationen zu den Themen:
    Meditativer Zustand
    Mir fällt es etwas schwer den besagten Bewußtseinszustan genau zu beschreiben. Er trat insbesondere in Zusammenhang mit anstrengen sozialen Situationen auf. Dies war insbesondere während meiner Schulzeit der Fall. Wenn ich nur mit starker Anstrengung konzentriert dem Unterricht folgen konnte, driftete ich oft zu einem bestimmten Zeitpunkt weg - diesbezüglich vielleicht mit Sekundenschlaf vergleichbar. Ich war zwar noch körperlich anwesend, jedoch habe ich von meiner Umgebung nichts mehr mitbekommen. Ich hatte auch keine konkreten Gedanken - in gewisser Weise also eine Art meditativer Bewußtseinszutand. Als mir dies bewußt wurde, konnte ich wieder in meinen "normalen" Bewußseinszustand wechseln und dem Unterricht wieder folgen.

    Unfähigkeit Gedanken zu äußern
    In gewissen Situationen bin ich nicht in der lage meine Gedanken zu äußen. Die ist der fall obwohl ich nicht durch stress, Overload oder anderer Störfaktoren beeinträchtigt werde. Dieser zustand hält immer nur sehr kurz an, ist aber sehr störend und irritieren, da ich zu diesem Zeitpunkt zwar alles Mitbekomme, aber nicht intervenieren kann. Als etwas unpassender Vergleich fällt mir diesbezüglich nur ein Wachkomaartiger Zustand ein. Auch dort kann man allen Geschehnissen der Umgebung folgen und eigenen Gedanken nachgehen, ohne jedoch reagieren zu können.
    Neben Autismus könnte dies auch mit der Tatsache zu tun haben, dass ich ursprünglich Linkshänder bin und in meiner frühen Kindheit "umgeschult" wurde. Obwohl ich nun Rechtshänder bin, weist mein Gehirn ja weiterhin die Organisationstruktur für Linkshändigkeit auf.
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    Hallo zusammen,

    Ich schreibe euch hier, weil ich irgendwie nicht ganz die typische Asperger Autistin bin, oder die klassische Hochsensible.

    Irgendwie fühle ich mich wie eine Mischform aus beiden.

    Um dies zu erläutern muss ich ein wenig ausholen:

    Im Kindergarten bin ich z.B. aufgefallen, da ich nicht mir anderen Kindern gespielt habe, an keinem Gruppenaktivitäten teilgenommen habe, geschweige denn reagiert wenn man mich namentlich angesprochen hat.
    Jedoch wollte ich eigentlich in Bindung treten, doch wusste ich nicht recht, wie ich in sozialen Situationen reagieren bzw. agieren sollte. Ich habe anderen Monologe gehalten, über das was mich interessiert hat. Das fanden andere Kinder natürlich potenzielle eher unspannend.

    Ich bin ein sehr Feinfühliger und sensibler Mensch, spüre sofort wenn etwas nicht stimmt, jemand z.B. eine Abneigung mir gegenüber hat, oder andere Emotionen verspürt. Ich spüre es nach, als wären es meine eigenen Emotionen. Ich habe keine Probleme damit Emotionen in anderen Gesichtern zu erkennen.
    Und doch, nehme ich Aussagen wörtlich und es fällt mir schwer Ironie/ Sarkasmus und andere Doppeldeutigkeiten zu verstehen. Ich wurde damit schon sehr oft in meinem Leben verarscht.

    Meine eigenen Emotionen äußern sich sehr deutlich und überschwänglich, bei Freude quietsche ich, springe gerne und wedel auch mit den Händen ab und zu. Andere Emotionen wie Trauer und Wut kommen auch schwallartig und ich hatte schon richtige Ausbrüche in meinem Leben.

    In meinen Grundschulzeugnissen steht, dass ich zwar an anderen Kindern interessiert war, jedoch die Regeln des sozialen Miteinander nicht verstanden oder richtig wahrgenommen hatte.
    Ich habe früh sehr viel beobachtet und so konnte ich mir auch Verhaltensweisen aneignen, die mich sehr weitergebracht haben. Ich bin unsichtbar in der Grundschule mitgelaufen und habe auch eine sehr gute Freundin dort kennengelernt, die ebenfalls anders war.

    In der weiterführenden Schule ändert sich jedoch vieles. Als die Mitschüler begannen beziehungen einzugehen, sich umarmten und küssten, da habe ich mich rausgezogen. Ich habe das nicht nachvollziehen können. Es hat mich geekelt. Ich war kein Fan von Körperkontakt.
    Ich wurde zum Mobbingopfer. Dabei wollte ich in Bindung treten und ein paar wenige Freunde haben, die ich in der Zeit alle verloren hatte.

    Ich habe Ticks, die mir helfen mit den vielen Reizen und Eindrücken um mich herum unzugehen. Ich habe meist Kopfhörer auf, um die vielen störenden Geräusche auszublenden und ziehe mich aus sozialen Situationen immer wieder zurück, um in einem Raum für mich alleine zu tanzen. Wenn ich trinke, dann schlucke ich im Takt und knete dabei den Deckel wie einen Antistressball.

    Wenn bei einer Klausur irgendwo ein kleines Geräusch zu hören war, schnellte mein Kopf gleich hoch, während die anderen unbeeindruckt weitergeschrieben haben.

    Tatsächlich habe ich nach der weiterführenden Schule gemerkt und durch neue, gute Freunde beigebracht bekommen, wie schön es sein kann jemanden zu umarmen, den man wirklich gerne hat.
    Ich komme klar, spiele Klavier, komponiere eigene Musik und kann meine Gefühle dort am besten vermitteln. Ebenso in meinen Kunstwerken, Poesie und kreatives schreiben. Ich interessiere mich für allerlei Dinge und mir fällt es nicht schwer neue Sachen zu lernen.
    Oft wurde ich als fanatisch oder exzentrisch bezeichnet, denn wenn ich Interesse an etwas gefasst habe, dann habe ich alles exzessiv eingesaugt. Dann wusste ich in kürzester Zeit was ich wissen oder können wollte und war zufrieden. Doch einiges mache ich wirklich seit Jahren, wie meine Musik, Kunst etc.

    Meine Familie mütterlicherseits ist auffällig was Asperger, generell das Autismusspektrum, angeht, jedoch auch für eine hohe Sensibilität teilweise. Wenn ich verschiedene Familienmitglieder anschaue, ist mein Onkel atypischer Autist, mein großer Bruder als Asperger Autist mit ADS, meine Mutter ebenso Aspi mit ADS und ich? Ich steche mit meiner extremen Feinfühligkeit und Hochsensibilität dabei irgendwie heraus. In Familienrunden bin ich diejenige, die eingreift wenn mein Bruder nicht realisiert hat, das er mit seiner Aussagen jemanden verletzt hat. Mein Bruder kann nämlich nicht nachempfinden, was andere Menschen fühlen.

    Genetik ist super interessant, mein Opa war Hochsensibel und hatte wie ich auch das absolute Gehör und war sehr musikalisch.

    Irgendwie sehe ich mich als eine Art Mischtyp, zumindest habe ich von beiden Seiten Eigenschaften, oder ich bin Hochsensibel mit autistischen Zügen, ich weiß es nicht.
    Mein IQ ist gemessen und überdurchschnittlich.

    Ich komme mitlerweile sehr gut klar, ich habe die regeln des sozialen Miteinander fast perfektioniert und so empathisch wie ich bin, glaubt mir keiner was es für ein steiniger Weg war, dass es heute so ist wie es ist.
    Ich reflektiere jedoch ständig, weil irgendwo ist eben nicht dieses intuitive, was Normalos im sozialen Miteinander haben, dass sie einfach wissen wie es besser funktioniert und ich mich immernoch dabei ertappe, wie ich über gesagtes und Handlungen intensiv nachdenke und reflektiere.
    Was auch wieder paradox ist, weil Gefühle wahrnehmen stellt mich vor keine Herausforderung.

    Ich habe ein paar Freunde, bzw. enge Bezugspersonen für mich gefunden, die mir unheimlich viel bedeuten.

    Was meint ihr dazu?
    oder zu dem Gedanken das ich ein wenig gemixt sein könnte?
    Oder ob Aspis durchaus auch so feinfühlig sein können? (gegen das Klischee des unempathischen Autisten, was ich so nicht unterschreiben wollen würde)
    oder ich eher Hochsensibel mit Autistischen Zügen bin?

    In ein echtes Diagnostikverfahren mag ich mich nicht mehr begeben, ich habe da eine Geschichte hinter mir, die nicht schön war und in sowas kriegen mich keine zehn Pferde mehr.

    LG Emma
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    Falls jemand dazu Threads oder bessere Stichworte kennt, bitte gern verlinken / nennen.

    Wenn ich manchmal schon halb mit einem Bein in einem Meltdown stehe, z. B., weil es wieder zu laut ist und / oder unter sonstigem Stress noch jemand eine Handlung von mir fordert, reagiere ich unter vertrauten Leuten oftmals gereizt mit einer Art STOP-Ruf.
    Fahre aber dann noch nicht völlig runter (RW). Mehr wie so ein Warnton, mitunter verzerrt, von Windows, wenn man zu oft auf etwas geklickt hat, das entweder noch nicht vollständig geladen oder überladen ist. Mit folglich teilweisem Einfrieren (RW).

    Z. B. bereite ich mich mental auf eine nicht-leichte Handlung vor, die ich gleich ausführen will, und jemand unterbricht mich darin, egal was, dann muss ich mich noch mal von vorne mental drauf vorbereiten. Sonst gehe ich gefühlt stolpernd in die Sache (RW), und es regt mich auf, dass ich das jetzt nicht genauso in Ruhe denken konnte, wie ich das wollte.

    Manchmal sage ich dann zu den anderen, - es geht erst dann weiter, wenn ihr mir jetzt die benötigte Ruhe lasst, wie ich sie brauche. Bin dann manchmal wie so'n Stier.

    Wie, als wenn ich lange Anlauf nehmen muss um mich auf manches vorzubereiten, dass das in Fahrt kommt (RW), vermutlich weil ich viele Details dazu berechne / durchgehe. Und ich will das im Ganzen haben (RW), - nicht unterbrochen werden während einer mentalen Vorbereitung.
    Und wenn ich manchmal nicht wieder reinfinde (RW), bin ich dann mindestens für ein paar Minuten richtig sauer. Manchmal bin ich dann auch so überreizt, dass ich einen Schlafdrang kriege.

    Außerhalb, wo ich mich entweder nicht traue, so zu reagieren, oder wegen noch mehr reizen, anfangs weniger kann, gehe ich dann oft zerstreut wo rein (RW), und dann bin ich oft verpeilt. Oder merke während der Handlung, dass ich eigentlich doch nicht bereit bin, und krieg dann manchmal in oder nach einer Situation einen Meltdown.


    Meine Mutter ist auch so, wen wir z. B. irgendwo hinmussten. Dann brauchte sie am längsten, bis sie sich mental und organisatorisch drauf vorbereitet hat, wobei sie wie ich bei Ausflügen auch immer an alles denken muss. Und wenn man sie dann nervte, dass sie zu lange braucht, wurd sie gereizt und sagte auch STOP, und wir das so nur verlängern. Sie kann so nicht losgehen. Wir müssen sie noch eben kurz in Ruhe lassen. Dass es sonst nur länger dauert, wenn wir jetzt nicht da weggehen. Mir geht es auch so.
    Und das Erst bereit-sein-müssen kenne ich auch von meinen Kindern. Auch als sie noch nicht reden konnten.


    Kennt das jemand?
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    Nach sieben Jahren ohne Reisen bin ich jetzt für mehrere Tage nach Pilsen gefahren und habe erst einmal am Anfang gemerkt, wie der komplette Wegfall meiner Tagesstruktur mir zu schaffen machte, ich konnte etwa die bereits gebuchte Führung einer Brauerei nicht wahrnehmen oder die schöne Altstadt besichtigen.
    Allerdings habe ich auch nach zwei Tagen gemerkt wie sich mein Verstand von sämtlichen Strukturen und den Zwängen, welche ich sonst immer streng eingehalten musste, sich verabschiedet hat.
    Dadurch stellt sich mir die Frage, ob ich die gewonnende Flexibilität nutze, um meinen Tages-und Wochenablauf neu umzugestalten.
    Allerdings will mir auch einfach nichts einfallen, was ich groß verändern kann.

    Meine Frage an euch: Hattet ihr bereits eine ähnliche Situation und wie habt ihr sie genutzt um eure Strukturen aufzumischen ?

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