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    Ich habe oft Schwierigkeiten damit einzuschätzen wann und wem ich meinen Autismus erklären sollte und in welchen Fällen es angebracht ist um Rücksicht zu bitten, gerade in Konfliktsituationen.

    Nachdem ich damals die Diagnose bekommen habe, habe ich mir nicht viel dabei gedacht, aber als ich älter wurde, habe ich immer mehr Eigenheiten von mir mit Autismus in Verbindung bringen können.
    Damit andere Menschen mich besser verstehen, habe ich angefangen jedem vorweg davon zu erzählen. Gerade da meine Ansichten und meine Denkweise oft von anderen Menschen abweicht und leicht missverstanden werden kann.
    Allerdings habe ich mit der Zeit die Erfahrung gemacht, dass viele das als Ausrede ansehen. Wenn es zum Beispiel zu einer Diskussion kommt und ich anfange von Autismus zu reden, sind viele gar nicht mehr bereit darauf einzugehen, da man ja alle möglichen sozialen Fehltritte mit Autismus "entschuldigen" könnte, gerade wenn das Gegenüber sich damit nicht auskennt.

    Ich habe öfters darüber nachgedacht und finde auch, dass das nicht in Ordnung ist, wenn eine andere Person sich verletzt oder beleidigt fühlt und man dann sagt "Ja, ich hab Asperger, ich bin halt so, nehm bitte Rücksicht darauf".

    Ich hab auch ausprobiert Autismus überhaupt nicht zu erwähnen. Anfangs merkt man mir das nicht sofort an, aber wenn man mehrere Stunden miteinander spricht oder schreibt, bekomme ich schnell Dinge vorgeworfen, wie dass ich mich aufgrund einer ausführlicheren Schreibweise oder viel Wissen zu meinem Spezialinteresse nur wichtig machen will oder angeben will oder meine "verquerte Art nicht geduldet" wird. Das ist sehr schade, da es mit der Information über meinen Autismus wahrscheinlich seltener zu solchen verletzenden Situationen gekommen wäre.

    Deshalb meine Fragen an euch: Wann und wo erklärt ihr euren Autismus anderen Menschen und vor allem: Wenn es zu Konfliktsituationen kommt, woher weiß man ob es angebracht ist den Autismus zu erwähnen und um Rücksicht zu bitten oder ob man sich lieber einfach entschuldigt und Abstand von den Menschen/Communities nimmt?
  • Neu

    Hallo ihr Lieben!


    Ich kenne seit Jahren bereits Shutdowns und war deswegen sehr oft im Krankenhaus und in neurologischen Spezialkliniken und all sowas. Dabei wurde festgestellt, dass in diesen "Zuständen" meine Gehirnströme anders sind. Sie sind verlangsamt, aber die typische Epilepsie-Spitze fehlt. (Falls das für irgendwen interessant ist.) Leider finde ich allerdings dazu absolut nichts im Internet. Also falls wer dazu was weiß, kann er mir das auch gerne mal schicken oder hier schreiben.
    Im Eingangspost schon Off-Topic. Wow. :m(: :m(:

    Jedenfalls: Es ist ja klar, dass ich in einem Shutdown noch "kranker" wirke als an einem guten Tag.
    Seit mir allerdings der Verdacht der Diagnose genannt wurde, benutze ich viel mehr Stimming als vorher. Das ist ja auch soweit typisch. Ich glaube, ich habe einfach unglaublich viel unterdrückt, was dann eben in Shutdowns geendet ist. Mittlerweile sind diese Shutdowns allerdings irgendwie "weniger stark", weil das Stimming beruhigt. Dafür "funktioniere" Ich jetzt während eines Shutdowns besser. Es ist schwierig, das zu erklären. Aber ich kann in einem Shutdown mittlerweile durch das Stimming reden, aber Menschen nicht ansehen. Dadurch wirke ich dann total "autistisch", obwohl ich an vielen Tagen auch weniger Probleme damit habe.

    Insgesamt habe ich vielleicht einfach das Gefühl, mehr "Ich" sein zu können und zB Stimming machen zu dürfen. All die Dinge eben, die mir immer verboten worden sind.
    Ich habe aber auch irgendwie Angst, dass ich mich in irgendwas reinsteigere, weil ich ja manchmal auch Tage habe, an denen es mir gut geht. Aber eben so "Aussetzer", wo ich keinen ansehen kann, weil ich mit allem so überfordert bin. Vielleicht kommt das auch von 8 Wochen mit fremden Menschen unter einem Dach, dass das jetzt so schlimm ist. Naja...

    Jedenfalls: Wie ist es bei euch?
    Habt ihr das Gefühl, dass die Symptome bei euch an manchen Tagen stärker sind als an anderen?
    Vielleicht mögt ihr mal erzählen. Wäre sehr dankbar.

    LG,
    Louveteau
  • Neu

    In letzter Zeit ist mir klar geworden, dass ich Probleme damit habe, mich an die tatsächlichen Gegebenheiten einer Situation anzupassen.
    Irgendwie habe ich das Gefühl ich bin gedanklich sehr viel „innen“ und weniger „außen“, weil ich es nicht schaffe, die Situation schnell genug zu verarbeiten.

    Ich nehme wahr, was geschieht oder gesagt wird. Ich begreife auch was es bedeutet und könnte es anderen bei Nachfrage erklären.
    Dennoch schaffe ich es nicht mein Denken und Verhalten spontan der gegebenen Situation anzupassen.

    Ich bin dann unter Stress und ziehe unbewusst einfach irgendein Denk- oder Verhaltensmuster durch, das ich in ähnlichen Situationen praktizieren würde.
    Leider passt das dann häufig nicht und meine Mitmenschen sind von meinem Verhalten irritiert oder denken ich hätte nicht zugehört.

    Mir wurde schon öfter gesagt, ich sei enorm unflexibel. Sowohl im Denken als auch im Handeln.
    Das würde ich bestätigen. Allerdings bin ich in vielen Punkten auch sehr kreativ und Neuem gegenüber offen eingestellt.
    Ich bin mir nicht sicher, ob das ein Widerspruch ist. :roll:

    Kennt jemand von euch die Probleme sich spontan an die Gegebenheiten einer Situation anzupassen?
    Die Probleme dabei bewusst in der Situation zu sein und auch angemessen aus der Situation heraus zu handeln?
  • Neu

    Hallo zusammen,
    mein schon länger bestehendes Problem sind häufige ängstliche Gedanken.

    Von der Beschreibung passt es zu einer "generalisierten Angststörung" (andauernde, wirklichkeitsferne und übertriebene Befürchtungen, keine Reaktion auf eine Bedrohung und auch nicht auf bestimmte Dinge oder Situationen beschränkt) aber ich habe keinerlei körperliche Symptome dazu. Körperlich bin ich ganz normal, ohne typische Symptome einer Angsterkrankung. Bei Angst würde aber der Körper gewisse Stresshormone ausschütten und zum Teil automatisch auch körperlich darauf reagieren.

    Ich war schon bei mehreren Ärzten (Therapeuten, Psychiater) die haben das aufgrund der fehlenden körperlichen Symptome aber alle nicht ernst genommen.

    Die ängstlichen Gedanken behindern mich aber oftmals darin, eine bevorstehende oder geplante Sache machen zu können. Weil ich es aufgrund der Gedanken (z.B. schlimme Dinge die dann passieren könnten, aber eher unrealistisches) es dann vermeide zu machen. Manchmal habe ich aber auch einfach so ängstliche Gedanken, z.B. das das SEK plötzlich in meine Wohnung stürmt, völlig realitätsfern. Oder ich war mal mitten in der Nacht aufgewacht, bekam plötzlich Angst vor Einbrechern (unbegründet) und konnte die ganze Nacht nicht mehr schlafen. Solche Gedanken stören mich, weil es unnötig und unsinnig ist. Es führt auch zu Reaktionen z.B. das ich mich (bei der Angst vor dem SEK) dann den Rest des Tages in der Wohnung einschließe. (Würde das SEK nicht aufhalten, aber sag das mal meinem Kopf...)

    Was kann ich gegen solche Gedanken machen? Sich selbst harmlos einreden bringt nichts, die Angst davor bleibt trotzdem im Hinterkopf in dem Moment.

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    Hat eine Antwort im Thema Häufige ängstliche Gedanken verfasst.

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    Zitat von Echt: „[...] Aber ich glaube, dass ich mit meinem Intellekt diese Ängste ganz gut kompensiert habe. [...] Jetzt im Erwachsenenalter spüre ich nur noch die Anzeichen dieser Ängste, aber es greift sofort die Argumentationskette wieso diese…
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    Hat eine Antwort im Thema Gefühl "nicht von dieser Welt" zu sein verfasst.

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    Zitat von Eurich Wolkengrob: „Letztlich gilt er auch nicht der Andersartigkeit als solcher, sondern der tatsächlichen oder vermeintlichen Unmöglichkeit der jeweils gewünschten Zugehörigkeit. “ Ja, das trifft es wohl.
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    Hat eine Antwort im Thema Aufruhr in der sicheren Höhle / Handwerkerbesuche verfasst.

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    Gerade war der Heizungswartungsmensch eine Stunde bei mir, alles war sehr entspannt und wir haben wie immer über alte Bundeswehrzeiten geplaudert, da hat man immer was zu erzählen. :d Da der übliche Donnerstag heute nicht stattfinden kann, habe ich…