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    Wie passt Autismus und Tagträumerei zusammen?

    Autisten können ihren Gedanken keinen freien Lauf lassen:
    spektrum.de/news/gehirn-von-au…rbeitet-ohne-pause/841322
    Tagträumerei ist aber genau das, eine Pause fürs Gehirn.
    karrierebibel.de/tagtraeume/

    Tagträumerei als Zwangsstörung:
    welt.de/wissenschaft/article14…erungen-zu-tun-haben.html

    Ich bin ja noch in die Diagnostikphase und ich habe die Diagnose PTBS. Tagträumerei ist für mich ein Problem. Entspannend fühlt sich das häufig nicht an. Ich träume vieles, das ich real nicht umsetzen kann, z.B. Sport machen.
    Meine Frage nun an die Leute mit AS Diagnose: Habt ihr Tagträumereien?
    Inwieweit hängt mein Problem mit Dissoziationen zusammen und wie passt es zu Asperger?
  • Neu

    Hallo ihr,

    seit einiger Zeit bemerke ich es, dass meine Augen ab und zu abends anfangen stark zu brennen/wehzutun und zu tränen. Manchmal ist auch nur ein Auge betroffen. Ich kann es für mich nur so erklären, dass ich wohl über den Tag zu viel Stress hatte und dass der Körper dann darauf reagiert.

    Kennt ihr solche oder andere Reaktionen eures Körpers?

    Gibt es noch andere mögliche Auslöser dafür?
  • Neu

    Hallo alle!

    Für ein Gerichtsverfahren zur Anpassung des GdB muss ich nun ein Pflegetagebuch einreichen. Ich weiß allerdings leider überhaupt nicht, wie das geht... Es handelt sich dabei um den Zeitraum einer Woche - muss das eine reale Woche sein, oder eine hypothetische? Gerade bei Autismus ändert sich der Hilfebedarf ja nach Tagesform - und viele Dinge, wie Begleitung zu Ärzten u.ä. brauche ich ja auch bloß, wenn ich einen Termin habe.

    Müssen / dürfen nur die Betreuer angegeben werden, oder auch Therapien und Hilfe von Freunden und Familie (wie zB. Begleitung, Mahlzeitenunterstützung etc)?

    Hat jemand sowas schon einmal gemacht? :(
  • Neu

    Verliebt war ich seit Frühling dieses Jahres, als ich ihn das erste mal sah. Diese großen blauen Augen. Und als er an mir vorbei ging, musste ich vor Freude grinsen, wohl das dämlichste Grinsen der Welt. Ich bin weder elegant noch anmutend.
    Extrovertiert, laut, anstrengend und übertrieben. Ungeschickt im Umgang mit Menschen.
    spreche zu viel, meist nur über dasselbe Thema. Mag neue zu den Interessen passende Menschen. (Das passiert aber wirklich selten). Versuche so gut es geht teilzuhaben. Kann mit jedem sprechen und kenne die Namen irgendwann, kann mir manchmal Gesichter merken.

    Er hatte keinen guten Tag aber zwang sich für mich mühevoll zu einem Lächeln.

    Immer wieder dachte ich an diesen Mann. Bis ich ihn eines Tages wieder am Bahnhof traf.
    Er wirkte desinteressiert. Ich sprach ihn an. Fragte nach seinem Namen. Anschließend gab ich wieder Stuss von mir.

    Wieder vergingen Wochen oder Monate, das weiß ich nicht genau. Ich habe meine Diagnose bekommen und befand mich auf der Rückreise, die eine Wartezeit am selben besagten Bahnhof, mit sich brachte. „Kann man dich irgendwie kontaktieren?“. Neben mir die größten blauen Augen die ich je an einem Menschen gesehen habe. Er sieht wie ein Alien aus und gerade vor Stunden erst, ja da habe ich meine „Wrong Planet Syndrom“ - Diagnose erhalten.

    Er interessiert sich also doch.


    Über Schriftverkehr vereinbarten wir einen Spaziergang.
    „Asperger Autist, das habe ich schon mal gehört“ sagte er.
    Gleich gab ich ihm einen Link zu einer kurzen Beschreibung und danach einen weiteren link zu einer erklärenden Seite, „Ein Date mit einem Autisten – so geht es richtig!“

    „Ich kann mich darin wiederfinden“ meinte er.

    „Vorher habe ich eine blonde Frau vorbei gehen gesehen, war das nicht zufällig deine Mutter?“ - „Hm kann sein“.

    Er braucht sehr lange um ein Gesicht wieder zu erkennen, selbst die Gesichter der Menschen, die ihm vertraut sind.
    In seinem Grundschulzeugnis vermerkt, hatte er nur einen Freund. Bemerkte er Lästereien in seine Richtung oder vernahm Ungereimtheiten, verprügelte er „die Quelle“ der Störung ohne weiteres – Schon als Grundschüler.
    Während seiner Pubertät schlug er sich ständig (bei jeder Familienzusammenkunft) mit seinen Cousins.
    Menschen sagen ihm oft er sei unhöflich und mache etwas falsch, er versteht aber nicht was.
    „Wenn du willst dass ich etwas bestimmtes tue, dann musst du es mir sagen, denn von selbst komme ich nicht drauf“
    Er sprach lange von gebrochenem Vertrauen. „Kennst du das wenn Menschen dein Vertrauen missbrauchen?“.
    War nie wirklich verliebt. Sagte und meinte nie „Ich liebe dich“.
    Hat eine Reizfilterschwäche.
    Sprach als Kind sehr früh und auch gleich ganze Sätze.
    Feste Rituale. Dabei ignoriert er alles. In den frühen Morgenstunden aß er im selben Zimmer, in welchem ich noch schlief, vor dem Computer, bei eingeschaltetem Zimmerlicht. Als er ging vergaß er sogar das Licht auszuschalten.
    Menschenmassen sowie Menschenschlangen bringen Panik in im hervor. Er schwitzt plötzlich, seine Hände werden feucht. Lieber reicht er seinen Freunden das Geld damit diese bezahlen, somit muss er nicht anstehen.
    An der Kasse bezahlte ich, damit er schnell beiseite gehen kann.


    „Du wirkst schizoid“, sagte ich nach unserem ersten Spaziergang. „Das sagt jede Frau, ich höre das wirklich oft“.

    So nahm es seinen Lauf. Nie habe ich mich, nach so kurzer Zeit, so reduziert in meinem Wert gefühlt. „Mein Freund interessiert sich nicht für mich“, lässt sich außerordentlich häufig im Suchverlauf der vergangenen Wochen wiederfinden.
    Seine Mutter vergötterte mich und sagte, ich solle einfach mehr Geduld und Nachsicht haben. Asperger ist denen ein Begriff, da es Autisten im nahen Verwandtenkreis gibt.

    Signale deuten kann ich nicht, aber manchmal da fühle ich diese Stimmung in der Luft, kennt ihr das vielleicht? So habe ich vernommen dass etwas in ihm passiert. Und es dauerte nicht lange da glaubte ich mit einem anderen Menschen leiert zu sein.

    „Wir müssen reden“ gehört nun zu den Sätzen, die ich nie wieder hören möchte.
    „Ich brauche immer länger für Gefühle aber bei dir da ist nun nichts mehr da“. - Oder so ähnlich.
    Danach habe ich seine Mutter auf die Wange geküsst und bin aus der Wohnung gegangen, ohne ein weiteres Wort.

    Das ist bald einen Monat her. Ich spare mir die Details, ihr könnt es euch denken.
    Ich kam vier Tage lang nicht aus dem Bett, da mein Magen so schmerzte, dass ich keinen Schritt mehr gehen konnte. Schon währen der Beziehung habe ich immer wieder Magen – Darm Auffälligkeiten vernommen, da ich mich nicht so wohl fühlte und mich ständige Unsicherheit plagte.
    Die Trauer wohnt noch in mir aber ebenso schwingt nun die Erleichterung mit durch meinen Alltag. Zwei mal wöchentlich Beiträge, über Schizoide und desinteressierte Partner lesen zu, müssen gehört nun der Vergangenheit an. Genauso wie die, absolut ungewohnte, Verunsicherung.


    Und dennoch frage ich mich immer wieder was denn schief gelaufen ist und mir hängt ein Vertrauensproblem nach.

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